Forum: Politik
Nach Europawahl: Bayern-SPD will Bundesparteitag vorziehen
DPA

Kein Klimaschutzgesetz und keine Grundrente, keine Fortführung der Großen Koalition: Das fordert der Vorstand der Bayern-SPD - und möchte auch den Parteivorstand möglichst bald neu wählen.

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Marky 01.06.2019, 15:37
100. Liest kein Profi mehr den Vorspann?

Geschätze Kolleginnen und Kollegen,

OK, es ist Wochenende. Aber etwas mehr Sorgfalt sollte gegeben sein. Der Vorspann und der erste Absatz behaupten fast genau das Gegenteil....

"Kein Klimaschutzgesetz und keine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, keine Fortführung der Großen Koalition: Das fordert der Vorstand der Bayern-SPD..."
Also in Punkten - was fordert die SPD in Bayern
- Kein Klimaschutzgesetz
- keine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung
- keine Fortführung der Großen Koalition

Und was steht dann im ersten Absatz:
"Nach der Pleite der Sozialdemokraten bei der Europawahl hat die bayerische SPD die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung und ein neues Klimaschutzgesetz zu Bedingungen für den Fortbestand der Großen Koalition im Bund gemacht"

Viele Grüße
Markus Selinger

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k70-ingo 01.06.2019, 15:37
101.

Zitat von joke61
Das zeigt die Überschrift von SPON, die keines wegs mit dem Inhalt übereinstimmt. Prinzip Blöd Zeitung. Dicke Schlagzeile, im Inhalt relativiert. Was hänegen bleibt: Die SPD will doch keine Grundrente und Klimaschutz schon mal gar nicht. Wer behauptet die SPD zerstört sich selbt, hat die Medien bewusst weg gelassen!
Ach ja, die pöhsen Medien wieder...
Wer anderes ist sonst noch schuld am SPD-Desaster?

Halten Sie den Wähler für so doof, daß er nicht selbst im
der Lage ist, anhand der Art und Weise, wie die Sozis sich aufführen, eigene Schlüsse zu ziehen?

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k70-ingo 01.06.2019, 15:42
102.

Zitat von gruenerfg
Es ist doch bekanntlich nicht der Bürger, der die Wichtigkeit der Themen setzt. Es ist leider der Journalismus (weshalb dieser Kommentar ja wahrscheinlich wieder man nicht veröffentlicht wird), der es tunlichst vermeidet, in Wahlkämpfen und auch dazwischen über reelle Politik zu berichten. Kaum berichtet die Springerpresse, daß ein Grünenpolitiker mit dem Flugzeug geflogen ist, daß ein CSU-Politiker den sonntäglichen Kirchgang vergessen hat, daß ein SPD-Politiker im Porsche erwischt wurde, sind die Schlagzeilen durch die ganze Presse vorgegeben. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als der Journalismus diesen Namen zurecht trug und die Bürger über politische Sachverhalte aufklärte. Die ganze Presse macht sich seit Jahren zum Steigbügelhalter der AfD und zwingen die Politik dadurch, hier mitzuspielen.
Sie haben schon mitbekommen, daß Verfehlungen von AfD-lern nicht minder genüßlich medial durchgekaut werden?

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k70-ingo 01.06.2019, 15:49
103.

Zitat von nickleby
Die Versuche, dieser Partei Leben einzuhauchen, sind vergebene Liebesmühe, denn sie hat keine Botschaftz mehr : Die LINKE übernimmt die proletarsichen Positionen, die Grünen sind "hipp" und ökologisch ausgerichteet, und zwar mit einigem Sachverstand, bei der FDP sinsd die wirstchaftsliberalen Isdeee Steinbrücks aufgehoben, die wertkonservativen Strukturen der4 SPD finden sich bei der CDU7CSU bis hin zuur AfD. Die SPD ist wie eine Goldmine, ausgebeutet und leer. Das intellektuelle Dilemma wird zudem an Frau Nahles schmerzlich sichtbar. Quo vadis SPD ? --- ad Hadem
...und DIE PARTEI ist das personelle Auffangbecken.
Enttäuschte ex-Sozialdemokraten stellen mittlerweile einen beachtlich großen Anteil der Neumitglieder.

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grecco-el 01.06.2019, 15:54
104. widersprüchig

Gibt's denn sowas noch: "Der Vorspann und der erste Absatz behaupten fast genau das Gegenteil.... "Kein Klimaschutzgesetz und keine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, keine Fortführung der Großen Koalition: Das fordert der Vorstand der Bayern-SPD..." Also in Punkten - was fordert die SPD in Bayern - Kein Klimaschutzgesetz - keine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung - keine Fortführung der Großen Koalition Und was steht dann im ersten Absatz: "Nach der Pleite der Sozialdemokraten bei der Europawahl hat die bayerische SPD die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung und ein neues Klimaschutzgesetz zu Bedingungen für den Fortbestand der Großen Koalition im Bund gemacht" Fazit: SPD will es allen recht machen

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böseronkel 01.06.2019, 16:00
105.

Zitat von shardan
Und wieder tritt das Phänomen auf, dass für die Altparteien, aber besonders für die SPD schon pathologische Formen angenommen hat. Kaum droht Veränderung, taucht aus dem Hintergrund irgend ein altgedienter - und reichlich altbackener - Parteisoldat auf und ruft "Wollt ihr wohl brav sein!" Ob das wie hier Thierse ist, oder Schröder oder andere, spielt keine Rolle, es geht nur um das eine: Bloß keine Veränderung. Diese Leute sind die Grabträger der alten Parteien. Der Aufruf von Thierse, die in der Bevölkerung und bei den Parteimitgliedern immer weniger beliebte Nahles zu unterstützen weist in Richtung Schuttabladeplatz der Zeit. Er zeugt auch von dem Realitätsverlust, dem Leute wie Thierse etc unterliegen. Die Welt hat sich massiv verändert, mit den alten Konzepten und Rezepten kommt Politik nicht mehr weiter. Der CDU geht es da ehrlich betrachtet allerdings kaum anders.
Die massiv veränderte Welt manifestiert sich besonders in rasant wachsenden Kluft zwischen ganz arm und ganz reich. Eine sozialdemokratischen Partei, die diese Kluft beseitigen will hat sicher alle Chancen. Völlig unverständlich ist allerdings, wie alle Welt glaubt die Parteichefin als Beelzebub darstellen zu müssen. Frau Nahles ist doch sicher am wenigsten die Schuld an der Entsozialdemokratisierung der Partei, die in früheren Jahrzehnten glaubhaft die Interessen der nachhaltig Abgehängten vertrat, ans Kleid zu kleben..

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Now Rob 01.06.2019, 16:02
106. Alle paar Jahre der selbe Klamauk

in der SPD. Köpfe sollen rollen, statt dass man mutige Themen setzt und sie -jetzt kommt's: auch durchführt-. Kleinkühnert hat gleich nach der EU-Wahl gefordert, nun nicht wieder nur Köpfe rollen zu lassen, aber bei niemandem in der SPD hallt dieser Ruf wider. Jetzt kommt ein offener Schnipsel an die SPD: Niemanden, der oder die sich von Euch abgewandt hat, interessiert sich für rollende Köpfe bei Euch! Ihr glaubt tatsächlich immer noch daran, dass man seine Macht behält, wenn man sich nur bei Mächtigen beliebt macht. Diese Mächtigen sind aber noch immer die wenigsten gewesen. Gruppen im Nanobereich. Euer größter Feind ist das wachsende Interesse an Politik.

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Schartin Mulz 01.06.2019, 16:04
107. Immer derselbe Unsinn

Zitat von Ottokar
ob Nahles bleibt oder nicht bleibt. Natürlich bleibt sie obwohl die SPD die Wahl verloren hat. Wie das gehandhabt wird sieht man in Bremen. Dort hat die SPD auch Haushoch verloren aber der SPD Bürgermeister will sein Amt nicht abgeben und will dafür die Linken ins Boot holen. Wie so was geht sieht man in Bremen. Die SPD wurde von den Bürgern abgewählt aber die, alteingesessenen, Funktionäre bestimmen das der SPD Bürgermeister im Amt bleiben soll.
Die SPD hat Stimmen verloren, ist aber nicht "abgewählt worden. Bürgermeister wird, wer eine tragfähige Koalition zustande bringt. Sollte der SPD das gelingen, wird sie weiter den Bürgermeister stellen.
Das Wahlergebis in Bremen liegt übrigens im Bundestrend, eine persönliche Schuld des Bürgermeisters kann man da nicht hineininterpretieren.
Es gibt keinen Automatismus, dass Politiker nach einem schlechten Wahlergebnis zurücktreten müssen. Sonst würde den Parteien irgendwann das Personal ausgehen.

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k70-ingo 01.06.2019, 16:19
108.

Zitat von böseronkel
Die massiv veränderte Welt manifestiert sich besonders in rasant wachsenden Kluft zwischen ganz arm und ganz reich. Eine sozialdemokratischen Partei, die diese Kluft beseitigen will hat sicher alle Chancen. Völlig unverständlich ist allerdings, wie alle Welt glaubt die Parteichefin als Beelzebub darstellen zu müssen. Frau Nahles ist doch sicher am wenigsten die Schuld an der Entsozialdemokratisierung der Partei, die in früheren Jahrzehnten glaubhaft die Interessen der nachhaltig Abgehängten vertrat, ans Kleid zu kleben..
Wenn Sie sich da mal nicht schwer vertun. Denken Sie daran, wie die SPD unter Martin Chulz mit dem Soziale-Gerechtigkeits-Gedöns bei der NRW-Wahl und der Bundestagswahl abgeschmiert sind.

Und was strammere sozialistische Luftschlösser angeht, so sei auf die Ergebnisse der Parteien verwiesen, die Kühnert-sche Ideen schon länger propagieren: hier im tiefen Westen von NRW holten die Linkspartei 2,9% und MLPD und DKP je 0,0%

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tulius-rex 01.06.2019, 16:38
109. dummes Zeug kommt eher von Ihnen

Zitat von haralddemokrat
für ein dummes Zeug? Eine Frau an der Macht belassen nur um den Frauen Willens? Es wird Zeit, dass die Politrentner die Klappe halten, es reicht schon, dass die Rentnerklientel die Politik in eine Geschachere um Stimmen verwandelt haben. Wir benötigen wieder der Sache zugewandte Sach- und vor allem Sozialpolitik die nicht nur aus Rentensteigerung bestehen kann. Es geht auch um soziale Gerechtigkeit, Abschaffung von Hartz IV, Bildung, Pflege, Umwelt und zum Schluss die Gesellschaft selber.
Wenn Ihre These stimmen würde, müsste DIE LINKE bei 45% liegen, weil sie genau das seit Jahren unter Wagenknecht/Lafontaine fordert. Wo liegt Sie? Genau, bei 6%. Die Agenda 2010 ist Historie.
Wer noch ein wenig Erinnerungsvermögen besitzt und nicht nur nach täglichen Schlagzeilen oder Schröderhass giert, dem ist bewusst, dass die SPD den gesamten Druck aus der -nicht von ihr erzeugten- Globalisierung aushalten muss. Eine schier untragbare Last, weil sich Rechte (AfD, CxU, FDP) immer nur für bestimmte Teile der Gesellschaft interessieren und den willigen Vasallen und Wasserträgern ihres Systems stets einige Brocken zum Fraß vorwerfen, damit die sich ihren AUDI auf Pump und ihr Reihenhäusle gerade noch leisten können, jedoch lebenslang am Halsband der Banken hängen. Die SPD hat ihre Politik immer breiter und in der Substanz gerechter angelegt; das wird ihr jetzt zum Verhängnis (siehe auch Erfolg der GRÜNEN).
Mit der SPD wird es uns so gehen wie mit Merkel in der Außenpolitik oder dem Klimawandel. Wenn die weg sind, bzw. das Klima umgekippt ist werden wir zu spät erkennen was wir falsch gemacht haben.

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