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Muharrem Ince will türkischer Präsident werden: Der Anti-Erdogan
DPA

Muharrem Inces fulminanter Wahlkampf hat Anhänger wie Gegner in der Türkei überrascht. Reicht das, um Präsident Erdogan am 24. Juni zu schlagen? Für den Fall eines Sieges schmiedet er radikale Pläne.

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Neophyte 21.06.2018, 12:30
1. Das wäre zu schön um wahr zu sein

In der Ära der autokratischen Populisten ein Lichtblick, also bin ich leider pessimistisch das es passieren wird. Die Menschen in der Türkei sind wohl noch nicht so weit, wohl noch weniger die Türken in Deutschland, wie vorherige Wahlen gezeigt haben. Demokratie ist eben ein komplexes Gebilde, dass eine gewisse Reife der Gesellschaft voraussetzt.

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ford.prefect 21.06.2018, 12:40
2. Hoffnung

Das klingt nach Hoffnung für die Türkei. Die Kurden täten vermutlich gut daran, ihn zu unterstützen und danach in einer wieder demokratischeren Türkei politisch für mehr Autonomie, beispielsweise durch föderale Strukturen, zu werben. Das wäre auf Sicht auch das Ende der PKK.

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HerrPeterlein 21.06.2018, 12:52
3. Letzte Chance

Eigentlich müssten alle gegen Erdogan wählen, solange sie es noch können. Selbst wenn man sagt er hat am Anfang dem Land Erfolge gebracht, diese bleiben jetzt immer mehr aus, die Versuche/Pläne gehen langsam in die Verzweifelung über. Mit 64 Jahren ist ein guter Zeitpunkt das sich jemand aus der Politik zurück zieht, die Geschichte zeigte das es danach sehr oft nur noch schlecht für das Land und die Person war.

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dachhase 21.06.2018, 12:55
4. Dann ist alles möglich?

Natürlich! Dann lässt Erdogan eben putschen. Er kann es sich doch vermutlich gar nicht leisten, einer unabhängigen Justiz gegenüber zu treten. Bis in der Türkei wieder Demokratie gelebt wird, werden Jahrzehnte vergehen. Und noch ein Tip: ja nicht auf den Westen verlassen. Da gibt's keine Hilfe.

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chrismuc2011 21.06.2018, 12:56
5.

Ich befürchte, dass in der archaischen Landbevölkerung die Sehnsucht nach einem starken Mann und Führer zu ausgeprägt sind. Wenn man sie Interviews der Türken in Deutschland liest, kann es einem kalt den Rücken runterlaufen.

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danubius 21.06.2018, 12:59
6. Interpretationsmöglichkeit

Ince wünsche ich, dass er auf Grund seines bekannt gewordenen Programms die Wahlen gewinnt und die jetzige autokratisch regierte Türkei wieder zu einem annähernd demokratischen Staat laizistischer Prägung zurückführt. Dann allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass die EU die Beitrittsverhandlungen wieder aufnimmt und noch mehr Geld würde dann dorthin fliessen. Mit diesem Denkmodell wäre die Türkei irgendwann doch noch in der EU (sollte die EU bis dahin nicht kollabiert sein). Und Erdogan sitzt dann auf seiner Wolke und freut sich. Die Realität wird sich m.E. jedoch nach den Wahlen nicht anders darstellen als bisher. Die Türkei ist aufgrund ihrer ganzen gesellschaftlichen Entwicklung flächendeckend, stammes- und religionszugehörig nur zu einem kleinen Teil im 21. Jahrhundert angekommen.

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dummer_ossi 21.06.2018, 13:01
7. Prinzip Hoffnung

Ich drücke Ihm die Daumen! Es wäre mit Sicherheit einen Versuch wert. Wir haben genug Autokraten auf der Weltbühne. Diejenigen die Erdogan wählen sollen auch bei ihm leben.

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matbhmx 21.06.2018, 13:14
8. Das Erschütternde an der deutschen ...

... Presse ist doch, dass jetzt erst - nachdem die Türkei-Wahlen in Deutschland gelaufen sind - über den Mann berichtet wird. Nun werden nicht allzu viele Türken den Spiegel oder sonstige deutsche Zeitungen lesen - nur es gibt sie und es wäre gut gewesen, wenn die deutschen Gazetten, statt ständig über Erdogan zu berichten und diesen zu dämonisieren (was erfahrungsgemäß nur zum Schulterschluss der in der "Diaspora" lebenden Türken und türkischstämmigen Deutschen führt), über den hoffentlich ernstzunehmenden Gegenkandidaten zu berichten.

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sikasuu 21.06.2018, 13:14
9. Die Türkie steht mMn. an dem Punkt, an dem DE 1932 stand.

Zitat von HerrPeterlein
Eigentlich müssten alle gegen Erdogan wählen, solange sie es noch können. Selbst wenn man sagt er hat am Anfang dem Land Erfolge gebracht, diese bleiben jetzt immer mehr aus, die Versuche/Pläne gehen langsam in die Verzweifelung über. Mit 64 Jahren ist ein guter Zeitpunkt das sich jemand aus der Politik zurück zieht, die Geschichte zeigte das es danach sehr oft nur noch schlecht für das Land und die Person war.
Die Wirtschaftlichen Bedingungen sind zwar andere, aber die politische Weichenstellung ähnelt sich ziemlich.
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Hoffen wir mal, das die Menschen dort ca. 80 Jahre später ein wenig gelernt haben & nicht die "das Reich" ... für blumige & letzlich wohl schlimm endende Versprechungen ihre Freiheit& möglich demokratische Selbstbestimmung weg'wählen'!
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Werden spannende Tage, bis dort die Wahlen komplett zu Ende sind!
Schenke Allah den Menschen dort Weisheit&kluge Gedanken!

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