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Nach angeblicher Trump-: Türkei fordert "konkrete Schritte" zur Gülen-Auslieferung
DPA

US-Präsident Donald Trump soll der türkischen Regierung die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen in Aussicht gestellt haben. Diese fordert nun, dass den Ankündigungen Taten folgen.

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hestonhill 17.12.2018, 00:08
30. @kalim.karemi

Halten Sie es für richtig, dass die USA einen Menschen, dessen Beteiligung an dem Putschversuch nicht erwiesen ist, an einen Despoten in ein Land, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden, ausliefern? Das käme einem Todesurteil gleich. Herr Erdogan ist ein machtbesessener Tyrann, dem das Schicksal seines Landes und dessen Bevölkerung relativ gleichgültig zu sein scheint. Wer sich öffentlich gegen ihn ausspricht, wird verhaftet und weggesperrt. Pressefreiheit gibt es nicht. Wie soll dieses Land jemals Mitglied der EU werden? Mit Erdogan sicher nicht.
Herr Gülen sollte besser nach Deutschland reisen, als sich der Gefahr auszusetzen, von einem spinnerten US-Präsidenten an einen ebenso spinnerten türkischen Präsidenten ausgeliefert zu werden. Als politisch Verfolgter dürfte er auch politisches Asyl genießen. Meine Unterstützung wäre ihm sicher.

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alterLeser 17.12.2018, 00:27
31.

Ich nehne an, dass eine Auslieferung von Gülen nicht die US-Regierung mit Trump sondern die Justizbehörden zu entscheiden haben. In Europa wird ohnehin die Macht des US-Präsidenten überschätzt. Das sehen die Amerikaner viel lockerer.

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harronal 17.12.2018, 00:33
32. Die Presse oder SPON brauchen mindestens so lange,..

Zitat von 1971tekin
Wie die Sekte arbeitet hat man beim Mord des russischen Botschafters Carlos in Istanbul gesehen. Der Mörder hat sich nach dem Mord selbst gerichtet. Es gibt keine Zweifel , dass er ein Gülenist war. Es gibt mittlerweile in der deutschen Regierung ein Umdenken. Ich bin mal gespannt wie lange die Presse oder SPON noch braucht.
...bis türkische Nationalisten ihren Hass auf alles Erdogan-Kritische und ihre dumpf-dummen Verschwörungstheorien aufgegeben haben.

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poitierstours 17.12.2018, 00:50
33. Das Universum der Abgehalfterten

Trump, Putin, Erdogan, der saudische Prinz, der Obertotalitarist an Staatsüberwachung aus Peking mit dem milden Pandagesichtsausdruck, alles gruselige Gestalten aus dem Monsterkabinett aus der Sicht von Demokraten und Freiheitsmenschenrechten. Um Menschenrechte, um individuelle Freiheit ist es miserabel bestellt. Der Oberchinese PiPaPo mag nochPrinzipien haben, aber keine, die durch den Flaschenhals unserer Verfassung, das Grundgesetz gelangen. Hier wird nicht pro Gülen geredet, aber gegen die Gefahr von Folter und der Entführung dazu, wie in der ZDF-Dokumentation letzte Woche zu sehen war. Hierzulande wird in Bundestagsbeschlüssen von Religionsfreiheit geschwelgt während dessen nach dem Putsch in der Türkei, wir wissen nicht wirklich wer dahinter steckte, in Deutschland Gläubige vom Moscheebesuch diskriminierend ausgeschlossen worden sind. Erdogan ist ein weltweit agierender Diktator, das zeigt die ZDF-Dokumentation in Zusammenarbeit mit international anerkannten Zeitungen und Pressemedien. Erschreckend, wie wenig Nachhall diese Recherche in der deutschen Öffentlichkeit zeitigt. Profunde Seite für Autokraten?

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Lua-Lua 17.12.2018, 00:53
34. Dear „1971tekin“, .....

Zitat von 1971tekin
Es gibt in der Türkei jede Menge Opposition. Gülen und seine Jünger sind keine Opposition sondern eine Sekte, die legitime Regierung der Türkei stürzen wollten. Wie die Sekte arbeitet hat man beim Mord des russischen Botschafters Carlos in Istanbul gesehen. Der Mörder hat sich nach dem Mord selbst gerichtet. Es gibt keine Zweifel , dass er ein Gülenist war. Es gibt mittlerweile in der deutschen Regierung ein Umdenken. Ich bin mal gespannt wie lange die Presse oder SPON noch braucht.
ein Umdenken seitens der westlichen Presse im allgemeinen und des SPON im speziellen ? Zählen Sie mal. 4 / 14 (Uhrzeit 0:00 ) veröffentlichte Berichte (2*MyMoon, 1971tekin und „kalim.karemi“ ) zugunsten von RTE traf man seit 2011 ( Zerwürfnis mit Gülen ) nicht mehr an. Normalerweise werden 98% RTE negative Kommentare Veröffentlicht.
Zur Sache; MyMoon hat mögliche Motive für eine Auslieferung beschrieben. Für mich ist er jedoch auf das wesentlichste nicht Eingegangen. Die USA ist im Wirtschaftskrieg mit China. Es geht schlicht um die Weltherrschaft. Nebenkriegsschauplätze, insbesondere mit Staaten, die als Verbündete gelten, schwächen nur die eigene Position. Eine Türkei, die zu einem „muslimischeren Staat“ driftet, ist keine Hilfe. Im schlimmsten Fall sogar eine Regierung, die eine Branche der Muslimbrüder ist. Diese –für mich größte- Gefahr sehe ich in 10-20 Jahren wirklich. Vieles was RTE im Westen vorgeworfen wird, ist einfach nur käse. Aber z.b. sein Verhältnis zur Hisbollah oder den Muslimbrüdern ist wirklich sehr, sehr fragwürdig. Gemäß einer kürzlich Veröffentlichten Umfrage, sind 85% der Türken negativ auf die USA zu sprechen. Die Sympathie bzgl. Israel dürfte auch nicht besser ausfallen. Das ist etwas, auf deren Verbesserung die USA pochen muss. Eine Auslieferung von Fetullah würde mich trotzdem Überraschen. Wie „MyMoon“ schon schrieb, könnte Gülen zu viele unangenehme Sachen aussagen. Möglicherweise nicht nur von den USA, sondern auch von anderen Staaten aus dem „Westen“ (Sehen Sie mal, in welchen Staaten die Penetration von PKK Sympathisanten am größten ist). Die USA sprechen auch nur davon, Gülen „aus dem Land“ zu bringen. D.h. nicht zwangsläufig auch in die Türkei. Ich frage mich allerdings schon lange, was Tayyip mit Fetullah eigentlich will. Er lebt in Saylorsburg/PA doch eh wie im Gefängnis- bewacht von der USA. Ich erwarte schon seit längerem, das RTE die –m.M. nach unsinnige- Forderung ablässt und mit Big Don einen Deal aushandelt, von dem die Türkei wirklich „etwas hat“. Z.B. einen arabischen Staat in Nordsyrien für oppositionelle syrische Araber, die die Grenzen sichern würden. Dieser Staat wäre dann der Türkei wohlgesonnen. An deren Aufbau könnten türkische Bauunternehmen partizipieren und langfristig natürlich viel Handel treiben, was für beide ein Win-Win darstellt. In der UNO würde dieser Staat, immer für die Türkei stimmen. Österreich / GER lässt grüßen.

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nurEinGast 17.12.2018, 01:48
35.

Ich denke, das neue Jahr verspricht spannend zu werden.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass Trump Aussagen gemacht hat welche man als Zusage interpretieren könnte. Trump steht ja auf harte Kerle wie man bekanntermassen weiss- und rhetorisch hat ihn die Welt ja eh immer missverstanden.

Interessant dürfte aber die Reaktion der Amis werden. Liefern sie aus, wird es aussehen, als wären sie vor dem kleinen Truthahn eingeknickt. Ein absolutes "no go" für diese Nation und sicher ein innenpolitisch interessantes Szenario.

Liefern sie nicht aus, dann wird der osmanische Wadenbeisser nächstes Jahr sicher zur Hochform auflaufen und den Amis mit einem Wirtschaftskrieg (oder schlimmerem- türkischer Folklore vielleicht?) drohen. Sicher auch ein aussenpolitisch interessantes Szenario- vor allem im Zusammenhang mit dem Versagen der türkischen "Befreier" in den syrischen Kurdengebieten und der eklatanten Zunahme von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen.

Eines fehlt mir aber noch in dieser kosmopolitischen Seifenoper. Nämlich der saudische Messerprinz- die Mutter aller Verleumdungsopfer. Bin gespannt, ob von ihm noch etwas kommt oder er einfach nur ein lustig gekleideter Komparse ist/war.

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wick.eurocon 17.12.2018, 03:15
36. Türkei fordert konkrete Schritte zur Auslieferung von Gülen

Wie jedermann weiss ,kann Trump NICHT getraut werden. Was er heute sagt hat morgen schon keine Gültigkeit mehr und es geht es Auch mit der Auslieferung von Gülen.
Nur ist es so,dass es ein grösseres Problem gibt in Syrien, wo amerikanische Truppen ihr
Unwesen treiben und Erdogan hat gedroht in
Syrien einzumarschieren and das gefällt Trump gar nicht. Erdogan hat dann Trump ein Kuhhandel mit Gülen offeriert . Erdogan wartet nun ob Gülen ausgeliefert wird ,wenn nicht wird er in Syrien einmarschieren.

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Sachalin 17.12.2018, 03:28
37. Deal

Die Drohung Erdogans dürfte etwa so lauten: Wenn Trump uns Gülen ausliefert, kaufen wir keine russischen Kampfflieger - oder umgekehrt. Natürlich liefert Trump den Türken dem andern Türken aus. Deal bleibt Deal. Wie das Ölgeschäft mit dem Mörderhaus der Saudis, sollen die doch im Jemen bomben was das Zeug hält, und gelegentlich einen der Ihren über den Jordan schicken. Wen kratzt denn sowas? Hustet jemand von Wertegemeinschadt? Geschenkt. Deal bleibt Deal.

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snert 17.12.2018, 05:10
38. Widerspruch

Zitat von MyMoon
Das Thema Kashoggi wäre zwar ein Thema, aber das würde Trump aussetzen. Ich denke es gibt genügend andere Schnittpunkte und Interessen die Trump wichtiger sind und die er von der Türkei wünscht. Z.B. das die Türkei den Kauf der russische S400 Abwehrraketen stoppt, zur Bestellung der 120 F35 Kampfflieger aus den USA steht (Kauf fest in der Kalkulation der USA), Zugang zum Bospurus ins Schwarze Meer den die Türkei mit Russland kontrolliert (Montreux Vertrag), Nato Stützpunkt Incirlik samt Lagerung der US Atomwaffen dort, türkische Truppen aus Afghanistan zurück?, ... Die USA brauchen die Türkei militärisch, strategisch, politisch. Und Umgekehrt braucht die Türkei die USA wirtschaftlich. So oder so hat die Türkei langfristig genügend Karten und Druckmittel um Trump zu einer Auslieferung zu bewegen, oder wenigstens das die USA Ihre Truppen aus Nordsyrien zurückzieht und die Unterstützung der PKK (YPG) aufgibt, damit dort die türkische Armee freie Hand hat. Etwas muss Trump Erdogan liefern.
glauben Sie wirklich, dass Trump soweit denkt, dass er überhaupt denkt? wenn ja, womit? USA gegen Türkei. Und Türkei wins? Wovon träumen Sie denn nachts? Den Gülen kriegt Ihr nicht, das wäre sein politischer Tod. Und dass das nicht eintritt, dafür werden seine Betreuer sorgen.

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whitemouse 17.12.2018, 06:49
39. Abwarten

Ich bin zeitlebens US-kritisch. Aber für viele Menschen waren die USA ein sicherer Hafen. Sollte es die Auslieferung an die Türkei geben, wären die USA kein Bestandteil des politischen Westens mehr, sondern kein Deut besser als Saudi-Arabien oder Nordkorea.

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