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Münchhausen-Check: "Jute statt Plastik"
DPA

Erst die Glühbirne, nun die Plastiktüte. Die einen feiern einen Sieg der Vernunft, andere stöhnen, dass die EU "nur wieder mal etwas verbieten" wolle. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Welche Tüte hat die bessere Umweltbilanz?

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mcmercy 02.12.2013, 08:37
160.

Zitat von movfaltin
Endlich ein fundierter Faktencheck. Wobei mir der Energieverbrauch im Vergleich zu den madagaskargroßen Plastikinseln im Ozean eher unbedeutend scheint. Bei mir im Zweifel also eher Jute - oder zum Einkauf halt ein Pappkarton aus dem Regal.
Das ist doch alles Unsinn, keine deutsche Plastiktüte landet im Meer, die wandern alle in die Müllverbrennung. Und ob dort nun Plastiktüten oder Erdöl verbrannt wird ist wurscht. Die Müllinseln stammen ausnahmslos aus dem Müll der Entwicklungs- und Schwellenländer, die keine funktionierende Müllentsorgung haben und die eine Plastiktüte einen Scheiß interessiert. Alles in allem wieder sinnloser EU Aktivismus.

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moralapostel 02.12.2013, 08:44
161. Kompostierbare!!!

In Italien in vielen Supermärkten schon üblich, ist das die einfachste Lösung des Problems.
Und wenn man sich anschaut, was alles in den Geschäften, der Industrie mit Plastikfolie eingeschweisst wird - sollte das einfach auch hier angewendet werden. Dann allerdings muss man wieder mehr Agrarflächen für die Produktion freistellen, anstatt Lebensmittel aus z.B. Mais zu produzieren.
Wir werden einfach zu viele auf diesem Planeten und wir verbrauchen zu viel, als dass es eine echte Lösung auf Dauer geben würde......

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extranjero 05.12.2013, 17:41
162.

Zitat von montecristo
Abgesehen davon, dass ich Ihnen zustimme: Können Sie sich noch an die "Bio-Plastiktüte" erinnern? Die war doppelt so teuer als die normale, folglich ist die meistens liegengeblieben. Die einen, wie ich auch, nehmen den Jutebeutel, den anderen ist es egal und nehmen die Biligvariante. Es gibt doch biologisch abbaubare Kunststoffe. Zwei Deutsche haben dafür vor einiger Zeit auch einen internationalen Preis erhalten. Warum soll es nicht möglich sein, für sämtliche Produkte biologisch abbaubare Kunsstoffe zu nehmen? Die 1-2 Cent mehr würde ich (und ich glaube auch Sie und die meisten Foristen hier) bezahlen! Warum ist das also nicht möglich?
Das ist nicht sinnvoll! Grund hierfür ist die Tatsache, dass die sogenannten biologisch abbaubaren Plastikteile den Recycling-Prozess stören. Sie müssten getrennt ausgesondert und der Kompostierung zugeführt werde, das erhöht nur die Kosten und bringt keinen ökologischen Nutzenszuwachs..So gehen die Plastikteile gesamt in den Recyclingprozess und werden wieder verwertet. Das Recycling von Kunststoffen, insbesondere auch Folien ist ein funktionierendes System.

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hooverphonic 15.12.2013, 15:46
163. Kunststoffe bei Lebensmitteln leider doch nicht in jedem Fall verzichtbar

Ein Forist (m/w) hat auf einer der vorhergehenden Seiten die Problematik mit den vielen Kunststoffgefäßen bei Lebensmitteln angesprochen. OKAY: bei Wurst & Käse stimme ich Ihnen zu, das muss nicht unbedingt sein! Aber bei Mikrowellengerichten geht es leider nicht anders! Die berühmt-berüchtigte "Dampfgarschale" ist zwar im Grunde auch ein neu entstandenes Müllproblem, lässt sich aber NICHT durch Glas oder sowas ersetzen! Stellen Sie sich mal vor, ein "Schlüsselkind" (also mittags ggf. allein zu Hause) macht sich da was warm und das Glas zerbricht! Da ist einfach die Unfallgefahr viel zu hoch. ODER das Glas könnte sogar erst dann zerbrechen, wenn man das superheiße Gefäß aus der Mikrowelle rausholt - noch gefährlicher! Also bei allem Dagegen-Sein mit dem Plastikkram muss man sich eben wieder vergegenwärtigen, dass unsere Fertigmenü-Welt, bei der sich nicht jeder 30+ min an den Herd stellen kann und/oder will, auch Gebinde erfordert, die 100% gefahrlos benutzbar sind! Und da haben eben solche Dampfgarschalen aus Kunststoff eindeutig die Nase vorn.

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