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Münchhausen-Check: So viel Wahrheit steckt in Wagenknechts Banken-Bashing
DPA

"Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert", kommentiert Sahra Wagenknecht die Politik nach der Krise. Die SPIEGEL-Dokumentation macht den Faktencheck: Ergibt sich die hohe Staatsverschuldung aus der Sozialisierung privater Verluste?

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Kunstwirt 26.02.2014, 13:23
180. Mit Statistik lässt sich gut verschleiern

Das Problem des Artikels von Hanke Jansen liegt darin, dass sie statistische Untersuchungen zitiert, die etwa angewandt auf Deutschland sehr fragwürdig sind. 140 Fahre und 17 Länder sagen wenig über die Lage in Deutschland aus. So ist die Privatverschuldung in angelsächsischen Länder wie Großbritannien um einiges höher als in Deutschland. Daran ist die Deutsche Bank primär nich Schuld. Diese private Verschuldung (inkl. Immobilienblasen) in GB ist meist politisfh gewollt; wenn aus unterschiedlichen Gründen eine Rezession eintritt, dann verlieren viele Eigentümer ihre Immobilien und gleichzeitig wächst das "Public Sector Borrowing Requierment", also die Staatsverschuldung. Es gibt also eine starke Korrelation zwischen Privatpleiten und Staatsverschuldung. Es wäre jedoch falsch zu behaupten, dass die Privatschuldner gerettet würden, es also eine Kausalität zwischen private Vermögensverluste und Staatsverschuldung gäbe. In Deutschland ist der Anteil der privaten Verschulsung zwar auch hoch, doch im internationalen Vergleich gering. Liebe Frau Jansen, bitte lassen Sie Frau Doktor Wagenknecht weiter spinnen.

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roflem 26.02.2014, 13:26
181. Natürlich

Hat Wagenknecht recht. Das ändert aber nix an den Altlasten der SED, dem umgerubelten und versteckten Parteivermögen, der roten Seilschaften und der Kompromatwedelei, wegen derer die Linke unwählbar bleibt.

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katzenheld1 26.02.2014, 13:27
182. Macht mal so und mal so

Zitat von klaus591
Macht sie zur Bundeskanzlerin!
Machen Sie doch! Ich will sie nicht haben. Dagegen sträube ich mich mit aller Macht.

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Celestine 26.02.2014, 13:28
183.

Zitat von altesmädchen
Die IKB, Tochter der KfW - staatlichste Bank aller Banken -, hat 10 Mrd Schulden durch Risikoanlagen angehäuft. Saß da nicht im Aufsichtsrat der KfW ihr Liebster, der Oskar Lafontaine, und hat nur auf das Büffet gewartet ? Den Revisionsbericht der Bank hat der nie gelesen. Aber hinterher meckern, die bösen (privaten) Banker anklagen, während er sich als staatlicher Bankeraufseher vor dem Lesen der Bafin-Berichte verdrückt hat. Hätte er es getan, hätte er schon früher eingreifen können und nicht warten müssen, bis die Bombe platzt.
Ja und? Was wollen Sie hier nun aussagen? Wenn größte privatwirtschaftliche Banken wie die HRE und die Commerzbank Probleme bekommen, die Deutsche Bank ihre Haut auch nur knapp retten konnte, ja, wieso sollten denn die staatlichen Banken, welche genau so von ganz normalen Bankern geführt werden, bessere Leistung bringen? Welche Herren saßen denn dort in den Aufsichtsräten, um die Krise zu verhindern? Nennen Sie doch ein paar!

Dass Sie hier Oskar Lafontaine mit ins Spiel bringen, ist einfach nur albern. Sie sollten die Ehefrau mit ihrem Mann nicht in Sippenhaft nehmen. Was hatte Frau Wagenknecht damit zu tun?

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garfield 26.02.2014, 13:28
184.

Zur Erinnerung: es geht hier um Frau Wagenknecht und damit gleichzeitig auch um Oskar, ihren Lehrmeister und Guru. Na, kommen Sie. Dass es eigentlich Wagenknecht war, die die "staatliche Bank" IKB zum Rettungskandidaten machte, diese Volte werden Sie doch wohl noch schaffen.
Ich könnte Ihnen ja einen kleinen Tipp geben:
- Wagenknecht betet zu ihrem "Guru", eine "staatliche Bank" zu zerstören,
- Guru erhöht sie,
- Guru überstimmt alle anderen Verwaltungsratsmitglieder durch stundenlanges "Ommmm", sich in riskante Spekulationen zu stürzen.
Folglich ist Lafontaine, wahlweise und/oder Wagenknecht Schuld an der Pleite der "staatlichen Bank" IKB.

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movfaltin 26.02.2014, 13:29
185.

Zitat von fmerk
Das mag ja alles logisch klingen, aber es geht doch um weit mehr: Jedem Schuldenberg steht irgendwo Vermögen gegenüber.
Im Lehrbuch vielleicht. Solange Zinsen (und damit zusätzliche Schulden) bei der Inverkehrbringung von Zahlungsmitteln willkürlich zentral angesetzt werden, häuft sich Ihr "gegenüberstehendes Vermögen" eben zentral an, während die entsprechenden Schulden in die Peripherie verteilt werden.

Und das zweite Problem der Geldflüsse ist damit verbunden: Es gibt Leistungen, die eben auch Kosten aufwerfen, aber gleichzeitig allein der Ermöglichung des Finanzverkehrs dienen (etwa Münzprägung).

Aufgrund der prozentualen Preisfestsetzung frisst sich das Finanzsystem zwangsläufig selbst immer fetter, immer schneller - auf Kosten der Realwirtschaft. Dies ist ein systemisches Problem und unvermeidlich - es sei denn, wir wollten die Kosten - s. Bitcoin-Prinzip - irgendwie technologisch drücken oder aber wieder direkte Tauschhändel betreiben. Aber wer will das schon?

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grauwolf1949 26.02.2014, 13:31
186. Es geht um Konsequenzen

Zitat von localpatriot
Deutschland hat ja noch einige Ueberbleibsel aus der Nachkriegszeit, Dann gibt es natuerlich auch die politische Verflechtung gewisser Amigo Banken mit den entsprechenden Amigo Laenderregierungen. Schlechte Bank bleibt schlechte Bank egal wem sie gehoert.
Ich wollte mit diesem theoretischen Vorschlag die Anleger in die Pflicht nehmen. Hart formuliert : Wer sein Geld um hohen Gewinnes willen einer Bank anvertraut die risikoreiche Geschäfte tätigt kann eben alles verlieren. Der Steuerzahler haftet nicht.

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nemesis_01 26.02.2014, 13:33
187. So langsam schlägt der

Personalzufluss von der Bild beim Spiegel durch. Natürlich sind die Zahlen da oben grösstenteils Unfug. Wo kommt denn das Kapital zu Bankenrettung her? Fällt vom Himmel? Natürlich nicht. Also nehmen wir einmal die 130 Mrd, die alleine die Hypo Real Estate beansprucht und rechnen einmal die Zinsen aus, die man dafür hätte erzielen können. Alleine von diesen Beträgen hätten sie sämtliche Privatkredite ablösen können. Und ein paar Peanutskredite kleinerer Mittelständler. Das Volk wär schuldenfrei und glücklich. Stattdessen rettet man die "systemischen" Banken und gauckelt dem Bürger auch noch Anhand solcher Hütchenspielerberechnungen vor, es wär alles im grünen Bereich. Leider geht der Bluff nicht auf, spätestens mit der nächsten Wahl wird die SPD für ihre desolate Politik entsprechend abgestraft werden. Und irgendwann wird auch den Schwarzen der Wahlgaraus gemacht. Der aktuellen Politik ist das Schamgefühl vollkommen abhanden gekommen und offensichtlich nimmt sich der Autor hier nur ein Beispiel. Dabei ist es nur ein billiger Hinternkriechversuch.

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Klönschnack 26.02.2014, 13:37
188. Der Lacher des Tages

Zitat von DMenakker
Denn gerade die Hypo mit ihrer Tochter Depfa war in erster Linie in der US Kommunalfinanzierung engangiert. Sie ist Pleite gegangen, weil sie falsch refinanziert war. Sie war nicht durch Verluste bilanziell überschuldet, sie hatte schlicht nicht mehr ausreichende liquide Mittel ( also cash ) Geld verloren hat sie bisland eigentlich nur in Detroit. Der Bund kommt da ohne Verluste raus.
Zitat Wikipedia :
Gründung der FMS Wertmanagement als „Bad Bank“

Zum 1. Oktober 2010 hat die HRE Darlehen und Wertpapiere im nominellen Wert von rund 173 Milliarden Euro in die neu gegründete öffentlich-rechtliche "Abwicklungsanstalt" FMS Wertmanagement als Teil der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung ausgelagert, eine sogenannte „Bad Bank“.


Und Sie glauben im ernst, diese lächerliche Summe, kommt jemals wieder rein? Weil sie sind ja werthaltig??

Erzählen Sie Ihren Kindern auch noch vom Weihnachtsmann?

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jolip 26.02.2014, 13:41
189. Interessante Frage

Zitat von willige
daß der SPD-Finanzminister Eichel 2003 den Handel mit Derivaten, aufgeteilten Kreditpapieren und sonstigen omlnösen Papieren den Banken gestattet hat. Diese Papiere haben den großen Crash der Banken verursacht neben den leichtsinnigen Hausfinanzierungen der Amerikaner. Nicht die Kreditaufnahmen Deutscher Bürger oder Firmen haben das Dilemma ausgelöst, daß die Merkel dann leider aufarbeiten mußte.
Es wäre doch eine interessante Frage, zu wissen, wie sich Fr. Dr Merkel, zu dieser, von Ihnen doch recht zutreffend beschriebenen Zeit, zu Bankenliberalisierung und Zulasaung von Hedgefonds geäußert hat.

Bzw., da sich Frau Dr. Merkel ja eigentliich nicht gerne persönlich äußert, wie die damalige Haltung ihrer Parteikollegen war, und wie sie zu dieser damaligen Haltung ihrer Parteifreunde gestanden hat.

Oder ganz einfach gefragt, hat Fr. Dr. Merkel in ihrem Amt als hoher Vertreter der Opposition, all das, was zu unserer momentanen Situation beigetragen hat, nicht unerheblich unterstützt?
In freundlicher Erwartung
jolip

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