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Nach Brexit: May erteilt EU-Milliardenforderungen Absage
REUTERS

Die EU könnte Großbritannien eine Brexit-Rechnung von bis zu 60 Milliarden Euro stellen. Doch die britische Premierministerin May bekräftigt, man werde nach dem Ausstieg keine "gewaltigen Summen" an Brüssel überweisen.

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Ein kleiner Idiot 10.03.2017, 08:34
40. Britische Un-Zuverlässigkeit

Auf Basis des Artikel darf man gespannt sein, wie jemand, der seine völkerrechtlich verbindlichen Verpflichtungen eingegangen ist "ein zuverlässiger Verbündeter" sein will. Die Forderungen von UK, so es am Ende noch UK ist und nicht England alleine an die EU müssen sehr bescheiden sein. Das passt allerdings nicht zur generellen Erfahrungen mit UK (auch privater Art beruflich), dass man in UK bescheiden ist gegenüber Europa.

Zudem sind da ja noch die illigalen Milliarden aus dem Stoffimport/Export von UK nach Europa. Werden wenigstens die bezahlt?

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SubjektiverRealist 10.03.2017, 08:37
41. Faktische Führung

Zitat von kopp
Statt immer klein beizugeben, des lieben Friedens Willen, ist mal ein kategorisches Nein ganz hilfreich.
Ganz Europa ächzt seit Jahren, dass alles und jeder in Europa nur noch nach deutscher Pfeife tanzt, aber in Deutschland hört und liest man immer wieder, dass die Merkel doch endlich mal auf den Tisch hauen müsse. Dem Mensch scheint leider Symbolik immernoch wichtiger als Taten zu sein, was sich mit dem aufkommenden Populismus leider auch immer deutlicher zeigt.

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zensiert&account gesperrt 10.03.2017, 08:37
42.

Zitat: "Die Europäische Union besteht darauf, dass Großbritannien bereits eingegangene finanzielle Verpflichtungen in Milliardenhöhe auch nach dem 2019 erwarteten Austritt aus der Staatengemeinschaft weiter erfüllt. "
Was ist das für ein Rechtsverständnis? Drehen die EU-Bürokraten nun vollkommen durch?
Auffallen allerdings, dass diese Meldung passend zur Wahl in den Niederlanden kam ...

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Vorzeichen 10.03.2017, 08:38
43. Vorgeschmack

Zitat von Hirndummy
Ich bitte gegebenenfalls um Korrektur. Aber nach meinem Wissen ist der BREXIT erst abgeschlossen und die Mitgliedschaft erloschen, wenn ALLE Forderungen beglichen sind.
Ja, und genau das ist das Problem von Frau May. Aus der EU kommt sie erst raus, wenn sie die ausstehenden Beträge begleicht, ihrem Wahlvolk schuldet sie aber einen möglichst raschen Austritt.
Die LePens und Petrys in Europa rechnen zwar gerne vor, wie viel Geld ihr Land sparen könnte, würde es nur austreten; was sie aber verschweigen, ist, wieviel ein Exit noch vor dem Verlassen der Gemeinschaft an Geld verschlingt.
Frau May muss also gestehen, dass der Brexit die Briten mindestens 60 Mrd. kostet. Das ist ein viel zu hoher Preis für eine ungewisse Zukunft - also bleibt nur der Vertragsbruch.
Ein Vorgeschmack auf das, was kommt, wenn sich Populisten durchsetzen.

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vonschnitzler 10.03.2017, 08:39
44. Aus der Kneipe abhauen...

...und den Deckel den anderen überlassen wollen...
Meine drei Bier zahlen die anderen weil ich keine weiteren bestellen will, oder wie? Komische Logik.

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kumi-ori 10.03.2017, 08:39
45.

Zitat von stefan.hemmer
Die EU-Bürokraten scheinen den Brexit persönlich zu nehmen und verhalten sich wie bockige Kleinkinder. Vielleicht sollten sie sich klar machen, das Großbritannien auch nach dem EU-Austritt noch zu Europa gehören und man aufeinander angewiesen sein wird. Da sollte man sich schon bemühen, möglichst "freundschaftlich" zu scheiden und die Beziehungen nicht unnötig zu vergiften.
Niemand vergiftet Beziehungen. Die Engländer werden austreten und tun, was sie wollen - und selbstverständlich ihre eingegangenen Verpflichtungen bezahlen. Ich kann auch nicht ein Sofa bestellen und danach dem Lieferanten mitteilen, wir haben im Familienrat beschlossen, dass keine Gelder überwiesen werden.

Mit welchem Ziel genau die Engländer den Brexit beschlossen haben, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Theresa May ist eine vernünftige Frau und wird verstehen, dass es keinen Sinn hat, kindisch sich stur zu stellen, wenn der Gerichtsvollzieher klingelt.

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GungaDin 10.03.2017, 08:41
46. Reine Politik

Ich würde als UK-Politiker auch öffentlich jede Zahlung ablehnen, im klaren Bewusstsein, das am Ende doch gezahlt werden muss. Wer weiss schon, wer dann an der Primeminister ist, oder die politische Lage insgesamt. Un bis dahin läßt sich der britische Wähler prächtig täuschen. Rule Britannia!

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CancunMM 10.03.2017, 08:42
47.

Zitat von stefan.hemmer
Die EU-Bürokraten scheinen den Brexit persönlich zu nehmen und verhalten sich wie bockige Kleinkinder. Vielleicht sollten sie sich klar machen, das Großbritannien auch nach dem EU-Austritt noch zu Europa gehören und man aufeinander angewiesen sein wird. Da sollte man sich schon bemühen, möglichst "freundschaftlich" zu scheiden und die Beziehungen nicht unnötig zu vergiften.
Was hat das mit beleidigt sein zu tun ?
Sie können ja auch nicht sagen: den Kredit fürs Haus zahle ich nicht mehr zurück, weil ich das Haus nicht mehr habe,
Das ist eben die Frage: Gehört GB wirklich noch zu Europa oder ist es eine vorgelagerte Kollonie der USA ? Man muss sich halt vorher erkundigen was etwas kostet und welche kosten es hat.
Bezahlen Sie die Pensionen ?

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maf 10.03.2017, 08:44
48.

Zitat von deno15
Klar kann Sie das. Entweder zahlst Du sie aus, oder sie Dich. Ein durchaus üblicher Vorgang. Wenn Deine Freundin aber nur zur Miete wohnt, wieso sollte Sie Zahlungentätigen für die Zeit nachdem Sie ausgezogen ist? Das wäre der angemessene Vergleich. GB wird solange zahlen solange Sie in der EU sind, danach ist Ende. Egal mit was man in der Vergangenheit gerechnet hat.
Nein - die Bank muss sie aus der Verpflichtung entlassen oder Sie tilgen den ganzen Kredit (Vorfälligkeitsentschädigung ...) und nehmen dann allein einen neuen Kredit auf.
Jeder zusätzliche Kreditnehmer erhöht die Sicherheit für die Bank und verbreitet die Basis für etwaige Pfändungen bei Zahlungsausfällen.
Daher ist immer das Vertragsverhältnis der GbR zu Dritten und innerhalb der GbR zu betrachten.

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CancunMM 10.03.2017, 08:45
49.

Zitat von zensiert&account gesperrt
Zitat: "Die Europäische Union besteht darauf, dass Großbritannien bereits eingegangene finanzielle Verpflichtungen in Milliardenhöhe auch nach dem 2019 erwarteten Austritt aus der Staatengemeinschaft weiter erfüllt. " Was ist das für ein Rechtsverständnis? Drehen die EU-Bürokraten nun vollkommen durch? Auffallen allerdings, dass diese Meldung passend zur Wahl in den Niederlanden kam ...
Eher: Was für ein Rechtsverständnis haben Sie ?
Wenn ich Verpflichtungen eingehe (mit Vertrag), dann muss ich die auch einhalten.

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