Forum: Politik
Nach Attentat in Christchurch: Neuseeland verbietet Sturmgewehre und halbautomatische
REUTERS

Der Anschlag in Christchurch ist noch keine Woche her, da hat Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern ihre Ankündigung bereits umgesetzt und bestimmte Waffen und Zurüstteile verboten - ab sofort.

Seite 14 von 18
Kampfgeist 21.03.2019, 14:01
130.

Zitat von g_bec
Und vor allem auch bei den Produzenten die Anreize zum Aufsetzen bzw. Ausweiten einer Produktion für solche Waffen verringern. Hätte also gleich zwei Effekte. Müsste man nur noch den Munitionsverkauf stärker regulieren. Denn wozu braucht ein Jäger 1000 Schuss Munition im gängigen NATO-Kaliber auf einen Schlag?
Weils billiger ist?
1000 Schuss sind 20 Tage auf dem Schießplatz. Langt also für ein halbes Jahr.

Hoffentlich geht der Jäger regelmäßig auf den Schießplatz, bevor er auf eine Kreatur schießt.

Beitrag melden
Kjartan 21.03.2019, 14:05
131. Linkspopulistisches Placebo

Auch wenn im neuseeländischen Waffenrecht einiges im Argen liegen mag: Die Einschränkung der Freiheitsrechte ist, im vorliegenden Fall, grösser als der Sicherheitsgewinn. Anstatt kopflos mit Verboten um sich zu werfen, wären zunächsteinmal das Anlegen von Registern und die Einführung eines Bedürfnisprinzips angezeigt gewesen. Die Behörden sollten sich die Leute genau anschauen können, bevor sie jemandem den Erwerb und den Besitz eines Gewehres, eines Revolvers oder einer Pistole genehmigen. Durch Maßnahmen wie jüngst in Neuseeland wird man keine Anschláge verhindern, allenfalls das Tatmittel ändert sich: Anstatt zur Schusswaffe wird ein Attentäter wohl zu Sprengstoff, LKW oder Gift greifen.

Beitrag melden
gg0815 21.03.2019, 14:05
132. und wieder

jubelt die Unwissenheit. Im aktuellen Fall hätte sogar der Attentäter jubeln können. Für die Sicherheitslage wird es rein gar nichts bringen. Gewalttätige halten sich eher nicht an Gesetze.

Beitrag melden
michael_weste 21.03.2019, 14:07
133.

Zitat von 0x29a
Ein terrorist versetzt Leute in Angst, und die Politiker nutzen es aus, um die Macht des Staates auszuweiten, und die Rechte der Bürger zu beschneiden, und die ganzen Schäfchen jubeln dem auch noch zu... Es ist grotesk, was hier passiert. Neuseeland ist einen Schritt näher an einen totalitären Polizeistaat gerückt, und Kritik daran ist nirgendwo zu sehen.
"näher an einen totalitären Polizeistaat "

Eine echte Frechheit ... nicht mal vollautomatische militärische Waffen für Hausgebrauch ... in einem Land mit den lockersten Waffengesetzen weltweit ... SKANDAL

Sie sollten mal Ihr Oberstübchen durchchecken lassen ... aber ich hab da so ne Ahnung ...

Beitrag melden
mr.midas 21.03.2019, 14:08
134. wozu 1000 Patronen auf einmal , ...

Erstens, weil man bei 1000 Patronen erst einmal gleichbleibende Qualität hat,
zweitens, weil ein ambitionierter Sportschütze diese unter Umständen in einem Monat verbraucht hat !

Beitrag melden
ebmarzt 21.03.2019, 14:09
135. Hilfe.

Ein Blick ins Forum reicht um einmal wieder festzustellen: Die harte Hand kommt in Deutschland immer gut an. Ein Nazisst dreht durch, voll mit dummen Ideen aus dem Internet, pseudolegitimiert durch andere Fanatiker. Er geht auf betende Kinder los. Ein verantwortungsvoller Bürger, der gerne auf ein paar Scheiben schiesst -ein paar 100 km entfernt auf der Nordinsel -muss jetzt überlegen, ob er etwas Illegales tut. Vielleicht gibt er seine Waffe ab. Der Täter hätte das wohl nicht getan. Grotesk, dumm und purer Aktivismus. Und ich bin nicht mal an Waffen interessiert..

Beitrag melden
mostly_harmless 21.03.2019, 14:20
136.

Zitat von MJR
[...] In Sutherland, Texas lief es anders: Dort wurde ein Amoklauf durch einen mutigen Bürger mit seiner Waffe gestoppt. Er rettete so vielen Menschen das Leben, da er agierte, als die Polizei noch in Anfahrt war. Diese kleine Restchance, dass Bürger eingreifen können, wird so natürlich auch vereitelt. [....]
In der realen Welt hat es - wie jeder in wenigen Sekunden im Netz herausfinden kann - in Southerland Springs zwar einen Eingriff eines bewaffneten Bürger gegeben, aber dieser hatte KEINEN Einfluss auf den Amoklauf, da er NACH dem Amoklauf geschah.

https://en.wikipedia.org/wiki/Sutherland_Springs_church_shooting

Beitrag melden
michael_weste 21.03.2019, 14:24
137.

Zitat von ebmarzt
Ein Blick ins Forum reicht um einmal wieder festzustellen: Die harte Hand kommt in Deutschland immer gut an. Ein Nazisst dreht durch, voll mit dummen Ideen aus dem Internet, pseudolegitimiert durch andere Fanatiker. Er geht auf betende Kinder los. Ein verantwortungsvoller Bürger, der gerne auf ein paar Scheiben schiesst -ein paar 100 km entfernt auf der Nordinsel -muss jetzt überlegen, ob er etwas Illegales tut. Vielleicht gibt er seine Waffe ab. Der Täter hätte das wohl nicht getan. Grotesk, dumm und purer Aktivismus. Und ich bin nicht mal an Waffen interessiert..
Ein paar Scheiben schießen mit vollautomatischen Militärwaffen ist irrigerweise nicht verboten, wie Sie unrichtig behaupten, die können Sie leihen und benutzen, der Privatbesitz ist verboten ... na ja ... die armen mündigen Bürger werden vor weinen nicht mehr in Schlaf kommen.

Sie scheinen an Waffen uninteressiert, müssen aber unbedingt ein krude Ideologie loswerden ...bisschen plump ... aber kann man so versuchen

Beitrag melden
edward elgar 21.03.2019, 14:26
138.

Zitat von 0x29a
Neuseeland ist einen Schritt näher an einen totalitären Polizeistaat gerückt, und Kritik daran ist nirgendwo zu sehen.
Ja, und die Erde ist eine Scheibe.
Mit einem Polizeistaat ist ein Staat gemeint, der keine demokratisch legitimierte Executive und keine Gewaltenteilung kennt, der seine Bürger nicht schützt, sondern durch Polizeigewalt und Repressalien überwacht und gefügig macht.
Es ist das Gegenteil eines Rechtsstaates.
Neuseeland ist eine parlamentarische Demokratie, also wiederum das Gegenteil eines Polizeistaats.
Es gibt daran nichts zu kritisieren.

Beitrag melden
Groundspoiler 21.03.2019, 14:47
139.

Zitat von Kjartan
Auch wenn im neuseeländischen Waffenrecht einiges im Argen liegen mag: Die Einschränkung der Freiheitsrechte ist, im vorliegenden Fall, grösser als der Sicherheitsgewinn. Anstatt kopflos mit Verboten um sich zu werfen, wären zunächsteinmal das Anlegen von Registern und die Einführung eines Bedürfnisprinzips angezeigt gewesen. Die Behörden sollten sich die Leute genau anschauen können,...
..das ist die typische Reaktion durch einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff.

Egal ob Registrierung oder illegal erworbene Waffe - dem Menschen, der sie - wie auch immer - erworben hat, kann man nur VOR den Kopf und ins Gesicht schauen.

In seinen Kopf und seine Gedanken nicht. Das Verbot ist von daher konsequent und mutig.

In den USA steht immer noch - bescheuerterweise - das Recht auf Waffenbesitz in einem Zusatzartikel in der Verfassung.

Aus eine Zeit, als die Vereinigten Staaten ein rechtloser Raum waren... - und man damit beschäftigt war, die indigenen Ureinwohner mit Blei und Schrot auszurotten.... .

Beitrag melden
Seite 14 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!