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Nach Drohungen Erdogans: Union verschärft Ton gegenüber Türkei
REUTERS

Recep Tayyip Erdogan führt die Türkei ins europäische Abseits. Kurz vor ihrem Parteitag verurteilt die CDU die Drohungen des Regierungschefs scharf und bekräftigt ihr Nein zum EU-Beitritt: Wer Freiheit und Pluralität bekämpfe, habe in Europa nichts zu suchen.

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cico80 01.04.2014, 17:33
50. Türkei

man wann kapiert ihr es das die Türkei nicht in die EU will die Türken wollen zu 90 Prozent nicht in die EU .jedes mal hört man diese Androhungen gegen die Türkei dann sollte Deutschland das mal offiziell sagen aber das traut sich kein ranghohiger Politiker zu sagen und warum weil dadurch die deutsche Wirtschaft mehr schaden beoommt als die türkische

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Steve Holmes 01.04.2014, 17:41
51.

Zitat von syracusa
Nein, die Mehrheit der türkischen Wähler hat Erdogan eben NICHT gewählt. Er hat keine absolute Mehrheit.
Mit 327 von 550 Sitzen hat die AKP von Erdogan die absolute Merheit in der Großen Nationalversammlung auch wenn sie „nur“ 49,8% der abgegebenen Stimmen bei den Parlamentswahlen 2011 erhielten.

Die Kommunalwahlen vom letzten Wochenende wurden von Erdogan und der AKP zu einer Abstimmung über seine Politik hochstilisiert. Überall war sein Gesicht plakatiert obwohl Erdogan offiziell gar nicht zur Wahl stand. Seine jüngste Politik ist also durch die Türken demokratisch legitimiert. Das macht es ja gerade so schlimm.

Zitat von syracusa
Von diesen den Menschen- und Bürgerrechten, der gelebten Vielfalt und Toleranz verpflichteten Türken dürfen wir uns nicht abwenden.
Dabei handelt es sich um eine Minderheit die nicht für die Türkei steht. Die können wir bedauern aber nicht unsere Politik daran ausrichten.

Zitat von syracusa
Das mag noch 20 oder 30 Jahre dauern, aber diese Zeit haben wir.
Eventuell kann man in 20 oder 30 Jahren noch einmal prüfen ob man neue Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aufnimmt. In der Zeit kann viel geschehen. Bei der gegenwärtigen Entwicklung in vielen muslimisch geprägten Ländern erwarte ich jedoch keine Entwicklung zum Guten. Ich hoffe aber, dass ich mich täusche.

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Steve Holmes 01.04.2014, 17:43
52.

Zitat von iStone
Ähnlich wie mit Russland, stellt sich auch mit der Türkei die Frage, ob nicht gerade der Ausschluss aus der Gemeinschaft bzw. den Kooperationen die Radikalität und Aggression nicht weiter erhöht, als wenn man die Länder einbindet. Es ist einfacher auf solche negativen Tendenzen einzuwirken, wenn man befreundet ist. Isolation ist der falsche Weg, weil dann auch Kritik nicht mehr ankommt.
Auch Japan oder Indien sind nicht Mitglied der EU. Ich würde da nicht von Ausschluss reden. Auch die Türkei ist kein europäisches Land und teilt nicht die Werte der Aufklärung.

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Steve Holmes 01.04.2014, 17:45
53.

Zitat von grauwolf1949
Aber ich finde es sehr sympatieträchtig, wenn die CDU sich gegen die Aufnahme einer Türkei im derzeitigen Zustand stellt. Vielleicht sollte man als erste Reaktion über den Abzug unserer Soldaten aus der Türkei nachdenken. Der Abschuss eines Syrischen Flugzeuges welches angeblich die Türkei bedrohte ist aus dem Blickwinkel des abgehörten Gespräches auch schwerwiegender zu beurteilen als bisher. Die Türkei sollte im Fall eines Konfliktes mit Syrien allein gelassen werden, sogar dann wenn Russland eingreift. Wenn man das klarmacht könnte Erdogans Kampfeswille etwas nachlassen.
Ich stimme ihnen zu, aber dafür müsste die Türkei erst aus der NATO ausgeschlossen werden.

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Steve Holmes 01.04.2014, 17:56
54.

Zitat von MiniDragon
Überlegen Sie dazu doch bitte mal, welche anderen Völker sonst noch sonicht in die EU passen und dennoch schon drin sind . :-)
Auch Griechenland, Zypern, Rumänien und Bulgarien hätten nie in die EU aufgenommen werden dürfen. Das waren Fehler die uns teuer zu stehen gekommen sind und auch noch werden. Es ist aber verkraftbar, weil alle diese Länder relativ klein sind.

Die Türkei passt noch viel weniger in die EU als die vorgenannten Länder und außerdem ist sie viel größer. Es wäre ein schrecklicher Fehler sie in die EU aufzunehmen. Nach den Überlegungen der Türkischen Regierung einen Angriff durch Syrien vorzutäuschen sollte man sie selbst aus der NATO ausschließen.

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dergog 01.04.2014, 18:00
55. Erdogan sollte genauso

unter Druck gesetzt werden, wie wir es nun mit Russland tun. Alle, die es nicht mit ihm halten, werden jetzt nach seiner Aussage verfolgt und vernichtet. Erinnert mich an den Verrückten aus Nordkorea. Es wäre daher nur logisch, mit wirtschaftlichen Sanktionen an zu fangen. Billigware können wir auch aus China bekommen. So würden seine Wähler schnell merken, dass man Menschen nicht seiner Freiheit berauben kann ohne dass es am Ende auch auf sie zurück fällt. Bei der nächsten Wahl würden auch die konservativen Wähler endlich merken, dass Religion nicht die einzige Macht auf Erden ist. Wenn ihre Fabriken mangels Aufträgen schließen wird dort sehr schnell wieder die Euphorie in reales Denken umschlagen. Wir wollen in Europa freie Menschen, die Mehrheit der Türkei will es auch schon. Also sollten wir diese Kräfte mit allen uns zur Verfügung stehenden legalen Mitteln unterstützen, den Weg so schnell wie möglich frei zu machen und diesen Despoten zu stürzen. Je schärfer die Sanktionen ausfallen, desto schneller kommen die realen Kräfte ans Ruder. Kriege zu provozieren und anders Denkende zu verfolgen. Solche Leute sollten wir nicht noch wirtschaftlich stützen. Ihre Konten aufspüren und sofort einfrieren. Mal sehen, was er dann macht.

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attis 01.04.2014, 18:11
56. Es gibt einige Werbefotos mit

Menschenmassen, die Erdogan nicht verwenden durfte, weil sie Symbole der Türkei verwendeten. Interessant ist aber die Zurschaustellung von Menschenmassen. World War Z hat Erdogan wohl nicht gesehen. Eine ungewollte Selbstentlarvung bester Güte.

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Steve Holmes 01.04.2014, 18:35
57.

Zitat von dergog
unter Druck gesetzt werden, wie wir es nun mit Russland tun.
Theoretisch könnte die NATO ihre Zusammenarbeit mit der Türkei genau so einstellen wie sie es jetzt mit Russland angekündigt hat. Dafür müsste aber die Türkei erst aus der NATO ausgeschlossen werden.

Zitat von dergog
Es wäre daher nur logisch, mit wirtschaftlichen Sanktionen an zu fangen. Billigware können wir auch aus China bekommen.
Jetzt übertreiben sie aber. Wenn ein demokratischer Rechtsstaat Voraussetzung für Handelsbeziehungen wäre müssten wir den Handel mit China und vielen anderen Ländern auch einstellen. Das wäre sehr dumm. Wir würden uns selber schaden.

Es geht doch nicht darum die Türkei zu bestrafen, sondern darum Schaden von der EU und Deutschland fernzuhalten.

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Steve Holmes 01.04.2014, 18:36
58.

Zitat von cico80
man wann kapiert ihr es das die Türkei nicht in die EU will die Türken wollen zu 90 Prozent nicht in die EU .
Das ist ja dann wunderbar und deckt sich mit dem Mehrheitswillen der EU-Bürger.

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recepcik 01.04.2014, 19:01
59. Richtig so

ich hoffe die CDU gibt ihrem Koalitionspartner nicht nach, da der ja fast 70% der türkischstämmigen Wähler bekommt. Keine Beitrittsverhandlungen solange Erdogan da ist.

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