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Musikszene: Grüne wollen Live-Klubs vor Mietwucher schützen
Marius Schwarz/ imago images

Hilfe bei Mieterhöhungen, Lärm-Beschwerden, Verträgen: Die Grünen wollen Klubs gesetzlich besser schützen. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus einem Antrag der Bundestagsfraktion hervor.

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toninotorino 15.11.2019, 16:57
10. Keine schlechte Idee

Clubkultur ist wichtig. Deshalb ist mir der Vorschlag der Grünen sympathisch. In Clubs habe ich die besten Konzerte erlebt. Ich fand es immer schlimm, wenn einige Clubs mit super Programm wegen hoher Unkosten, notwendiger Umbaumaßnahmen, die nicht zu stemmen waren, dicht machen mußten. Für kleine unbekannte Künstler, die erstmal wenig Publikum ziehen, ist da wenig Platz. Oft werden Acts zu verpflichtet, die schon einen Namen haben (wenn ich deren Gagen zahlen kann), um die Unkosten gerade mal zusammen zu bringen, auf der Strecke bleiben Nachwuchs- und "Nischen"-Künstler. Viele Clubeigner sind Idealisten, Überlebenskünstler.

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Silversurfer2000 15.11.2019, 16:57
11. Das ist nur konsequent!

Nachdem sich die Grünen die Billigmieten für ihre Altbauwohnungen in Berlin-Mitte gesichert haben, möchten sie jetzt auch ihre Freizeiteinrichtungen unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg erhalten.

Und immer mit OPM - other people´s money.

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jeby 15.11.2019, 17:02
12.

Clubs haben mehr gemeinsam mit Bordellen und Spielhallen als mit Opern und Museen. Daher macht es schon Sinn, dass sie eher wir die ersten beiden als die letzten beiden behandelt werden. Das Hauptproblem für viele Nachbarn ist wahrscheinlich noch niemals was im Club selbst passiert. Die Clubgäste machen schon mal direkt außerhalb des Clubs Krach. Besoffene, Dealer, Schlägereien, Dreck, etc. treten in der Nähe mancher Clubs vermehrt auf.

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im_ernst_56 15.11.2019, 17:04
13. Linker Populismus

Das ist klassischer linker Populismus. Im übrigen ist eine Privilegierung der Clubs in punkto Miete, Lärm und dergleichen verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen. Was wird dann als Nächstes privilegiert - Übungsräume von Bands, Ateliers von Künstlern, kulturell wertvolle Szene-Kneipen? Als genervter Nachbar solcher Clubs oder auch als Vermieter würde ich mich mit allen rechtlichen Mitteln gegen so ein Gesetz wehren. Die Anwälte reiben sich schon die Hände.

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MikeRubato 15.11.2019, 17:05
14. Die Grünen offenbaren ihr wahres Gesicht!

Aha, irgendwelche Musikkneipen sind also wichtige Kulturstätten, und die Anwohner sollen gefälligst den Lärm und den Dreck ertragen? Clubs bekommen Sonderrechte und Hilfe bei Mietverträgen, während der kleine Handwerker oder Ladenbesitzer sehen kann, wo er bleibt? Um Wählerstimmen zu fangen, ist den Grünen mittlerweile jeder Populismus recht. Kaum hat man gemerkt, dass jetzt auch wieder viele Jungwähler auf den grünen Leim gehen, versucht man das Geschäftsmodell auszubauen und gezielt deren Vergnügungsstätten zu unterstützen, das ganze gerne auf Kosten der Anwohner, die dann morgens um fünf völlig übernächtigt aufstehen und die Steuern für die grünen Luftschlösser erwirtschaften. Zum Glück sind es noch 2 Jahre bis zur Bundestagswahl, und bis dahin merken hoffentlich noch zahlreiche Wähler, dass man Musikclub-Populismus, das Schüren von Klimaängsten und das kompetenzfreie Geschwurbel von Kobolden, Netzspeichern und Entfernungspauschalen nicht mit seiner Stimme unterstützen kann. Wählen können diese Partei dann diejenigen, die ein Tempolimit, hohe Benzinpreise und hohe Windräder sowie lautstarke Musikkneipen vor der Haustür haben wollen.

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Greenkeeper2021 15.11.2019, 17:12
15.

ein lebenswertes Viertel ist voller Clubs und Cafes, und keineswegs klappen um 22 Uhr die Gehsteige hoch

Genau das passiert aber bei einer vergreisenden Gesellschaft, und alleine schon unseren indern zuliebe muss man Vielfalt erhalten

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whitewisent 15.11.2019, 17:18
16.

Das Hauptproblem ist das Ziel, was da einige Politiker vor Augen haben. Sie wollen einen Zustand konservieren, den sie kennenlernten, als sie jung waren. Egal ob das nun die 70er, 80er oder 90er waren, Veränderung ist der Katalysotor jeder Kunstszene, nicht Erhalt. Legenden wie der Tresor oder das Berghain wurden wegen des Anders seins zu dem was sie sind und waren. Der Berliner Mix von engstem Nebeneinander von Gewerbe und Wohnen entstand deshalb, weil die Menschen aus der Umgebung in den Gewerberäumen arbeiteten. Nicht, um Touristen in Wohngebiete zu locken. Die Berliner Innenstadt umfasst gerade mal 10 Prozent des Stadtgebiets, warum also etwas neu regulieren wollen, was vielen schadet, aber nur wenigen nützt? Umweltschutz ist auch Lärmschutz, dementsprechend hat man nur das Recht, so laut zu sein, wie es zur Beschallung eines Raums nötig ist. Wer etwas Anderes will, sollte sich in Spandau, Treptow oder Reinickendorf umschauen, überall Platz für laute Clus in allen Größen.

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Reggie Ledoux 15.11.2019, 17:18
17. Absolut notwendig...

Wer in eine Metropole zieht sollte mit etwas Lärm bzw. mit einem gewissen Lautstärkepegel klarkommen. Genau, wie es hier vielleicht auch nicht so sauber und so geordnet wie in einer Kleinstadt zugeht, gehören eben auch Geräusche dazu.

Erst, wenn der letzte Club geschlossen werden ihr feststellen, dass Berlin wie eure Kleinstadt geworden ist, aus der ihr mal geflohen seid. Langweilig und aufgeräumt.

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Der wilde Hase 15.11.2019, 17:43
18. Der wahre Grund ist anders

Zitat von dani_ele
Seit Jahren sterben Liveclubs in ganz Deutschland weg oder schaffen es nur zu überleben weil sie aus Kulturtöpfen gefördert werden. Ob man das gut oder schlecht findet, dass Kultur gefördert wird steht auf einem andern Blatt. In Innenstädten brauch man gar nicht mehr darüber nachdenken einen Club zu betreiben, weil ein Lärmbeschwerde-Anruf vom Nachbarn reicht um den Club kaputtzumachen. Ich finde Kultur zu fördern enorm wichtig und das Städte solche Veranstaltungsorte anbieten ist genauso wichtig. Kultur ist wichtig und Kultur ist nicht nur Krawall und Geldmacherei. Also bleibt mal locker und überlegt erstmal was für Konsequenzen das hat wenn man nirgendwo mehr hingehen kann um Liveauftritte zu erleben. Ich will nicht so enden wir ihr und jeden Abend vor dem Fernseher sitzen. Zu erzählen ein Liveclub ist eine Goldgrube ist völliger Quatsch und zeigt eigentlich nur, dass du gerne Dinge kommentierst von denen du gar keine Ahnung hast....
unbekannte Gruppen will halt keiner hören, egal wie gut sie sind, und schon gar nicht Geld dafür bezahlen. Natürlich gehört ein Club in eine Umgebung, wo es keine Anwohner gibt. Es geht doch weniger um den Club, sondern das Verhalten der Besucher drum herum. Zu was brauchen denn die Clubs Türsteher aus dem kriminellen Rockermilieu mit Drogen und Nutten ?

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hannoverdon 15.11.2019, 17:48
19. Komisch, keiner beschwert sich über Millionen Subventionen für Opern

Wenn Opernhäuser für eine kleine elitäre Gruppe mit Millionen gefördert werden, sollte es wohl auch möglich sein Clubbesitzer bei Lärmschutzmassnahmen zu unterstützen die ja die Nachbarschaft schützen sollen.
Ausserdem ging es in dem Artikel auch um Clubs mit Live-Musik und nicht um irgendwelche Kneipen.
Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen Live-Musik in Clubs ist Kultur.
Lustig find ich auch das Menschen in ein Szeneviertel ziehen weil es hipp ist und sich dann beschweren das es zu laut und schmutzig ist. Gentrifizierung at his best.

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