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Nach Hanoi-Gipfel: USA und Südkorea beenden gemeinsame Militärübungen
DPA

Nach dem Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim setzt US-Präsident Trump weiter auf Deeskalation. Die USA und Südkorea haben nun das Ende ihrer gemeinsamen Großmanöver angekündigt.

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Beat Adler 03.03.2019, 10:03
10. Deeskalation zwischen Diktatur und Demokratie ist schwierig.

Zitat von saaman
Selbst wenn es zwischen Nord- und Südkorea und Kim und Trump nicht mehr geben sollte als Deeskalation, ist ein Fortschritt erreicht. Vieles braucht seine Zeit. Im vorliegenden Fall könnte irgendwann der Friedensvertrag unterschriftsreif sein.
Deeskalation zwischen Diktatur und Demokratie ist schwierig.

Solange die Nordkoreaner, besser die Kimdynastie, ihre Atomwaffen NICHT aufgibt, werden in Suedkorea die Stimmen, die eine eigene atomare Nachruestung forden, immer lauter. Sie koennen die naechsten Wahlen gewinnen. Demokratie eben!

Im konventionellen Bereich hat Suedkorea laufend mit neuesten Anti-Raketensystemen, gegen Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen aufgeruestet. Die Schlagkraft Suedkoreas ist dem Norden bereits ueberlegen, da sie jeden Quadratmeter Nordkoreas treffen und zerstoeren koennen. Das ganz OHNE die USA um Hilfe dafuer zu bitten.

Im konventionellen Bereich ist die Seite ueberlegen, welche die Ziele schneller aufklaeren und schneller mit Praezisionsmunition zerstoeren kann. In diesem Bereich steht Suedkorea gut da, Dank an die USA!

Nordkorea, flaechenmaessig klein, ist wohl der Ort, wo pro Quadratkilometer, der am meisten und am besten be-spioniert wird. Das aendert sich nach Ende der gemeinsamen Manoever nicht.
mfG Beat

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TOKH1 03.03.2019, 10:03
11. Russlandpolitik 4.0

wie bereits mit Putin, so zeigt auch Trump hier, dass er entweder gar nichts begriffen hat, was einseitige Zugeständnisse angeht. Jedenfalls bei Diktatoren. Andererseits ist ihm natürlich auch zuzutrauen, dass KJI etwas über ihn weiss, was ihm schaden könne. nicht umsonst haben sich hochrangige Vertreter Russlands mit Nordkoreanern getroffen. Trump ist erpressbar wie kein anderer.

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archivdoktor 03.03.2019, 10:08
12. Super!

Mr. Trump ist immer für eine Überraschung gut!!! In diesem Falle hat er m.E. viel bewegt. Die negative Berichterstattung über das Treffen in Hanoi war wohl verfrüht und ist m.E. der unglaublichen Anti-Trump-Berichterstattung in den deutschen Medien verschuldet. Wir sollten einfach abwarten. Und ich bin mir sicher: im Geheimen unterstützt Südkorea die Bemühungen Trumps, einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu vermeiden und irgendwie mit Kim und seinem unglaublichen Regime auszukommen.
Natürlich kann man einem Kim nicht trauen - aber was wäre die Alternative?

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tinosaurus 03.03.2019, 10:17
13. Angeblich

handelte Trump entgegen dem Rat seiner Berater und wollte unbedingt zu diesem Treffen fliegen. Womöglich ging es ihm auch nicht um einen wirklichen Erfolg und einen Friedensnobelpreis, sondern einfach nur um Ablenkung von den schwerwiegenden Vorwürfen und Anschuldigungen seiner früheren engsten Vertrauten. Ein Betrüger, Rassist und notorischer Lügner - das sind schon beachtenswerte Aussagen. Die billige Show. die er völlig unvorbereitet und blauäugig anging und letztlich platzen ließ, wird die Wirkung bei seinen treuen und unbeirrbaren Anhänger nicht verfehlen. Hauptsache er ist immer präsent und spielt den großen Mann. Bleibt zu hoffen, dass die Mehrheit der amerikanischer Bürger nicht so dumm ist.

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Johann Dumont 03.03.2019, 10:30
14. positive Entwicklung - entgegen mancher Kommentare hier

es ist unwürdig - wenn nun kommentiert wird - Kim Jong Un sei der Gewinner. Nord Korea droht - oder hat schon eine Hungernot. Jede Entspannung ist sinnvoll. Der Stop von Manöver bedeutet nun keinen direkten Gewinn für Kim Jong Un. Sicher ist ihm der Spott von Hillary Clinton über das Ende von Gaddafi nicht entgangen - er kann also nicht auf Atomwaffen verzichten - einzig weil er anscheinend nicht lebensmüde ist. Es ist nicht nur der Druck aus den USA - auch im Land selbst hat er so viel Leid verursacht oder geerbt - das sein Leben mit dem Ende der Macht endet und zwar plötzlich.

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s.l.bln 03.03.2019, 10:33
15. Was genau...

Zitat von archivdoktor
Mr. Trump ist immer für eine Überraschung gut!!! In diesem Falle hat er m.E. viel bewegt. Die negative Berichterstattung über das Treffen in Hanoi war wohl verfrüht und ist m.E. der unglaublichen Anti-Trump-Berichterstattung in den deutschen Medien verschuldet. Wir sollten einfach abwarten. Und ich bin mir sicher: im Geheimen unterstützt Südkorea die Bemühungen Trumps, einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu vermeiden und irgendwie mit Kim und seinem unglaublichen Regime auszukommen. Natürlich kann man einem Kim nicht trauen - aber was wäre die Alternative?
...hat Trump denn beim Gipfel bewegt?
Er hat geblufft, ist abgeblitzt, dann ergebnislos abgereist und gibt nun, ohne ein einziges nordkoreanisches Zugeständnis, die so unsinnigen wie teuren Militärmanöver auf.
In Nordkorea hat sich rein gar nichts geändert.
Daß die breite Masse dort dort unter den anhaltenden Sanktionen leidet, interessiert Trump so wenig wie Kim. Zitat: "dann sollen sie eben Frösche essen, davon gibt es genug...".
Daß er mit der verpaßten Chance nebenbei China einen Hebel in die Hand gibt, um im Handelsstreit Druck auf die USA auszuüben, hat er vermutlich nicht verstanden. Was wollen die USA denn machen, wenn die Chinesen z.B. entscheiden, Nordkorea an den Sanktionen vorbei zu alimentieren?

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v.papschke 03.03.2019, 10:34
16. Zu @ 13 tinosaurus

Wer die Show platzen ließ ist eigentlich nicht so sicher. Es könnte durchaus auch Kim gewesen sein. Nach dem ersten Treffen wurden die Sanktionen sogar noch verschärft. Warum also sollte Kim irgend etwas von dem glauben, was Trump ihm erzählt hatte. Und kündigen die USA nicht zur Zeit diverse internationale Verträge auf ? Wo also ist sie, die amerikanische Verlässlichkeit ? Daß man nun endlich auf große Manöver verzichten will kann man allerdings nur begrüßen. Hoffentlich ist es aber auch von Dauer. Etwas sonderbar finde ich, daß in einigen Beiträgen das kleine Land ja fast schon zur weltbedrohenden Macht hochstilisiert wird. Wem nützt wohl eine solche Erklärung am meisten ?

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rainer_daeschler 03.03.2019, 10:37
17. Überfällig

Die Manöver waren nur noch Machtdemonstrationen, die eine Form der Auseinandersetzung übten, wie sie zwischen zwei Parteien, die im Besitz von Atomwaffen sind, garantiert nicht ablaufen würde.

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frankfurtbeat 03.03.2019, 10:45
18. längst ...

längst überfälliger Schritt - konsequenter wäre der Abzug der US-Basis in Südkorea - ab nach Hause - Kim wird nicht wie andere zuvor auf Verträge oder Worthülsen der Amerikaner vertrauen. Südkorea hat kein Interesse die Wiedervereinigung zu zahlen ... aber eine entspannte Grenzlösung und gemeinschaftliche Aktivitäten könnten entspannend wirken sofern die US abgezogen sind.

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MatthiasPetersbach 03.03.2019, 10:56
19.

Zitat von Actionscript
Kim ist paranoid, was sich daran zeigt, dass er seine eigenen Verwandten kaltblütig ermorden lässt. Trump setzt damit ein Zeichen, dass er sich um Menschenrechte und Mord nicht schert. Das hat er ja auch schon im Konflikt mit Saudi Arabien gezeigt. Es wird sich absolut nichts ändern im Verhältnis zu Nordkorea.
Und was soll man sonst tun?

Einmarschieren, Krieg führen? Wie bei Diktatoren als "Bekämpfung" so üblich: Kims Landsleute, um sie vor dem Diktator zu schützen, massenweise bebomben und erschießen?

Tut mir leid - Deeskalation ist das einzig Richtige. Und wenn einem von Jemand das Gesicht oder die Politik nicht passt, dann muß man eben warten, bis sich das erledigt hat. Entweder biologisch - oder bis das Land die Kraft und/oder den Willen gefunden hat, das zu ändern.

Von AUSSEN hat da wohl niemand etwas Hilfreiches dazuzutun. Das geht wohl nur Nord- und Südkorea was an. Und das wäre nicht im Ansatz so schwierig, wenn Amerika "damals" nicht mitgemacht hätte.

Bei DER Vorlage braucht man sich nicht wundern, wenn Amerika und die westliche Welt als Teufel dastehen.

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