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Nach Angriff auf Passagiere: Thalys-Züge fahren mit Polizeischutz
DPA

Der Schock in Belgien und Frankreich sitzt tief: Ein Angriff im Thalys-Schnellzug nach Paris wurde nur dank mutiger Passagiere gestoppt. Künftig sollen bewaffnete Patrouillen an Bord für Sicherheit sorgen.

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koenigludwigiivonbayern 22.08.2015, 20:32
1. Aktionismus

"Terror" lebt weder von Intelligenz noch Perfektion. "Terror" lebt einzig und allein vom Ueberraschungseffekt. Deshalb ist es völlig sinnlos, dort hinzuschauen, wo "Terror" bereits stattgefunden hat. Da ist der Ueberraschungseffekt nicht mehr gegeben. Da wird garantiert nichts mehr passieren.

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moneysac123 22.08.2015, 20:40
2.

Das ist Pseudo Sicherheit, denn dann werden Attentäter woanders zuschlagen. Das Leben ist mit Risiken verbunden, die auch nicht durch die lückenloseste ÜBerwachung ausgeschlossen werden können. Dem Selbstmordattentäter ist egal, ob er von Kameras gefilmt wird, je mehr Kameras, desto geringer die Wahrscheinlichkeit dass die Daten jemand vor der Tat auswerten kann. Wacht auf!

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Einweckglas 22.08.2015, 20:41
3. Tja..

Keine Grenzkontrollen moegen sich fuer die meisten Menschen nett anfuehlen, doch dann muss man sich auch fragen, ob man bereit ist , den Preis dafuer zu bezahlen. Wahrscheinlich werden wir uns an Polizei allerorts gewoehnen muessen!

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MephistoX 22.08.2015, 20:53
4. So isses, ...

Zitat von koenigludwigiivonbayern
"Terror" lebt weder von Intelligenz noch Perfektion. "Terror" lebt einzig und allein vom Ueberraschungseffekt. Deshalb ist es völlig sinnlos, dort hinzuschauen, wo "Terror" bereits stattgefunden hat. Da ist der Ueberraschungseffekt nicht mehr gegeben. Da wird garantiert nichts mehr passieren.
... und solange wir Bürger unsere im GG verbrieften Freiheiten politisch nicht über Gebühr beschneiden lassen wollen - à la Ex-Innenmini Friedrichs unsäglichem "Supergrundrecht Sicherheit" - und auch eine weitestgehende "Abschottung" ablehnen, werden wir mit einem Terror-Restrisiko leben müssen.

Das ist aber allemal lebenswerter als diverse tagtägliche Einschränkungen im Namen einer vielleicht minimal erhöhten "gefühlten Sicherheit".

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eternalchii 22.08.2015, 20:54
5.

Zitat von Einweckglas
Keine Grenzkontrollen moegen sich fuer die meisten Menschen nett anfuehlen, doch dann muss man sich auch fragen, ob man bereit ist , den Preis dafuer zu bezahlen. Wahrscheinlich werden wir uns an Polizei allerorts gewoehnen muessen!
Wenn es solche Kontrolle gäbe, wie genau würde das aussehen, damit man jede noch so gut versteckte Waffe inkl. Flüssigsprengstoff findet? Durchleuchten jeder Person mit Nackscannern und Röntgengerät? Danach vollständige Abtasten mit Überprüfung der Analgegend? Zusätzlich vollständiges Durchleuchten und Durchsuchen aller Gepäckgegenstände? Verbot von Getränken und Nahrung, die nicht vom Zugpersonenal verkauft werden?

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waswoasi 22.08.2015, 21:29
6. Gott sei Dank Dilettant, ...

der da Zugange war. Bei pofessioneller Planung hätte es statt Helden mit Orden tote Helden mit posthumer Ehrung gegeben. Dennoch Hut ab vor deren beherzten Eingreifen. Es macht wenig Sinn jetzt den Thales sicherer zu machen, indem Mann Polizei oder Sicherheitskräfte an Bord nimmt. Die Frage lautet, wie lange man den Zugverkehr noch ohne die selben Kontrollprozeduren wie beim Flugverkehr betreiben kann. Im Prinzip sind beide Verkehrsmittel gleich gefährdet und hätte es jetzt viele Tote gegeben, würde sicher über Kontrollen wie beim Flugzeug diskutiert werden. Abgesehen davon ist es nun viel wichtiger zu klären woher der Kerl die Waffen hatte und wer, wenn vorhanden, mögliche Hintermänner sind. Und ich habe lieber sichere Grenzen als uneingeschränkte Reisefreiheit!!!

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Atheist_Crusader 22.08.2015, 21:29
7.

Zitat von MephistoX
... und solange wir Bürger unsere im GG verbrieften Freiheiten politisch nicht über Gebühr beschneiden lassen wollen - à la Ex-Innenmini Friedrichs unsäglichem "Supergrundrecht Sicherheit" - und auch eine weitestgehende "Abschottung" ablehnen, werden wir mit einem Terror-Restrisiko leben müssen. Das ist aber allemal lebenswerter als diverse tagtägliche Einschränkungen im Namen einer vielleicht minimal erhöhten "gefühlten Sicherheit".
Das stimmt zwar - absolute Sicherheit gibt es nicht - das heißt aber nicht, dass man nicht mehr tun könnte als momentan.

Allein in diesem Fall: der Täter war zuvor in Syrien gewesen und war mehreren Geheimdiensten als Radikaler bekannt... wieso durfte der zurück auf europäischen Boden?

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Stäffelesrutscher 22.08.2015, 21:31
8.

Heißt das, die Patrouillen wollen JEDEN Rucksack, JEDE Reisetasche und JEDEN Trolley aufmachen?

Und an Herren Anglade: Wie viele Passagiere passen wohl in ein Zugbegleiterabteil? Und kann man dann da drin noch mit der Firma telefonieren, um Hilfe herbeizuholen?

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morax 22.08.2015, 21:34
9. Danach...!?

Es ist so lächerlich - danach wird der Zug dann überwacht, wahrscheinlich über Wochen. Dabei würde keiner nochmals genau dort ein Attentat versuchen. Die Polizei verhält sich jeweils wie ein schlechter Boxer. Erhält er einen linken Haken - verstärkt er seine Deckung links und schützt sie fast mit beiden Händen. Der nächste Treffer kommt voll von Rechts!

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