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Nach Attentat auf Kim Jong Uns Halbbruder: Verurteilte Vietnamesin aus Haft entlassen
FAZRY ISMAIL/EPA-EFE/REX

Erst vor vier Wochen sprach ein Gericht die Vietnamesin Doan Thi Huong im Prozess um das Nervengift-Attentat auf Kim Jong Nam schuldig. Nun konnte sie das Gefängnis verlassen.

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winki 03.05.2019, 08:15
1. Freue mich über die Freilassung

Von der Unschuld der beiden Frauen, wissentlich das Opfer gesundheitlich zu schädigen oder töten zu wollen, bin ich überzeugt. Wer nimmt schon freiwillig eine Substanz in die Hand die tödlich sein kann und beschmiert andere Menschen damit. Schließlich läuft er Gefahr selbst getötet zu werden. Das Verteidigungsargument an einen Fernsehgag geglaubt zu haben ist für mich durchaus nachvollziehbar. Auch bei uns gibt es Sendungen in denen ahnungslosen Leuten ein Schabernack gespielt wird. Alles Gute der Vietnamesin.

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sty86 03.05.2019, 08:59
2. "Fernsehgag"

Ich denke, die Frauen kannten den Namen der getöteten Person nicht, sonst hätte ja wirklich alle Alarmglocken klingeln müssen.
Abgesehen von der Tatsache, dass es auch mit einer anderen Substanz ziemlich unlustig gewesen wäre. Aber sowas läuft eben heutzutage in der Glotze und die Menschen lassen sich auf diesem Niveau unterhalten.

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juba39 03.05.2019, 09:08
3. Eine Farce

Was sagt uns das? Wenn nach einem tötlichem Anschlag die vermutlich Schuldigen nach 4 Wochen Haft schon wieder entlassen werden, sagt uns das doch nur. Hier ist eine juristische Farce gelaufen, um die wahren Schuldigen zu schützen. Das hier ist nämlich der in solchen Fällen übliche Weg. Idealerweise tauch davon dann nicht einmal eine Meldung in den Medien auf.
Merke: Je schneller ein Verbrechen aus der öffentlichen Aufmerksamkeit verschwindet, um so fauler ist die Geschichte.

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Korken 03.05.2019, 09:41
4. Gerade deswegen

Zitat von winki
Von der Unschuld der beiden Frauen, wissentlich das Opfer gesundheitlich zu schädigen oder töten zu wollen, bin ich überzeugt. Wer nimmt schon freiwillig eine Substanz in die Hand die tödlich sein kann und beschmiert andere Menschen damit. Schließlich läuft er Gefahr selbst getötet zu werden. Das Verteidigungsargument an einen Fernsehgag geglaubt zu haben ist für mich durchaus nachvollziehbar. Auch bei uns gibt es Sendungen in denen ahnungslosen Leuten ein Schabernack gespielt wird. Alles Gute der Vietnamesin.
Genau das ist doch das komische. Beide haben mit der höchstgefährlichen Substanz Berührung gehabt - länger als das Opfer. Als Ausdünstung oder Hautkontakt. Beiden passierte nichts. Komisch, oder?

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TheK79 03.05.2019, 09:48
5.

Zitat von juba39
Hier ist eine juristische Farce gelaufen, um die wahren Schuldigen zu schützen.
Ich würde es eher andersherum sehen: Die malaysischen Richter hatten keine Lust, sich von Nordkorea vor den Karren spannen zu lassen und haben darum diese pro-Forma-Urteile verhängt.

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Gipsel 03.05.2019, 10:31
6. Ganz so war es ja auch nicht

Zitat von Korken
Genau das ist doch das komische. Beide haben mit der höchstgefährlichen Substanz Berührung gehabt - länger als das Opfer. Als Ausdünstung oder Hautkontakt. Beiden passierte nichts. Komisch, oder?
Ja, sie hatten Kontakt mit dem Nervengift. Allerdings nicht so intensiv (sie trugen Einweghandschuhe) und litten auch an Vergiftungserscheinungen (allerdings nur nicht-tödlichen). VX ist relativ viskos und wird hauptsächlich über die Haut aufgenommen, weniger über die Dämpfe.

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NixAlsVerdruss 03.05.2019, 10:49
7. Die Freilassung ist gerechtfertigt

Es ist absolut glaubwürdig, dass die beiden Frauen für das Attentat instrumentalisiert worden sind. Ihr Tod war warscheinlich mit eingeplant und sie haben nur durch Glück (Rechtzeitiges Händewaschen) überlebt. Selst im deutschen Fernsehn sind derartige "Gags" durchaus normal und wenn man sich einmal die gelegentlich hauch hier ausgestrahlten asiatischen "Gameshows" antut gibt es keinen Anlass hier bei den Frauen Argwohn zu fordern. Die wahren Schuldigen sitzen wo anders. Die Frage ist, warum erst die Verurteilung.

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Jimi 03.05.2019, 10:50
8. Was bleibt...?

...ein infamer politischer Mord, der unter den Teppich gekehrt wird, wie so viele. Ein erbärmlicher kleiner Ausschnitt der menschlichen Existenz. Von Zivilisation möchte ich man nicht sprechen.

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rainer_daeschler 03.05.2019, 10:58
9. Verabreichung auf getrennten Wegen

Zitat von Korken
Genau das ist doch das komische. Beide haben mit der höchstgefährlichen Substanz Berührung gehabt - länger als das Opfer. Als Ausdünstung oder Hautkontakt. Beiden passierte nichts. Komisch, oder?
Deshalb auch die Verabreichung auf zwei Wegen. Es müssen zwei Substanzen zusammenkommen, damit das Nervengift wirkt, die eine über ein Tuch, die andere über ein Spray verabreicht. Andernfalls wären die Beiden schneller tot gewesen, als sie ihr Opfer hätten erreichen können. Dass die beiden Frauen in geringer Dosis durch Tröpfchenbildung in der Luft dabei kontaminiert werden können, nahmen die Anstifter billigend in Kauf.

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