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Multikulti: Hineinschubsen erlaubt
Rainer Jensen/ DPA

Der Albtraum der besorgten Bürger: Im Berliner Columbiabad ist die multikulturelle Zukunft Deutschlands bereits Gegenwart.

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Benno Groß 01.07.2019, 15:26
30. Recht des Stärkeren

Klingt nett, vor allem für die robusten Sorte Jungmänner, die sich dort breit und laut macht. Und für diejenigen, die es gut vertragen können, wenn auch mal Fußball auf ihnen gespielt oder ihnen auf den Rücken gesprungen wird. Und manche Regel ist vielleicht auch etwas veraltet.

Es klingt aber auch so, dass weniger robuste Naturen, die weder zwölferlei Musik um sich herum noch ständige Blessuren in und neben dem Wasser ertragen wollen, dort einfach nicht mehr hingehen. Für diese, nicht ganz so durchsetzungs- und nervenstarken Leute sind Schwimmbäder auch gemacht.

Letztlich setzt sich in solchen Szenarien meist die lautere, unverfrorenere, jungmännlichere Fraktion durch, da allen anderen bei Einzelverhandlungen um persönliche Freiräume schneller die körperlichen Argumente ausgehen.

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spon_2999637 01.07.2019, 15:27
31.

Zitat von Hörbört
Was uns früher der obligatorische Windfang für den Ausflug an die niederländische Nordsee war, muss doch dem Badbesucher des 21. Jahrhunderts der zusammenklappbare Jägerzaun sein...
Keine Sorge - an der Nordsee richt der Windfang weiterhin.... Und brechend voll und eng war es bei uns im Freibad auch vor 30 Jahren schon - und ebensolange gehe ich da schon nicht mehr hin, weil mir Freigewässer einfach lieber sind.

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Zita 01.07.2019, 15:27
32.

Tja, das funktioniert nicht nur, weil angeblich alle ach so tolerant sind und sich nicht am anderen stören (was ich eh nicht glaube), sondern auch, weil viele einfach gar nicht mehr hingehen, wegen dieser Zustände. Aber das merkt man natürlich nicht, wenn man nur feststellt, dass es im Bad voll ist.
Ich meide ein bestimmtes Freibad hier vor Ort und würde meine 12-jährigen Kinder niemals allein dorthin gehen lassen. Vor allem nicht meine Tochter, die gerade in der "Gazellenphase" ist, äußerlich sich also schon Richtung Frau entwickeln, aber innerlich noch Kind ist, das nicht mit (aggressiver) Anmache umgehen kann.

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rheinschwimmer 01.07.2019, 15:32
33. Bin ich besorgt?

Ich bin immer wieder erstaunt, "ab wann" man ein besorgter Bürger oder "Aber..."-Sager ist.
Dinge die für mich normal sind und die man früher Erziehung nannte, werden aufgekündigt und eine neue Toleranz wird von mir eingefordert.
Das ist wie immer wenn es um solche Themen geht eine reine Einbahnstraße und wir müssen nun u.a. mit solchen....."Entwicklungen" im Schwimmbad lernen umzugehen.
Da könnte ich eigentlich mein Mittagessen wieserkäuen, mache ich aber nicht.

Ich lache drüber und schone meine Nerven, aber ins Schwimmbad gehe ich genau deswegen seit Jahren trotzdem nicht mehr.
Schade eigentlich...

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escherischiacoli 01.07.2019, 15:34
34. eigentlich

lese ich heraus, dass das Recht des Stärkeren ausgelebt wird, und niemand Grenzen setzt, damit auch die schwächeren (Kinder, alte Leute, Spiegel-Redakteure) den Gang ins Freibad geniessen können. Im Ernst, ich bin in einem sozialen Brennpunkt gross geworden, und sicher nicht empfindlich. Aber Hand aufs Herz: Toleranz oder einfach nur Resignation?

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christiansteiffen 01.07.2019, 15:35
35.

" Am besten fragt man die, von denen man ahnt, dass sie den Geldbeutel leeren könnten, so packt man sie bei der Ehre. "

Was ist das denn für einen Aussage von einem Vorzeige-Linken?

Wollen sie uns sagen, dass sie hier vom Aussehen auf kriminelles Verhalten schließen?

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aggro_aggro 01.07.2019, 15:36
36. Spießer

Bei den Kommentaren wundert mich, wie kommen denn Spießer ins Freibad?
In einer völlig überfüllten Umgebung, die von jungen, sportlichen Menschen geprägt ist, die auffallen wollen und wo der Spaß ganz klar im Vordergrund steht - wie kann man da Ruhe und Ordnung erwarten? Wer keine Bälle, Arschbomben und Musik will, der sollte nicht ins städtische Freibad gehen. Es IST friedlich da, auch 20jährige Fussballer sind oft nette Menschen.
Morgen beschweren sich dann die Deutschen über die Verrohung der Campingkultur beim Wacken. Oder ist das da okay, weil's keine Türken sind, die die Grillzeiten nicht einhalten?

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cem.cem 01.07.2019, 15:36
37. Na dann viel Spaß

Mir als Berliner würde es im Traum nicht mehr einfallen in ein Berliner Freibad zu gehen. Da steige ich doch lieber in den Flieger. Unser Sohn ist schon zum Glück groß und der letzte Besuch 6 Jahre her. Auf die ganzen Gestalten habe ich keinen Bock, auch wenn der Autor diese Folklore schätzt. Das Nichtachten von Regeln wird hier wieder einmal als "Toleranz" dargestellt. Aber für den Spiegel Autor war es ein faszinierender Abenteuerurlaub. Bis ihn die "Toleranz" selbst einmal negativ trifft.

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isar56 01.07.2019, 15:38
38.

Zitat von Hörbört
Was uns früher der obligatorische Windfang für den Ausflug an die niederländische Nordsee war, muss doch dem Badbesucher des 21. Jahrhunderts der zusammenklappbare Jägerzaun sein: Schutz der Privatsphäre und Abwehr von umtosender Unbill. Für diese überragende Produktidee gewinne ich garantiert alle Baumarktketten dieses Landes. Der Vertrieb wäre somit schon gefixt. Brauche jetzt nur noch einen Lieferanten, d.h. eine Reise nach China steht ins Haus.
Zwischen Rücksichtslosigkeit und der Mitnahme eines Einzimmerappartements incl. Abzäunung zum Baden liegt ein großes, weites Feld.
Mir fallen u.a. sehr kleine Kinder ein, die von einem 70 Kilo-Geschoß umgerannt - etwas schwerere Verletzungen davon tragen dürfte.
Aber die können wir dann in besagte Umzäunung sperren. Tolerant wie wir sind.

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Bundesbanker 01.07.2019, 15:38
39. Was will der Autor uns damit sagen?

Dass es kulturbereichernd ist, wenn niemand mehr sich an die Regeln hält? Dass Toleranz (was auch immer das ist) die einfachsten Regeln menschlichen Zusammenlebens ersetzt? Dass derjenige, der lieber Regeln statt Toleranz lebt, gefälligst seinen Mund zu halten hat? Dass Regeln nur dazu da sind, um beachtet oder auch nicht beachtet zu werden, je nach Belieben und kulturellen Hintergrund? Dass die Schwimmbadordnung nur noch auf dem Papier existiert? Das ist nicht das Deutschland, in dem ich bisher gelebt habe und auch weiter leben möchte. Und zwar gut und gerne.

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