Forum: Politik
Nach Beratungen über Ukraine-Konflikt: Putin verlässt vorzeitig G20-Gipfel
REUTERS

Sie haben gesprochen, doch einig wurden sie sich nicht. Nach Gesprächen mit Kanzlerin Merkel und anderen westlichen Politikern verlässt Russlands Präsident Putin vorzeitig den G20-Gipfel. Begründung: Er müsse am Montag wieder arbeiten.

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kdhauptsache 16.11.2014, 11:37
210. Putin der Beleidigte ...

... als ständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat hat Russland mit seiner Politik als "vermeintliche Großmacht Russland" die Grundregeln des Völkerrechts über Bord geschmissen. Als Russland aus der G 8 ausgeschlossen wurde, prahlte Putins Außenminister Lavrow, man bräuchte die G8 für Russland nicht, denn es gibt ja noch die G20 und die seien wichtiger für Russland. Was hat den Russland auf dem G 20 bewirkt außer, dass im Vorfeld über russische Kriegsschiffe berichtet wurde und während des G 20 sich Russland immer weiter selbst isoliert hat. Die "großkotzigen Ankündigungen" und der vermeintlichen Rolle und Einfluss Russlands beim
G 20 entpuppen sich heute als "Lachnummer". Russland ist völlig isoliert. Deshalb ist Putin früher abgereist. Null Substanz hat Russland für die Lösung der globalen Probleme beigetragen. Eigentlich schade, aber wird wohl so lange anhalten, so lange Putin noch an der Macht ist. Im übrigen prahlte Putin noch vor dem G 20 mit den Gold und Devisenreserven Russlands. Fakt ist: 2013 verringerten sich die Gold und Devisenreserven um 7% (27,6 Mrd. US-Dollar) und vom 1.1.2014 bis 15.11.2014 um weitere 17,5 % (88,6 Mrd. US-Dollar). Der Rubel ist dem freien Fall preisgegeben. Was für eine "erfolgreiche Wirtschaft" in Russland. Da hatte Russland nicht viel beizutragen für den G 20. Wenn man, wie Russland auf Öl, Gas und militärische Drohgebärden setzt, reicht das halt nicht aus, um als "Großmacht" anerkannt zu werden. Vielleicht muss ja Putin wirklich am Montag arbeiten, nachdenken, wie er den G 20 der eigenen Bevölkerung als russischen Erfolg verkauft.

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KingTut 16.11.2014, 11:38
211. Ablenkungsmanöver

Zitat von silverhair
#18 Heute, 09:33 von KingTut [Aus dem Propaganda Bunker mal wieder ..] Klar - sie sagen es -Finanzierung des Sturzes einer Regierung - damit man das Westliche Imperiale Model der Scheindemokratien mit Protektorat in der Ukraine errichten kann! Die Fakten sind das die Ukraine mehr als Pleite - das sie Insolvent sind, das die Regierungen das Land ausgeplündert haben - das die Oligarchen dort das Sagen haben , und das die EU denen immer noch die Waffen und Söldner stellt - weil die einfach nichts auf die Reihe bringen! Und 5 Mrd. haben die längst in Waffen investiert , anstelle mal einen Anfang mit Abbezahlen ihrer Rechnungen von über 130 Mrd. USD zu beginnen! Diese Netten Worte sind pures Geschwafel .. vor allem bei einem solchen Wirtschaftlichen Hintergrund! Hören sie doch auch aus dem Propaganda Bunker in Berlin laufend ihren Müll zu verbreiten - der Realität entspricht er nicht!
Mit Verlaub, aber ich habe meine Aussagen durch ein Zitat einer mE seriösen Quelle (Monitor) untermauert. Ihr Beitrag ist ein Beispiel dafür, wie sich so mancher Putin-Verteidiger über Fakten hinwegsetzt, gar nicht näher auf sie eingeht und statt dessen das ganze Repertoire an antiwestlichen Anschuldigungen herunterleiert, ohne auch nur eine davon durch Quellen zu untermauern. Ich bin übrigens nicht in Berlin und betreibe auch keine Propaganda. Ich habe versuche, meine Meinung stets sehr differenziert vorzutragen und da kann es durchaus auch passieren, dass Frau Merkel oder die US-Politik von mir kritisiert werden. Das ist alles in meiner Historie dokumentiert. Hören Sie also bitte auf, Leuten die nicht Ihrer Meinung sind irgendetwas zu unterstellen, nur um einer seriösen, auf Fakten basierenden Diskussion aus dem Weg zu gehen.

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pewibe 16.11.2014, 11:38
212. @Svilverlöckchen

sie sind vermutlich wie ich auf dem falschen Teil des Planeten beheimatet. Im Gegensatz zu Ihnen kann ich aber meinen DEUTSCHEN Wurzeln noch etwas gutes abgewinnen und plane auch mein letztes Drittel des Lebens in Frieden und Freiheit zu beenden. Dafür habe ich mir das warme Miami in Florida auserkoren, wo ich mich bisher immer super angenommen fühle. Auch Teile meiner Familie leben im freien US Bundesstaat Georgia, Atlanta. Nie wurde mir meine "Nazivergangenheit", zumal ich da noch lange nicht geboren war vehement unterstellt. Im Gegenteil, ich Danke noch heute den Allierten, für das Befreien des westlichen Teils Deutschlands und irgendwie auch für die der restlichen Europäischen Staaten. Für Russen habe und hatte ich noch nie viel über, einzig die gedemütigten Russland-Deutschen, die im Gegensatz der wirklichen Alliierten nicht als Menschen 2. Klasse deportiert, versklavt, enteignet und schikaniert wurden. Für diese Gefühle bei der Mehrheit der Bevölkerung haben sie also schon lange vorher gesorgt um Sympathien für Russland in Grenzen zu halten. Ihre Anspielung auf das dazugehören der Alliierten tut hier auch nichts wirklich zur Sache und jeder der es sehen will, weiß was dennoch geschah. Millionenfache Deportationen, Völkermord und Massenvergewaltigung inklusive.

Ich will damit nichts entschuldigen aber die moralische Verantwortung für Greueltaten alleine auf Deutschland abzuwälzen kommt hierbei einem "Staatsgebilde" wie Russland natürlich entfernt auch zu Gute. Nach Ihrer und derer Logik ist dann Preußen und Schlesien Deutsch. Genauso wie gewisse Teile die Russisch sind eben polnisch. Wo fängt es an und wo hört es auf? Ihnen in Ihrer unzufriedenen Verbohrtheit würde ich empfehlen die Russensprache sich anzueigen, deren "Kultur" zu verstehen und helfen dort das riesige, korrupte Land aufzuklären und helfen aufzubauen. Meine Befürchtung, Sie sind ein "Maulheld", Opportunist wie die anderen "Russenfreunde" auch und haben soviel Ahnung von diesem Teil der Welt wie ich vom laufen auf dem Mars. Ich wünsche einen schönen Sonntag und verabschiede mich zu einem American Breakfast mit 2 US-Airforceangehörigen von Ramstein in meiner Nachbarschaft.

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ornitologe 16.11.2014, 11:38
213. Toller Beitrag

Zitat von kajoter
Man schaue sich die Zustände in Russland an: Gleichschaltung der Presse, massivste Behinderung jeglicher Opposition, an die Stalinzeit erinnernde Schauprozesse, bei denen die Justiz zu einem politischen Instrument verkommt, und eine verfassungsrechtlich mehr als bedenkliche Rochade des Präsidenten und Premierministers, die als verdeckte Diktatur bezeichnet werden muss. Dass von gewissen Kreisen den westlichen Medien Propaganda und gesteuerte Berichterstattung vorgeworfen wird, entspricht angesichts dessen einer Realsatire. De facto wird Russland um Jahrzehnte zurückgeworfen. Die Staatsführung driftet in eine post-stalinistische Richtung, der Westen nimmt Russland immer stärker als Bedrohung wahr und die Intellektuellen verlassen angesichts dieser Zustände vermehrt das Land. Daher: Der Ukraine-Konflikt hat sehr ernst zu nehmende russische Wurzeln, auf die der Westen reagieren muss. Dass die überwältigende Mehrheit der Ukrainer ein Teil Europas sein möchten, ist ein weiterer nicht zu ignorierender Grund, dass wir uns für sie einsetzen müssen. Und wenn es eine erneute Eiszeit wie im Kalten Krieg kosten sollte, dann muss es eben sein. Das Ende würde sich wie beim ersten Kalten Krieg gestalten, denn Russland wird diesen Kurs nicht durchhalten können. Aber Millionen von Ukrainer sollten uns das wert sein.
Nur leider haben Sie weder Ahnung von Geopolitik, noch von Geschichte und schon gar nicht von Russland.

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onlinematter 16.11.2014, 11:38
214. kann man, muß man aber nicht, denn:

Zitat von ehrlicher-bürger
Man kann sicher unterschiedlichster Auffassung in der Ukraine-Krise sein. Fakt ist: Auslöser war die Krim. Hier hat Putin eindeutig gegen das Völkerrecht verstoßen. Also sollten die Sanktionen deutlich verschärft werden, denn Putin bewegt sich nur wenn es richtig weh tut.
Auslöser war in meinen Augen der Putsch in Kiew. Immer diese Kausalkettenverdrehungen. Letztlich ist mE der eigentliche Auslöser, dass die Ukraine in die Hände konkurrierender Oligarchen gefallen ist. Die haben dem Land die Zukunft genommen und die ins Haus stehende Auflösung der Ukraine zu verantworten.

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degraa 16.11.2014, 11:38
215.

Zitat von walter kuckertz
Ja, das kann er wirklich. Endlich findet sich wieder eine weltweite Phalanx gegen den Fachismus, der, egal, wo er auftritt, immer die Welt bedroht. Haben Sie schon vergessen, dass Putin erst kürzlich den Hitler-Stalin-Pakt von 1939, eine Voraussetzung für den Überfall auf Polen und den Beginn des 2. Weltkriegs, ausdrücklich gelobt hat?
Wenn wir es jetzt noch schaffen, uns deutlich gegen den mekkanischen Faschismus zu positionieren, dann könnte ich fast schon wieder optimistisch in die Zukunft sehen.

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Spiegelkritikus 16.11.2014, 11:38
216. Die europäische Politik muß sich endlich emanzipieren

Putin hat Recht, wenn er dieses Treffen vorzeitig verläßt, so etwas muß er sich nicht bieten lassen. Erst soll er sich für den Abschuß von MH17 entschuldigen, beim heutigen Stand der Ermittlungen eine bodenlose Frechheit. Dann wird Russland auch noch ausgerechnet von Obama als größter Aggressor und "Gefahr für die Welt" bezeichnet. Das schlägt dem Faß den Boden aus, war und ist es doch Washington, das die Welt seit 1945 regelmäßig mit Krieg, Umstürzen, Sabotage, Korruption tec. drangsaliert und ins Chaos gestürzt hat. Gorbatschow hat zurecht vom "Gift für die Welt" gesprochen.

Aber die US-Politik ist in einer unsäglichen Hybris gefangen, die Fakten einfach ausblendet und dabei der Gefolgschaft seiner Vasallen (Europa, Five Eyes) sicher sein kann.
Putin hat bislang immer auf einen Rest an gutem Willen bei den USA und eine Restsouveränität der deutschen bzw. europäischen Politik gesetzt. Inzwischen wird ihm klar sein, daß da leider absolut nichts vorhanden ist, gerade auch bei Merkel.
Die US-Hörigkeit geht so weit, daß die Tatsachen einfach geleugnet und sogar selbstschädigendes Verhalten praktiziert wird (Sanktionen, Forcierung der Konfrontation bzw. Erhöhung der Kriegsgefahr in Europa).

Konflikte wie in der Ukraine können nur durch Interessenausgleich gelöst werden. Das verlangt jedoch, daß die legitimen Interessen aller Konfliktparteien anerkannt werden und jede Seite an einer Beilegung des Konflikts interessiert ist. Die USA und ihre Büttel (auch in Kiew) sind aber genau dazu nicht bereit: Man will rücksichtslos die eigenen geostrategischen und ökonomischen Interessen voll durchsetzen. Eine einvernehmliche Einigung ist dergestalt natürlich nicht möglich.

Darüber hinaus benutzt Washington den Konflikt als Hebel, um Russland und Putin selbst anzugehen: Man will das Land destabilisieren, Putin stürzen und (wieder) freien Zugriff auf Ressourcen und Märkte. Dagegen wehren sich die Russen verständlicherweise und zurecht.

Es ist höchste Zeit, daß sich die europäische und insbesondere deutsche Politik aus der unheilvollen Umklammerung durch die USA befreien und eigenständige Politik im eigenen Interesse (Ökonomie, Frieden, gutnachbarliche Kooperation mit Russland auf allen Gebieten) machen. Aber dazu brauchen wir Politiker mit Format, Integrität und Rückgrat.

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blaumupi 16.11.2014, 11:39
217.

Zitat von freespeech1
Die USA unterhielten 2008 nach eigenen Angaben 761 militärische Stützpunkte in fremden Staaten. Auch GB oder F unterhalten solche Stützpunkte. Jetzt recherchieren Sie mal, wie viele militärische Stützpunkte Russland, China oder Indien im Ausland unterhalten ;o) ...
Na, dann erzählen SIE uns mal, warum es den ganzen "fremden Staaten" lieber ist US-Stützpunkte zu beherbergen als etwa russische!?

Kann es sein, dass niemand Letztere in seinem Land haben will!?

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syracusa 16.11.2014, 11:39
218.

Zitat von musch
Frankfurter Allgemeine: "Auch die übrigen Staatsoberhäupter blieben nicht bis zum Ende. Bundeskanzlerin Merkel reiste ebenfalls zeitig ab - wenige Minuten nach Putin" Passte wohl nicht für den Spiegel.
Merkel hat aber nicht gesagt, sie hätte sich als Paria behandelt gefühlt.

Putin hat sich und Russland isoliert, indem er einen heissen Krieg gegen die Ukraine angezettelt hat und einen neuen kalten Krieg gegen alle zivilisierten Staaten. Ich vermute, Putin hat im Vorfeld geglaubt, dass er beim Überfall auf die Ukraine so billig davon kommt wie mit Georgien, oder wie zu ihrer Zeit die Sowjetunion beim Überfall auf die Tschechoslowakei. Von der Geschlossenheit des Westens und den Sanktionen wurde Putin sichtlich überrascht.

Aufgabe der Diplomatie ist es nun, Putin einen gesichtswahrenden Ausstieg aus seinem selbstverschuldeten Dilemma zu weisen. Ohne Rückzug aus der Ostukraine und einer demokratischen Legitimierung der Annektion der Krim mitsamt Entschädigungszahlungen an die Ukraine wird das nicht möglich sein.

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missbrauchtewähler 16.11.2014, 11:40
219. Ein weiterer weit verbreiteter Irrtum

Zitat von e.pudles
Bei uns, im Gegensatz zu Putins Land, herrscht immer noch Meinungsfreiheit. Somit müssen Sie sich damit abfinden, dass ein grosser Teil der Kommentatoren anderer Meinung ist als Sie
..der von den Medien hier gerne mit zelebriert wird. In Russland kann jeder seine Meinung frei äußern und tut es auch. Im Übrigen können Sie sich dort überall ins Internet einwählen und SPON, washington Post, Guardian etc, lesen. Was wollen Sie also?

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