Forum: Politik
Nach der nuklearen Katastrophe von Japan: Was wird aus der Atomenergie?

Die durch die das schwere Erdbeben verursachten Atomunfälle in Japan rücken die Sicherheitsfrage auch in Deutschland wieder in den Fokus der Debatte: Wie katastrophensicher sind Atomkraftwerke? Müssen wir die Debatte um die Atomkraft wieder neu aufnehmen?

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JayMAF 13.04.2011, 15:25
13020. So ist das Leben.

Zitat von Franz-von-Barmbek
Besser wäre, gleich nach F oder CZ. Es gibt keine Angst der Betriebe vor Windstrom, sondern vor windigen Strom mit Stromlücken und zu hohen Energiekosten. Aber das Netz ist mit EE sicher, so sicher wie die Erde eine Hohlkugel ist.
So ist das Leben.
Das Netz mit Atomkraft ist sicher - todsicher.

Da tickert doch die WELT
Zitat von
13.52 Uhr: Die Evakuierungszone rund um den Unglücksreaktor Fukushima könnte aus Sicht des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan für die nächsten 20 Jahre unbewohnbar bleiben. Kenichi Matsumoto, Sonderberater der Regierung, sagte dies nach Informationen der Nachrichtenagentur Jiji Press am Mittwoch in Tokio. Matsumoto habe Kan daraufhin vorgeschlagen, eine umweltfreundliche Stadt für bis zu 100.000 Evakuierte im Inland der Präfektur Fukushima im Nordosten Japans zu bauen.
Meint der jetzt die 20km-Zone oder die 30km-Zone ?
Sie können für D auf dieser hübschen ZEIT-Seite schon mal spielen:
http://opendata.zeit.de/atomreaktoren/#/de/

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discurso 13.04.2011, 15:26
13021. Fukushima City (300 000 Einw) liegt 65 km entfernt vom AKW und ist eine Geisterstadt

Zitat von .hermelin
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Außerhalb der 20- bzw. 30-km-Zone in 65 km Entfernung vom AKW verlassen die meisten Menschen eine Großstadt.
http://www.bild.de/video/clip/fukush...5386.bild.html

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JayMAF 13.04.2011, 15:28
13022. Die armen Kinder

Zitat von Franz-von-Barmbek
Geben Sie es auf, das blickt Oriam nie. Damit müssen wir leben, sogar Physikerinnen, daß die meisten Deutschen aufgrund einer soften Bildung lieber sonstwas lernen, als sich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. In der FAZ stand am Sonnabend, daß 75% der Ingenieurstudenten Eltern haben, die keinen akademischen Abschluß haben.
Die armen Kinder von KTzG und womöglich auch Koch-Mehrin.
Was werden die bloß gemobbt werden. Und das nur wegen ihrer Eltern.

Aber seit wann machen sich Atom-Komiker Gedanken um Kinder. Ist doch sonst nicht deren Art.

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Robert Rostock 13.04.2011, 15:30
13023.

Zitat von Reziprozität
... Die Schweiz hat tatsaechlich weniger WKA herumstehen als BaWü, es gibt zuwenig Gegenden (Ausnahme Jura-Nordbogen) in denen WKA nennenswerte Ertraege einbringen koennten. Zudem ist das Schweizervolk sehr naturverbunden und gibt zu verstehen (wie man an den zahlreichen Einsprachen gegen neue WKA sehen kann), dass es den Landschaftsverbrauch und die Naturverschandelung durch WKA mehrheitlich nicht hinnehmen wird.
Wobei mir letztes Jahr ein ziemlich krasses Beispiel aufgefallen ist:
Wenn man mit der Bahn die Gotthard-Nordrampe hochfährt, nach der berühmten dreimaligen Vorbeifahrt an dem Kirchlein von Wassen dann in Göschenen, kurz vor der Einfahrt in das Schwarze Loch steil nach oben guckt, dann sieht man gaanz oben auf dem Berg: 3 Windmühlen!

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JayMAF 13.04.2011, 15:33
13024. Dann haben wir

Zitat von Rockker
.. Ich bin sowieso der Meinung, das habe hier schon mal gesagt; Auf dem technischen Stand des Jahres 2011 leben, mit den riesigen Bedürfnissen der 6 Milliarden Menschen, die stets noch mehr wachsen werden (die Zahl der Menschen und deren Bedürfnisse auch), aber dabei die Umwelt aus dem Jahre 1611., oder 1711,. sich zurückholen wollen, ist einfach eine schöne Utopie und völlig an der Realität vorbei. Ist nicht möglich.
Dann haben wir offenbar doch kein Nachwuchs-Problem.
OK, ist schon ein paar Jährchen her, daß ich zur Schule ging. Aber die Zeitungen schreiben auch dauernd, daß D nur 80 Mio Einwohner hat.
Wie kommen Sie auf 6 Mrd ?

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Reziprozität 13.04.2011, 15:33
13025.

Zitat von twix-m&m
Das glaube ich ihnen nicht. Denn sie sind ungenau mit ihren Daten und Berechnungen.
Der Bug in Excel waere mir neu. Ich vergleiche Daten derselben Datenbasis von vor und nach einem Zeitpunkt miteinander, mit all den mitgeschleppten (Mess-)Fehlern. Wo ist das Problem?
Zitat von twix-m&m
Hört, Hört. Wieso wohl? Gack,Gack!
Prinzipien. Ich gebe zu, es ist vielleicht etwas altmodisch heutzutage, aber ich habe eben meine Prinzipien. ;-o


Zitat von twix-m&m
Sie verwechseln Bruttostromerzeugung mit Nettostromerzeugung. Den gleichen Fehler hat Petra auch gemacht. Sprecht ihr euch ab?
Nochmal, siehe oben: Ich vergleiche Gleiches mit Gleichem, vor und nach einem bestimmten Zeitpunkt. Und sehe da einen ganz klaren Trend.


Zitat von twix-m&m
Sie haben überhaupt nicht verstanden was ich meine. An Sonntagen ist das Gut Strom nicht knapp, da viel weniger verbraucht wird. Wieso wird aber derzeit auch an Sonntagen Strom importiert? Die Absicht der Stromkonzerne tritt hier klar zu Tage.
Das war auch schon vor dem 17.03. der Fall selbst wenn das Tagesmittel einen Exportueberschuss auswies. Die Absicht der Stromkonzerne ist es mit ihrem Geschaeft einen Gewinn zu erwirtschaften. Herrje, es herrscht Kapitalismus, da ist das Profitstreben von Produzenten als systemisch vorauszusetzen.



Zitat von twix-m&m
Ich habe ihren Link gelesen. Also beschäftigen wir uns mit aus ihrer Sicht kleinen Zahlen. Die 120 GW, die pro Tag fehlen sollen, machen im Jahr 43,8 Twh. Bei einer geschätzten Nettostromerzeugung von 586 Twh (genaue Zahlen für 2010 habe ich noch nicht) sind das 7,47%. Mit 150GW (Grafenrheinfeld)9,34%. Alles nicht so hoch wie sie gedacht haben, oder?
Och, das passt schon so. Ist im Bereich dessen was ich jetzt erwartet haette. Schliesslich sind ja etliche Grundlastkraftwerke mit "angezogener Handbremse" unterwegs gewesen, die sind jetzt besser ausgelastet. Nein, spannend wird es doch ab naechsten Monat wenn weitere 8GW deutscher Erzeugerleistung in die Revision gehen.

Zitat von twix-m&m
Hier ein paar Links zum weiterforschen:
Merci!


Zitat von twix-m&m
Ich weiss nicht, ob wir dasselbe meinen. Ich habe klargemacht, das Frankreich bis 2020 eine Versorgungslücke(geplante Abschaltungen)bekommt. Um ihren momentanen Strommix(über 80% Atomstrom)zu behalten, müssten sie bis spätestens 2013 5 neue EPRs (Reaktortyp) im Bau haben(eins im Bau).
Ein modernes Gaskraftwerk kann heutzutage in weniger als 2 Jahren hochgezogen werden, sofern man die notwendigen Genehmigungen (und Bezugsvertraege fuer das Gas) hat. Die Franzosen werden wissen, wann sie wie zu reagieren haben.

Zitat von twix-m&m
Gruss an die Stromfront(falls es stimmt)
TmL, nixx da Stromfront. ;)

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Martin Osterloh 13.04.2011, 15:36
13026.

Zitat von tempus fugit
Weiter gilt: Wegen EE ist bisher nirgends der Strom ausgefallen.
Ja, wer nichts macht, macht auch nichts falsch. Das gilt auch für die EE.

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Reziprozität 13.04.2011, 15:42
13027.

Zitat von JayMAF
Ich will Ihnen keine WKA aufschwätzen - Gott bewahre. Wir haben hier an der Nordsee-Küste (hinter'm Deich) sowieso die 'besseren Karten'.
Das stimmt vollkommen.

Zitat von JayMAF
Aber die zehn energieintensivsten Unternehmen gönne ich Ihnen schon. Ob allerdings beim Rechnen mit spitzem Griffel Ihren Heilslehren so ganz glauben würden, da habe ich leichte Zweifel.
Es war ja auch eher scherzhaft gemeint. Auch hierzulande geht man auf eine "Stromluecke" zu, nicht nur in Frankreich

Zitat von JayMAF
Und dann noch - o Graus ! Das geht schon mal garnicht !
Das Prinzip vorwiegend hochpreisige Qualitaetsware zu exportieren wird dadurch nur marginal tangiert. Immerhin ist der Schweizer Franken im letzten Jahr gegenueber dem Euro um ca. 20% aufgewertet worden. Da ist ein Stagnieren der Gewinne doch kein schlechtes Ergebnis.

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Reziprozität 13.04.2011, 15:44
13028.

Zitat von Robert Rostock
Wobei mir letztes Jahr ein ziemlich krasses Beispiel aufgefallen ist: Wenn man mit der Bahn die Gotthard-Nordrampe hochfährt, nach der berühmten dreimaligen Vorbeifahrt an dem Kirchlein von Wassen dann in Göschenen, kurz vor der Einfahrt in das Schwarze Loch steil nach oben guckt, dann sieht man gaanz oben auf dem Berg: 3 Windmühlen!
Ist mir noch gar nicht aufgefallen. lol

(Merci fuer den Tipp!)

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h.brentano 13.04.2011, 15:55
13029. Zur Erheiterung

Zitat von Reziprozität
Sicher. Was ist mit dem zusaetzlichen CO2-Eintrag? Den fossilen und biogenen Brennstoffen? Jetzt musste ich doch wirklich herzlich lachen. Umsonst ist es also auch noch. ;-o
Wenn ich zu weiterer Erheiterung ihrerseits beitragen kann, bittesehr.

Ich sehe das so, wenn man z.B. für ein Wohnhaus mit 30 Einheiten statt des veralteten Brenners in der Heizanlage einen modernen 3 Zylinder - Verbrennungsmotor mit gleichbleibender Drehzahl laufen lässt, so ist der Verbrauch im Vergleich etwa ein Drittel geringer. Zusätzlich zur Warmwasserherstellung wird ein Generator betrieben, der Strom einspeist und damit den Wirkungsgrad der Anlage erhöht. Der eingespeiste Strom wird vergütet, das kann zur Tilgung der Neuanlage verwendet werden und die Heiz/Brauchwasserkosten für die Wohnanlage verringern sich. Der bisher in dieser Wohnanlage angeforderte Strom wurde von einem Kraftwerk erzeugt, das widerum Öl, Gas, Kohle oder Uran zur Erzeugung verwendet hat, was nun entfällt. Zudem kann man die Stromversorgung während der Produktion auf den aktuellen Bedarf dort einspeisen, das widerum braucht nicht mal ein Stromnetz der Verteilerklasse.

Ein Drittel weniger Brennstoffe für das Haus, weniger Brennstoffe durch EVU, gleich weniger CO2, logisch oder? Nun kann man solche Anlagen für alle Häuser konzipieren, das Einfamilienhaus mit einem kleinen Einzylinder, die Werkshalle eines Großbetriebs vielleicht mit einem Busmotor.

Ja, der Strom wäre Zusatzprodukt und somit gratis.

Der Haken an der Sache ist, dass die EVU nun nicht mehr die Marktmacht erreichen wie sie das heute haben und so wird die Merkel - Regierung vermutlich auch keine Hilfe zur Evaluation sein.

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