Forum: Politik
Nach der nuklearen Katastrophe von Japan: Was wird aus der Atomenergie?

Die durch die das schwere Erdbeben verursachten Atomunfälle in Japan rücken die Sicherheitsfrage auch in Deutschland wieder in den Fokus der Debatte: Wie katastrophensicher sind Atomkraftwerke? Müssen wir die Debatte um die Atomkraft wieder neu aufnehmen?

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incrediblehans 14.03.2011, 17:42
2300.

Zitat von tao chatai
Nur der Pebble Bed ist Katastrophensicher,die GRUENEN die diese Entwicklung in Deutschland sabottierten sollten bestraft werden.Gebe es den Pebble Bed haetten fast alle Laender mittlerweile umgeruestet und Deutschland waere um einen Exportschlager reicher "The technology was first developed in Germany[1] but political and economic decisions were made to abandon the technology."
Katastrophensicher alleine reicht aber nicht, vielleicht sollte man auch den deutschen Part dieses Artikels lesen, dann stellt sich die Situation schon wieder anders da.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochtemperaturreaktor
1.) eine Wiederaufarbeitung der gebrauchten HTR-Brennelemente ist sehr kostspielig
2.)Jedoch hat sich das Konzept bis heute (2009) wegen verschiedener Schwierigkeiten und Pannen im praktischen Betrieb nicht durchgesetzt.

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masch 14.03.2011, 17:42
2301. Die Atomkraft...

Zitat von sysop
Die durch die das schwere Erdbeben verursachten Atomunfälle in Japan rücken die Sicherheitsfrage auch in Deutschland wieder in den Fokus der Debatte: Wie katastrophensicher sind Atomkraftwerke? Müssen wir die Debatte um die Atomkraft wieder neu aufnehmen?
...ist menschenfeindlich in ihren katastrophalen Auswirkungen, wenn es "mal" einen Störfall gibt. Das Risiko für die Menschen ist einfach zu groß, wenn "mal" was in einem Atomkraftwerk passiert. Deshalb ist es nach meinem normalen Menschenverstand völlig klar, dass wir aus der Atomenergie schnellstens/sofort aussteigen müssen! Wenn es zu spät ist, ist es für uns zu spät, siehe Japan.

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burghard42 14.03.2011, 17:43
2302.

Zitat von Berg
Ihre "Vorstellung" ist irrelevant. Fakt dagegen ist: bei uns nahe Dresden lief von 1956 bis 1991 ein "supermoderner" Kernreaktor. Keine Proteste gab es dagegen, keine Demos dagegen. Witzigerweise gab es Proteste erst dann, als die Brennstäbe abtransportiert wurden.
Berg,
etwas vergeßlich scheinen Sie aber doch zu sein.
Im Tal der "Ahnungslosen" ,selbst wenn man am Berg wohnen
sollte,war halt manches anders...............-;O
Ich kann mich sehr gut an flächendeckende Überwachung
und Beeinflussung erinnern.
Allerdings,
wenn ich in Rossendorf zu tun hatte (als Techniker)
hatte ich nie (!) ein ungutes oder ängstliches Gefühl .

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Monturiol 14.03.2011, 17:43
2303. Oh, ein Missverständnis - pardon!

Zitat von L.Dombrowski
Sorry, aber da muss ich widersprechen. Trittin hat den Atomausstieg überhaupt erst ausgehandelt. Allerdings musste und vermtlich wollte er dabei auch einen Konsens erreichen, beschlossen von SPD und den Grünen. Schröder und Trittin waren seinerzeit sicherlich nicht die besten Freunde. Aber alles andere wäre.....
Zur Klarstellung: Es geht mir bei meiner Analyse von Trittins, Gabriels und Röttgens Verhalten nicht um die Umsetzung der jeweilig verabschiedeten Koalitionsverträge, sondern um die Abwehr von Gefahr im Verzug!
Wenn ein amtierender Umweltminister (egal welcher) davon Kenntnis erlangt, dass ein Kraftwerk eine akute Bedrohung der öffentlichen Sicherheit darstellt, dann kann und muss er die sofortige Stilllegung anordnen - es geht in solch einer Situation nicht um nen "geordneten Ausstieg" (wie es im AtG genannt wird), sondern um eine Notabschaltung.
Wir hören jetzt immerfort, dass die Situation in Deutschland von der in Japan nicht wirklich verschieden sei und ein Störfall "Fukushima-Style" (ob es auch ein UNfall gemäß StrlSchV ist, kann ich nicht beurteilen, ich würde es aber stark vermuten) ebensogut hier hätte geschehen können - durch Tsunamis von der Nordsee, ein Beben im Rheingraben oder welche Unbillen man sich noch ausdenken kann. Falls dem so ist, hätte der amtierende Minister sofort handeln müssen - nicht, weil womöglich ein Ausstieg auf seiner Agenda steht, sondern weil sein Eid ihn dazu verpflichtet, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden.
Selbst Ausstiegsverfechter müssen zugestehen, dass dergleichen unterblieben ist - außer in Mülheim-Kärlich, und das war noch vor Rot-Grün. Ich ziehe aus dem Verhalten der nacheinander amtierenden Umweltminister (dem Ausbleiben des NOT-AUS für alle anderen KKWs) den Schluss, dass ihnen während ihrer Amtszeit keine Informationen hinsichtlich der Sicherheitslage vorlagen, die einen solchen Schritt gerechtfertigt oder gar erzwungen hätten.
Natürlich: Röttgen wird man reflektorisch unterstellen, er sei nur ein gedungener Büttel der Atomlobby, aber spätestens Trittin ist in dieser Hinsicht unverdächtig: Hätte es einen Anlass gegeben, auch nur EIN weiteres Kraftwerk wegen akuter Gefährdung der Bevölkerung vom Netz zu nehmen - ich bin sicher, er hätte nicht gezögert.
Daher meine Frage: Was haben all diese Minister inklusive Trittin (sowie ihre Experten vom BMU, welche z.B. im Nachgang von 9/11 die Sicherheitslage erneut überprüften) übersehen, als sie die hiesigen Reaktoren ohne sicherheitstechnische Bedenken weiterlaufen ließen?

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ewsz 14.03.2011, 17:43
2304.

Zitat von discuss
Das stimmt einfach nicht. Einfach rgelbar ist schlicht nicht richtig und 1 Mrd. Euro pro Jahr, ist die Uterkante der Varianten, die betrachtet wurden. Durch die bestehenden Netzentgelte ist das nicht abgedeckt. Auch das steht in der Studie. Denken sie bitte auch an die Anreizregulierung und die Folgen für Netzbetreiber, die im ungünstigsten Fall erst 7 Jahre nach der Investition die ersten Rückflüsse erhalten.
Guter Gott, dann lesen SIe doch die Studie. Da ist alles ausgeführt: Vorzuhaltende Regellleistung, Kosten für die empfohlene Netzausbauvariante, etc. Natürlich ist der Netzausbau durch die bestehenden Netzentgelte abgedeckt. Wo steht denn das Gegenteil? Wozu bezahlen wir denn Netzentgelte?
http://www.dena.de/fileadmin/user_up...zstudie_II.PDF

Zitat von discuss
Zum hundertsten Mal: Was man alles machen kann ist uninteressant, wenn man nicht endlich anfängt es zu machen. Und in Deutschland werden die Netze nicht annähernd so schnell ausgebaut, wie es die ganzen Studien annehmen.
Man hat schon längst angefangen. Die Raumordnungs- und Planfestellungsverfahren sind schon längst im Gange. Also wollen Sie sich ernsthaft auf den Standpunkt stellen, dass wir es nicht schaffen in 10 Jahren ordinäre Stromleitungen zu planen und zu bauen?

Zitat von discuss
Ich finde es im Gegenteil ganz rational, dass ich mir anschaue, was geplant und gebaut wird und was eben nicht. Irrational ist es hingegen auf der Basis einer nocht nicht erreichten Situation schon die nächste Stufe zu modellieren. Sie machen den 2. Schritt vor dem ersten. Stolpern ist garantiert.
Alle skizzierten Trassen befinden sich in der Planfeststellung. Eine Beschleunigung der Verfahren kann sicher nicht schaden. Daran scheitern wird sicher nichts ...

Zitat von discuss
Sie glauben ernsthaft, dass was sie hier postulieren, seien Argumente?
Ich postuliere hier überhaupt nichts. Ich beschreibe Fakten. Sie zeigen ausschließlich Realitätverweigerung.

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happy2009 14.03.2011, 17:43
2305.

Zitat von coitusveritatis
"Brückenechnologie" ist Neusprech ala Orwell 1984 und dient nur zur Verschleierung und Verdummung. Ein Kunstwort das es in dem Zusammenhang vor der CDU FDP Atomlobbykampagne zur Laufzeitverlängerung nicht gab, ein Wort aus einer Imagekampagne von einer Werbefirma kreiert. "Brückentechnologie" bedeutet auf Deutsch: " Geld für größeres Atomunfallrisiko "
Falsch
Brückentechnologie drückt das aus was es ist.
Eine Brücke, bis das andere Ufer erreicht ist
Über die Brückenlänge lässt sich trefflich streiten, nicht jedoch über die Notwendigkeit

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zuhören und verstehen 14.03.2011, 17:44
2306.

Zitat von OG_rice
Beim zweiten Reaktor sind zwei Teile der Abdeckung ab 0:25 zu sehen. Meiner Meinung nach wurde der Kern jeweils absichtlich mit dem Schließen der Ventile herausgesprengt, als die Schmelze nicht mehr zu stoppen war. Dies wäre in manchen Beziehungen ungefährlicher, als den gesamten Brennstoff verflüssigt am Boden zu haben.
Das klingt nach Raumschiff Enterprise. So etwas habe ich bisher nirgendwo gelesen.
Wollen Sie mit Unfug Panik verbreiten?

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T. Wagner 14.03.2011, 17:44
2307. Wagner's wahre Worte

Zitat von bib-kfc
Hallo Herr T. Wagner. Wie ich aus ihrer Reaktion entnehme.. haben sie nicht meine ganze Meinung dazu gelesen!? Das hat nichts damit zu tun das ich hier im Warmen sitze und Energie verbrauche! Ich vermute mal sie Sitzen grade auf ihrem Fahrrad und prodoziere Strom für ihren Laptop, damit sie mir schreiben können?!...
Keineswegs. Ich sitze im Warmen, mein Laptop und die anderen paar Rechner hier im Haus verbruzzeln Energie. Ich möchte, daß dies auch weiterhin so ist. Ungefähr 80 km Luftlinie von hier steht ein AKW. Ist mir egal. Soll es doch.

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aaengst 14.03.2011, 17:45
2308. Naturkatastrope in Japan

Bei diesen Bildern und Berichten der Katastrophe in Japan, kommt mir sofort der Roman "Schwarm" von Schätzing in Erinnerung. Japan ist der größte Seeräuber der Welt, schlägt die Natur, wie im Roman geschrieben, zurück?

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happy2009 14.03.2011, 17:46
2309.

Zitat von QuixX
Ich weiß zwar nicht, was eine Aussetzung der Laufzeitverlängerung für drei Monate bedeutet - ein kleines Vögelchen zwitschert, dass alle Müllmeiler hinten raus noch drei Monate länger laufen - , aber Frau Merkel ist Physikerin. Ein denkbar schlechter Partner für die Atomlobby. BWL wäre denen viel lieber, besser noch Jura.
Aussetzen bedeutet:

Sofortige Abschaltung binnen wenigen tagen für die Uraltmeiler, dessen Betrieb ohne schon hätte eingestellt werden müssen ist möglich (und wird so kommen)

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