Forum: Politik
Nach dem Brexit-Schreck: Realität tut gut
DPA

Der Schreck über das Ergebnis des Brexit-Referendums sitzt tief, dabei herrscht nun endlich Klarheit: Jetzt wird sich zeigen, was es real bedeutet, Mitglied der EU zu sein - oder eben auch nicht.

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hanswurst3838 26.06.2016, 21:39
80. Typisch Spiegel

Erst wird vollkommen zurecht darauf hingewiesen, dass sich jetzt eben erstmal zeigen wird, ob die EU-Mitgliedschaft überhaupt irgendeinen Sinn macht. Um dann im nächsten Satz zu sagen "Wird es den Briten schlechter gehen? Wahrscheinlich ja"... Einfach lächerlich - diese ständigen Behauptungen, die jeglicher Grundlage entbehren und eine reine Glaubensfrage sind. Wenn die Redakteure des Spiegel wirklich alle so ticken, sollten sie in die Kirche gehen und als Priester predigen. Mit Fakten hat all das hier nämlich nichts zu tun.

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seppfett 26.06.2016, 21:39
81. es gibt kein

Zitat von leonkalck
Das volk ist der Souverän ...Das Vereinigte Königreich hat sich mit klarer Mehrheit für einen Austritt aus der EU entschieden, da beißt keine Maus einen Faden von ab. Welche Zukunft dem Land blüht, steht in den Sternen....
Britisches Volk. Es gibt:
Engländer: für Brexit
Waliser: für Brexit
Nordiren (sind Iren): gegen Breit
Schotten: sind sehr gegen Bexit

Zudem sind die bis 35 Jahre alten eindeutig gegen den Brexit.

Deshalb sollten Bürgerentscheide nur mit Wahlpflicht und 2/3 Mehrheit für diese Art der Fragen möglich sein.

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gerd.lt 26.06.2016, 21:41
82. Rat- und Tatlos

Merkel und ihre Partei, der doch die Wirtschaft vor allem anderen immer so am Herzen liegt, hat es offensichtlich nicht eilig, die Unsicherheit, dass Gift für die Wirtschaft, zu beenden, und ihr Sprachrohr spricht sogar von der Möglichkeit, den Briten auch noch Bedenkzeit einzuräumen, ob sie überhaupt austreten wollen. Also soll mal wieder gemauschelt werden, und der im Referendum dokumentierte Volkswille beiseite geschoben werden. Die EU sollte bedenken, dass solch ein Weg für sie, ein Land weiter zu akzeptieren, dass einen von ihm selbst gewollten Volksendscheid missachtet, mit demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Die Akteure in GB selbst vermitteln den Eindruck Rat- und Tatlos nach der Abstimmung zu sein, selbst ein Boris Johnson ist offensichtlich nicht scharf darauf, die durch den Brexit an die Wand gemalten paradiesischen Zustände möglichst zügig zu verwirklichen, und so drängt sich der Eindruck auf, dass die Abstimmung lediglich der zweite Teile des parteitaktischen Spielchens war, - Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Mächtigste in Engelands konservativer Partei? Merkes Rolle ist wie immer undurchsichtlich, die EU scheint weniger den ersten Platz in ihren Überlegungen einzunehmen, als vielmehr der "Wunsch" Obamas, GB in der EU zu halten.

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hanswurst3838 26.06.2016, 21:42
83. Wer von denen ist denn an der Macht?

Zitat von dr.joe.66
Die Realität ist doch aber, dass sich in den (angeblich) zivilisierten Ländern der westlichen Welt inzwischen eine Politiker-Kaste tummelt, die jedem überzeugten Demokraten das Blut in den Adern gefrieren lässt. Über einen Sarkozy konnte man ja noch schmunzeln, über einen Kohl Witze machen. Aber Berlusconi war dann schon nicht mehr lustig. Und nun? Wilders, Strache, LePen, Farage, Johnson, Trump ??? Über Putin und Erdogan reden wir gar nicht erst. Das ist die brutale Realität. Da sind Menschen an der Macht, die ganz offenbar einen "an der Waffel" haben, wie man so schön sagt. Und trotzdem werden die gewählt. Ich hatte mal gehofft, dass wir unseren Kindern eine friedlichere und bessere Welt hinterlassen. Die Hoffnung ist weg.
Außer Berlusconi und Sarkozy war keiner der von Ihnen Genannten bisher irgendwo an der Macht. Aber ich gebe Ihnen Recht - es sind in einigen Ländern Menschen an der Macht, die einen "an der Waffel" haben - allen voran Angela Merkel.

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ali.wie.brecht 26.06.2016, 21:42
84. Aber das will doch keiner

Zitat von ashrak2014
Letztlich muss auch in der EU Endlich echte Demokratie Einzug halten,
Die EU als echte Demokratie hätte eine Zentralparlament und eine Zentralregierung in Brüssel oder sonstwo, die von den Färöern bis Kreta und Porto bis Białystok sagt wo es lang geht.
Da meckert dann nicht Bayern darüber, das es Berlin finanziert, sondern der Nordeuropa über Südeuropa ...

Vor Jahren wurde der Versuch einer Europäischen Verfassung versucht, er scheiterte an den nationalen Egoismen.

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jam_butter_problem 26.06.2016, 21:45
85. Der Rest der EU muss jetzt Einigkeit zeigen

Als jemand der seit Jahren in England lebt, bin ich der Meinung, dass Europa jetzt dem UK gegenüber vor,allem Härte zeigen muss. Wir sollten uns nicht täuschen: der Fokus der Debatte hier ist Einwanderung. Und zwar auf eine dermaßen ekelhafte und fremdenfeindliche Weise, dass der Rest Europas das nicht tolerieren darf. Das UK darf keinen Zugang zum Binnenmarkt bekommen ohne Arbeitnehmerfreizügigkeit zu gewähren. Deutschland muss bereit sein die Briten auszuschließen. Ein Zerfall der EU wäre für Berlin wesentlich teurer. Man muss die Entwicklung aber in der Tat auch als Chance begreifen. Der Schritt zur gemeinsamen außen und Sicherheitspolitik ist da absolut richtig! Eine Sozialagenda sollte folgen um europäische Arbeitsmobilität besser zu legitimieren. Brüssel muss auch weiter von einer Bürokratie zu einer Regierung umgebaut werden, die schlagfähig gemeinsame Europäische Probleme angehen kann. Junkers hat dabei schon exzellente Arbeit geleistet. Aber er braucht hierbei mehr Unterstützung nationaler Regierungen. Deutschland ist gut beraten ihm diese anzubieten!

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curiosus_ 26.06.2016, 21:46
86. Logo

Zitat von Hermes75
Norwegen und die Schweiz sind verhältnismäßig kleine Staaten mit sehr speziellen Geschäftsmodellen. Norwegen hat Öl und die Schweizer spielen Steueroase und verwalten Schwarzgelder. Für ein Land in der Größe von GB ist das nicht wirklich eine Option. Die wichtigste "Industrie" von GB war in den letzten Jahren der Bankensektor, aber der wird jetzt zu einem großen Teil weiterziehen, weil man von London bald nicht mehr Geschäfte mit dem EU Binnenmarkt machen kann. Ansonsten sieht es mit der Industrie in GB ziemlich mau aus. Internationale Konzerne werden sich jetzt überlegen ob sie auf der Insel noch investieren wollen, wenn man von dort nicht mehr in den EU-Binnenmarkt liefern kann. Klar, die Wirtschaft wird sich anpassen, aber auf welchem Niveau? Was exakt soll denn in GB besser werden wenn man aus der EU raus ist? Solange das Land in die EU exportieren will muss man auch dort die Regeln des Binnenmarktes einhalten. Wenn die Briten die Arbeitnehmerfreizügigkeit kippen, dann gilt das beidseitig und betrifft auch eine große Menge britischer Staatsbürger, die jetzt in der EU leben. Was also hoffen die Brexit-Anhänger zu gewinnen? Mehr Geld für das Gesundheitssystem? Ach nein, das war ja nur ein "Wahlversprechen". Dass auf einmal wieder mehr Fische in der Nordsee schwimmen? (Stichwort Fischereiquoten)
Deutschland, BIP pro Kopf in 2013: 46.268,64 US-$ - Schweiz, BIP pro Kopf in 2013: 84.815,41 US-$ (83% höher als das Deutsche).

Die Schweiz hat ein Handelsbilanzüberschuß von über 13% in 2013 (Deutschland gut 7%) und pro Kopf 20550 €Euro Warenexport. Deutschland führt pro Kopf nur Waren für 13570 Euro€ aus.

"die Schweizer spielen Steueroase und verwalten Schwarzgelder" - Klar. Deswegen führen sie auch pro Kopf über 50% mehr Waren aus als D.

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tin-pot 26.06.2016, 21:51
87. Urban Legends

Zitat von Promethium
https://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_(EWG)_Nr._1677/88_(Gurkenverordnung) Alles Urban Legends?
Offenbar ja, jedenfalls die Gurken:

"Die Europäische Kommission setzte die Verordnung 2009 außer Kraft, obwohl sich eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten sowie Handels- und Bauernverbände für eine Beibehaltung aussprachen. Die wichtigsten Großhändler verwenden die Vorgabe weiterhin als interne Normung."

Fiese Diktatur? Oder eher Leseschwäche?

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levelup 26.06.2016, 22:00
88. Meine Güte,

die Briten wollen halt keine Ägide der Reichskanzlerin, was ist daran so schwer zu verstehen?

Merkel, Schäuble, Juncker, der Pudel namens Schulz, die Liste läßt sich beliebig fortsetzen.

Es ist doch völlig klar, dass Angela Merkel, die während des zweiten Irak-Krieges im vorauseilendem Gehorsam in die USA geeilt ist, um die Stiefel von GWB Junior zu lecken, diese Politik durchzusetzen versuchen wird. Hat sie auch geschafft. Alternativlos.

Der Pastor/unser Bundespräsident ist heute mehrfach mit Mittelfingern begrüßt worden. Warum, wohl?

Na, Ihr, SPON-Zensoren, langt zu.

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curiosus_ 26.06.2016, 22:10
89. Logo

Zitat von Hermes75
Norwegen und die Schweiz sind verhältnismäßig kleine Staaten mit sehr speziellen Geschäftsmodellen. Norwegen hat Öl und die Schweizer spielen Steueroase und verwalten Schwarzgelder. Für ein Land in der Größe von GB ist das nicht wirklich eine Option. Die wichtigste "Industrie" von GB war in den letzten Jahren der Bankensektor, aber der wird jetzt zu einem großen Teil weiterziehen, weil man von London bald nicht mehr Geschäfte mit dem EU Binnenmarkt machen kann. Ansonsten sieht es mit der Industrie in GB ziemlich mau aus. Internationale Konzerne werden sich jetzt überlegen ob sie auf der Insel noch investieren wollen, wenn man von dort nicht mehr in den EU-Binnenmarkt liefern kann. Klar, die Wirtschaft wird sich anpassen, aber auf welchem Niveau? Was exakt soll denn in GB besser werden wenn man aus der EU raus ist? Solange das Land in die EU exportieren will muss man auch dort die Regeln des Binnenmarktes einhalten. Wenn die Briten die Arbeitnehmerfreizügigkeit kippen, dann gilt das beidseitig und betrifft auch eine große Menge britischer Staatsbürger, die jetzt in der EU leben. Was also hoffen die Brexit-Anhänger zu gewinnen? Mehr Geld für das Gesundheitssystem? Ach nein, das war ja nur ein "Wahlversprechen". Dass auf einmal wieder mehr Fische in der Nordsee schwimmen? (Stichwort Fischereiquoten)
Deutschland, BIP pro Kopf in 2013: 46.268,64 US-$ - Schweiz, BIP pro Kopf in 2013: 84.815,41 US-$ (83% höher als das Deutsche).

Die Schweiz hat ein Handelsbilanzüberschuß von über 13% in 2013 (Deutschland gut 7%) und pro Kopf 20550 €Euro Warenexport. Deutschland führt pro Kopf nur Waren für 13570 Euro€ aus.

"die Schweizer spielen Steueroase und verwalten Schwarzgelder" - Klar. Deswegen führen sie auch pro Kopf über 50% mehr Waren aus als D.

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