Forum: Politik
Nach den Anschlägen von Paris: Amerikas neue Antwort auf den Terror
AP

Krieg - das war nach 9/11 die Antwort der USA auf islamistischen Terrorismus. In die gleiche Falle wollen die Amerikaner nach den Anschlägen von Paris nicht wieder tappen. Sie setzen auf volle Kontrolle im Internet.

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rloose 13.01.2015, 11:23
1.

Warum auch in die gleiche Falle nochmal tappen, wenn es noch genügend andere gibt. Lernfähig sind sie ja, die Amerikaner. Es brauchte ja nur 5 Versuche und zig Billionen Dollar.

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lupenreinerdemokrat 13.01.2015, 11:24
2. Operative Hektik....

..... ersetzt geistige Windstille.

Wobei man hier natürlich nicht von geistiger Windstille sprechen muss, sondern von opportunistischem Kalkül.

Die totale Überwachung des Internet - also sozusagen der totale Krieg gegen die Freiheit des Internet - steht ja schon seit einigen Jahren auf der Agenda der Mächtigen. Es soll verhindert werden, dass ohne Zensur so allerhand über die Machenschaften und kriminellen Tätigkeiten der "Demokratieverteidiger" ans Licht kommen kann.
Ebenso gilt es, die Bürger lückenlos zu überwachen, denn soziale Einschnitte, um die Profite der Mächtigen zu sichern, werden in Zukunft erst so richtig los gehen und das riecht verdächtig nach potentieller Revolution.

Hierfür ist der Anlass eines islamistischen Terroranschlags, der natürlich nicht in geringster Weise durch Internetüberwachung verhindert werden konnte und auch nicht verhindert werden wird, gerade recht, um die Agenda umzusetzen.
Die Datenschützer haben einen schlechteren Stand als vor dem Attentat, diese vorübergehende Schwächung ihrer Position gilt es zügigst auszunutzen und in Taten umzusetzen.

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rloose 13.01.2015, 11:33
3.

Zitat von lupenreinerdemokrat
Hierfür ist der Anlass eines islamistischen Terroranschlags, der natürlich nicht in geringster Weise durch Internetüberwachung verhindert werden konnte und auch nicht verhindert werden wird, gerade recht, um die Agenda umzusetzen. Die Datenschützer haben einen schlechteren Stand als vor dem Attentat, diese vorübergehende Schwächung ihrer Position gilt es zügigst auszunutzen und in Taten umzusetzen.
Sie haben es erkannt. Das Prinzip ist hier aber genau dasselbe. Nach jedem Terroranschlag wird erstmal über Gesetzesverschärfungen nachgedacht. Deshalb mein Vorschlag: Warum nicht gleich Haussarrest für alle. Denn solange noch Menschen frei herumlaufen können, wird es immer Terroranschläge geben. Das Internet kann man ja zur Sicherheit trotzdem noch vollständig überwachen...

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bertram260e 13.01.2015, 11:39
4. Sehr unprofessionell

Dass sich Streitkräfte überhaupt auf öffentlichen sozialen Netzwerken tummeln, finde ich schon lustig - und etwas beunruhigend. Natürlich werden die gehackt - für ernste Anwendungen sind diese Systeme nie gebaut worden. Das kommt davon wenn Kolonialwarenhändler und Powerpointfolienschieber das Sagen haben.

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monolithos 13.01.2015, 11:40
5. Kommunikation von Menschen älter als das Internet

Ob die "volle Kontrolle" im Internet die richtige Antwort auf den Terror ist, sei mal dahingestellt (zumal die eh schon realisiert ist und die Anschläge nicht verhindern konnte). Auch unter Islamisten wird sich vielleicht noch irgendjemand daran erinnern, wie es funktioniert hat, dass Menschen miteinander kommunizierten, als es das Internet noch nicht gab. Die Generation Smartphone wird überraschen, dass dies tatsächlich mal möglich war. Der Kampf gegen den Terror muss mal wieder als Vorwand herhalten für eine Bespitzelung der Bevölkerung, die selbst die Stasi so nicht auf die Beine stellen konnte. Als Realsatire amüsant finde ich, dass ausgerechnet Mrs. "Fuck the EU" Victoria Nuland bei einem SCHWEIGEmarsch mitmacht.

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patecore 13.01.2015, 11:41
6. wenn ich Terrorist wäre

Also wenn ich Terrorist wäre, ich würde das Internet schon lange nichtmehr benutzen. Diese Menschen sind doch auch nicht blöd, Ich gehe jede Wette ein, dass die führenden Terrororganisationen schon lange striktes Internetverbot für ihre Mitglieder verhängt haben.

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Sieh 13.01.2015, 11:41
7. Na das

ist ja ein unglaublich glücklicher Zufall. Diese Woche geht es um Cyber-Sicherheit und mir nix dir nix wird der Twitter einer US-Institution gehackt. Ein Schelm wer böses denkt.

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hermann_huber 13.01.2015, 11:42
8. Recht so

Law & Order erscheint mir sinnvoller als die Warnungen unseres Herrn de Misere oder die Beschwichtigungen unseres Justizministers das alles ausreichend sei hier in Deutschland.

Kapputtgesparte und vom Gesetzgeber behinderte Sicherheitsbehörden machen Deutschland naiv und machtlos gegen die terroristischen Bedrohungen.

Wir werden sehen was passiert im Falle des Falles. 80.000 Polizisten und Spezialisten (die den Namen verdienen) werden wir hier kurzfristig nicht sehen. Ermittlungsergebnisse binnen einiger Tagen auch nicht.
dafür Juristen in Führungspositionen :(

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ky3 13.01.2015, 11:44
9. US-Fehler Nr. 2

Nach dem 11. November fiel die Reaktion der USA für europäische Betrachter geradezu hysterisch aus.

Vielen war klar wohin der voreilige Rachefeldzug auf Afghanistan und Irak führen würde:
zu noch mehr Terrorismus
noch mehr Bürgerkrieg
noch mehr zivilen Opfern.

Die Folter- und "Sicherheits"-Gesetze in den USA schadetem dem Land, innen wie aussen.
Die Glaubwürdigkeit ist dahin.

Die Reden auf der Berliner Anti-Irak-Krieg-Demo prophezeiten damals genau die Misere in der die Welt nun steckt.

Nun begehen die USA wieder einen grossen Fehler;
vermeintliche Sicherheit durch Kontrolle und Überwachung zu erlangen wird in noch mehr Hass und Misstrauen gegen die USA enden.

Je mehr "Intelligence" auf einer US-Behörde drauf steht desto mehr Irrsinn steckt drin.

Die Frage für die USA wäre vielmehr, wie baut man Vertrauen auf, wie erlangt man Freunde, wie baut man Wut ab, die die Welt auf die USA bekam.

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