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Nach dem Referendum in der Türkei: Das Ende der deutschen Illusionen
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Haben wir Deutschen so wenig aus unserer Geschichte gelernt, dass wir angesichts des Verfalls der türkischen Demokratie zur Tagesordnung übergehen wollen? Es ist an der Zeit, endlich Farbe zu bekennen.

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klausbacker 20.04.2017, 21:56
60. Hervorragend

Danke für diese gute Analyse der Situation. Leider glaube ich nicht, dass unsere Politiker sich trauen, die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen. Es ist schon deprimierend.

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werja47 20.04.2017, 21:56
61. Bravo

endlich mal Jemand der klare Worte spricht (schreibt) .
Verstehe schon lange nicht mehr, das unsere Politiker aller Parteien diesen türkischen Sultan ( Adolf ) so lange hofieren. Alle in der Schule in Geschichte geschlafen ?? Wir Älteren haben die Folgen solcher Politiker noch erlebt.

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olaf_b. 20.04.2017, 21:56
62. Andere Beobachtung

Wen meint der Autor eigentlich mit "wir"? Ich bin es jedenfalls nicht und mein Umfeld kann ebenfalls nicht gemeint sein. Und wenn ich mir die Foren beispielsweise bei SpOn durchlese, dann fallen mir die zahlreichen Wortmeldungen auf, deren Autoren alles andere wollen als zur Tagesordnung über zu gehen.
Ganz im Gegenteil: Viele Menschen, mich eingeschlossen, wollen Konsequenzen sehen. Vor allem Konsequenzen vor der eigenen Haustüre. Unsere Gesellschaft, unser Staat, müssen reagieren. Reagieren auf diejenigen, die hier prollend ihre Freiheit zelebrieren, indem sie Fahnen schwenkend mit hupenden Autokorsos den Erdogan-"Sieg" bejubeln, derweil sie ihre Landsleute kalt lächelnd in den glaubensgeifernden Polizeistaat stoßen.
Erstens!
Zweitens ist allerorten zu hören, dass die Bundesregierung schon viel zu lange viel zu leise-treterisch dem Herrn Präsidenten Erdogan gegenüber auftritt. Bei aller Besonnenheit: Für die Spaltung, die dieser Herr in unser Land getragen hat, muss er zahlen. Und zwar so, dass wir alle es hören und sehen können. Ohne diplomatische Versteckspielchen, ohne das Sagen durch die - ohnehin verwelkte - Blume.
Jede Abschaffung demokratischer Rechte und Institutionen muss lauthals angeprangert, jede Geiselhaft à la Deniz Yüksel muss international zum Thema werden.
Von wegen "Tagesordnung".

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Nobody X 20.04.2017, 21:56
63. Der Autor sieht das völlig richtig

Weltfremdheit und Duckmäusertum sind seit Jahrzehnten das Markenzeichen deutscher Politik - nicht nur hinsichtlich des Umgangs mit Erdogan.

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pluuto 20.04.2017, 21:57
64. bravo

Endlich mal jemand, der die Sache beim Namen nennt. Die unterwürfige Haltung unserer Gutmenschenpolitiker und Erdoganversteher ja ist kaum mehr auszuhalten.

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ManeGarrincha 20.04.2017, 21:58
65. Leider alles wahr.

So gerne man die Sache anders sehen mag, allein das wäre eine Illusion. Putin und Erdogan, die beide in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, sind auf dem Konfliktbewältigungsniveau von Schulhofschlägern stehengeblieben. Argumente oder höhere Ideale erreichen sie nicht.

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wikö 20.04.2017, 21:59
66. Herr Richter nimmt mir

aus dem Mund was ich schon seit längerem denke.
man muß sich für unsere deutsche Politik gegenüber der Türkei, wirklich schämen.

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p-schrader 20.04.2017, 22:00
67. Es ist eine Schande

Früher wurde man gefragt ob man stolz darauf ist ein Deutscher zu sein. Wenn man heute gefragt wird kann man nur antworten, dass man sich schämt ein Deutscher zu sein. Eine andere Antwort lässt das Verhalten der deutschen Politiker nicht zu.

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kosamm 20.04.2017, 22:01
68. D'accord

Danke Herr Gõtz - Richter für ihren wunderbaren Artikel. Sie sprechen mir aus der Seele. Ich habe schon lange gesagt, dass wir eine wischi - waschi und appeasement Regierung haben. Die Aussitzerrei von Fr. Merkel widert mich und viele in meinem Umfeld an. Wann wird diesem Despoten vom Bosporus endlich mal klare Kante gezeigt??!!

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greyzone 20.04.2017, 22:01
69. Sehr gut verfasster Artikel !

Schon im Hinblick auf die deutsche Geschichte dürfen wir die türkische Fassung des Ermächtigungsgesetzes nicht gutheißen und mit dem Despoten aus der Türkei weiter über einen Beitritt verhandeln. Die potentielle Einführung der Todesstrafe und die weiterhin praktizierte Anwendung von Folter in Gefängnissen und Unterdrückung Oppositioneller sollten dann die letzten Sargnägel für den Abbruch der Beitrittsgespräche sein.

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