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Mueller-Ermittlungen "keine Hexenjagd": Designierter Justizminister widerspricht Trum
AFP

Donald Trump bezeichnet die Ermittlungen in der Russland-Affäre regelmäßig als "Hexenjagd". Sein künftiger Justizminister William Barr dagegen nimmt Sonderermittler Robert Mueller in Schutz.

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Trollflüsterer 15.01.2019, 17:49
1.

Das klingt doch schwer nach Kreide fressen bei seinem Bewerbungs-Anhörung vor dem Senat.
Seine windelweichen Ausreden zu seinen früheren Aussagen bestätigen das nur.
Niemand hat die Absicht eine Mueller äh Mauer zu bauen.

Mal abwarten, ob Trump tatsächlich die Mueller Ermittlungen völlig ungehindert erscheinen und bewerten lässt. Würde mich wundern.

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Faceoff 15.01.2019, 17:53
2. Jobmaschine Weißes Haus

Jeder darf mal ein paar Wochen Minister sein und wird anschließend, mit einen "goldenem Fallschirm" versehen, wieder von seinen Aufgaben entbunden. Und Barr ist auf dem besten Wege, den goldenen Fallschirm zu erhalten, ohne den Job überhaupt jemals angetreten zu haben.

So schreitet Amerika dank der heftig routierenden Jobmaschine "Weißes Haus" in Richtung Vollbeschäftigung. Ein ökonomisches Genie, dieser Trump.

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Teddi 15.01.2019, 17:53
3. Die eigentliche Frage

Die Frage ist doch nicht, ob Trump sich zum Agenten für Russland macht, die eigentliche Frage wäre doch, welche Ziele würde Russland/Putin und welche Ziele würde Trump dabei im Sinne haben? Ich würde sehr gerne einen Artikel lesen, der diese Frage besser beleuchtet. Was haben die überhaupt genau davon??

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bayerns_bester 15.01.2019, 17:59
4.

Dann können wir uns ja schon auf ein paar deftige Tweets von The RealDonald gefasst machen . Da wird wohl bald wieder ein Sessel frei...

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KingTut 15.01.2019, 18:01
5. Er muss sich distanzieren

Ich hoffe, dass die jüngsten Äußerungen von Barr ernst gemeint und nicht taktischer Natur sind. Zu Recht wird hinterfragt, warum er sich zuvor abschätzig über die Müller Probe äußerte. Mit seiner neuerlichen Klarstellung will er (hoffentlich aus Überzeugung) sicherstellen, nicht als befangen zu gelten. Der derzeitige kommissarische Justizminister Matthew Whitaker hat durch kritische Äußerungen über die Arbeit der Grand Jury meines Erachtens seine Befangenheit unter Beweis gestellt.
Selbst bei den Republikanern muss der Kandidat William Barr überzeugen. "So warnt der frisch gewählte Senator Mitt Romney vor einer Behinderung der Mueller-Ermittlungen. Sein Parteifreund Lamar Alexander erklärte, ein neuer Justizminister, der die Ermittlungen beenden wolle, könne nicht vom Senat bestätigt werden." (Zitat Tagesspiegel vom 08.11.18). Wenn der geringste Eindruck entsteht, die Justiz solle behindert werden, so ist das möglicherweise ein "impeachable offense". Das sollte sich auch Trump beherzigen, wenn er zum gefühlt hundersten Mal via Twitter von Hexenjagd spricht.

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do_jo 15.01.2019, 18:09
6. Ich schätze mal,

D. Trump wird über die Äußerungen seines anvisierten neuen Justizministers Barr bei der Anhörung im Justizausschuss nicht "amused" sein ;-). Wahrscheinlich kommt schon bald ein Tweed in entsprechende Richtung (Barr sei dumm, verlogen oder/und korrupt und deshalb total ungeeignet für den Job...), alles andere würde mich schon wundern. Dabei hat Trump ihn selbst vorgeschlagen.
Die Ermittlungen Mullers sollen doch im Kern möglichen Schaden von den USA bzw. dessen Bürgern abwehren, wenn es um das Thema Präsidentschaftswahlen 2016 usw. geht. Ihr Ziel ist es NICHT, den aktuellen Präsidenten zu schützen, wenn dieser möglicherweise im Wahlkampf und später mit Putin herumgekungelt hat...
Genau DAS hat Trump bis heute nicht begriffen: Er ist nicht unantastbar, selbst wenn er als POTUS mit (für meine Begriffe) viel zu viel Macht ausgestattet worden ist, wie seine Vorgänger ebenfalls.

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kmgeo 15.01.2019, 18:31
7. Establishment?

Wollte DT nicht gegen das Establishment in Washington vorgehen? Und dann beruft er einen Minister, der das schon einmal war und also als Inkarnation von Establishment gelten kann?
Es ist sooo schwierig, DT zu verstehen.

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joergb. 15.01.2019, 18:33
8. #3, Teddi

Diese Frage ist doch nicht ernst gemeint, oder?

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do_jo 15.01.2019, 18:42
9. @Teddi (17:53)

"Die Frage ist doch nicht, ob Trump sich zum Agenten für Russland macht, die eigentliche Frage wäre doch, welche Ziele würde Russland/Putin und welche Ziele würde Trump dabei im Sinne haben?"

Trump war bis vor seiner Wahl Geschäftmann, der auch mit Russland Immobilien-Deals abschloss ("Trump-Towers"). Es gab in diesem Zusammenhang diverse Gerüchte, dass Trump sich damals wegen eines/mehrerer Puffbesuche in Moskau (Video-Aufzeichnungen) erpressbar gemacht habe ;-). Wir wissen heute, dass er nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Lebemann war, der sich mit vielen Mio. $ im eigenen Land freikaufen wollte ("Stormy Daniels" usw.).
Putin möchte Trump schaden, da Russland und die USA quasi natürliche Feinde seit langer Zeit sind. Daran wird sich nichts ändern! Siehe auch den aktuellen Ukraine-Konflikt wegen der Krim.

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