Forum: Politik
Mütterrente: CSU droht mit Blockade der Rentenreform
DPA

Die CSU will sich bei der geplanten Zuschussrente quer stellen, wenn es nicht gleichzeitig Verbesserungen bei der sogenannten Mütterrente gibt. Das eine könne es ohne das andere nicht geben, erklärte Bayerns Sozialministerin Haderthauer. Kindererziehungszeiten seien die Hauptursache für Altersarmut.

Seite 6 von 7
Der_Franke 11.12.2012, 15:00
50. In Anbetracht...

Zitat von haarer.15
diese Verachtung. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn Mann und Frau sich Haus- und Erziehungsarbeit paritätisch aufteilen würden. Unsere Realität ist aber eine andere. Unser Land wird durch solche Ansichten wohl noch viel schneller zum Altenheim. Da kommt nichts mehr nach. Diese Probleme sind hausgemacht. So verachtungsvoll spricht nur jemand, der selbst keine Familie hat.
... das die Menschheit eigentlich ein zweite (oder sogar dritte) Erde braucht, ist die hiesige demographische entwicklung eher vernachlässigbar. Wenn mann die Geschichte der Menschheit betrachtet hat es noch nie zu wenig Menschen gegeben, aber immer zu viel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
happyrocker 11.12.2012, 15:20
51. Rente ist Sozialversicherung, kein Kapitalmarkt!!

[QUOTE=Der_Franke;11534153Wieso sollen nicht Mütter leistungsfähiger Kinder mehr bekommen, dafür bekommen die Mütter nicht lesitungsfähiger Kinder gar nichts.[/QUOTE]

Das kann doch wohl nicht wahr sein, was Einige hier verzapfen! Was soll das heißen, jetzt nach "leistungsfähigen" und "nicht leistungsfähigen" Kindern der Rentenbezieherinnen zu sortieren! Wollen Sie Müttern behinderter Kinder jetzt die Rente ganz streichen - die haben ja keinen Mehrwert erwirtschaftet ?! Schon mal was davon gehört, dass die Rente nach dem Solidarprinzip funktionieren soll - d.h. die Starken zahlen für die Schwachen mit - das ist auch so in der gesetzlichen Krankenkasse! Der Skandal ist doch, dass Mütter sehr wohl arbeiten - nämlich die Kinder großziehen die die Solidargemeinschaft dringend braucht und von deren späteren Einzahlungen alle profitieren - selbst dafür aber riesige Einkommens- und später Rentenverluste in Kauf nehmen müssen. Eine Besserstellung in der Rente ist dringend notwendig damit diese Frauen später nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elikey01 11.12.2012, 15:29
52. Von der SPD

Zitat von Hilfskraft
mittlerweile hat diese Koalition so gut wie jede Wählergruppe verärgert, verschreckt, vor den Kopf gestoßen. Nun sind es die Mütter, die die momentanen Steuerzahler herangezogen haben, die einen Tritt in den ... bekommen. Diese haben allerdings eh nicht anderes von dieser Regierung erwartet. Eine satte Steilvorlage für Peer Steinbrück. Weiter so!
war im Zuge derer Rentenreformpapiere nichts davon auszumachen, die horrende Gerechtigkeitslücke gegenüber älteren Müttern endlich zu schließen, auch von Steinbrück nicht.
Wenn schon im Rahmen des CDU-Parteitages dgl. "Nachbesserungen" bei den Mütterrenten beschlossen wurden, müsste das doch erst recht Thema für eine SPD sein, die vorgibt, wieder den sozialen Anstrich zurückerobern und Altersarmut insb. von Frauen entgegenwirken zu wollen.
Dass Altersarmut von Frauen direkt mit Kindererziehungszeiten in Verbindung steht, ist unverkennbar.
Gerade auch die inzw. in Rente befindlichen Nachkriegsmütter (der Babyboomer-Jahre West) hatten weniger als Frauen heute Möglichkeiten, rentensteigernden Erwerbstätigkeiten nachzugehen.
In den Genuss staatl. KG kamen sie auch erst ab 1975.

Geisterfahrer Schäubles Aussage, dass wg. der GR-Hilfe dafür kein Geld im HH 2013 vorhanden sei, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Er scheint sich bereits als Juncker-Nachfolger in der EU zu sehen und meint wohl, sich von daher dgl. Unverfrorenheiten gegenüber einer deutschen Bevölkerungsgruppe "leisten" zu können.

Allerdings verwundert auch, dass gg. eine solche diskriminierende Ungleichbehandlung älterer Mütter noch keine Klage vor dem EuGH anhängig ist.
Denn der EuGH hat auch 1996 - entgegen der Haltung des Gesetzgebers und des BSG - für eine additive Anrechnung von Erz.Zeiten bei der Rente geurteilt, denn "Kindererziehung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die damit entsprechend zu würdigen sei".

Der Gesetzgeber sah nämlich keine Notwendigkeit, Erz.Zeiten anzurechnen, wenn eine Versicherte das erste Lebensjahr des Kindes mit Pflichtbeiträgen belegt und daraus Rentenanwartschaften erworben hatte. Gerade (oft alleinerziehende) Mütter, die für die Existenzsicherung nach den acht Wo. Mutterschutz wieder ins Erwerbsleben zurückkehrten, waren dadurch besonders benachteiligt.

Der EuGH gab dem Gesetzgeber im Zuge dieses Urteils auch auf, die "Babyjahr"-Rente, für die lediglich ca. zwei Drittel der Durchschnittsrente angerechnet wurden, sukzessive bis zum Jahr 2000 auf 100 % des Rentendurchschnitts anzuheben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aro1 11.12.2012, 15:34
53.

Zitat von happyrocker
Das kann doch wohl nicht wahr sein, was Einige hier verzapfen! Was soll das heißen, jetzt nach "leistungsfähigen" und "nicht leistungsfähigen" Kindern der Rentenbezieherinnen zu sortieren! Wollen Sie Müttern behinderter Kinder jetzt die Rente ganz streichen - die haben ja keinen Mehrwert erwirtschaftet ?! Schon mal was davon gehört, dass die Rente nach dem Solidarprinzip ......
Sie haben völlig Recht:
Gegenwärtig hat (wie sollte das praktische gehen ??) das Einkommen der Kinder keine Auswirkung auf die Höhe einer späteren Rente. Ich habe aber in meiner eigenen Familie das Beispiel meiner Schwiegermutter (siehe vorher: 4 Kinder, Monatsbetrag zur RV 3.500 €, eigener Anspruch (da nicht gearbeitet) unter HARTZ 4 Niveau) --> da macht man sich so seine Gedanken, wer mit wem soldarisch ist ...

Die Gretchenfrage ist doch, wer die Besserstellung bezahlen soll? Man könnte z.B. all diejenigen, die sich aus dem Solidarprinzip verabschiedet haben (wie Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Beamte, sonstige berufständischen Versorgungseinrichtungen) miteinbeziehen (die Rente für deren Eltern, zahlen wir alle heute ...), die Kinderlosen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elikey01 11.12.2012, 15:40
54. Demokratie

Zitat von Der_Franke
Statt immer mit diesem Müttergedöhns zu kommen sollte die CSU mal die wirkliche Ungerechtigkeit in der Alterversorgung sich vornehmen. Die Trennung zwischen Pensionen und Renten. Auf einen Seite durch totalen Kündigungsschutz keinerlei Unterbrechung in der Erwerbsbiographie, keinerlei Leistungen zu den Sozialversicherungssystemen und dann zur Krönung noch eine Altersversorgung.....
lebt von der Meinungsvielfalt.

Allerdings sind Ihre "Meinungen" von ebensoviel Polemik wie Nichtwissen erfüllt, klassisches Outing bedauerlicher Lebensunzufriedener - aus welchen Gründen auch immer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marsupilama 11.12.2012, 15:46
55.

Zitat von Der_Franke
D1) Kein heutiger Einzahler / Mit Kindern, die später arbeiten --> Bringt nur 50% des notwendigen Beitrages D2) Kein heutiger Einzahler / Mit Kindern, die später nicht arbeiten --> der absolute Super GAU Und glauben Sie bitte nicht, daß D2 äußerst selten vorkommt. Sozialhilfedynastien gibt es einige.
Sie sollten meiner Meinung nach erwähnen, dass dies Eckdaten (D2), auch für Selbstständige-, Unternehmer- und Beamtendynastien gelten.
Interessante Ähnlichkeit....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elikey01 11.12.2012, 15:48
56. Falscher Blinkwinkel

Zitat von Simax
Wo kommen denn bitte schön die Väter vor die Kinder jahrelang großziehen ? Bei meinem 1. Sohn beschränkze sich die Rolle der Mutter bis zum 8. Lebensjahr aufs Wochenende sowie den Empfang von Kindergeld und erschlichener Unterhaltsvorschußleistung durch das Jugendamt. Rechtliche Möglichkeiten hatte ich als unverheirateter Vater keine. Und jetzt soll schon wieder ein Gesetz .....
oder Unkenntnis der Rechtslage:
Bei der Kontenklärung der Rentenversicherung (jedem Versicherten gehen nach dem 40. Lebensjahr entsprechende Formblätter zu) ist anzugeben, wer Kind/er erzogen hat und wem diese Zeiten demzufolge rentensteigernd anzurechnen sind.

Väter haben selbstverständlich die gleiche Rechte auf rentensteigernde Anrechnung von (nachgewiesenen) Kindererziehungszeiten - ist nichts mit "feministischem Rassismus" - nur Rabulismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unsinkbar2 11.12.2012, 15:56
57. Ungerecht

Zitat von Hilfskraft
es geht um Mütter, die von Erziehungsgeld, Elternzeit, Kitas nichts abbekommen haben. .. waren GEZWUNGEN ihren Beruf aufzugeben.
Eben. Ich habe meine Kinder (jetzt Mitte Zwanzig, also vor 1992) jung bekommen und war bis zu ihrer Schulzeit Hausfrau, da war nix mit verläßlichem Kindergarten oder Kita. Später habe ich erst in Teilzeit, dann mit Mitte Dreißig in Vollzeit gearbeitet. Jetzt habe ich noch 20! Jahre Arbeit vor mir, bis ich dann im Rentenalter Sozialhilfe o.Ä. beziehen werde/muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elikey01 11.12.2012, 16:01
58. €uro-Bonds

Zitat von sxs
Was die Koalition abliefert, da kann man wirklich den Kopf schütteln, allerdings graut es mir noch mehr vor SPD/Grüne, wenn die Eurobonds einführen, sind wir richtig am Ar…
sind dem Namen nach doch längst gestorben; sie heißen ESM, wurden durch diesen Mechanismus "ersetzt".
Da ändert auch SPD/GRÜNE nichts mehr dran; sie haben dem ESM zugestimmt.

Doch unabhängig davon, dass CDU/CSU-Frauen seit Jahren an dem Thema "gleiche Mütterrente" dran sind, ist dazu weder von den GRÜNEN noch von der SPD jemals etwas zu hören gewesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
elikey01 11.12.2012, 16:05
59. Donnerlittchen

Zitat von Der_Franke
Es können doch auch Kinder andere Nationen sein. Oder Roboter. Sehen Sie mal nach Japan. Und wieso sollen alle Mütter gleich behandelt werden. In einem Unternehmen verdienen ja auch nicht alle das selbe. Wieso sollen nicht Mütter leistungsfähiger Kinder mehr bekommen, dafür bekommen die Mütter nicht lesitungsfähiger Kinder gar nichts.
Und da Sie so ungeheuer um sachlich erhellende Beiträge bemüht sind, wissen Sie auch schon ganz genau, wie dgl. "bewertende Trennung" administrativ zu bewerkstelligen ist ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 7