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Münchhausen-Check: "Jute statt Plastik"
DPA

Erst die Glühbirne, nun die Plastiktüte. Die einen feiern einen Sieg der Vernunft, andere stöhnen, dass die EU "nur wieder mal etwas verbieten" wolle. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Welche Tüte hat die bessere Umweltbilanz?

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andreasm.bn 30.11.2013, 07:56
1. und wo ist da jetzt....

irgend 'ne Neuigkeit?
Dass man Papiertüten mehrmals verwendet, ist doch wohl normal, oder?
Ich sammel darin z.B. Altpapier, bevor ich es in die Papiertonne gebe.
Und dass man Jute- oder Baumwolltüten nicht zum einmaligen Verbrauch kauft, dürfte ja wohl selbstverständlich sein....

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bortzort 30.11.2013, 08:05
2. Pro Jutebeutel

Im Gegensatz zu einer Plastiktüte WERDEN Jutebeutel mehrfach verwendet und dies nicht nur je nach Studie 30x oder 130x mehr als eine Plastiktüte sondern wesentlich häufiger. Ich habe jedenfalls noch nie jemanden gesehen, der nach dem Einkauf seinen Jutebeutel weggeschmissen hat. Im Gegenteil, die Dinger halten Jahre und können sogar repariert werden. Bei Plastiktüten eher schwierig.
Es wäre sinnvoll, im Artikel die Haltbarkeit und Wiederverwendbarkeit zu betrachten, dann wären dem gestutzten Engel doch noch zwei Flügel gewachsen.

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spongebobia 30.11.2013, 08:05
3. 130-mal verwenden, na und?

Ein Stoffbeutel müsse, den Höchstwert aus den versch. Quellen angenommen, mindestens 130-mal verwendet werden, um energetisch sinnvoller als ein Plastikbeutel zu sein.

Kein ding! Wie lange halten denn diese Jutebeutel? wenn man ein- bis zweimal die Woche einkaufen geht, kommt man auf ca 70-80 Einkäufe im Jahr. Und zwei Jahre halten die Dinger mit Sicherheit.

Andere Sache: wäre es nicht auch! sinnvoll mal was an diesem Verpackungswahn zu ändern? Vllt über ein paar hübsche Subventionen... statt über Verbote.

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pauschaltourist 30.11.2013, 08:14
4.

Was soll am überstürztem Verbot der herkömmlichen Glühbirnen vernünftig gewesen sein? Die alternativen Energiesparlampen werden in 99% der Haushalte im Hausmüll landen und zur immensen Vergiftung der Umwelt mit Quecksilberrückständen führen.
Hätte die EU-Kommission 5 Jahre länger abgewartet, hätte die bedeutend verträglichere LED-Technik den Leistungsstand der giftigen Energiesparlampen erreicht. Aktuell kann man nämlich LED-Lampen in E27-Fassungen kaufen und erzielt vergleichbare Lichtleistungen.

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marthaimschnee 30.11.2013, 08:15
5.

Zitat von sysop
Das Dilemma der Plastiktüte ist: Sie hält mehrere hundert Jahre.
Das ist der eigentliche Punkt und wenn man das tatsächlich nur an der Energiebilanz festmachen wollte, müßte man jeden Effekt, sei es Entsorgung, oder Verbrennung, sowie kontrollierte oder unkontrollierte Verrottung mit einbeziehen. Dann wird nämlich die Energiebilanz der Platiktüte im Handumdrehen um ein Vielfaches an Jute und Papier vorbeiziehen.
Es wird immer gejammert, wir dürften unseren Kindern keine Schulden vererben. Was ist denn mit DIESEN Schulden? Plastikmüll, Atommüll, Nanopartikel, Klimawandel, all das sind auch Schulden, im Gegensatz zu den finanziellen Schulden, die man einfach wegdefinieren kann, müssen diese Schulden vollumfänglich bedient werden, zumindest wenn man weiter existieren will. Und man kann davon ausgehen, daß die fiskalischen und ökonomischen Kosten dieser Art von Schulden bisher weit unterschätzt werden

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orudne 30.11.2013, 08:19
6. was für ein dämlicher Vergleich!

kein Mensch würde ausdrücklich darauf hinweisen, dass ein Elektro-Rasierer nicht nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden darf, damit er sich gegenüber einem
Einwegrasierer rechnet.

Das eine Produkt ist ein Wegwerfprodukt, das andere zur mehrfachen Nutzung gedacht.

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fpwinter 30.11.2013, 08:20
7.

Plastiktüten sind eines Teils Resultat eigener Bequemlichkeit: Man kann einen Rucksack oder eine Tragetasche verwenden für seinen Einkauf. Aber wo tut man im Supermarkt abgewogenes Obst hinein? Kleidung im Kaufhaus? Papiertüten bzw. in Papier einschlagen? Das treibt dann wieder insgesamt den Papierverbrauch und die Abholzung in die Höhe, und man hätte den Teufel mit Beelzebub vertrieben. Ein Tütenverbot griffe andererseits längst nicht weit genug. Man schaue sich z. B. nur mal an, was im Supermarkt alles in Kunststoff-Behältern angeboten wird und überlege, welche davon wirklich ersetzt werden könnten, z. B. durch Glas oder Papier. Es BLEIBT schwierig...

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kaynchill 30.11.2013, 08:25
8. Wenigstens in den Supermärkten verbieten

Ich verstehe ja wenn man beim Klamottenshoppen oder beim Saturn nicht immer den passenden Jute-Beutel zur Hand hat. Aber für den Supermarkt-Einkauf sollte jeder Haushalt einen Korb oder eine passende Tasche haben.
Ich benutze eine faltbare Tasche aus festem Plastik. Das aber auch schon seit über zwei Jahren. Das ist doch wohl auch der Sinn von Papier- und Jute-Taschen: zig-Mal wiederverwenden.
Deswegen verstehe ich auch das Problem mit "mindestens xx-malige Verwendung" nicht. Ich gehe 1-3 Mal pro Woche mit der Tasche in den Supermarkt und da die nicht reißen kann, werde ich das auch noch die nächsten Jahre so machen.

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Tomanski 30.11.2013, 08:25
9. 130mal na und

vor 50 Jahren hatte man einen Einkaufsbeutel über viele Jahre. Die Milch kaufte man in den Zeiten auch noch mit einer Milchkanne die ebefalls viele Jahre hielt.

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