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Mythos neuer Mann: Machen Sie eine gute Vaterfigur?

Er bringt die Kinder in den Hort, hilft im Haushalt und arbeitet Teilzeit - alle reden vom "neuen Vater". Doch wie oft*gibt es den*modernen Papa wirklich? Oder ist er nur ein Mythos? SPIEGEL ONLINE stellt sechs typische Vater-Modelle vor: Welcher sind Sie?

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indosolar 10.11.2011, 16:15
50. eins habe ich noch vergessen

Zitat von indosolar
ist der alleinerziehende Vater? der ......
und der sich jedesmal wenn eine Frau in die Wohnung kommt anhören muß: bei Dir sieht es aber ordentlich aus und aufgewaschen ist auch!

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Dampflok 10.11.2011, 16:18
51. Nicht wirklich..

Zitat von Thomas Touraine
Geeignete Angebote gibt es leider kaum ohne den befürchteten Karriereknick. Zusätzliche Verantwortung und Führungsaufgaben werden seltenst den Teilzeit arbeitenden Mitarbeiter/-innen zugeschoben ;-(.
Und das ist auch gut so. Wer in einer Firma Verantwortung hat, muß sich voll einbringen und kann sich nicht in Problemsituationen pünktlich aus dem Staub machen mit Hinweis auf seine Dreijährige, Anderen (und damit: Fähigeren) die Problembewältigung überlassen und nach Bewältigung der Krisensituation auf "gleichberechtigte" Beförderung hoffen. Wer so etwas fordert weiß wohl nicht wie Wertschöpfung vonstatten geht. Wertschöpfung - das komische Ding, von dem wir alle abhängen, von dessen Steuern all die stressfreien staatlichen Neunmalklugen bezahlt werden, die "Vereinbarkeit von Teilzeit und Topjob" fordern.

Zitat von
Erst wenn es hier ein für die Beteiligten (Unternehmen und Politik) spürbares Umdenken einsetzt, können sich Vater und Mutterrolle perspektivisch annähern und die Verlustängste, die Männer bei solchen Entscheidungen oftmals begleitet, verringert werden.
Erstens mal grundsätzlich, Vater und Mutter spielen keine "Rollen" wie im Gender-Kindergarten, sondern befinden sich in einem Wirtschaftssystem das von vielen Faktoren wie Mitbewerbern et cetera herausgefordert wird. Prämisse dieses Systems ist nicht die Teilzeit der Mitarbeiter sondern der maximale Gewinn. Beziehungsweise das nackte Überleben.

Sie reden ohne Realitätsbezug von (natürlich nur) "männlichen Verlustängsten" und tun so, als seien die angesichts der Rechtslage nicht berechtigt: 90% der Sorgerechte gehen an Mütter, bei gleichzeitiger Zahlpflicht der Väter. Das sind reale Probleme, die es nicht mit Worthülsen sondern konkreten rechtlichen Veränderungen zugunsten gleichberechtigter Teilhabe von Männern an der Qualitätszeit mit den Kindern zu überwinden gilt. Wer wie im heutigen Deutschland nach der Trennung zum Zahlvater wird, braucht sich um die Option "Hausmann" gar keine Illusionen zu machen. Abgesehen davon, daß Frauen den gar nicht wollen.

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grummeln 10.11.2011, 16:29
52. 1

Zitat von Vergissesnicht
Kennen Sie vielleicht eine Frau, die so ähnlich denkt, wie Sie? Ich suche eine.
Ich auch.
Leider muss ich die Erfahrung machen, dass man als
-Geschiedener
-Vater

beim anderen Geschlecht in der Beliebtheitsskala ganz knapp hinter Forunkeln rangiert.

Woran das wohl liegen mag...
an einer materialistischen Einstellungen der anderen Seite?
Ausgeschlossen....

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Hans Alef 10.11.2011, 17:03
53. Alpha

Zitat von underdog
Hier gilt das einfache Prinzip: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Würden Frauen WIRKLICH Hausmänner und "moderne Väter" wollen (und nicht nur behaupten, dies zu tun), wäre das männliche Rollenbild und Selbstverständnis schon längst ein anderes.
Richtig.
Machen Frauen Karriere gibt es irgendwann keine Alphatiere auf gleicher Höhe oder darüber mehr - und dann ?
Downdating ?

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Benefit 10.11.2011, 17:05
54. hehe...

Zitat von murun
Leider sieht es aber oftmals so aus: 2 Tage vor dem 'Papa-Wochenende' - Mama ruft an und sagt, dass es an diesem Wochenende nicht geht ("Entschuldiugng, hatte ich vergessen, dir vorher zu sagen..."). Verwandtschaft des Mannes kommt; kurzfristig eine Reise geplant; nach einem Urlaub noch zu.....
irgendwie echt lustig!! :) vielen dank...

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bef 10.11.2011, 17:24
55. ...

Zitat von sinta
Ist natürlich traumhaft, was dazu beschrieben wird. Leider sieht es aber oftmals so aus: 2......
Leider sieht es normalerweise so aus: Die Mutter hetzt das Kind gegen den getrennt lebenden Vater auf, um ihn zu erpressen, damit der mehr Kohle herausrückt. Es ist nichts anderes. Für getrennt lebende Väter ist Deutschland ein Unrechtstaat, weil getrennt lebende Väter absolut gar keinen Rechtsanspruch haben, wo sie auf den Rechtsstaat vertrauen könnten. Das ist die traurige Realität.

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bef 10.11.2011, 17:28
56. ...

Zitat von sysop
Er bringt die Kinder in den Hort, hilft im Haushalt und arbeitet Teilzeit - alle reden vom "neuen Vater". Doch wie oft*gibt es den*modernen Papa wirklich? Oder ist er nur ein Mythos? SPIEGEL ONLINE stellt sechs typische Vater-Modelle vor: Welcher sind Sie?
Die totalitäre Lisa Erdman kann es einfach nicht verkraften, wenn mündige Bürger sich anders entscheiden, als es ihrem Dogma entspricht. Aufgabe der Politik ist es, die Leute so zu nehmen, wie sie sind.

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anna cotty 10.11.2011, 20:05
57. Hausmaenner

Zitat von Michael Giertz
Exakt. Die "wollenden Hausmänner" sind allesamt "zu nett", "zu lieb" und damit alles andere als "sexy". Ein Mann, der es sich vorstellen kann als "Hausmann" zu leben ist meistens auch einer, an dessen Schultern sich die beste Freundin (und heimliche Liebe) ausheult, die er aber nie anzusprechen traut und die sich auch nichts mit ihm vorstellen kann. Mal ganz und gar Klischees ausgebreitet: nette Männer sind höchstens "beste Freunde", aber eben nicht sexy. Stoppeln und ein bisschen Macho muss dann halt doch sein.
Jaa? Wer sagt das? Ich hasse Stoppeln und kann Machogetue nicht aushalten. Habe mir vor 40 Jahre einen netten Mann ausgesucht, der keine Probleme hatte, mit Frauen zurecht zu kommen, Windeln wechseln und Fenster putzen konnte/kann. Allerdings hat er keine Ahnung und kein Interesse an Autos oder Heimwerkerkram. Ich auch nicht, also bezahlen wir jemanden, der das macht. Ja-- und sexy war und ist er auch noch. Nicht schlecht, finde ich, nach 4 Kindern und 35 Jahre Ehe.

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Dampflok 10.11.2011, 20:31
58. Nun denn, zur Erinnerung:

Ich empfehle einfach mal das Lesen des eigenen Spiegel-Artikels:

"Frauen wollen nicht abgeben"

"Nach wie vor wollen auch viele Frauen die traditionelle Rolle leben und ihre Kinder nicht so früh allein lassen."

Diese Einschätzung bestätigt auch die Statistik. Denn trotz Elterngeld und windelnwechselnder Väter arbeiten heute weniger Mütter in Vollzeitjobs als vor 15 Jahren.

1996 hatten laut Statistischem Bundesamt rund 49 Prozent der arbeitenden Mütter mit Kindern unter 18 einen Vollzeitjob.
2009 waren es nur noch knapp 30.
Rasant gestiegen ist dagegen die Teilzeitquote. Von 51 auf 70 Prozent.
"

Wer will also den neuen Vater, außer den realitätsfernen Feministinnen in Politik und Medien? Es steckt gerade in Deutschland sehr viel Geld im Kindesbesitz und sehr viel Lebensqualität in der Hausfrauenrolle. Da kann der "neue Mann" noch so schön im Rollkragenpulli und ökologisch korrektem Fahrrad ankommen und erklären daß er ganz toll mit Kindern könne - bevorzugt wird der angebliche Macho im SUV (den natürlich dann die Frau in Beschlag nimmt um das Kind in die Kita zu Fahren).
Und das ist kein von mir aufgebautes Klischee, sondern Resultat der Tatsache, daß nur unter einem Prozent der Frauen einen Hausmann wünschen.

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Parzival v. d. Dräuen 10.11.2011, 22:22
59. .

Zitat von Dampflok
Ich empfehle einfach mal das Lesen "Frauen wollen nicht abgeben" "Nach wie vor wollen auch viele Frauen die traditionelle Rolle leben und ihre Kinder nicht so früh allein lassen." Diese Einschätzung bestätigt auch die Statistik. Denn trotz Elterngeld und windelnwechselnder Väter arbeiten heute weniger Mütter in Vollzeitjobs als vor 15 Jahren. " ... Und das ist kein von mir aufgebautes Klischee, sondern Resultat der Tatsache, daß nur unter einem Prozent der Frauen einen Hausmann wünschen.
Das ist der Treppenwitz an der ganzen Angelegenheit. Überall schreit es aus taz, Spiegel, Süddeutsche, etc. nach dem neuen Mann, aber der bleibt weiterhin der Übervater, der die Verantwortung übernehmen soll. Und wo er es mangels Einkommen nicht kann, springt der Staat als Ersatzpapi ein, während die Zahl der Frauen, die sich den traditionellen Versorger heimlich oder offen wünschen, steigt.

Die mediale Scheinwelt wird maßgeblich von Gesellschafts-Redakteurinnen dominiert, die dem Leser ihre Wunschwelt aufdrängen wollen, aber nicht selten in den gleichen Rollenmodellen gefangen sind, die sie wohl überwunden glauben, wobei beständig versucht wird, für andere Männer und Frauen das Leben zu denken.

Und ein narratives Element taucht bei diesen feministischen Erzählungen und Tagträumen immer wieder auf; sozusagen der Urplot über weibliche Selbstbestätigung in der harten, patriarchalischen Welt, und der geht etwa so: Frau kommt in eine traditionell männliche Veranstaltung (Uni, Partei, Beruf) und mischt den Laden entweder auf oder ist im Stillen klüger. Entweder Frau brilliert in einer typischen Männerdomäne und erklärt den pickeligen Nerds wie man in C++ einen Toaster programmiert und schon duftet der ganze Raum nach lecker Brot oder aber Frau beobachtet mit der wissenden Überlegenheit einer Andro-Exobiologin den Mann in
seinem natürlichen Lebensraum, wobei sie das versammelte Getier seziert und im Kopf Kerbtier für Kerbtier in einem mit dem Samt der Erkenntnis weiblicher Weisheit und Überlegenheit ausgeschlagenen Glasdeckelkästchen aufspießt.

Die Realität ist aber, wie eben persönliches Umfeld und Statistik zweifelsfrei aufzeigen, dass es mit der neuen Frau, der neuen Mutter einfach nichts werden will. Besonders absurd daran ist doch, dass der letztfeministische Ausfluß die Verantwortung wie gehabt an den Mann delegiert. Der soll sich ändern und in nahezu jeder Anforderung Mr. Right sein, während Frau nicht aus dem Knick kommt. Im Westen somit nichts Neues. Freud würde heutzutage nicht mehr fragen "Was will die Frau?" - er würde den Feminismus in der Mehrheit seiner Äußerungen als das wahrnehmen, was er ist. Ein gigantischer Partnerschaftsmarkt, der unter der Fahne emanzipatorischer Bestrebungen segelt. Die heutige Mitgift ist nicht wie anno 1900 hauptsächlich eine finanzielle, dafür aber eine ideelle, die näher beleuchtet ganz ordinär nach Pekunia stinkt. Denn das Geld ist auch nötig, weil Frau ein paar Jahre Selbstständigkeit und Eigenverantwortung spielt, um sich dann doch lieber ein behagliches Nest fern der bedrohlichen und anstrengenden Arbeitswelt zu schaffen.

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