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Münchner Sicherheitskonferenz: Drei Tage maximale Verunsicherung
DPA

Traditionell dient die Sicherheitskonferenz als Chance, Konflikte durch Dialog anzugehen. Dieses Jahr geriet das Treffen zum düsteren Gradmesser, wie verfahren die Krisen und wie sprachlos die Akteure sind.

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hinschauen 18.02.2018, 20:47
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Zitat von hdwinkel
Wie kommen Sie darauf, daß ich Assad nicht ablehnen würde? Ich lehne ihn ab, kann aber nichts positives daran finden, ihn mit einem Blutzoll von inzwischen einer halben Million Menschen aus dem Amt zu vertreiben. Vor allem, wenn man bedenkt, daß die ach so gemäßigte Alternative von Musterdemokratien wie Saudi-Arabien, Katar, der Türkei usw. unterstützt wird, allesamt unsere Freunde und Verbündete. Vergleichen Sie einfach die Lebensverhältnisse unter den Diktatoren mit den Bedingungen danach, wo sich der Westen eingemischt hat. Was Russland anbelangt, gilt vergleichbares: Warum sollte ich einen Oligarchen wie Putin gutheißen? Tue ich selbstverständlich nicht. Ich habe auch kein Problem mit Sanktionen gegen Russland, wenn Russland gegen das Völkerrecht verstößt. Nur sollte es Sanktionen dann gegen alle geben, die gegen das Völkerrecht verstoßen. So wie es aber gehandhabt wird, wird nicht der Verstoß sanktioniert, sondern der auserkorene Feind. Womit wir wieder bei der These -Vorabend des WK1- wären.
Okay, dann hatte ich Sie fehl interpretiert, weil ich in Ihrem Post nur Kritik an westlichen Staaten entdeckt hatte. Dass es im Nahen Osten noch schlimmer aussieht als vor ein paar Jahren, ist natürlich auch nicht zu leugnen. Die halbe Million Toten aber der Intervention westlicher Staaten anzuhängen, halte ich für falsch. Auch in Libyen ist der Regime-Sturz nicht von außen begonnen worden. Vielmehr haben westliche Kräfte ihn unterstützt, nachdem er begonnen hatte. Und dahin zielte meine generelle Kritik (die bei Ihnen dann möglicherweise den falschen Empfänger getroffen hat): der oft gehörte Der-Westen-ist-an-allem-schuld-Vorwurf. Nein, die Länder des Nahen Ostens schaffen es sehr gut ganz allein, ihre oft seit Jahrhunderten bestehenden Konflikte schwelen und explodieren zu lassen. Daran haben auch - je nach Land - die 70 bis 130 Jahre europäische Kolonialzeit im Nahen Osten und in Nordafrika. In den Jahrhunderten zuvor, lief es nämlich umgekehrt - und die größte Kolonialmacht der Region war bis 1918: die Türkei.

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dereuropaeer 19.02.2018, 06:15
41.

Zunächst sollte Netanyahu für sein unverschämtes Auftreten von dieser Konferenz für alle Zukunft ausgeschlossen werden. Dann konmt die Welt einem Frieden ein Stück näher

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