Forum: Politik
Münchner Sicherheitskonferenz: Drei Tage maximale Verunsicherung
DPA

Traditionell dient die Sicherheitskonferenz als Chance, Konflikte durch Dialog anzugehen. Dieses Jahr geriet das Treffen zum düsteren Gradmesser, wie verfahren die Krisen und wie sprachlos die Akteure sind.

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chrissi66 18.02.2018, 14:51
1. Frieden schaffen ohne Waffen!

Davon will offensichtlich niemand mehr etwas wissen.
Stattdessen Säbelrasseln, Aufrüstung, wechselseitige Beschuldigungen. Die Zivilbevölkerung wird nicht gefragt oder demagogisch in Kriegsbereitschaft versetzt
Dabei gibt es genug Probleme, die gelöst werden müssen. Das Geld, das in die Aufrüstung gesteckt wird, wäre am anderen Stellen sinnvoller eingesetzt.

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alternativlos 18.02.2018, 14:56
2. Für das Fallbeil der Geschichte...

...eine sehr gelungene Veranstaltung.

Für alle anderen sind wir der Überzeugung, dass jeder Krieg schon im Gedanken verloren ist, wenn er Normen schaffen soll, an deren Wirklichkeit jede menschliche Natur zum Scheitern verurteilt ist. Insbesondere, wenn er einen Blinden Fleck der Gewalt offenbart, in dem Angst die Aufklärung dominiert soll.

Weiterhin Alles Gute

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Grübler 18.02.2018, 15:16
3. Alles schon mal dagewesen...

Immer mehr Nationalismus auf der Welt, egozentrische Staatsoberhäupter überall, ein Hochfahren der Handelszölle. Das sind die Zutaten für einen großen Krieg, wenn sich nicht schleunigst etwas ändert. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie ähnelt sich. Gute Nacht!

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abudhabicfo 18.02.2018, 15:19
4. Keine Friedensbewegung und keine Idealisten mehr

In den 80er Jahren gab es klare Verhältnisse. Man hatte ein klare Feindbilder. Feind Nr 1 war klar die Sowjetunion, welche sich zu Tode rüstete. Feind Nr 2 waren die Atomkraftgegner und die Aufrüstungsfeinde. Nr. 3 war wie immer der Iran, welcher den bösen Krieg gegen den Iran führte. Gott sei Dank gab es die USA, welche in Afghanistan die Mujaheddin unterstützte und die korrupten Machthaber wie Noriega entmachteten. Es war also ein relativ einfaches Feindbild. Heute ist es viel komplexer und die wirtschaftlichen Interessen drängen auch immer stärker an die Oberfläche. Das geschrumpfte Russland ist immer noch der grosse Gegner. China wird langsam auch zum bösen Feind. Die USA verschulden sich jährlich um zusätzlich USD 1000 Milliarden. Rund USD 700 Mrd. wird nur für das Militär ausgegeben. Perverse Zeiten

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jeger866 18.02.2018, 15:23
5. SPONtan: guter Kommentar.

Mehr ist dazu (leider) nicht zu sagen, die Messe scheint gelesen.

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fallobst24 18.02.2018, 15:41
6.

Zitat von Grübler
Immer mehr Nationalismus auf der Welt, egozentrische Staatsoberhäupter überall, ein Hochfahren der Handelszölle. Das sind die Zutaten für einen großen Krieg, wenn sich nicht schleunigst etwas ändert. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie ähnelt sich. Gute Nacht!
Wie wärs, wenn Sie noch das Wetter als Grund in Ihren seltsamen Ursachen-Mix hineinwerfen? Wie man in 2 Sätzen von "Handelszöllen" auf den "großen Krieg" kommt bleibt wohl Ihr Geheimnis.

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kleineEiszeit 18.02.2018, 15:49
7. Ich, fast 50,

im Osten groß geworden, fühle mich an längst vergangene Zeiten erinnert. Mir ist vollkommen unverständlich, warum diese Eskalation in internationalen Krisen erfolgt und längst überwunden geglaubte Denkschema und Verhaltensmuster wieder ausgekramt werden. Im Fokus steht aus meiner Sicht die Reaktivierung des klassischen Ost/Westkonfliktes die aus meiner Sicht maßgeblich durch die Nato und die US-amerikanische Aussenpolitik initiiert wird. Man muss nur lange genug die bösen Russen herbeibeschwören, bis die breite Masse an Leuten dies anfängt zu glauben. Und so ist es mit allen anderen Konflikten auch. Iran hat aus Eigeninteresse massiv den IS bekämpft. Das dankt in Europa und Amerika niemand. usw usw

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serge71 18.02.2018, 15:49
8. Es wird schon an mir liegen...

aber wenn ich diese Veranstaltung betrachte denke ich unwillkürlich an eine lukrative Messe für das globale militärisch-industrielles Komplex...die Deals werden dabei um so lukrativer wie düsterer die Bedrohungsszenarien geschildert werden...und wie Schutzgelderpresser wird dann, gegen Zahlung, Sicherheiten dagegen geboten...wer schützt eigentlich die Zivilbevölkerungen gegen dieses globales Raubrittertum?

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DresdenSchnorchler 18.02.2018, 15:57
9. Die bestehenden Ordnungen

wären aus meiner Sicht erst einmal ausreichend, um die Konflikte zu entkrampfen. Das sind z.B. Selbstbestimmungsrecht, Achtung der territorialen Integrität, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten eines Landes, Achtung des Kriegsrechts, allgemeine Menschrechte, Einhaltung bestehender bi- und multilateraler Verträge etc. Also alle erst einmal weg aus fremden Ländern und Konflikte vor Ort mit möglichst friedlichen Mitteln lösen. Na ja, leider verdient man mit solcher Strategie kein Geld ...
Jetzt aber bitte nicht nur mit dem Finger auf ein Land zeigen, sondern lieber mal nachdenken, ws man selbst dazu beitragen kann.
Dass die Damen und Herren in München nun sprach- und handlungslos ob der Situation sind, hat sein Vorbild in Goethes "Zauberlehrling" . Wenn man also die Folgen seines Tuns nicht absehen und beherrschen kann, sollte man lieber die Finger davon lassen. Warum sind Politiker nur so dumm und lernen nichts aus den Erfahrungen?

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