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Nach Deutschlands WM-Titel: Schlacht, Sieg, Verantwortung
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Die Fußballgötter müssen verrückt sein: Für die Deutschen ist Fußball kein Spiel, sondern nationaler Gründungsmythos. Und nun? Erst gehört uns der Rasen, dann der Rest der Welt? Die Meister aus Deutschland sollten ihr neues Selbstbewusstsein behutsam einsetzen.

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FrankH 14.07.2014, 16:10
120. Medien über Medien

Zitat von sysop
Die Fußballgötter müssen verrückt sein: Für die Deutschen ist Fußball kein Spiel, sondern nationaler Gründungsmythos. Und nun? Erst gehört uns der Rasen, dann der Rest der Welt? Die Meister aus Deutschland sollten ihr neues Selbstbewusstsein behutsam einsetzen.
Das ist schon ein faszinierendes Spiel: Da malen uns die Medien ständig den Fußball als kriegerischen Existenzkampf an die Wand, nur um dann wieder die Gelegenheit zu nutzen, uns vor genau diesem Bild zu warnen. Diesen ganzen tumben Nationalismus gibt's nur in den Köpfen dieser linken Ewiggestrigen (sorry, ich muß diesen Begriff einfach benutzen) während dem gemeinen Fan nichts ferner liegt, als von einem WM-Titel irgendein Überlegenheitsgefühl abzuleiten. Es ist Fußball und wir haben Spaß daran, haben Party und Spaß an der Party; heute waren alle gut gelaunt im Büro und auch im Alltagsleben gibt's ein paar mehr lächelnde Gesichter. Dass uns der WM Titel nicht satt macht und er auch ekine Krisen in der Welt löst, wissen wir auch, dafür brauchts keinen Augstein.
Mann Augstein, mach Dich mal locker.

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hors-ansgar 14.07.2014, 16:10
121.

Zitat von eisenhower2.0
etwas feiern...war schön,aber natürlich gab es Leute die mit Siegheil unsere Deutschlandrufe geantwortet haben.Hab mich fremdgeschämt.Fussballweltmeisterschaften kompensieren keine Kriegsniederlagen,dumme Menschen werden nie aussterben..
Leider ist es so. Man schaue sich aber mal diese bunte, intelligente und schön aufspielende Mannschaft an, die die schwarz-rot-goldenen Farben vertritt. Und so sind auch die meisten Fans. So gar nichts gemein haben beide mit den schwarz-weiß-roten, dummen und hässlichen Spinnern, die dermaßen blöd rummbrüllen und selbst meist nichts auf die Reihe kriegen.

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Rose de Rescht 14.07.2014, 16:13
122. Deutsche Seele

Meiner Tochter (7) fiel zur deutschen Fahne das folgende auf:

"schwarz bedeutet = ernst
rot bedeutet = verliebt
gelb bedeutet = fröhlich

also sind wir ernst, fröhlich und verliebt!"

Ich finde das schön.

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verdi49 14.07.2014, 16:13
123. Ist nicht erlaubt!

Zitat von hackl
Also wirklich, was soll dieser Bericht nun wieder ? Wie kann es sein, dass immer wieder derart kritische Stimmen aufkommen, die kein Funken Nationalstolz erlauben ? Ja, wir können auch stolz sein und wir Deutschen dürfen und sollten Nationalstolz haben. Das haben wir uns verdient. Wir müssen uns vor niemanden verstecken und auch nicht verschämt in der Ecke stehen. Die heutigen Generationen haben nicht mal einen Funken mit der Vergangenheit zu tun. Das hat nichts mit Vergessen zu tun. Lasst den Sport einfach mal Sport sein und lasst den Deutschen ihren Stolz. Sie haben ihn erarbeitet und sie haben ihn sich verdient. Dieser drohende Finger ist längst nicht mehr gesellschaftstauglich.
Vor allem den Grünen ist Nationalstolz ein Dorn im Auge. Den möchten sie am liebsten abschaffen. Hat doch eine grüne Abgeordnete aus dem EU Parlament einmal vorgeschlagen, nicht mehr mit der Nationalflagge im Stadion zu winken, sondern mit der einheitlichen blauen Flagge.

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susvol1 14.07.2014, 16:14
124. Recht hat er

Diesen Satz vom Verneigen, das gar nicht tief genug sein kann...nur peinlich. Es hat Spaß gemacht, es ist schön, dass D Fußball-Weltmeister geworden ist und ich habe mich vor dem Fernseher ehrlich mit gefreut. Aber Helden sind andere und auf die Knie fallen sollte man, wenn überhaupt, vor anderen Menschen und anderen Leistungen.

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Bundeskanzler20XX 14.07.2014, 16:30
125. Faustkampf

Also wenn wir Auseinandersetzungen in Zukunft sportlich austragen sollen bin ich für die altgriechische olypische Sportart des Faustkampfes.

Ein ehrlicher Sport bei dem der Schiedsrichter keinen gravierenden Einfluss auf das Spiel nehmen kann wie es immernoch im Fußball passiert.
Da übernehmen dann auch die Politiker mal richtig Verantwortung und zeigen Einsatz ;o)

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rennflosse 14.07.2014, 16:30
126. Ganz unbehutsam

Zitat von sysop
Die Fußballgötter müssen verrückt sein: Für die Deutschen ist Fußball kein Spiel, sondern nationaler Gründungsmythos. Und nun? Erst gehört uns der Rasen, dann der Rest der Welt? Die Meister aus Deutschland sollten ihr neues Selbstbewusstsein behutsam einsetzen.
Tja, wenn die Deutschen das täten was Sie von Ihnen erwarten, dann würden sie auch in der NSA - Affäre vor den Amerikanern bedingungslos kuschen. Was Ihnen dann ja auch nicht gefallen würde.
Ein gesundes Selbstbewusstsein kann einer Nation nicht schaden. Man gewinnt es allerdings nicht auf dem Rasen. Sondern zuvorderst auf dem politischen Parkett.

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Dirk Ahlbrecht 14.07.2014, 16:30
127.

Wer Deutschlandfahnen zum Naseputzen verwendet, lieber Herr Augstein, dem kann eine solche Veranstaltung natürlich nur suspekt sein.

Wer alles nationale ablehnt und uns supranationalen Organisationen wie beispielsweise der EU überantworten will, ebenso.

Das Asylrecht mit allen Konsequenzen zu leben, so wie Sie es fordern, hieße diesem Land den Garaus zu machen: Die Naseputzer in Schwarz-Rot-Gold haben exakt dies im Sinn.

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platin-iridium 14.07.2014, 16:33
128. Mensch - Augstein...

- auch wenn ich Ihre Kolumne als wohltuend erfrischend gegenüber dem "schwarzen Kanal" schätze - aber:

Da spielt eine Truppe talentierter, junger Sportler ein grandiose WM, gewinnt sogar den "WM-Pott", mit einem Trainer, der in den vergangenen 8 Jahren viel mediale Häme und Spott über sich hat ergehen lassen müssen.

Jetzt hat Deutschland den vierten "Stern" - nach 54, 74, 90.... .

Fußball ist ein Spiel, keine Schlacht. Bestenfalls - was Verletzungen angeht - eine Risikosportart mit viel Körpereinsatz.

Ich bekenne mich zum (politischen) Linksaußen, freu' mich aber trotzdem wie Bolle über den Erfolg, über dieses spannende Spiel, wo beide Seiten alles gegeben haben.

Typisch deutsche Verbissenheit, die wird man wieder in der Bundesliga erleben können - wenn z.B. Dortmund und Bayern aufeinandertreffen.

Leider. Dann ist wieder Lokalnationalismus angesagt.

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Spiegelleserin57 14.07.2014, 16:35
129. oh nein,

Zitat von FrankH
Das ist schon ein faszinierendes Spiel: Da malen uns die Medien ständig den Fußball als kriegerischen Existenzkampf an die Wand, nur um dann wieder die Gelegenheit zu nutzen, uns vor genau diesem Bild zu warnen. Diesen ganzen tumben Nationalismus gibt's nur in den Köpfen dieser linken Ewiggestrigen (sorry, ich muß diesen Begriff einfach benutzen) während dem gemeinen Fan nichts ferner liegt, als von einem WM-Titel irgendein Überlegenheitsgefühl abzuleiten. Es ist Fußball und wir haben Spaß daran, haben Party und Spaß an der Party; heute waren alle gut gelaunt im Büro und auch im Alltagsleben gibt's ein paar mehr lächelnde Gesichter. Dass uns der WM Titel nicht satt macht und er auch ekine Krisen in der Welt löst, wissen wir auch, dafür brauchts keinen Augstein. Mann Augstein, mach Dich mal locker.
diesen Nationallismus gibt es eben heute auch noch und auch das Überlegenheitsgefühl! Diese Erfahrung muss ich leider sehr oft machen, fern ab der Großstadt. Es heißt nicht ohne Grund: Fußball ist Opium für das Volk. Man sollte mal all die Fähnchenschwenker an das D erinnern wenn unser Vater Staat mal wieder etwas vom Bürger abverlangt, ja da ducken sich eben die Bürger. Man ist eben nur da Fan wo es nichts kostet und man feiern kann...die Realität sieht eben auch anders aus...und hat auch etwas mit Verantwortung zu tun.

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