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Nach Nein zum neuen EU-Vertrag: Camerons Konservative im Umfragehoch

Für seine Verweigerungshaltung musste sich David Cameron beim Brüsseler Krisengipfel scharfe Kritik anhören, doch sein Nein bringt die Konservativen in ein*Umfragehoch: Zum ersten Mal in diesem Jahr überholt seine Partei die oppositionelle Labour.

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azzura76 14.12.2011, 14:39
10. Traurig nur...

Traurig ist nur, dass unser Altkanzler Helmut Kohl uns den Euro beschert hat! Aber nun da wir ihn nun mal haben, ist der Weg zurück extrem teuer und ich denke wir zahlen ohnehin schon genug!
Ich selber arbeite für eine englische Tochtergesellschaft (in der ein deutscher Geschäftsführer sitzt, auch wenn unsere Titel im englischen benannt sind) und bin sicher nicht gegen die Engländer, dennoch muss ich mit Bedauern zugeben, dass ich es erschreckend finde, dass unsere EU-Nachbarn nichts dazu gelernt haben und die Engstirnigkeit besitzen, zu denken sie seien alles und der Rest würde unter ihnen stehen! Engländer aufgepasst... wir brauchen euch, aber ihr braucht uns, die EU mehr! Vergesst das nicht und fangt an das zu begreifen! Die meisten Völker der EU finden es gerade nicht so amüsant, aber wir sind den Weg gegangen und sollten auch gemeinsam einen Weg finden dieses Drama zu beenden!

Zitat von Meerkönig
Was sie hier schreiben ist doch Phantasterei. Was glauben sie, was die Amerikaner machen, wenn das passiert, was sie vorschlagen? Viele Verwaltungszentren amerikanischer Firmen in Europa befinden sich in England. Auch in den in Deutschland ansässigen amerikanischen Firmen werden überwiegend Engländer als Vorstandsvorsitzende (President Europe) eingesetzt. Die pendeln täglich bis wöchentlich hin und her. Die konservativen Engländer sehen sich immer noch als Commonwealth und damit als Mittelpunkt der Welt. Nach außen hin sehen sie sich als Teil der USA, innerlich sehen sie die USA als Teil von Großbritannien. Die anderen Engländer, u.a. die die produzieren und international verkaufen müssen, sehen das jedoch ganz anders. Die wollen nicht außerhalb der EU stehen und hätten am liebsten ebenfalls den Euro. Wir sollten nicht vergessen dass ausgerechnet CDU-Kohl die Engländer ermutigte, nicht dem Euro –Verband beizutreten. Er, Kohl brauchte nämlich für sein eigenes Kapital (CDU-Spendengelder) und für das Kapital der Klientele neben dem Schweizer Franken eine weitere Fluchtwährung. Er traute dem Euro-Experiment offenbar nicht. Wie Recht er hatte, bis heute jedenfalls. Der Ausgang des Euro- Fortbestandes allerdings ist sehr ungewiss. Kein Politiker weit und breit, der den Mumm hat, das Euro-Problem zu lösen. Das Merkel -Gelaber, über ihre Zufriedenheit nach einem Euro – Gipfel, wird uns noch lange erhalten bleiben.

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iron mace 14.12.2011, 17:28
11. Wäre hier nicht anders

Zitat von sysop
Für seine Verweigerungshaltung musste sich David Cameron beim Brüsseler Krisengipfel scharfe Kritik anhören, doch sein Nein bringt die Konservativen in ein*Umfragehoch: Zum ersten Mal in diesem Jahr überholt seine Partei die oppositionelle Labour.
Gäbe es in Deutschland eine Partei die sich klar gegen die aktuelle
Politik der EU Geldverschwendung aussprechen würde, hätte diese auf Anhieb um die 40%.

Leider hat man "uns" die Kollektivschuld derart eingepredigt, das sich niemand traut sich gegen das Diktat der EU Kommissare zu erheben.

Die Briten brauchen keinen Euro, das Pfund ist stark genug, wenn auch nicht so stark wie es eine D-Mark war, aber die haben wir zugunsten von Spielgeld weggeworfen, um Machtlos zusehen zu müssen wie Barroso und Co. einen haben Kontinent gegen die Wand fahren.

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iron mace 14.12.2011, 17:38
12. Demokratie?

Zitat von L.Werner
Brauchen die aufrichtigen Europäer noch mehr Beweise was die Mitgliedschaft der Engländer in der EU bedarf. Ich meine, dass es klarer nicht mehr kommen muß. Die Engländer sollte man aus der EU herauswerfen und eine Mauer um England bauen. Jeder Engländer der nach Europa einreisen will, sollte ein Visum beantragen müssen.


Rauswerfen? Mauer bauen?

Ist das Ihre Vorstellung von Demokratie? Sollte die EU so funktionieren?

"If you're not with us, you're against us" ?

Wer gegen die Kommissions Meinung ist, wird zum Feind erklärt?


Schön, das die Krise das wahre Gesicht der "Europäer" zum Vorschein bringt, und genau aufzeigt welches Verständnis von Freiheit und Demokratie die EU Befürworter haben.

Die Eu wird nicht an ihren Gegnern scheitern, das erledigen Befürworter wie Sie ganz alleine.

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Cotti 14.12.2011, 17:48
13. Antigroßbritannischer Schutzwall

Zitat von iron mace
Rauswerfen? Mauer bauen? Ist das Ihre Vorstellung von Demokratie? Sollte die EU so funktionieren? "If you're not with us, you're against us" ? Wer gegen die Kommissions Meinung ist, wird zum Feind erklärt? Schön, das die Krise das wahre Gesicht der "Europäer" zum Vorschein bringt...
"Bei Geld hört die Freundschaft auf!" - und an der "EU" kann man das jetzt bestens studieren. Weil ein Teil Europas sich völlig überstürzt und unüberlegt in eine gemeinsame Währung gestürzt hat, die jetzt schon vor dem Ende steht, zerstreitet man sich untereinander und mit dem anderen Teil, der damals nicht so blindeuphorisch war. Noch nie war die Stimmung innerhalb Westeuropas nach dem Krieg so vergiftet, wie seit der Einführung dieser Spalterwährung.


Auch hier passt, was ich schon im anderen Strang schrieb.

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iron mace 14.12.2011, 19:10
14. you're either with us, or against us, das Motto der EU

Zitat von Cotti
- und an der "EU" kann man das jetzt bestens studieren.
Hier geht es auch nicht um "Freundschaften".

Es geht darum das Cameron als Premierminister des Vereinigten Königreiches selbstverständlich das Recht auf eine eigene Meinung hat, und diese auch gegen den Willen der Euro-Retter vertreten darf.
Zumal er damit offensichtlich einen Großteil der britischen Bevölkerung hinter sich hat.
Und genau diesen Menschen ist er verpflichtet, das sind ja nicht nur seine Wähler, das ist das Volk das erwartet von ihm bestmöglich vertreten zu werden.

Das muss sicherlich nicht jeden gefallen, ist aber kein Grund zum einmauern der Insel aufzurufen.

Wer nicht mit Unterschiedlichen Ansichten leben kann, muss in eine Diktatur, dort gilt nur eine Meinung. In Demokratisch-Freiheitlichgen Systemen gehören auch unterschiedliche Standpunkte zur Kultur.

Genau das möchte man aber in "Europa" in der EU nicht haben, hier geht es nur noch um Bürokratie und eine Beamtendiktatur.
Neben der Kommission sind es ja in erster Linie die EU-Beamten die über "uns" entscheiden.
Das parlament dient nur den Durchwinken der Beschlüsse von Barroso, Malmström und Konsorten.

Man spricht ja bei 2 Bewerbern für ein Amt in Europa schon von Kampfkanditaturen, früher war das mal ein normaler Vorgang, und Teil eines Demokratischen Systems.
Heute wird unterschwellig etwas "böses" daraus gemacht.

In der EU von heute gilt, "O con noi o contro di noi".

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Cotti 14.12.2011, 20:08
15. Gnade

Zitat von iron mace
Hier geht es auch nicht um "Freundschaften"...
Des Sprichworts wegen bitte sich nicht aufzuregen... ;) Ich hätte auch sagen können: "Mit Geld fängt die Feindschaft an". Fakt ist, dass diese ganzen Musterdemokraten im Eumelraum sich nicht um die Meinung ihrer Völker scheren - wie sollten die dann einen Volksvertreter akzeptieren können, der es tut?

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azzura76 15.12.2011, 23:54
16. Sie haben recht, aber..

Sie haben recht, dass Cameron sein Volk hinter sich hat, jedenfalls die Briten selbst! Aber man gebe zu bedenken, dass ein Land sich nicht immer nur die Vorteile und Sondervereinbahrungen einverleiben sollte, sondern dass man auch wenn es hart auf hart kommt, mal hinter den sogenannten "Partnern" stehen sollte!
Die Briten haben seid je her Sondervereinbahrungen gehabt! Jetzt wo es daran geht den Karren aus den Dreck zu ziehen, sollte man aber auch den Schneid haben zu sagen, komm wir krämpeln ebenfalls die Arme hoch und schwingen nicht kluge Reden, sondern packen es mit an! Das Vereinte Königreich hat auch ordentlich abkassiert für Teile dieses Königreiches! Und sein wir doch mal ehrlich, die Briten wären ohne Europa heute ein sehr kleines Licht!
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin nicht dafür die Briten aus der EU zu werfen oder eine Mauer um diese Insel zu mauern, aber man sagt doch so schön "mit gehangen, mit gefangen"!
Die Briten werden sich sicher nicht aus der EU entfernen, so wie ich dass einschätze, aber das ist nur meine eigene Meinung und jeder sollte diese vertreten dürfen, das können die Briten sich nicht leisten und ich glaube die Politiker in GB wissen das auch! Sie stehlen sich nur leider, wie schon so oft, aus der Verantwortung! Die Vorteile nehmen die Briten immer sehr gerne mit, aber die Nachteile "Nein danke"!
So kann es aber nicht immer funktionieren und das sollte man die Briten nun, so Leid es mir tut, auch mal merken lassen!
Wir wurden auch nicht gefragt und müssen doch alle mit ran als Stuerzahler, finde ich nicht sonderlich amüsant, aber so ist es nun mal in einer sogenannten "Partnerschaft"! ;)

Zitat von iron mace
Hier geht es auch nicht um "Freundschaften". Es geht darum das Cameron als Premierminister des Vereinigten Königreiches selbstverständlich das Recht auf eine eigene Meinung hat, und diese auch gegen den Willen der Euro-Retter vertreten darf. Zumal er damit offensichtlich einen Großteil der britischen Bevölkerung hinter sich hat. Und genau diesen Menschen ist er verpflichtet, das sind ja nicht nur seine Wähler, das ist das Volk das erwartet von ihm bestmöglich vertreten zu werden. Das muss sicherlich nicht jeden gefallen, ist aber kein Grund zum einmauern der Insel aufzurufen. Wer nicht mit Unterschiedlichen Ansichten leben kann, muss in eine Diktatur, dort gilt nur eine Meinung. In Demokratisch-Freiheitlichgen Systemen gehören auch unterschiedliche Standpunkte zur Kultur. Genau das möchte man aber in "Europa" in der EU nicht haben, hier geht es nur noch um Bürokratie und eine Beamtendiktatur. Neben der Kommission sind es ja in erster Linie die EU-Beamten die über "uns" entscheiden. Das parlament dient nur den Durchwinken der Beschlüsse von Barroso, Malmström und Konsorten. Man spricht ja bei 2 Bewerbern für ein Amt in Europa schon von Kampfkanditaturen, früher war das mal ein normaler Vorgang, und Teil eines Demokratischen Systems. Heute wird unterschwellig etwas "böses" daraus gemacht. In der EU von heute gilt, "O con noi o contro di noi".

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Kraut11 15.12.2011, 19:06
17. Es ist nicht alles Gold was glänzt.

Zitat von herr_kowalski
Camerons no war die längst fällige Notbremse vor der Selbstaufgabe.
Cameron hatte seine eigenen Gründe für sein Veto, und mit "Notbremse" und "Selbstaufgabe" hatte das herzlich wenig zu tun. Ein neuer EU Vertrag hätte seine Conservative Party gespalten und in eine impotente Selbstzerfleischung getrieben wie in den Neunziger Jahren unter John Major. Davon abgesehen hätte Cameron einen solchen Vertrag niemals durch das Parlament bekommen, auf jeden Fall nicht ohne ein Referendum, und je nach dessen Formulierung hätte dies unter Umständen einen direkten Ausstieg aus der EU bedeutet. Was Cameron nicht riskieren konnte, nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Konsequenzen eines solchen Ausstiegs, denn hier auf der Insel sieht es auch nicht gerade rosig aus.

Das Umfragehoch ist nicht unbedingt überraschend, da das Veto der vergangenen Woche den kleinkarierten Nationalismus der Bevölkerung schürt, wo immer noch breit und arrogant davon ausgegangen wird, dass man nach wie vor ein Empire im Hintergrund hat und aufgrund dessen etwas Besseres ist. Seit Jahren wird hier im Königreich alles, was auch nur im weitesten Sinne schief geht, auf die EU projiziert, und ich frage mich, wie das Umfrageergebnis ausfallen würde ohne die EU für alles als Prügelknaben zu missbrauchen, und statt dessen wirklich einmal auf die Dinge zu blicken, wie sie eigentlich sind - die Zahlen würden verhältnismäßig niedriger ausfallen....

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rabenkrähe 15.12.2011, 20:38
18. jaja

Zitat von sysop
Für seine Verweigerungshaltung musste sich David Cameron beim Brüsseler Krisengipfel scharfe Kritik anhören, doch sein Nein bringt die Konservativen in ein*Umfragehoch: Zum ersten Mal in diesem Jahr überholt seine Partei die oppositionelle Labour.
........


Wen wundert das? Definieren sich die allermeisten Menschen doch durch Feindbilder und hofieren jene, die ihren Feindbildern entschlossen entgegentreten.
Das hilft, die Realität zu verdrängen, denn wenn GB ganz konzentriert auf sich schaute, sähen sie, in welch fataler Lage sie sind, und erst recht sein werden, wenn sie der EU die kalte Schulter dauerhaft zeigen.
rabenkrähe

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