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Münchhausen-Check: Nahles und die Reichensteuer
DPA

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles plädiert wieder für Steuererhöhungen. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Werden Deutschlands Reiche immer reicher und zahlen sie zugleich immer weniger Steuern?

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sitiwati 17.11.2013, 08:32
1. richtig ist,

wer viel arbeitet, als normaler Arbeitnehmer und in die Steuerprogression reinfällt, zahlt Abgaben in schwindelnder Höhe, kommen noch Vergütungen wie Weihnachtsgeld dazu wirds extrem-mit StKL 1.0 wirds noch extremer, da kanns passieren, dass man auf fast 48% Abzüge kommt, also jetzt gibts wieder Weihachtsgeld-Schäuble reibt sich die Hände, im Dez werden die Steuereinnahmen wieder mal Rekordhöhe erreichen !

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Kleingärtnerverein 17.11.2013, 08:40
2. Nur...

wird bei allen Zahlengeschubse eines vergessen: Der maßgeblich größte Grund warum die Schere zw. arm und reich immer weiter auseinander klafft heisst Kapitalertragssteuer und das hat die SPD selbst versaut. Mit den derzeitigen 25% wird für viele Menschen in diesem Land das Arbeiten gehen härter besteuert als das zu "Hause rumsitzen und zuschauen wie der Geldberg wächst".
Hebt einfach die Kapitalertragssteuer an und vor allen auch endlich mal die Erbschaftssteuer. Ich gönne nämlich jedem Reichen sein Geld solange er es auch selbst verdient hat! Nur wenn dann die dritte Generation nutzloser Erb-Erben immer noch nicht arbeiten gehen muss, dann ist das zutiefst unsozial und schafft eine Zementierung der Schichten innerhalb der Gesellschaft!

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marthaimschnee 17.11.2013, 08:40
3.

"Die Union steht dafür, daß sich Leistung lohnen muß." - dazu müßte man zunächst mal die Leistung meßbar machen, was beim produktiven Angestellten noch recht einfach ist und bis zum Exzess zelebriert wird (vornehmlich um Argumente zu liefern, warum man eben nicht mehr Geld zahlen will), was aber spätestens beim Management keine praktikablen Zahlenwerte mehr möglich macht. Und wenn das gelänge, bin ich mir sicher, daß viele unserer "Elite" nicht nur kein Geld verdienen, sondern welches mitbringen müßten, ob der mieserablen Leistung, die sie erbringen!

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jetzt:hördochauf 17.11.2013, 08:42
4. und wenn nur ein Einziger..

Zitat von sysop
SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles plädiert wieder für Steuererhöhungen. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Werden Deutschlands Reiche immer reicher und zahlen sie zugleich immer weniger Steuern?
und wenn nur ein Einziger das gesamte Einkommen auf sich vereint - und der Rest am Existenzminimum nagt:

Werden die obersten 10% zu 100% die Steuerlast tragen, ja, die obersten 0,1% 100% der Steuerlast tragen!

UND:

Für die unteren 50% wird sich die Steuerbelastung um 100% verringert haben!

Ist das nicht sozial?

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sverris 17.11.2013, 08:46
5.

Was mich immer wieder wundert: warum immer mitgesagt wird, wieviel eine Gruppe zum Steueraufkommen beiträgt, stolze XY% usw. Das ist doch völlig unerheblich. Dass Großverdiener mehr Steuern zahlen, ist doch klar - und sagt noch nichts über die Angemessenheit ihrer Besteuerung aus. Entsprechend bei Geringverdienern: dass die nur zu einem kleinen Prozentsatz zum Steueraufkommen beitragen, klingt jedesmal so, als sei das ihr Fehler...

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stammbus 17.11.2013, 08:46
6. Dabei wird immer übersehen ...

... dass die Einnahmen des Staates aus der Umsatzsteuer lt. Finanzministerium höher sind als die aus Lohn- und Einkommensteuer (nachzulesen hier http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2013/07/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-steuereinnahmen-von-bund-laendern-gemeinden-haushaltsjahr-2012.html#doc300880bodyText2). Wer zahlt denn hier das Gros? Die Mehrwertsteuer ist eine reine Verbrauchersteuer, trifft also die breite Masse.

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fritz_fleissig 17.11.2013, 08:46
7. Anmerkung zur Methodik

Guten Morgen, zwei Anmerkungen von meiner Seite:

1. Habe ich es richtig verstanden, dass die Bezugsgröße des Vergleichs das zu versteuernde Einkommen ist? Wie sähe das Ergebnis aus, wenn man das gesamte Einkommen zur Berechnung heranziehen würde?

2. Ich selber betreibe eine Beratungsfirma und beziehe einen Teil meines Einkommens als "Dividende" einer GmbH. Damit wird die Dividende wie hier im Beispiel mit 25% + Soli versteuert und zieht meinen persönlichen Durchschnittssteuersatz runter. Der Haken dabei ist jedoch, dass die Einnahmen aus der Beratungstätigkeit bereits in der GmbH mit Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer belastet werden. Mein effektiver durchschnittlicher Steuersatz aus der Besteuerung meiner selbstständigen "Einkommens" liegt damit eher bei über 40%. Wenn ich dieselbe Beratungsleistung als Personengesellschaft erbrächte, läge der von Ihnen berechnete Durchschnittssteuersatz höher, der effektive Durchschnittssteuersatz hingegen würde sich nur etwas verändern (hängt vom individuellen Hebesatz etc. ab.)

Dieses Prinzip gilt für alle Einkommen aus Kapitalvermögen, die als Dividende bezogen werden. Die Kapitalertragsteuer wirkt verzerrend auf dieBerechnung der Durchschnittssteuersätze.

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Meinungsfreiheitskämpfer 17.11.2013, 09:01
8. Goldenes Erbgut

Zitat von sysop
SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles plädiert wieder für Steuererhöhungen. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Werden Deutschlands Reiche immer reicher und zahlen sie zugleich immer weniger Steuern?
Das Problem ist, dass diese Eliten in dem Wahn leben, dass sie ja auch mehr leisten, als der Durchschnitt, und den anderen ihren, wenn auch bescheidenen Wohlstand erst einmal ermöglichen.

Bei Einigen mag das sogar stimmen, im Großen und Ganzen ist es aber die Herkunft, die macht, dass man im Leben immer gleich die richtigen Leute kennt, die richtigen Schulen besucht, ... d.h. Leistungswille und Reichtum und die resultierenden Steuernachlässe werden zu 80% ererbt. Oder wie heißt es so schön, Beruf: SOHN!!!

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happlebee 17.11.2013, 09:04
9. Gemäss

ihrer Aufstellung fand die grösste Entlastung im untersten Segment statt gemäß der Logik des Artikels müsste dort ein Erhöhung der Steuerlast stattfinden

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