Forum: Politik
Muslime und Toleranz: Wer Allah liebt, verteidigt keinen Mord
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Der Islam muss Kritik aushalten. Und er muss endlich aufhören, Morde im Namen des Glaubens zu verteidigen. Wo sind die Muslime, die für Meinungsfreiheit auf die Straße gehen? Es ist Zeit für ein Zeichen.

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wiseguyno1 22.01.2015, 15:58
180. Aufklärungsbremser...

Zitat von freiheitimherzen
Sehr geehrter muebbing, na ja, der Islam zerfällt in das "Haus des Friedens" und das "Haus des Krieges". Zwischen .....
Und genau mit dieser Argumentationsweise machen Sie (ja genau Sie) sich mit den radikalen Predigern gemein. Genauer gesagt nehmen Sie die Leute zusammen mit Jenen in die (Vorurteils-)Zange!
Die Einen predigen... und Sie bestätigen fleißig!

Hätte man Luther bei seiner Bibelauslegung auch so in die Zange genommen; die Kirchenoberen drohen mit Exkommunikation und Hölle von rechts und von links krähen die Säkularen, dass die angehenden Protestanten ja eh nicht ernst nehmen kann, weil sie ja schließlich sonst in der katholischen Hölle schmoren würden.

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pitterw 22.01.2015, 16:04
181. Des Übels Wurzel?

Das ist ja wohl das ganze Problem! Auch in unserem "westlich-christlichem Abendland" wurden noch vor gar nicht soo langer Zeit Menschen verbrannt, weil sie, entgegen der herrschenden Religion, behaupteten, die Erde kreise um die Sonne und nicht umgekehrt. Bei uns hat diese Aufklärung ca. 300 Jahre gedauert. Ich denke, dass auch der Islam sich in diesem Umbruch befindet, vielleicht analog in der Mitte der Dauer unserer Aufklärung. Man kann nur hoffen, dass es nicht wirklich noch 150 Jahre dauert, bis ein Muslim begriffen hat, dass auch seine Religion nicht die allein seligmachende ist.

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pethof 22.01.2015, 16:05
182. Toleranz und gegenseitiges Verständnis ist notwendig

Zitat: „Ich frage: Wo sind die muslimischen Massenproteste gegen diese abscheulichen Mordaufrufe?“
Von den Massenmedien wenig oder nicht beachtet, haben am 19.01. 2015 800.000 Muslime in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny FRIEDLICH gegen die Terrorakte in Paris protestiert und verurteilt. Sie betonten jedoch auch, dass sie ihre religiösen Gefühle von Nicht-Muslimen akzeptiert wissen wollen.
Presse- und Meinungsfreiheit ist nicht, jedermann direkt oder dessen Lebensauffassung aufs Übelste beleidigen und beschimpfen zu dürfen. Presse- und Meinungsfreiheit darf sich nur in dem Rahmen bewegen, in dem die Würde des Menschen unangetastet bleibt (Art.1 des Grundgesetzes der BRD). Dazu gehört auch die Tolerierung von Glaubensgrundsätzen – unabhängig von der Konfession. Das ist mein atheistischer Standpunkt.

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Worldwatch 22.01.2015, 16:06
183. Ja, faende ich hilfreich!

Zitat von oberallgaeuer
... In den USA erschiessen christliche Abtreibungsgegner Ärzte, die Abtreibungen vorgenommen haben. Müssen sich da auch die Christen distanzieren? ...
Sie haben schon recht, "Durchgeknallte" gibt es hinreichend in den versch. Weltanschauungen.
Und die jeweilige Weltanschauungsgruppe sollte sich klar von denen distanzieren, die ausserhalb des eigenen, fuer richtig erachteten Weltanschauungsbereichs agieren.

So halte ich es auch fuer mehr als angebracht, dass sich die entsprechenden Weltanschauungsgemeinde -unisono- von Kinderfi..ern, von Homophobien, Minderheitenverfolgungen, ja von jeder Art kriminellen Handelns (gem. lokaler Rechtsordnung) wie auch Verfassungs- und Grundrechtsfeindlichkeiten klar distanzieren und abgrenzen!

Tun sie das nicht, werden sie, wie ich finde zu recht, mit den so handelnden "Glaubensbruedern/-schwestern" in einen Topf geworfen.

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KurtT. 22.01.2015, 16:06
184.

Dass es vor allem in der "spirituellen Tiefendimension" ALLER Religionen, Herr Ibrahim Quraishi, mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt, zeigt sich vor allem im Verständnis des Koran durch die Aleviten, die vom Sufismus (mystische Ausprägung des Islam > der Sufi-Gelehrte Ibn'Arabi, ...) inspiriert sind - deren "Gottverständnis" mit jenem der christlichen Mystiker (etwa Meister Eckhart und Jakob Böhme) fast identisch ist. Denn ebenso Aleviten und Sufis beten „nicht mit den Knien, sondern mit dem Herzen“, so interpretieren sie es selber.

Der mit religiösen Unterschieden alibierte Unfrieden auf dieser Welt entstand vor allem aus dem sehr "irdischen" Machtanspruch zweier Eingott-Religionen (Islam und Christentum; das Judentum kennt keinen missionarischen Auftrag) bzw. derer Protagonisten, nur IHR Weg zu einem "barmherzigen Gott", der Liebe und Gesetz sei, wäre "alleinseligmachend"! Und damit wiederum legitimieren diese ihre hauptsächlich "weltlichen" Interessen, in Konkurrenz zur jeweils anderen Religion.

Der wesentliche Unterschied zwischen Islam und Christentum bzw. der "christlichen" Kirchen: Deren weltliche Macht wurde von den Primaten, den moralisch, ethischen Geboten der "Aufklärung" > u.a. dem Laizismus relativiert, und das geschah in den Ländern "unter dem Dach des Islam", der "Umma" noch nicht oder kaum!

Die Frage ist jetzt also, wie glaubwürdig die "westliche Kultur" für Muslime ist - und diesbez. sollte auch sie kritisch hinterfragt werden: Denn eine Gesellschaft, in der der Wert eines Menschen fast nur an seinem Status als "Homo oeconomicus", seiner konsumptiven Potenz bzw. "Kaufkraft" gemessen wird, dürfte wohl kaum attraktiv genug sein, um von anderen als "vorbildhaft" gewertet zu werden, die dem eigentlichen Wesen der Spiritualität verpflichtet sind - aus dem heraus solche Fragen beantwortet werden sollen: Was ist der Sinn des Lebens, der von Leiden und Schmerzen, des Todes?

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tinosaurus 22.01.2015, 16:08
185. endlich

mal ein ehrlicher und absolut lesenswerter Artikel. Ich wüßte nicht, was ich dem noch hinzufügen könnte.

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jogi1709 22.01.2015, 16:08
186. Schade , die Zensur hat mich wieder erwischt,

dabei hatte ich nur ganz neutral die Frage gestellt, warum die Deutschen für die Verbrechen des 3. Reichs verantwortlich sind , obwohl sie noch nicht mal geboren waren, die Moslem für ihre killenden Glaubensbrüder aber nicht. Ist dies eine so subversive Frage ?

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elikey01 22.01.2015, 16:09
187. Moslemsiche Massenproteste

Zitat von lappili1
Endlich, endlich, endlich - warum werden wir "Bio-Deutschen" ob einer solchen Aussage auch von SPON und Co nur immer in die rechte Ecke gestellt? Naja, die Massenproteste von Moslems werden eh nicht kommen - schade!
#74
Selbst wenn sie kämen: Was hätten sie denn für eine Bedeutung außer einem Alibi-Show-Ritual, wenn Inhalte von der Community nicht erkennbar gelebt würden.

Es gab - gerade aus Reihen Islamgläubiger - seit Jahren Artikel solchen Wesensgehalts, die jedoch dem PC-Mainstream folgend wenig Eingang in die breite Öffentlichkeit fanden.
PC-gänig war: Kritische Äußerungen Besorgter bekamen den Stempel von Islamophobie, rechts, ausländerfeindlich.
Mit Inhalten der Bewegung (türk.) "Graue Wölfe", vom Verfassungsschutz als nationalistisch eingestuft, setzten sich Politik und Medien kaum öffentlichkeitswirksam auseinander, wiewohl deren "Blut-und-Boden"-Thesen, untrennbar mit dem Islam verbunden, unverkennbare geistige Analogien zu NPD-Inhalten aufweisen.

Bsph. seien nur einige Autoren wie u.a. Salman Rushdi + Hamed Abdel-Samad erwähnt, die dafür mit der Fatwa leben müssen, von der Dauerbedrohung von Karrikaturisten wie Westergaard, Politikern wie Wilders od, dem auf offener Straße von einem Moslem erstochenen Homosex. van Googh nicht weiter zu reden.

Auch einige türk.-stämmige Deutsche (z.B. Anwältinnen), die sich öffentlich für eine Reform des Islam und gg. die patriarchalische Gewalt in den Familien sowie die Unterdrückung der Frauen einsetzten, erhielten dafür umgehend Morddrohungen.

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pitterw 22.01.2015, 16:09
188. Des Übels Wurzel?

Zitat von ruhepuls
Vielleicht demonstrieren so wenige Muslime gegen Gewalt, weil sie im Grunde den Tätern zustimmen.... ...Was wir Westler nicht verstehen (wollen?): Für gläubige Muslime ist Gott nichts "Diskutierbares", nichts "Relatives". ...Für Muslime ist dieser "Pluralismus" aber undenkbar. Und Menschen, die sich so verhalten sind Ungläubige. Und ungläubig zu sein, ist im Islam keine persönliche Eigenheit - sondern ein Verbrechen gegen Gott.
Das ist ja wohl das ganze Problem! Auch in unserem "westlich-christlichem Abendland" wurden noch vor gar nicht soo langer Zeit Menschen verbrannt, weil sie, entgegen der herrschenden Religion, behaupteten, die Erde kreise um die Sonne und nicht umgekehrt. Bei uns hat diese Aufklärung ca. 300 Jahre gedauert. Ich denke, dass auch der Islam sich in diesem Umbruch befindet, vielleicht analog in der Mitte der Dauer unserer Aufklärung. Man kann nur hoffen, dass es nicht wirklich noch 150 Jahre dauert, bis ein Muslim begriffen hat, dass auch seine Religion nicht die allein seligmachende ist.

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tinosaurus 22.01.2015, 16:28
189. Wo denn?

Zitat von brzymek
Nun‚ die Westmächte sollten aber auch aufhören Morde und Folter mit Demokratie zu rechtfertigen
Das ist mir bis jetzt entgangen. Wo passiert so etwas? Wo werden Morde mit Demokratie gerechtfertigt?

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