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Musikszene: Grüne wollen Live-Klubs vor Mietwucher schützen
Marius Schwarz/ imago images

Hilfe bei Mieterhöhungen, Lärm-Beschwerden, Verträgen: Die Grünen wollen Klubs gesetzlich besser schützen. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus einem Antrag der Bundestagsfraktion hervor.

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thommy05 15.11.2019, 16:10
1. Unverständlich

Auch wenn ich selber gerne in solche Clubs , fällt mir zu dien Thema und den Grünen nur noch ein: Wenns dem Esel zu Wohl wird geht er aufs Eis. Hat meine ehemals bevorzugtevPartei. ZU HOHE Umfragewerte?

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Grünspahn 15.11.2019, 16:10
2.

Sonst gibt es keine Probleme? Auch die Nachbarn haben ein Anrecht auf Nachtruhe. Es reichen schon lärmende Gäste auf dem nach Hauseweg einer ganz normalen Gaststätte. Gebäude in den Abends Musik gespielt wird müssen so schallgedämpt sein, dass die Nachbarn nicht gestört werden. Warum sollen Liveclubs nicht ebenso die Auflagen für Brandschutz etc erfüllen müssen, wie alle anderen Veranstaltungsstätten auch? Warum brauchen Clubs einen besonderen Mieterschutz, der sich von dem normaler Gewerbetreibender unterscheidet? Mit solchen absonderlichen Forderungen, die nur auf eine kleine Interessengruppen in großen Städten abzielen, kann man nicht bei sonderlich vielen Wählern punkten.

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hup 15.11.2019, 16:17
3. Alles muss reguliert werden, am grünen Weltbild soll Berlin genesen...

Ein Club der läuft ist eine kommerzielle Goldgrube und kein Förderverein von Nischenkultur - warum sollen die Besitzer dann keine hohe Miete zahlen? Wer mit steigendem Umsatz (mehr Gäste) nicht mehr Einnahmen macht, der macht was verkehrt als Club Besitzer. Seltsames Verständnis, das sich nur durch ein klares, pauschales Feindbild "Vermieter" erklärt.

Und was den Lärm angeht - da wohnt die eingene Klientel wohl eher im Einfamilienhäuschen im Grünen als in den weniger hippen Vierteln in denen solche Clubs normal sind - der besserverdienede Grüne geht da nur gerne hin und erfreut sich an der lauten und bunten "Kultur". Danach geht's zurück aufs Land oder in den ruhigen Vorort. Dort soll es dann aber bitte auch wohlgeordnet und gefälligst leise sein, die Gegend ist teuer genug und die Immobile war nicht billig... green living.

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hansfitter 15.11.2019, 16:19
4.

Also grundsätzlich sympathisiere ich mit vielen grünen Ideen. Clubs gegen Lärmschutzvorschriften unterstützen ist allerdings nicht nur ein Schritt zu weit. Wer einmal in der Nähe einer solchen Krawallbude gewohnt hat wird das genauso sehen. Dass die die Lautstärke in ihren Räumen auf ein gesundheitlich unbedenkliches Niveau senken. Dann haben die Clubs keine Last mit den Vorschriften und die Nachbarn ihre Ruhe.

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wusel8 15.11.2019, 16:25
5. Kultureinrichtungen?

Da lachen ja die Hühner! Wer wie ich mitten in einem Berliner "Szenebezirk" mit hoher Clubdichte wohnt, weiß, was das bedeutet: Alle 50 Meter eine herumlungernde Dealergruppe, vollgekotzte und -gepisste Hauseingänge und sterbende Läden, weil allenthalben nur noch Massengastronomie angesiedelt wird. Die Veränderungen in meinem Kiez in den letzten 15 Jahren sind gruselig! Damals konnte man übrigens auch in der Kommunalpolitik die Grünen noch wählen. Das ist leider unmöglich geworden.

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o.schork 15.11.2019, 16:29
6. Mieterhöhungen?

Praktisch alle Gewerbemietverträge sind an den Lebenshaltungsindex gekoppelt. Was so plakativ "Mieterhöhunge" genannt wird ist lediglich der Ausgleich der Geldentwertung. Wenn man den verbietet ist das nicht nur ein Eingriff in die Vertragsfreiheit sondern auch eine vom Vermieter gesponserte Veranstaltung. Aber ruhig weiter so Grüne, zeigt ruhig auf, dass rot und grün eigentlich auch eine Diktatur wollen.

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Sportzigarette 15.11.2019, 16:36
7. richtig so!

Sorry, aber ich finde das völlig richtig. Natürlich nicht pauschal, aber als ehem. Barbesitzer weiß ich wovon ich rede. Ich hatte 15 Jahre lang in Berlin Prenzlauer Berg eine Café Bar. Ich war der erste Mieter und in allen Mietverträgen der Wohnungsmieter (ich war auch einer) stand, dass es im Haus 2 Gaststätten gibt, die mindestens bis 2 Uhr nachts aufhaben und dass das zu Lärmbelästigung führen kann. Dennoch standen einige Neumieter dann 22 Uhr in meiner Bar und wollten Ruhe haben und riefen ständig die Polizei, vor allem im Sommer, wenn man gerade noch ein paar Leute draussen saßen. Und als der Vermieter merkte, dass meine Café Bar gut lief, verdoppele er nach dem ersten % Jahresvertrag mal eben die Miete, Insgesamt hatte ich bei 13 € angefangen und war 12 Jahre später dann bei 28 €. Aber wenn der Laden läuft, zieht man eben nicht einfach um.
Und gerade in Berlin ist es ein Problem, dass die Leute aus der Provinz in coole und hippe Gegenden mit viel Cafés und Bars und Restaurants ziehen und dann aber 22 Uhr die Polizei rufen und Stress machen. Natürlich nur an den Tagen, an denen sie selbst nicht diese Laden besuchen. Sorry, aber auch Gewerbetreibende, die ein hohes Risiko eingehen, haben Schutz vor Nachbarn und gierigen Vermietern verdient!

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Sensør 15.11.2019, 16:39
8. die bösen Menschen da draussen ...

Da sprechen sich die Grünen unter anderem zur besseren Unterstützung bei dem Lärmschutz aus, und die ersten vier Kommentatoren meckern darüber, dass es so laut bleiben soll. Liest eigenttlich auch jemand den Artikel?
In Hamburg ist die einzig übergebliebene bezahlbare Livemusik die Straßenmusik, und auf diese Art von Kultur macht unsere Stadt auch noch jagt .... Dealergruppen und vollgekotzte Hauseingänge gibt es hier übrigens erst recht.

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dani_ele 15.11.2019, 16:50
9.

Zitat von hup
Ein Club der läuft ist eine kommerzielle Goldgrube und kein Förderverein von Nischenkultur - warum sollen die Besitzer dann keine hohe Miete zahlen? Wer mit steigendem Umsatz (mehr Gäste) nicht mehr Einnahmen macht, der macht was verkehrt als Club Besitzer. Seltsames Verständnis, das sich nur durch ein klares, pauschales Feindbild "Vermieter" erklärt. Und was den Lärm angeht - da wohnt die eingene Klientel wohl eher im Einfamilienhäuschen im Grünen als in den weniger hippen Vierteln in denen solche Clubs normal sind - der besserverdienede Grüne geht da nur gerne hin und erfreut sich an der lauten und bunten "Kultur". Danach geht's zurück aufs Land oder in den ruhigen Vorort. Dort soll es dann aber bitte auch wohlgeordnet und gefälligst leise sein, die Gegend ist teuer genug und die Immobile war nicht billig... green living.
Seit Jahren sterben Liveclubs in ganz Deutschland weg oder schaffen es nur zu überleben weil sie aus Kulturtöpfen gefördert werden. Ob man das gut oder schlecht findet, dass Kultur gefördert wird steht auf einem andern Blatt. In Innenstädten brauch man gar nicht mehr darüber nachdenken einen Club zu betreiben, weil ein Lärmbeschwerde-Anruf vom Nachbarn reicht um den Club kaputtzumachen. Ich finde Kultur zu fördern enorm wichtig und das Städte solche Veranstaltungsorte anbieten ist genauso wichtig. Kultur ist wichtig und Kultur ist nicht nur Krawall und Geldmacherei. Also bleibt mal locker und überlegt erstmal was für Konsequenzen das hat wenn man nirgendwo mehr hingehen kann um Liveauftritte zu erleben. Ich will nicht so enden wir ihr und jeden Abend vor dem Fernseher sitzen.
Zu erzählen ein Liveclub ist eine Goldgrube ist völliger Quatsch und zeigt eigentlich nur, dass du gerne Dinge kommentierst von denen du gar keine Ahnung hast....

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