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Nach Gaddafis Tod: In Libyen soll jetzt die Scharia gelten

Libyen feiert: Der Übergangsrat des Landes erklärte die Gaddafi-Ära drei Tage nach dessen gewaltsamen Tod offiziell für beendet. Auf den Straßen bejubelten die Menschen die neue Ära. Künftig soll in dem Land das islamische Recht die Grundlage aller Gesetze sein.

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dr pferdekuss 23.10.2011, 23:04
290. Pffff...

Zitat von Geostratege
Der Mitforist redet einfach von der Plage des Monotheismus an sich. Dieser hat die Eigenart, dass laut unumstößlichem Dogma nur eine einzige, allmächtige höhere Entität existiert, wodurch Menschen sich anmaßen können, exklusiv im Namen.....
Polytheistisch geprägten Kulturen sind grundsätzlich relativ rückständig. Es gibt auch kaum noch welche... Indien, etliche afrikanische Stämme, einige Südseeinseln...

Stark atheistisch geprägte Kulturen sind manchmal sehr fortschrittlich: besonders Japan und China. Auf die extrem schlechte Lebensqualität die in diesen Länder herrscht (wenig Lohn, extrem lange Arbeitszeiten, Schulen mit üblem Drill) könnte ich aber verzichten.

Europa ist im 18. Jahrhundert (überwiegend monotheistisch geprägt) der restlichen Welt mit Siebenmeilenstiefeln davon geeilt. Die USA ist auch heute noch mehrheitlich monotheistisch geprägt, ebenso große Teile Westeuropas.

Insgesamt eine Erfolgsgeschichte? Nicht unbedingt. Es gibt etliche Beispiel von zurückgebliebenen monotheistischen Kulturen (islamisch geprägt). Das gleiche gilt für atheistische (Osteuropa). Aber die obigen Ausführungen machen deutlich, dass der Monotheismus durch die Geschichte von abstrakten Überlegungen, die in Anfeindungen münden, entlastet wird.

Der Polytheismus scheint hingegen gar nichts zu taugen. Offensichtlich ein Auslaufmodell, das die Evolution weitestgehend entsorgt hat.

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green_mind 23.10.2011, 23:05
291. Kurze Zwischenfrage

Zitat von sysop
Libyen feiert: Der Übergangsrat des Landes erklärte die Gaddafi-Ära drei Tage nach dessen gewaltsamen Tod offiziell für beendet. Auf den Straßen bejubelten die Menschen die neue Ära. Künftig soll in dem Land das islamische Recht die Grundlage aller Gesetze sein.
Warum fand die Siegesfeier nicht in der Hauptstadt statt? zu gefährlich?
Ansonsten wird jetzt geerntet, was gesät wurde. Wer sagt, dass dieser für Land und Leute verheerende Verlauf nicht schon im März absehbar war, der lügt.

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Der Pragmatist 23.10.2011, 23:06
292. Von Gaddafi in die Scharia

Zitat von sysop
Libyen feiert: Der Übergangsrat des Landes erklärte die Gaddafi-Ära drei Tage nach dessen gewaltsamen Tod offiziell für beendet. Auf den Straßen bejubelten die Menschen die neue Ära. Künftig soll in dem Land das islamische Recht die Grundlage aller Gesetze sein.
Heute jubeln die Lybyer und wissen kaum, warum. Wenn sie morgen aufweachen, ist bereits alles zu spaet. Dann werden ihenn nach Sharia recht die Haende abgehaackt oder notfalls wird auch der Kopf abgehackt, alles nach guter islamischer Prozedur. Nach 4 Wochen fangen dann die ersten an, sich nach den Zeiten von Gaddafi zu sehnen.
Als Summierung kann man nur sagen: Vom Regen in die Traufe opder von Gaddafi in die Scharia

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Das Auge des Betrachters 23.10.2011, 23:07
293. Heute in Lybien

Und ab morgen dann in Tunesien.

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benutzer10 23.10.2011, 23:07
294. Na, dann wird ja ....

Zitat von sysop
Libyen feiert: Der Übergangsrat des Landes erklärte die Gaddafi-Ära drei Tage nach dessen gewaltsamen Tod offiziell für beendet. Auf den Straßen bejubelten die Menschen die neue Ära. Künftig soll in dem Land das islamische Recht die Grundlage aller Gesetze sein.
... alles gut. Frauen haben aber z.B. leider die Niete gezogen, im Libyen Gaddafis hatten sie weitreichende Rechte, in diesem Libyen wird es dann wohl rückwärts gehen, an den Herd, zum Gebären, oder unter die Burka, aber immer schön demokratisch, versteht sich. Und der Rest der Libyer hat auch die Niete gezogen, vom Westen geduldete Strohmänner machen jetzt in neuem Libyen.

Ich bin gespannt auf seriöse Vorher-Nachher-Vergleiche in einigen Jahren, was die Lebenssituation des Normal-Libyers angeht, und z.B. die Wohlstandsverteilung im Land. Ich habe eine Idee, was sich dort zeigen wird.

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M. Michaelis 23.10.2011, 23:10
295. ...

Zitat von sysop
Künftig soll in dem Land das islamische Recht die Grundlage aller Gesetze sein.
Na das ist mal ein Fortschritt für den es sich zu kämpfen lohnt.

In spätestens 10 Jahren wird sich die Welt die alten Despoten wieder herbeiwünschen.

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M. Michaelis 23.10.2011, 23:12
296. ...

Zitat von Antje Technau
die Libyer sind Sunniten. Keine Schiiten. Daher könnte aus Libyen allenfalls ein zweites Saudi Arabien werden.
Na das ist ja beruhigend.

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garfield53 23.10.2011, 23:15
297. Mmmm..

Zitat von marcuspüschel
Das ist doch deren Entscheidung wie sie ihre Gesetze machen. Entscheident ist doch vielmehr, ob es freie Wahlen gibt und auch weiterhin geben wird, und ob die Opposition respektiert wird. Mit der politischen Freiheit bleibt dann imerhin die Option offen, sich die eine oder andere gesellschaftliche Freiheit zu erkämpfen. Für genau diese freiheit hat die Nato Feuerschutz gegeben. Das ist vollkommen in Ordnung.
Und in Tunesien wurden "demokratisch" Islamisten gewählt, als stärkste politische Kraft.

Nichts mehr im Touristengetto mit arabischer Masseuse, Huren und Alkohol.
Und schön wegschauen, sollte sich mal eine Frau im Schleier auf die Strasse verirren!

Denn... wenn religöse Fundamentalisten aller Glaubensrichtungen sich an den Hebeln der Macht vergnügen, wird es eng mit den Freiheiten, wir wir sie glauben.

Statt Mörgenröte wirds finstere Nacht.

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BöHsling 23.10.2011, 23:16
298. Wenn

die Scharia demokratisch gewählt wird, ist es doch gut so, auch, wenn wir Europäer das nicht nachvollziehen können. Wichtig ist in erster Linie nur die Wahrung der Demokratie.

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benutzer10 23.10.2011, 23:18
299. Märchen

Zitat von iskin
welche Menschen meinen Sie überhaupt? Die Nato hat einem Haufen Wirrköpfen an die Macht geholfen. Das Volk wurde doch nicht gefragt. Das Volk muß jetzt darunter leiden, dass die Nato sich in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Landes eingemischt hat. Wenn das Volk das gewollt hätte, müssten die Rebellen nicht trotz Nato-Hilfe über ein halbes Jahr kämpfen. Das Volk hat es eben nicht SO gewollt.
Danke, und volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag. Das Jubeln der Libyer über den NATO-Einsatz ist ein Märchen.

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