Forum: Politik
Nach der Wahl in Spanien: Der Schlüssel zur Macht
Javier Soriano / AFP

Spaniens Rechtsradikale haben Konservative und Liberale gedrängt, die Mitte zu verlassen. Das erschwert die Regierungsbildung für den sozialistischen Wahlsieger.

rainbow-warrior999 29.04.2019, 18:14
1. Sieht doch ganz gut aus für ein Linksbündnis

nach aktuellem Stand (99,9 % ausgezählt) könnten PSOE+PODEMOS+ERC eine Mehrheit von 180 Stimmen bilden. Nimmt man noch EAV/PNV (Basken), JxCAT (Separatisten),EHB,CC (Kanaren) und CPM dazu, kommen sie sogar auf 200 Mandate. Das wäre dann eine Frente Popular ;-) ! Mit etwas gutem Willen müßte das doch gehen.

FunFact am Rande : Wieso erinnert mich dieser Liberale Rivera ("Der ehrgeizige Politiker sieht so schon seinen Einzug in den Regierungssitz, den Moncloa-Palast, immer näher rücken. Er möchte die "Alternative" zu Ministerpräsident Sánchez sein, nicht dessen Nummer zwei.") nur so an Christian Lindner ;-) ?!

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rainbow-warrior999 29.04.2019, 18:31
2. "Sozialdemokraten könnenWahlen gewinnen"

wenn sie ihre Wähler*innen mobilisieren. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Ich bin ja mal gespannt, ob "unsere" sPD das spanische Wahlergebnis gleich aufgreift und Frau Nahles wieder aus dem Anzug springt ("Das macht Spasssss...!") Aber Achtung: die PSOE hat wohl (ähnlich wie Jeremy Corbyn in GB ) auf konsequent linke Themen gesetzt. ("fortschrittliche Sozialpolitik ") Also keine marktkonforme Schwurbelei wie bei uns . Und auf klare Abgrenzung zu PP, CS und VOX sowieso . Hier liegt ein vielleicht unbeachteter, aber durchaus wesentlicher Unterschied.
Trotzdem freue ich mich wie ab, dass die Faschisten und Franco-Fans nur knapp 10 % geholt haben. :-) !

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haarer.15 29.04.2019, 19:43
3. Lasst die Rechtsaußen und Konservativen in ihrer Blase schmoren

Die haben sich mehr oder weniger zersplittert. Nur ein linkes fortschrittliches Bündnis macht Sinn. Kopfstand-Akrobatik mit sog. Rechts-Liberalen wie den Ciudadanos bringt nur Konflikte und Tauziehen in einer Regierung, aber dem Land nichts. Ein Fehler, so weit nach rechts zu wandern und ursprüngliche Standpunkte aufzugeben. Vergesst es. Grundsätzlich - was nicht zusammenpasst, sollte niemals zusammengehen. Viva Espana ! Esta bien, adelante Pedro !

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fortelkas 29.04.2019, 20:26
4. Sozialdemokraten in Europa können

...also doch noch Wahlen gewinnen. Ich hoffe, die deutschen Sozialdemokraten schauen aufmerksam nach Spanien. Ich habe auf SPON einen Korrespondentenbericht gelesen, der die Überschrift hatte: "Die Parteien haben im Wahlkampf aufeinander eingeprügelt". Für Deutschland wünsche ich mir für den nächsten Wahlkampf bei den Sozialdemokraten endlich mal Lust zur politischen Prügelei, zur politischen Zuspitzung. Die Wählerinnen und Wähler wollen klare, unverstellte Aussagen, die unverwechselbar sind. Probleme gibt es in Deutschland genug: Mieten, Löhne, Wegfall der politischen Mitte....... Für die Zukunft bitte nicht immer den Versuch, die unverbindliche politische Gewinnung der sogenannten gesellschaftlichen Mitte zu propagieren, die gibt es nämlich gar nicht mehr. Schaut nach Spanien, ein Linksbündnis, vielleicht auch in einer Minderheitsregierung, ist angesagt.
Erwin Fortelka

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rainbow-warrior999 29.04.2019, 21:50
5. Stimme Ihnen in vielem zu @fortelkas

aber dazu bräuchte es in D "andere" Sozialdemokraten, speziell im Vorstand, meine ich . Und ja : " Für die Zukunft bitte nicht immer den Versuch, die unverbindliche politische Gewinnung der sogenannten gesellschaftlichen Mitte zu propagieren, die gibt es nämlich gar nicht mehr"
Korrekt. Aber sagen Sie das mal Frau Nahles oder Herrn Klingbeil. DIe erste würde sagen "Schnauze" , der zweite: "Wir erneuern uns weiter in der GroKo" .

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Stäffelesrutscher 29.04.2019, 21:51
6.

Komische Parteiencharakterisierung. Ich lese immer »Sozialisten«, dabei sind es Sozialdemokraten bei PSOE. Dann die Verteufelung von »Unidas Podemos« als »Linkspopulisten«, während die Franco-Fans vom PP als »Konservative« beschönigt werden. Und C als »Rechtsliberale«, vaya, das würde sich Herr Höcke oder Frau Weidel auch gerne nennen.

Und Frau Zuber sollte eigentlich wissen, dass aufgrund des spanischen Wahlsystems eine Aussage wie »Nur noch ein Prozentpunkt, das heißt 200.000 Wählerstimmen oder neun Sitze, trennen Ciudadanos, die 2015 erstmals spanienweit antraten, von der PP« unsinnig ist.
1 %-punkt = 200.000 Stimmen = 9 Sitze?
PSOE brauchte 61.000 Stimmen pro Sitz, PP 66.000, C 73.000, Unidas Podemos 89.000, Vox 112.000.
Anders ausgedrückt: der PP hat genauso viele Sitze im Haus wie UP und VOX zusammen, obwohl diese beiden Parteien über 2 Millionen Stimmen mehr bekommen haben.
Und addiert man zu UP und VOX noch C, dann ist man bei 123 Sitzen - wie die PSOE. Aber 3 Millionen Stimmen oder 41 % mehr Wähler.

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Carmencita 29.04.2019, 22:08
7. Spanisches Gesundheitswesen marode?

Lieber Claus Hecking, wo haben Sie das denn her, dass das spanische Gesundheitswesen marode sein soll. Ist ihnen sonst nichts anderes eingefallen was hier gemacht werden soll ? Das spanische Gesundheitswesen ist mit Sicherheit nicht marode.

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