Forum: Politik
Nach angeblicher Trump-: Türkei fordert "konkrete Schritte" zur Gülen-Auslieferung
DPA

US-Präsident Donald Trump soll der türkischen Regierung die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen in Aussicht gestellt haben. Diese fordert nun, dass den Ankündigungen Taten folgen.

Seite 3 von 5
loncaros 16.12.2018, 22:45
20.

Zitat von kuac
Gegen den Sieger gibt es nie einen Prozess, sondern immer nur gegen den Verlierer. Das war immer so und es wird auch so bleiben. Ich denke, dass bevor man Gülen in die Türkei liefert, muss die Türkei nachprüfbare Beweise gegen Gülen vorlegen. Außerdem wird womöglich in der Türkei gefoltert. Sind die USA nicht gegen Folter?
So wie die türkische Wirtschaft gerade zusammenbricht ist es nur eine Frage der Zeit, bis aus dem Gewinner Erdogan der Verlierer Erdogan wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
g.eliot 16.12.2018, 23:00
21.

Zitat von kuac
Gegen den Sieger gibt es nie einen Prozess, sondern immer nur gegen den Verlierer. Das war immer so und es wird auch so bleiben. Ich denke, dass bevor man Gülen in die Türkei liefert, muss die Türkei nachprüfbare Beweise gegen Gülen vorlegen. Außerdem wird womöglich in der Türkei gefoltert. Sind die USA nicht gegen Folter?
Trump ist nicht gegen Folter. Er behauptet, dass Waterboarding funktioniert. In seinem ersten Interview als POTUS forderte er die Wiedereinführung von Waterboarding:
https://www.bbc.com/news/av/world-us-canada-38751516/donald-trump-waterboarding-absolutely-works

Aber es könnte noch schlimmer kommen.
Stockholm Center for Freedom meldete im August, dass Erdogan mit ultranationalen Verbündeten vereinbart hat, die Todesstrafe wieder einzuführen.
Turkey’s Erdogan, ultranationalist ally agree to bring back death penalty
https://stockholmcf.org/turkeys-erdogan-ultranationalist-ally-agree-to-bring-back-death-penalty/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berliner789 16.12.2018, 23:07
22. Gülen nach Deutschland?

Vielleicht sollte man Gülen Asyl in Deutschland gewähren, bevor solches Unrecht begangen wird. Ganz egal, wer Erdogan bei dem ?Putsch? stürzen wollte, wäre es diesem gelungen das jetzige Regime zu stürzen, müssten nun nicht so viele Menschen unter dem Despoten leiden! Der Putsch war wohl vom Machthabr selbst inszeniert um freie Hand gegenüber anders denkenden Menschen zu haben. Jeder der das jetzige Regime stützt - sei es durch einen billigen Urlaub oder durch Zulieferung von angeblichen Straftätern, macht sich zum Unterstützer Erdogans!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tuuuraaan 16.12.2018, 23:09
23. Einen Freund genannt...

...was für ein Blödgelaber vom "Führer der westlichen Welt".
da gibts immer noch leute, die das ernst nehmen? fasst euch mal an die birne! gülen wäre bei ner auslieferung sooo schnell tot! und in 14 tagen interessiert das keine s*u mehr!!
lg

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klmo 16.12.2018, 23:11
24.

Zitat von kalim.karemi
Deutschland schiebt katalanische Separatisten nach Spanien ab, warum sollte die USA dann keine anatomischen Separatisten an Erdogan ausliefern.
Es entscheidet die Judikative in den USA. Und wie die entscheidet, hängt von der Beweislage ab, ob Gülen der Initiator des Putsches war.
Wo kommen wir denn hin, wenn jeder etwas behaupten kann, ohne stichhaltige Dokumente oder sonstige Beweise vorzulegen?! Dies gilt auch für den Präsidenten in den USA. (Bei Erdogan kann man das vergessen!)
Oder meinen Sie, türkische Verhältnisse müssten auch in den USA gelten, wo man nach reiner Willkür Oppositionelle von der Strasse holt und diese ohne eine Anklageschrift einsperren kann?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meinerlei 16.12.2018, 23:12
25. Der Freund meines Ex-Freundes ...

Die Türkei unter Erdogan erklärt mit beeindruckendem Tempo Freunde zu Feinden und Feinde zu Freunden. Erst den IS unterstützt, weil das sowohl Assad als auch den Kurden Probleme macht. Daher Russland als Feind. Dann hat man sich mit Assad arrangiert und mit den Russen hotelbettenfüllenden Frieden geschlossen. Gestern wurden die Deutschen kollektiv als Faschisten und Nazis verunglimpft, jetzt ist man wieder etwas netter. Nur: die Glaubwürdigkeit ist weg. Putin und seinem Lawrow glaubt auch keiner mehr. Sich da unter Missachtung grundlgender Werte auf irgendwelche Deals einzulassen zieht jeden, der das tut, mit runter. Die Amerikaner haben im Nahen Osten mit ihrem Lavieren bereits in der Zeit von Obama sehr viel falsch gemacht; es wäre schlimm, wenn Trump das jetzt mit der Auslieferung von Gülenisten toppen würde. Angesichts von Erdogans wechselnden Allianzen ist sein Ex-Freund Gülen das einzig dauerhafte Feindbild; unverantwortlich da an eine Auslieferung zu denken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 16.12.2018, 23:25
26.

Tut mir leid, wie lange ist Erdogan jetzt schon Diktator? Doch nicht erst seit gestern, oder?
Da sollte er es doch wohl langsam begriffen haben, dass man seinen Emmanuel Goldstein nicht einfach verhaftet. Das sieht vielleicht für einen Moment gut aus, aber danach hat man eben keinen Staatsfeind #1 mehr. Niemanden auf den man alles schieben kann, Niemanden mit dem man alle möglichen neuen drakonischen Gesetze begründen kann, kein Feindbild um das Volk zu einen...

Pöh. Also ganz schlechte Arbeit sowas. Diktatoren waren früher auch mal besser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juergenhesse 16.12.2018, 23:31
27.

Zitat von Hermes75
Die türkische Regierung hat schon mehrfach Anläufe unternommen um die US-Regierung zur Auslieferung Gülens zu bewegen. Einer der Versuche bestand darin Gen. Flynn als "Berater" zu engagieren. Flynn stellte offenbar Überlegungen an wie man Gülen auf "inoffiziellen" Wegen in die Türkei schaffen könnte. Dass Flynn ein Agent der türkischen Regierung war fiel ihm übrigens erst ein nachdem er nicht mehr nationaler Sicherheitsberater war... Vor wenigen Monaten gab es Berichte, dass die US-Regierung bei den zuständigen Behörden "nachgefragt" hat ob die Voraussetzungen für Gülens Asyl in den US noch gültig wären und ob es möglich wäre ihn des Landes zu verweisen. Glauben Sie nicht, dass die Tatsache dass Gülen in der Türkei Folter und Tod drohen, für Trump ein Gründe wären ihn nicht auszuliefern. Trump hat diesbezüglich keine Prinzipien. Wenn Erdogan ihm einen guten "Deal" anbietet, dann wird Trump versuchen Gülen auszuliefern. Man kann Herrn Gülen eigentlich nur raten schon Mal Kontakt zur kandischen Regierung aufzunehmen und dort um Asyl zu bitten.
Als Kanadier koennte ich viellecht behilflich sein. Dann kann Erdoganchen seine Truppen hier einsetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
telarien 16.12.2018, 23:40
28. Es liegt nur an der Währung

Trump ist für Geld sicher immer empfänglich. Nur hat Erdogan gerade nur nur Lira am Start. Home of the free und Land of the brave heißt es im der Hymne der USA, glaube ich. Ich schwanke noch zwischen drüber lachen und übergeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
majestÃt11 16.12.2018, 23:41
29. Tausch

Zuerst hat Türkei den Pastor freigelassen und nun wird USA den Gülen ausliefern. Erkennt doch jedes Kind, dass es sich um einen Tausch handelt. Und die Justiz wird ausgehebelt, tolle Demokratien im 21. Jahrhundert....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5