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Mutmaßlicher Angriff auf Journalisten: Hamburger Senat fordert von Türkei Aufklärung
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Beim Auftritt des türkischen Außenministers in Hamburg soll ein "Zeit"-Journalist attackiert worden sein. Stadt-Politiker fordern die Regierung in Ankara auf, sich zu den Vorwürfen zu verhalten.

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alicesprings 08.03.2017, 21:52
50.

Es sollte grundsaetzlich verboten sein, dass Politiker im Ausland Wahlkampf betreiben. Ich bin selber ausgewandert und wuerde es aeußerst befremdlich finden, wenn deutsche Politiker in dieses Land kommen würden, um Wahlkampf zu betreiben

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TOKH1 08.03.2017, 22:00
51. Ahnungslosigkeit

Wenn hier einige Kommentatoren davon sprechen, dass ein Journalist kein Schildhochhalten darf um seine Meinung zu äußern, dann irren Sie sich. Das eine schließt das andere nicht aus. Und ein Hausrecht zu missbrauchen, indem man Hetzreden gegen Deutschland führt und Gewalt ausübt, sollte schnell mit der Ausweisung beantwortet werden. Wenn hier keine Aufklärung erfolgt, sind zukünftig alle Auftritte in unserem Land zu verbieten.

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Pollowitzer 08.03.2017, 22:06
52. In den USA kratzt es niemanden wie...

...sich deren Staatsorgane in der Fremde mit ihrem Abhörverhalten aufführen - komisch das Deutschland so viele Gedanken macht einfach mal Dinge zu tun, einfach weil sie richtig sind - ich meine damit einfach mal den türkischen Wahlkampf in Deutschland rigoros zu unterbinden und ggf türkische Politiker einfach auszusperren - die können ja dann klagen oder bei Kerzenlicht im Keller einen Protestsong schreiben - bis das zündet ist alles vorbei.

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M. Vikings 08.03.2017, 22:08
53. Woher wissen Sie das?

Zitat von captain_subtext
Der Mann ist in die Botschaft eines fremden Staates eingedrungen um seine politische Message zu verbreiten. Sein Anliegen halte ich persönlich für ehrenwert und berechtigt. Aber sowas unter dem Deckmantel der Pressefreiheit zu tun halte ich für sehr gefährlich. Als Reporter müsst ihr die Augen und Ohren der Demokratie sein aber wenn ihr protestieren wollt, macht das bitte als Privatpersonen.
Ich habe Gestern auf n-tv die Übertragung live gesehen.
Dort wurde gesagt es halten sich auf dem Gelände
nur geladene Gäste auf.
Es gibt da kein Deckmäntelchen der Pressefreiheit.
Auch die Presse hat nur Zutritt wenn Sie geladen ist.

Wenn er dann ein Schild hochhält statt seine Arbeit nicht zu machen,
kann ihn sein Arbeitgeber sanktionieren.

Dem Veranstalter bleibt nur die Möglichkeit ihn auszuladen
und ihn vom Gelände zu geleiten.
Aber ohne Gewalt. Ansonsten muss er die Polizei bemühen.

Auf dem Gelände und im Konsulat gilt deutsches Recht.
Der Konsul bestimmt einzig,
wer sich dort aufhalten darf und wer nicht.

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im_ernst_56 08.03.2017, 22:11
54. Falsche Frage

Zitat von lopezzz
Hat Sebastian Kempkens nun dort in seiner Freizeit demonstriert (free Deniz, ganz dafür!) oder war er beruflich als Journalist vor Ort? Wenn er als Journalist da war, hat er kein Schild hochzuhalten, sondern zu arbeiten, und zwar möglichst neutral. Keine Ahnung, warum er dann irgendwelche Schilder schwenken sollte - wenn überhaupt, hätte er mit dem Notizblock wedeln können. War Kempkens jedoch als Demonstrant da, musste er - wie alle anderen free-Deniz-Menschen und Anti-türkischer-Wahlkampf-Akteure auch - damit rechnen, eins auf die Nase zu kriegen. Brille hin oder her, das war schon zu Zeiten des kleinen Nick so, wenn es hoch her ging. Finde ich zwar nicht toll, hat aber nichts mit der Behinderung freier Presse zu tun. Schließlich ist es in letzterem Fall völlig irrelevant, ob Kempkens sein Geld als Journalist, Klempner oder Babysitter verdient. Also was jetzt? Journalist oder Demonstrant?
Selbst wenn er Herr Kempkens als Demonstrant an der Veranstaltung teilgenommen hat, rechtfertigt das keine Anwendung von Gewalt (Körperverletzung, Sachbeschädigung). Natürlich hätte er sich nicht beschweren können, wenn man höflich aber bestimmt zum Verlassen des Konsulatsgeländes aufgefordert hätte, denn dort hat die Türkei das Hausrecht. Zur Anwendung von Gewalt bestand jedoch kein Recht. Von daher liegt Ihre Frage neben der Sache.

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M. Vikings 08.03.2017, 22:13
55. Sie irren.

Zitat von captain_subtext
Der Mann war nicht im eigenen Land unterwegs sondern auf türkischem Boden. Bei aller berechtigter Kritik an der Türkei, das sollten wir trotzdem respektieren.
Sowohl das Konsulat als auch der dazuhehörige Garten,
sind deutsches Staatsgebiet.
Es gilt deutsches Recht.

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