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Nach Nahles-Rücktritt: SPD will künftig auf mehr Solidarität setzen
FILIP SINGER/EPA-EFE/REX

Die SPD steht für ihren Umgang mit Andrea Nahles in der Kritik, die Linke sieht Züge von Mobbing. Nun fordert der Juso-Chef ein Ende persönlicher Angriffe in der Partei. Und die Interims-Spitze will "solidarisch miteinander umgehen".

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index77 04.06.2019, 09:15
70. Parteifreunde

Die SPD ist schon auf lokaler Ebene eine Schlangengrube. Schon die Jusos haben Realos und Linke und bekriegen sich was das Zeug hält. Johannes Kahrs in Hamburg hat das Ende der 90er schon zu Meisterschaft gebracht, wie man z.B. Juso-Bezirke mit Neumitgliedern übernimmt oder auch ansonsten alle Regeln so schlau nutzt, dass andere plötzlich in die Röhre gucken. Demokratisch ist das zwar, aber nicht Sozial.

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DorianH 04.06.2019, 09:15
71.

Zitat von pumpernickl1811
Sattelberger hat es nicht verstanden. Das Äußern sachlicher Kritik (auch an dem Konstrukt Groko) muss erlaubt sein, ist sogar ganz wichtiges Element in der Demokratie. Das sollte er wissen. Nur persönliche Angriffe sind für eine positive Debattenkultur nicht förderlich. Das sagt auch Kühnert. Was macht Sattelberger? Haut bei Kühnert gleich wieder auf persönlicher Ebene drauf. Weg mit dem Mann!
Das stimmt zwar in der Theorie...aber woher sollens denn solche Gestalten wie FDP-Sattelberger denn wissen?
In seiner "Partei"bekommt man genau das doch vorgelebt, spätestens seit Westerwelle mit seiner spätrömischen Dekadenz und dem Pampern von Apothekern und Hoteliers.

Nach unten oder bei anderen Parteien immer treten, dann schaut beim eigenen Dreck vielleicht keiner mehr so genau hin.
Mal ganz abgesehen davon, daß er ohnehin nur Unsinn erzählt.

Denn bei aller - berechtigten - Kritik an der Großen Koalition kann ich mich nicht daran erinnern, daß Kühnert Nahles jemals persönlich angegriffen hätte.

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hisch88 04.06.2019, 09:20
72. Bisschen konfus heute, hä?

Zitat von schutsch
….. Für die, die kein Deutsch mehr können: Mobbing. Frau Nahles war die Oberausteilerin, und dies noch in einer vulgären Art. Gut, daß Du geganngen bist Andrea, und lese mal die Bibel, statt Karl Marx.
Karl Marx hatte noch für seine Zeit ein realistisches Bild der Arbeiterschaft. Die Bibel ist doch ein verlogenes Konstrukt erster Güte. Wer da noch darauf reinfällt, dem ist nicht zu helfen.

Dann lieber Ethik als "Religion" verkaufen.

Dass Nahles weg ist, ist ok, aber nicht die Art und Weise wie sie gegangen worden ist. Aber so geht die SPD mit Ihren Wählern genauso um. Hoffentlich geht sie unter die 10% für immer.

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magier 04.06.2019, 09:21
73.

Ich finde es bemerkenswert, wenn ein FDPler sich über persönliche Angriffe mokiert und im selben Atemzug versucht, Kühnert persönlich zu diskreditieren, indem er ihm vorwirft, noch nie gearbeitet zu haben. Es ist ja in Deutschland ein beliebtes Argument geworden, einem Politiker, der nicht an der Werkbank gestanden hat, von vornherein Inkompetenz und Realitätsferne zu unterstellen. Der soll erst einmal RICHTIG arbeiten gehen! Ein Tätigkeit im politischen Bereich wird ja nicht als Arbeit gewertet. Dabei ist davon auszugehen, dass diese Tätigkeit mehr Arbeit und Arbeitszeit erfordert, als 8 Stunden im Büro einer Firma zu sitzen oder als gut bezahlter Unternehmensberater sein Programm abzuspulen. Allen Kritikern sei gesagt: Es gibt auch eine Arbeit, bei der Muskelkraft nicht ausschlaggebend ist.

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Menschundrecht 04.06.2019, 09:27
74. Vergiften, Vergasen, Vergessen

Zitat von Pixelpu
mit den eigenen Wählern wäre doch auch einmal etwas über das man nachdenken könnte. Die fehlende Solidarität zu den eigenen Programmen und Zielen hat nämlich im wesentlichen dazu geführt, dass die SPD nicht mehr als Interessenvertretung der arbeitenden und lohnabhängigen Bevölkerungsschichten gesehen wird. Das heutige Gejammer der Partei ist, vor dem Hintergrund der asozialen Politik seit Schröder, nur schwer erträglich.
Die SPD muss sich jetzt endlich einmal wieder auf Inhalte besinnen, konseqent ihr politisches Grundsatzprogramm umsetzen und also die männliche Gesellschaft überwinden, um die menschliche Gesellschaft zu erreichen. Das ist Solidarität und Zusammenhalt, und mit der Malu kann es gelingen.

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holwin 04.06.2019, 09:28
75. hätte hätte

Fahrradkette...ob der Eintritt in die GroKo sinnvoll war oder nicht, sei dahingestellt. Die FDP zog sich unter Angabe schadenfeiniger Gründe aus den Koalitionsverhandlungen mit der CDU zurück. Alle appellierten an das Verantwortungsgefühl der SPD für das Land. Auch Bundespräsident Steinmeier übte Druck aus. Leider. Die CDU suchte einen Steigbügelhalter, um weiter regieren zu können. Die SPD Führung wußte um die Sensibilität der Thematik für ihre Partei. Deshalb kam es zur Mitgliederbefragung mit der Entscheidung für die GroKo. Kevin Kühnert führte auf unsägliche Art und Weise eine No GroKo Kampagne an. Es ist allzu offensichtlich das Kevin Kühnert die Mitgliederentscheidung nie akzeptierte. Kühnert besitzt große mediale Aufmerksamkeit. Seine Äußerungen, auch wieder zuletzt kurz vor EU Wahl, haben sicherlich einen Anteil am schlechten Wahlergebnis der SPD. War das Kalkül? Nun bringt sich Kevin Kühnert in Stellung, mir scheint, er fühlt sich zu Höherem berufen. Ich finde das Verhalten heuchlerisch. Ich bin über so ein Verhalten zutiefst beschämt. Zu verstehen ist das Alles nicht. Die SPD hat gut verhandelt. Sie hat viele und wichtige Ministerien erstritten. Die Erneuerung mit der Abkehr von Hartz IV ist eingeleitet. Das wirkte sich sogleich positiv auf die Umfragewerte aus. In einer Koalition geht es um Kompromisse, da kann man die eigenen Interessen nicht zu 100% durchsetzen. Die Regierungsarbeit der SPD ist trotz dieses Umstands ziemlich gut und erfolgreich. Gegen Ende des Jahres wird über den Verbleib in der GroKo abgestimmt. Was also hat Andrea Nahles falsch gemacht? Die Zündler in der SPD sollten sich bedeckt halten! Sie sollten die Entscheidung der Basis akzeptieren. Wer in der Aussendarstellung so auftritt, wird durch die WählerInnen gnadenlos bestraft und seien die Inhalte noch so gut.
Ja, die SPD braucht mehr Solidarität innerhalb ihrer Partei. Das ist jetzt wichtiger denn je.

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olli0816 04.06.2019, 09:31
76. Ich verstehe das nicht

Da ist eine offensichtlich unfähige und unbeliebte Parteivorsitzende endlich viel zu spät zurück getreten und jetzt monieren die Leute etwas von unloyal und Frauen hätten es ach so viel schwerer als Männer, besonders in der Politik. Die Spitzenposten in Deutschland werden seid einiger Zeit mehrheitlich von Frauen vertreten und natürlich sind da auch welche dabei, die ihren Posten nicht sonderlich gut ausfüllen.

Frau Nahles war die ganzen Jahre mit einer der unbeliebtesten Politiker in Deutschland und jetzt meinen viele, besonders aus der SPD, dass sie doch so wahnsinnig toll gewesen wäre und man sie rausgemobbt hätte. Ob es Mobbing war, kann ich persönlich nicht beurteilen, da ich nicht zu den Leuten gehöre, die dort Einblick haben. Ungeachtet dessen war es eine absolut richtige Entscheidung, da die SPD im freien Fall ist und Frau Nahles wegen ihrer Persönlichkeit und fachlichen Eignung nicht in der Lage war, das Ruder herumzureissen. Sie ist allerdings nicht für den jahrelangen Sinkflug alleine verantwortlich, aber sie ist daran beteiligt gewesen.

Nur ist es so, dass ein Rücktritt alleine die SPD nicht retten wird. Es muss eine neue Mannschaft aufgebaut werden und es müssen Inhalte geschaffen und vertreten werden, die die SPD für den Wähler wieder attraktiv macht. Beides ist nicht vorhanden.

Das Trio kann nur ein Übergang sein. Man sollte jetzt aktiv schauen, wer fachlich und vom Auftreten geeignet und willens ist, diese Partei zu führen. Dafür benötigt es Zeit. Man hat jetzt die Sommerferien und kann sie sich nehmen. Während dieser Zeit sollte die SPD keine großen Entscheidungen fällen a la "ich gehe jetzt aus der Groko". Das kann man machen, wenn man sich sortiert und eine Strategie entwickelt hat. Austritt aus Groko ist Neuwahlen und da ist die SPD momentan in der denkbar schlechtesten Lage.

Man sollte endlich aufhören, sich selber zu bemitleiden. Der Schritt war wichtig und richtig, das Frau Nahles kein wichtiges Amt mehr innehat. Nur sollte man sich jetzt dransetzen und die Partei endlich umbauen und reformieren. Wird das nicht gemacht, ist die SPD bald Geschichte. Los gehts.

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unixv 04.06.2019, 09:38
77. Seeheimer gegen Sozialdemokraten!

Schade das Dreyer und Schwesig zu der ersten Gruppe gehören, sonst hätten sie schon Gestern die GroKo gekündigt! Posten sind nun mal wichtiger!

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Allezy 04.06.2019, 09:38
78. Nahles hat auch nie was anderes gemacht als Politik

Und das nie zimperlich.
Dass sie jetzt beleidigt alles hinschmeisst zeigt nur, dass sie fuer diesen und andere Topjobs nicht geeignet ist.
In der Politik gewinnt nunmal, leider, nicht (mehr?), der/die die ein gutes Programm hat, sondern wer die populistischste Message und den sympathischsten Kandidaten hat.
Auf den Zug der deshalb steigenden Umfragewerte springen naemlich dann die immer den Gewinner waehlenden Lemminge mit auf.
Deshalb waren Nahles, und AKK, von vornherein ebenso Fehlbesetzungen wie Habeck ein Gluecksgriff.
Mit Hofereiter und Kuenast/Roth and der Spitze waeren die Gruenen mit dem selben Programm immer noch einstellig.
Gut dass einige in der SPD endlich den Mut hatten das zu sehen und zu sagen.

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Klapperschlange 04.06.2019, 09:39
79. Wichtig ist,...

.....dass die Seeheimer in der Parteiführung ausreichend berücksichtigt werden. Nur so ist ein Linksabdriften zu den Kommunisten zu verhindern. Wer eine andere Staatsform möchte, kann die Nachfolgerin der Mauerschützenpartei wählen. Die SPD muss sich neu ausrichten und auf gar keinen Fall den Gedanken dieses Jusovorsitzenden auch nur ansatzweise folgen.
Enteignungen haben uns gerade noch gefehlt!

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