Forum: Politik
Multikulti: Hineinschubsen erlaubt
Rainer Jensen/ DPA

Der Albtraum der besorgten Bürger: Im Berliner Columbiabad ist die multikulturelle Zukunft Deutschlands bereits Gegenwart.

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Nubari 01.07.2019, 19:19
160. Wenn das Bad voll war,

dann ging es vor 40-45 Jahren ganz ähnlich zu, auch ohne Multikulti. Der Bademeister ist drei oder vier Mal gekommen, um das Ballspiel auf der Liegewiese zu unterbinden, dann gab er auf und wartete auf einen ersthaften Vorfall, der ihm und seinem Wort mehr Macht verleihen würde. Schlimm war das Grillen, trotz Verbot: das taten nur sehr wenige, aber es störte sehr viele, ging aber i.d.R. nur ein Kotlett lang, dann kam der Bademeister. Vom Beckenrand springen macht einfach zu viel Spaß, um es Jugendlichen verbieten zu können; das war damals nicht anders als heute. Im Ernst, es ist vielleicht etwas intensiver geworden, aber wenn man an einem weniger vollen Tag wiederkommt, dann sind die Dramen vergessen und man hat beinahe seine Ruhe.

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oli h 01.07.2019, 19:20
161. D-Dorf

Tendenziell scheint es mir, als ob der Vorfall im Düsseldorfer Rheinbad ein bisschen heruntergespielt wird. Toleranz heisst für mich übrigens auch, wenn man von jemanden wegen eines vermeintlichen oder tatsächlichen Fehlverhaltens angesprochen wird, dass man dann nicht gleich demjenigen gegenüber mit seinen Kumpels zusammen handgreiflich wird.

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renekalbitz 01.07.2019, 19:26
162. Eigenartige Vorstellung von Toleranz

Toleranz ist kein Selbstzweck. Sie diehnt unteranderem zur Warung der persönlichen Freiheitsrechte. Das was der Autor hier beschreibt, ist nicht die Art von persönlicher Freiheit die ich mir vorstelle. Ein Teil der Schwimmbadgesellschaft nimmt sich jedes Recht, die andern geben es besser, sonst... Ja, man weiß es nicht. Bis man es raus findet kann man sich entspannen oder Angst haben. Je nach dem was man so für ein Typ. So sieht es eben aus, wenn die Politiker nicht verstehen, welche Rolle Schulen und Kindergärten für die solzialisation von Zuwanderern spielt. Nun ist dab Kind in den Brunnen gefallenen... Oder?

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k70-ingo 01.07.2019, 19:44
163.

Zitat von Elrond
der Artikel hat überhaupt nichts mit Multikulti zu tun. Ich finde es vom Autor gelinde gesagt asozial, dass er sich seinen Sonnenplatz ausgerechnet auf dem Fussballfeld ausgesucht hat und offensichtlich das Recht herausnimmt, da auch zu bleiben. Toerlantw aren offensichtlich die dort spielenden Jugendlichen, die ihn dann umspielt haben.
Öhm, welches Fußballfeld?
Der Autor erwähnt ausdrücklich des Schild "Ballspielen verboten".
Da war kein Fußballfeld.

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zweitakterle 01.07.2019, 19:52
164. Freibad ist wie

Zitat von Venturalix
Was hat das mit Toleranz zu tun, wenn jeder machen kann, was er will? Spätestens wenn Ihnen jemand ins Genick springt, weil Sie mal einen Augenblick lang nicht selbst auf sich aufpassen, ist es auch mit Ihrer Toleranz vorbei. Jede Wette. Man könnte das auch auf den Straßenverkehr oder auf das Wohnen übertragen: Es gibt Regeln, weil es Sinn macht! Sonst könnte ich auch argumentieren: Muss der Radfahrer halt mal von seinem Ego Trip runter und tolerant sein, wenn ich meinen Pickup auf dem Radweg parke!?
Internetforum......jeder darf machen, schreiben, meinen, was er will.....
Wo liegt das Problem? doch wohl bei demjenigen, der die klammheimliche Ordnung "gesunder Menschen" im Verhalten untereinander, so sie untereinander sind, nicht erkennen kann, weil er nicht dort ist!

Von daher : Kompliment an den Verfasser!

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londonpaule 01.07.2019, 19:55
165.

Zitat von BassErstaunt
Bin ich der Einzige, der das als Ironie erkennt? Ich meine, sowas wie "Im Columbiabad gibt es keine Schwimmrichtung, [...]immer die anderen mitdenken, die einem nämlich sonst vom Rand ins Genick springen könnten oder plötzlich von unten in die Weichteile tauchen." - das kann keiner Ernst meinen. Ich lese diesen Beitrag eher als selbst-ironischen Beitrag eines Autoren, der sonst mit Multi-Kulti eher keine Probleme hat - aber hier doch an seine Grenzen kommt? Man stelle sich das nur mal auf den Straßenverkehr bezogen vor "Fußgängerampeln und Zebrastreifen gibt es nicht, man muss immer tolerant sein und die anderen mitdenken, die einen sonst über den Haufen fahren und Knochen oder gleich das Genick brechen." - das KANN keiner Ernst meinen!
das ist durchaus mit 99% Wahrscheinlichkeit ernst gemeint... Sie muessen den Text insgesamt lesen "keiner stoert sich am anderen". Es gibt wirklich zuhauf Leute die genau so denken, das auch nihct erst seit gestern

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Marina aus Niedersachsen 01.07.2019, 20:00
166. "Heimat, Ruhm, Stolz, Wir, Fake-News, Verschwörungstheorien"

In Deutschland leben inzwischen 20Millionen Bürger*innen mit sog. "ausländischen Wurzeln". Davon sind ca. 5Millionen Muslime, gekommen schon vor zig-Jahren als "Gastarbeiter" und als Asylanten/Flüchtlinge aus Kriegs-und Krisengebieten, als politisch Verfolgte. Die Mehrheit dieser 20Millionen kommen aus EU-Ländern, haben Jobs/Arbeitsverträge bis hin in die mittlere/obere Mittelschicht, zahlen Steuern in alle unsere Sozialkassen ... weil wir sie als Arbeitskräfte und Fachkräfte brauchen ... Heimat hin oder her. Sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass ein Muslim ihr Nachbar, eine Frau mit dunklerer Hautfarbe ihre Arbeitskollegin ist und dass sich zwei Männer bzw. zwei Frauen auf der Straße küssen, dass ihre Arbeitskollegen Engländer, Franzosen, Kroaten Griechen, Italiener etc. etc. etc. sind. ... Auch der Beruf "Bademeister" und "Seenotretter" ist unterversorgt ... Selbst an der Nord-und Ostsee versorgen inzwischen "ausgebildete Asylanten" als Bademeister/Seenotretter a la "Baywatch" die Strandurlauber, gewährleisten "erste Hilfe und Sicherheit".

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trolland_dump 01.07.2019, 20:06
167. Bemerkung

Ich meine natürlich den hiesigen Bademeister,an der Grundausrichtung/Betrachtung ändert das allerdings gar nichts.

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bladus 01.07.2019, 20:12
168. Regeln ...

Ich denk ich lese nicht richtig: da gibt es die klare Regel "Ballspielen auf der Liegewiese ist verboten" und der Sicherheitsdienst setzt diese Regel nicht nur nicht um, sondern unterstützt sogar noch dieses Darüberhinwegsehen?
Da wird dem Autor ein Ball an den Kopf geschossen, die Masse freut sich und der Autor tut so, als wäre nichts passiert? Das hat in meinen Augen nichts mehr mit Toleranz zu tun, dafür gibt es anders Wort.
Im übrigen irrt der Autor: auch an diesem Ort gibt es Regeln, die mit Sicherheit auch umgesetzt werden. Nur stellt diese Regeln anscheinend nicht mehr der Badbetreiber auf ...
MfG

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oberfrange 01.07.2019, 20:13
169. Vereinsbad

Mein Bad wird über Jahresbeiträge von Vereinsmitgliedern finanziert. Man kommt nur mit Mitgliedsausweis rein, die Einlasskontrolle wird ehrenamtlich organisiert. Nichtmitglieder kommen nur in Begleitung eines Mitglieds rein und gegen 8 Euro Eintritt.
Es gibt ein großzügiges Gelände, ein Babybecken, ein Kinderbecken und ein Schwimmerbecken dreigeteilt. 2 Bahnen für die Älteren, eine für Sportschwimmer und 3 für den Rest. Man kennt sich untereinander und wer dumm auffällt bekommt garantiert ne Ansprache (bzw. die Eltern), zumal es auch ein Fußballfeld und ein Volleyballfeld/Basketballfeld gibt. Einen Bademeister gibt es nicht.
Die Gastronomie ist öffentlich zugänglich - allerdings auch nur über den Einlass und da wird dann natürlich geschaut wer Schwimmkram dabei hat...
Vielleicht ist das ein "Nazibad" aber ich bin gerne dort. Die 120 Euro Mitgliedsgebühr im Jahr reuen mich keinen Cent. Da liest man an einem Nachmittag schon mal in Ruhe ein gutes Buch durch.

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