Forum: Politik
Nach Anschlägen in Paris: Bundeswehr soll Frankreich in Mali entlasten
Bundeswehr/ REUTERS

Berlin reagiert auf Frankreichs Bitte um militärischen Beistand: Verteidigungsministerin von der Leyen hat eine Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Mali angekündigt, um Paris zu entlasten.

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dieter0708 17.11.2015, 16:19
10. Deutsches Hilfsangebot

Ich schäme mich als Deutscher eine solche Bundesregierung zu haben. Frankreich bittet um Hilfe und die Verteidigungsministerin erzählt etwas über den Einsatz in Mali. Die Unterstützung der Peschmerga im Irak ist ein guter Beginn. Jetzt müssen Kampfgruppen aus jungen Syrern mit deutscher Hilfe und Ausbildung zusammengestellt werden. Es kann doch nicht sein, dass diese Masse junger Männer sich nicht an der Befreiung ihrer Heimat beteiligt und erwartet, dass dies Bundeswehrsoldaten für sie erledigt. In diesen schweren Stunden für Europa sitzt die Kanzlerin beim Integrationsgipfel, kümmert sich um eine Krankenkassenkarte für die Flüchtlinge und lächelt dabei unterwürfig der Integrationsbeauftragten Frau Özoguz zu. Man sieht an der weiteren Agenda, dass diese nun allein von Holland, Obama und Putin bestimmt wird. Auf die deutsche Regierung ist im Ernstfall kein Verlass, das deutsche Volk dient allein als Zahlmeister.

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mr.motto 17.11.2015, 16:26
11. Der Krieg ist schon jetzt verloren

Was wollen wir denn in Afrika Verteitigen, wem trifft das Elend des Krieges am meisten? Bestimmt nicht die Befürworter des Krieges noch ein Politiker. Wie lange sind die Franzosen in Mali, haben die irgendwelche Fortschritte gemacht. Was ist denn eigentlich das Strategische Ziel der Europäischen Armee? Bestimmt kann es nicht die Vernichtung der IS und was alles so gegen uns ist sein. Wir rennen in eine Katastrophe herein und vor lauter Scharfmacherei vergessen wir natürlich, dieser Krieg den wir jetzt führen wollen, dieser Krieg ist schon lange verloren, seit Bush und seine Kumpels da einmarschierten in Afghanistan und den Irak. Der Westen ist nicht in der Lage so ein Krieg zu führen, es werden nur Opfer erzeugt, keine Helden. Ich fordere jeden Politiker auf der nach "Auf zu den Waffen" ruft, zuerst er und dann seine Kinder dahin schicken soll. Die Bundeswehr ist Materiell und personal überhaupt nicht in der Lage so eine Aufgabe zu lösen. Ich hoffe unsere Schummeluschi ist sich dessen bewusst. Und ich hoffe die Regierung hat euch schon diue passenden Bemitleidenswerten parat für die Gefallenen und für die völlig kaputten welche zurückkommen auch einen guten Therapeuten. Denn mit so einen dämlichen Kriegerdenkmal ist es nicht gemacht. Das Problem ist, die Typen von der IS und deren Kumpels sind 1. Keine Bauerntöbel, 2. Fanatisch und die haben ein Ziel. 3. Bestens versorgt (von wem auch immer) Was haben wir denn, wir sind uns innerhalb der EU nicht mal einig über die banalsten Dinge. Hauptsache Rheinmetall und Heckler und Koch machen Kasse. War schon vor dem 1. Weltkrieg, die Franzosen hatten Kruppswaffen und die Deutsche ebenso.

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g_bec 17.11.2015, 16:45
12. Vasall?

Zitat von rakatak
Die Frage ist: "Was hat die Bundeswehr in Mali zu suchen?" Ich beantworte das gleich mal selbst: Nix hat sie dort zu suchen. Es soll wieder mal nur so ein Alibi-Einsatz sein, der der Restwelt vorgaukeln soll, Deutschland täte auch was. Wie der missglückte Krieg in Afghanistan, der uns auch nichts anging, wird es auch hier ein Desaster geben. Solange Deutschland nicht eine eigenständige Aussenpolitik definiert, sondern immer nur den (feigen) Mitläufer gibt, solange wird es zu solchen sinnlosen Kriegseinsätzen kommen. Dass damit gegen das Grundgesetz verstossen wird, das spielt ja bei dieser Regierung schon längst keine Rolle mehr. Eine kluge deutsche Aussenpolitik dient deutschen Interessen und dem Frieden im eigenen Lande. Sie dient nicht dazu als Vasall irgendeiner Macht die Kohlen aus dem nicht selbst entzündeten Feuer zu holen, sei es im Nahen Osten, in Afghanistan, der Ukraine oder eben auch nicht in Mali.
Was sucht DEU in MALI? Ganz einfach: Wir erfüllen dort eine UNO-Resolution.
Und es ist kein Kriegseinsatz, es ist eine Ausbildungsmission, die durchaus deutschen Interessen dient. Und wenn es nur das Interesse an der Verhinderung von Scharia-Staaten ist.
Und könnten Sie den von Ihnen konstatierten Grundgesetzverstoß begründen?

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rageagainstthemachine 17.11.2015, 16:48
13.

Zitat von dirk1962
Ich hoffe, dass Deutschland nun wirklich alles tut, was sinnvoll erscheint um ein klares Zeichen echter Solidarität mit Frankreich zu setzen. Das Gleiche erhoffte ich mir von den anderen EU Staaten. Es ist eine Gelegenheit zu demonstrieren, dass es bei allem Streit noch europäische Werte gibt, die es zu verteidigen gilt.
europäische Werte, Solidariät, blablabla, das übliche Gewäsch.
Hier geht`s nicht darum Fleißpünktchen in PC u. europäischer Diplomatie abzuarbeiten, sondern sinnvolle und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, wie die Situation in Syrien verbessert werden kann.
Sich in ehemaligen französischen Kolonien militärisch zu betätigen, damit Frankreich in Syrien in Ruhe bomben kann, ist jedenfalls keine.

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rudi_1957 17.11.2015, 16:48
14. Das ist wie

Zitat von Irene56
Was haben die Franzosen in Mali zu suchen?
alle Ereignisse in dieser Region, also im französischsprachigen Westafrika, nicht ganz einfach. Seinen Hintergrund hat die ganze Angelegenheit in der 'Entfernung' Muammar al Gaddhafi's in Libyen. Damit hatte seine Leibgarde, die weitgehend aus Touareg bestand, erst mal keinen Ausweg, und sich über den Süden Libyens und Algeriens sprichwörtlich aus dem Staub gemacht. Durch die zunehmende Radikalisierung des ganzen Umfelds kam man dann darauf, Timbuktu anzugreifen. Man muß dabei verstehen, daß die Touareg, ähnlich wie die Kurden im MO, schon lange ein eigenes Staatsgebiet in der Südsahara beanspruchen.
Auf diese Angriffe hin hat sich Bamako dann an Frankreich gewendet. Dazu muß man wieder wissen, daß es in fast allen frankophonen Staaten Westafrika's noch französische Militäreinheiten gibt. So im Senegal, an der Elfenbeinküste, in Niger, in Kamerun und in Gabun. Diese dienen dort neben der Ausbildung einheimischer Militärs auch dem Schutz französischer Geschäftsinteressen. Man braucht übrigens nicht anzunehmen daß die Touareg in dieser Region besiegt sind. Die können sich jahrelang in den Bergen des Tanezrouft verstecken, Chai trinken, und plötzlich sind sie überfallartig wieder da. Daß die Touareg Teile des libyschen Staatsschatzes aus Tripolis mitgenommen haben, habe ich mittlerweile in WA so oft gehört, daß ich's bald glaube. Auf dem ersten Teil dieser Absetzbewegung war ja auch einer der Söhne Gaddhafi's dabei, was die ganze Geschichte noch glaubhafter macht.
Was die Bundeswehr, als die anerkannten Experten der Wüstenkriegsführung, im Gegensatz zum 1ere REP, dort soll, erschließt sich mir auch nicht.

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heinrich-wilhelm 17.11.2015, 16:58
15. Flagge zeigen

Es ist richtig, dass wir uns nicht! Heraushalten können, wenn ein EU Mitglied angegriffen wird. Dieser Angriff hat auch uns gegolten und es ist nur eine Frage der Zeit, wann bei uns ähnliche Anschläge durchgeführt werden. Wenn Hilfe, dann vor Ort, um die Ursache des Übels an der Quelle zu bekämpfen und nicht auf derzeit Nebenkriegsschauplätzen wie Mali. Ich fürchte nur, dass die BW nicht in der Lage ist, wirklich hilfreich den IS vor Ort zu bekämpfen. Unsere desolate Luftwaffe ist im Baltikum beschäftigt oder in Reparatur, Transportflugzeuge, um Equipment in den vorderen Orient zu schicken, Fehlanzeige und unsere Marine kann allenfalls in der Ostsee herumschippern oder allenfalls Schmuggler stellen oder Flüchtlinge aus dem Mittelmeer Fischen. Das Sinnvollste ist bisher die Ausbildung der Kurden im Kampf gegen den IS. Wir haben viel, nur keine Armee, die in Notzeiten zu gebrauchen ist und wir können nur hoffen, dass wir uns nicht auf die Bundes"Wehr" verlassen müssen. In Mali können die dann wieder Schulen und Brücken bauen. Wohin das dann führt siehe Afghanistan. Da verlasse ich mich hier lieber auf eine gut gerüstete und logistisch gut aufgestellte und intelligente Polizei. Den Franzosen können wir nur Geld zur Unterstützung anbieten. Alles andere ist Schaumschlägerei.

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windpillow 17.11.2015, 16:59
16. Ach was

Mali ist in Afrika der drittgrößte Förderer von --Gold!
Nun alles klar, was es da zu verteidigen gibt?

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loddarcontinua 17.11.2015, 17:12
17. Wissen Sie, dass die frankophonen Länder Afrikas

Zitat von go-west
damit Deutschland nun endlich Flagge zeigt und seinen Beitrag leistet im Kampf gegen die Barbarei? Exportvizeweltmeister sind wir gerne, trotzdem haben wir nicht nur im Mali immer gekniffen. Wenn die Franzosen dort nicht eingegriffen hätten, wäre das gesamte Land heute von den Schariawächtern besetzt und man würde den Islamisten freie Bahn zum Einfall in Zentralafrika lassen. Daran ändert auch nichts, daß das Land zum historischen Einflußbereich der Franzosen gehört.
zu den ärmsten der Welt zählen? Trotz reicher Rohstoffvorkommen! Kennen Sie die franz. Afrikapolitik der letzten Jahrzehnte? Noch jeder Diktator-Präsident wurde in Paris geformt und dazu bestimmt. Frankreich verteidigt in Afrika nur seine eigenen ökonomischen Interessen und Großmachtphantasien, mit immer weniger Erfolg, siehe Libyen.

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karl_murx 17.11.2015, 17:25
18.

Zitat von Irene56
Was haben die Franzosen in Mali zu suchen? Ist Mali noch französische Kolonie oder sind die Eigentumsverhältnisse immer noch nicht geklärt?? Und deutsche Soldaten sollen warum den Franzosen Schützenhilfe geben? All diese täglichen Meldungen, da muss man langsam sich einen stabileren Magen antrainieren. Es wird einem nur noch schlecht. Das letzte Attentat in Paris hat offenbar nicht zum Umdenken geführt.
Zu deiner Frage, was die Franzosen in Mali zu suchen hätten:

Zitat: "Die Opération Serval war eine Operation der französischen Streitkräfte in Mali auf Anfrage der dortigen Regierung[20] und unter Billigung der Vereinten Nationen (Resolution 2085 des UN-Sicherheitsrates vom 20. Dezember 2012)."

https://de.wikipedia.org/wiki/Opération_Serval

Übrigens: 5 Sekunden bei Google - Mali & Franzosen ...

Und was deinen Magen angeht, naja, dann kannst du dir vielleicht vorstellen, wie es mir angesichts solcher Kommentare wie den deinen geht.

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woanders 17.11.2015, 17:34
19.

Zitat von dirk1962
Ich hoffe, dass Deutschland nun wirklich alles tut, was sinnvoll erscheint um ein klares Zeichen echter Solidarität mit Frankreich zu setzen. Das Gleiche erhoffte ich mir von den anderen EU Staaten. Es ist eine Gelegenheit zu demonstrieren, dass es bei allem Streit noch europäische Werte gibt, die es zu verteidigen gilt.
Welche "europaischen Werte" meinen Sie?


Frankreich wird seit den 70ziger Jahren (nach De Gaulle) von einer zutiefst korrupten Elite "geführt".
Bei Mali geht es ausschliesslich um eine Rekolonialisierung (natürlich unter dem Banner der Menschenrechte) durch "la grand nación", da diese sowohl politisch wie wirtschaftlich aus dem letzten Loch pfeift und dringend eine monetäre Megaspritze benötigt sowie dem "traumatisierten Volk ein Erf VOLKserlebnis präsentieren muss.
Die Deutschen waren schon immer ausgebuffte Händler und werden sich sicherlich sehr vorteihafte Konditionen ausbedungen haben, um dabei behiflich zu sein,eines der rohstoffreichsten Länder Afrikas (Öl, Gold, ERZ etc.) auszubeuten, egal wieviel deutsche Soldaten da in Zukunft vertümmelt, ihr Leben lassen- oder im besten Falle- traumatisiert werden. Ich denke, dass D nicht ganz zufällig gerade in Mali den IS Terror in Syrien "bekämpfen" wird...

Hier geht es in keinster Weise um irgendwelche verschwurbelten "europäischen Werte", sondern ausschliesslich um die knallharte Ausbeutung riessiger Rohstoffvorkommen, und zwar, bevor die Chinesen ihre Finger in Mali definitiv im Spiel haben.

Solidarität mit Frankreich? Mit den unschuldigen Opfern ja, auf jeden Fall, aber niemals mit der verbrecherischen Politik der französichen Eliten.

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