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Nach dem TV-Duell: Überall nur Sieger
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Das TV-Duell ist vorbei, der Kampf um die Deutungshoheit läuft. Die SPD sieht Steinbrück im Aufwind, die Union gibt sich gelassen. So viel Wunschdenken bei den Sozialdemokraten im Spiel sein mag - zu sicher sollte sich Angela Merkel ihrer Sache nicht sein.

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robbstark2 02.09.2013, 11:16
40.

Zitat von volker sp.
Die Sendung hat mir persönlich wieder einmal gezeigt, wie das Wahlvolk eingeschätzt wird. Das wichtigste Zukunftsthema (Euro) wird in allen Medien weitgehend kleingeschwiegen. Die Rolle der Steuerzahler bei den Rettungsaktionen der Banken und die bereits jetzt schon bestehenden Verpflichtungen werden bewusst bei Diskussionen ausgeklammert. Das böse Erwachen kommt bei vielen erst nach der Wahl.
Das die Politiker nicht von selbst auf die Eurokatastrophe eingehen die sie selbst angerichtet haben, leuchtet ja noch irgendwie ein. Um so wichtiger wäre die Aufgabe der Medien hier kritisch nachzufragen. Aber leider: Fehlanzeige. Stattdessen Hofberichterstattung.

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ostborn 02.09.2013, 11:16
41. Affentheater !

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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archivdoktor 02.09.2013, 11:17
42. Immer nur Geld....

Zitat von Rudolf_56
Es ging wie fast immer nur um´s Geld. Echte Politik: Fehlanzeige. Der Wahlmichel denkt nur an´s Geld. Da liegt der Hase im Pfeffer, leider.
Den Eindruck habe ich auch. Hätte gerne ein paar konkrete Fragen über die Immigration gehört, wie geht es weiter, ist ein Einwanderungsgesetz vorgesehen, wie stehen die Parteien dazu - leider wurde diese Thema total ignoriert. Warum wohl?

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Shaft13 02.09.2013, 11:18
43.

Zitat von fatg
Also eines sollte man vielleicht doch noch betonen, die ARD sah ja Steinbrück nicht nur insgesamt vorne, sondern es gab noch ein viel wichtigeres Umfrageergebnis. Vor dem TV-Duell hätten 54% Frau Merkel und nur 28% Herrn Steinbrück direkt gewählt. Nach dem Dueall hätten nur noch 48% Frau Merkel und dann 45% Herrn Steinbrück direkt gewählt! Diese Zahlen sind in meinen Augen sensationell! Gerade vor dem Hintergrund, dass dieses ewige "der Steinbrück ist mir halt unsympathisch..." wenig sachlich und medial auch gerne ausgenutzt wurde. Der Mann hat gestern einen grandiosen Image-Gewinn hingelegt!
Dann warten sie mal die Zahlen in 7 Tagen ab. Dann sind die wieder so wie zuvor.

Direkt nach so einer Show sind die Umfragen alle komplett unaussagekräftig.

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Fricklerzzz 02.09.2013, 11:18
44. Alles immer nur Sieger

Zitat von sysop
Das TV-Duell ist vorbei, der Kampf um die Deutungshoheit läuft. Die SPD sieht Steinbrück im Aufwind, die Union gibt sich gelassen. So viel Wunschdenken bei den Sozialdemokraten im Spiel sein mag - zu sicher sollte sich Angela Merkel ihrer Sache nicht sein.
Und wenn bei der Wahl die Wahlbeteiligung nur 30 % Wäre, selbst dann würden sie sich mächtig auf die Schultern klopfen.

Bei diesem Worthülsengeschafel jemanden als Sieger oder Verlierer hinzustellen, erinnert mich an Bear Grylls den Überlebenskünstler. Findet der 'n Haufen Bärendreck sucht er sich auch gleich mal die besten Stücke raus und deklariert sie als lecker.


Fricklerzzz

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wahlberechtigter 02.09.2013, 11:19
45. Steinbrück hat seine Chance nicht genutzt.

Zitat von shardan
Der einzige, den man als Gewinner bezeichnen Könnte, war Stefan Raab - der moderierte als Außenseiter weit besser als seine erfahrenen - wohl eher abgenutzten und weichgespülten - Kollegen der anderen Sender. Ansonsten zwei Politclowns, die sich ein Unentschieden in Sachen Langeweile geliefert haben. Und 80 Millionen verlierer - die Bundesbürger.
Steinbrück hat seine Chance nicht genutzt.
Agenda 2010 und soziale Gerechtigkeit:
Steinbrück ist nicht wirklich glaubwürdig, weil er das Programm von Schröder verteidigt und der Gasmann sein Vorbild ist. Sein Wahlkämpfer in Bayern, Kandidat Ude, hat sich als Lohndrücker – OB hervorgetan. Dazu hätte ich gerne etwas gehört.
Europa:
Steinbrück hat es versäumt zu sagen, dass er seine Zustimmung für weitere Euro- Rettungsprogramme nur dann gibt, wenn den griechischen Steuerkriminellen endlich das Handwerk gelegt wird. Die SPD bleibt also Schutzengel der Steuerhinterzieher.
Steinbrück hat nichts dazu gesagt, dass er von Merkel bei der Transaktionssteuer über den Tisch gezogen wurde und wie er dies künftig vermeiden will.
Steinbrück hat die Merkel-Vorlage „Keine Transfers nach Griechenland, solange ich lebe“ nicht genutzt.
Rente:
Steinbrück war auf die Beamtenpensionen nicht vorbereitet, sonst hätte er es bekanntgeben müssen, dass die Pensionen durchschnittlich doppelt so hoch sind als die Durchschnittsrenten.
Vermutlich sind die Renten in Griechenland ebenfalls höher als in Deutschland.
Hat Steinbrück ebenfalls einen Raubzug durch die Sozialsysteme vor? Warum hat er den von Merkel angekündigten Griff in die Rentenkasse (Mütterrente) nicht angeprangert?
Kein Selbständiger, Arzt, Anwalt, Beamter, usw. zahlt für die Fruchtbarkeitsprämie. Nur die Sozialversicherungspflichtigen und die Arbeitgeber (Arbeitgeberanteil) sind die Gelackmeierten.
Koalitionen:
Steinbrück hat sich selbst kastriert, indem er Koalitionen ausschloss, es bleibt die Opposition oder die Wahl-Lüge. Den GRÜNEN kann man nur raten die SPD im Koalitionsgetümmel nach der Wahl zu überholen und „schwarz-grün“ zu realisieren.
Steuer:
Warum nannte Steinbrück nicht, wie früher geschehen, den Umsatz (350 Milliarden) der Schwarzarbeitgeber? Wenn alle ihre Steuer bezahlen, kann der Steuersatz gesenkt werden.
Kein Wort zum SOLI. Wurden wir bei der Einführung dieser Steuer angelogen?
Mimik:
Steinbrück kann nichts dafür, doch er bringt keine Sympathie rüber. Das Lächeln erscheint gekünstelt und die Mundwinkel zeigen weiter nach unten als bei der Merkel.
Hätte, hätte eine kosmetische Operation geholfen?
Steinmeier, Gabriel, Steinbrück alle sind falsche, unvermittelbare Kandidaten. Die SPD hat wenig dazugelernt.
Vielleicht kann eine jüngere Generation die verbrauchten Figuren ablösen und mit einem modernen Programm wieder auf die Beine kommen.

Fazit:
Steinbrück hat keine wegweisenden, zündenden neuen Ideen um einen Wechsel herbeizuführen.
Was möglich wäre, traut er sich nicht.
Wählbar sind weder Merkel noch Steinbrück.
Warum werden die anderen, im Bundestag vertretenen Parteien von solchen Veranstaltungen ausgeschlossen?

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robbstark2 02.09.2013, 11:19
46.

Zitat von innosent
Da hilft wohl nur eine direkte Demokratie, eingeführt über eine Partei, die nur ein Ziel kennt, das System der direkten Demokratie zu installieren.
Tja, die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht wie Richard v. Weizäcker das vor vielen Jahren schon ausgedrückt hat. Welches Interesse sollten die Parteien haben auch nur ein Zipfelchen von ihrer Beute wieder an den angeblichen Souveren zurück zu geben?

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robbstark2 02.09.2013, 11:20
47.

Zitat von Matze38
zu einem Duell gehören wirkliche alternativen. deswegen hätte man andere Parteien mit einladen sollen.
Die hätte man dann aber außerhalb des Bundestages suchen müssen.

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klugscheißer2011 02.09.2013, 11:21
48. Blödsinn

Zitat von Dosenpirat
Alle sprechen von Siegern. Für mich heisst der Verlierer Demokratie. So ist also unser marodes System schon runtergekommen. Keine Diskussionen um die Sache, nur Auftritte von 2 Kandidaten möglichst keinen Fehler zu machen. Wo ist die Diskussionfreude in den Parteien. Wird die dort nicht mehr gedultet? Der Verlierer ist die Demokratie!
Die Debatte findet doch trotzdem statt, in den Ausschüssen, im Bundestag, im Bundesrat, in den Landtagen, in zahlreichen Foren und auf der Straße. Das Duell haben die Wähler sozusagen als Extra obendrauf. Es schadet der Demokratie nicht, es bereichert sie.
Soweit meine theoretische Argumentation.
Die Umsetzung allerdings fand ich auch nicht so toll.
Zuvor hieß es, die Moderatoren würden auf die Redezeit achten und einschreiten, wenn einer länger redet als der andere.
Am Ende hatte Merkel gut vier Minuten länger geredet - aber damit trotzdem nichts gesagt - mit Ausnahme der Maut-Abfuhr an Seehofer.
(was innerhalb der Koalition noch für Krach sorgen dürfte).
Steinbrücks Antworten waren offensichtlich inhaltsreicher, konkreter und kürzer. Der Mann redet nicht lange um den heißen Brei herum. Aber die Moderatoren waren ziemlich fade. Raab gab zwar den frechen coolen Sprecher der Jungwähler, war aber auch nicht souverän, stotterte und redete den Kandidaten andauernd ins Wort.
Maibritt Illner ist sowieso immer die Schlaueste und kommt überheblich daher. Das legt sie nicht mal ab, wenn sie mit der Kanzlerin spricht. Klöppel war ein Totalausfall. Hat der überhaupt mal was gesagt oder nachgehakt? Und Anne Will hat ständig unsouverän herumgegrinst.
Nee, mit solchen Moderatoren kann man es nicht machen. Da hätte man ja gleich Oliver Welke, Kalle Pohl, Oliver Schubert und Bastian Pastewka die Moderation überlassen können.
Das wäre dann wenigstens lustig gewesen.

Dennoch: der Demokratie hat das Duell nicht geschadet.

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fidelc. 02.09.2013, 11:22
49. Danke für

die billige CDU Propagandaveranstaltung, bezahlt aus Gebühren der Zuschauer.

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