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Nach Norwegen-Attentaten: Innenminister Friedrich fordert Ende der Anonymität im Netz

Blogger sollen mit "offenem Visier" argumentieren:*Für Bundesinnenminister Friedrich ist das eine Lehre aus den Anschlägen von Norwegen, wo ein Einzeltäter sich im Netz radikalisierte. im SPIEGEL-Interview fordert er nun, die*Anonymität im Internet abzuschaffen.

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fleischwurstfachvorleger 07.08.2011, 08:16
1. Schön der Reihe nach!!

Zitat von sysop
Blogger sollen mit "offenem Visier" argumentieren:*Für Bundesinnenminister Friedrich ist das eine Lehre aus den Anschlägen von Norwegen, wo ein Einzeltäter sich im Netz radikalisierte. im SPIEGEL-Interview fordert er nun, die*Anonymität im Internet abzuschaffen.
Erst wollen wir den gläsernen, vorbildlichen Politiker, der nur seinem Gewissen verantwortlich ist und sich nur für das Volk einsetzt. - Wir wollen genau wissen, welche Einkommen von wem bezogen werden.

Wir wollen mehr Mitspracherecht. Es kann ja wohl nicht sein, dass ich alle 4 Jahre meine Stimme abgebe und danach die Politiker damit machen was sie wollen, meine Stimme praktisch in Geißelhaft nehmen.

Ich denke Herr Friedrich wünscht sich einen Polizeistaat a la Weißrussland, wo man schnell an die Querulanten rankommt. - Will man sie dann in Fußballstadien unterbringen, wie in Chile?

Herr Friedrich sollte einfach nach Norwegen schauen, wie die mit ihrem Problem umgehen ist wirklich vorbildlich.

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forschung 07.08.2011, 08:17
2. und sonst gehts dem gut?

Wenn jemals ein Klarnamenzwang eingeführt würde, wäre ich einer der ersten, der aus dem Internet "verschwindet" - ich will nicht von jedem x-beliebigen Arbeitgeber oder weiß der Geier wem für meine PRIVATE Meinung gefunden werden.

Das ist mal wieder typisch deutsche Kleingeisterei *kopfschüttelnd*

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Björn Borg 07.08.2011, 08:23
3. Wählt Intelligente in die Parlamente!

Zitat von sysop
Blogger sollen mit "offenem Visier" argumentieren:*Für Bundesinnenminister Friedrich ist das eine Lehre aus den Anschlägen von Norwegen, wo ein Einzeltäter sich im Netz radikalisierte. im SPIEGEL-Interview fordert er nun, die*Anonymität im Internet abzuschaffen.
Wer ist eigentlich Herr Friedrich?

Das könnte dem so passen. Eher werden wir ihn und seine doppelplusunguten Kabinettskollegen abwählen.

MfG
Björn Borg

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Tungay 07.08.2011, 08:24
4. Ohne Anonymität...

...gäbe es diese Dikussionen, politisch unterdrückter Themen gar nicht und genau dahin zielt Herr Fridrich.
Schon heute werden unliebsame Menschen aus ihrer Existenz gedrängt um sie fertig und mundtot zu machen. (Sarazzin und Hermann sind hier nur die prominenten Beispiele).
Wir leben in einer Meinungsdiktatur, die mit allen Mitteln die Deutungshoheit in der Scheindemokratie erhalten will. Nicht unsonst werden Lehrstühle an Universitäten gestaltet, die schon danach riechen, welches Ziel sie verfolgen.
Hier sind die Universitäten in Bielefeld (Bertelsmann Sprachrohr) und Berlin (Parteiensprachrohr) als besondere Institutionen zum Erhalt der Deutungshoheit, wider die Demokratie festzuhalten.
Wehret den Anfängen! Das Netz als Krücke der Wirtschaft und der Brot und Spiele Politik. In so einer Gesellschaft wollen nur Diktatoren leben.

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TaintedInfo 07.08.2011, 08:26
5. .

Ich bin auch dafür, dass jeder nachschauen kann, auf welchen Webseiten Herr Friedrich sich so rumtreibt.

Er hat ja schließlich nichts zu verbergen.

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petsche 07.08.2011, 08:27
6. Innenminister Friedrich

Wie steht es denn damit zuerst mal die amtliche Geheimniskraemerei zu beenden ? Das mit einer Dienstmuetze versehene Haenschen darf wissen was sein Kollege ohne Muetze nicht wissen darf.?

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Roueca 07.08.2011, 08:27
7. Ich bewundere, wie Norwegen...

...mit dieser schrecklichen Tat umgeht.

Ich verachte das hirnlose Gejaule unserer Möchtegern-Politiker, welche sich vor Angst vor ihren eigenen Wählern ständig in die Hose machen.

Einfach nur peinlich!

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Elias Erdmann 07.08.2011, 08:29
8. Friedrich fordert damit indirekt Ende der freien Meinungsäußerung im Netz

Viele Ideen und Werke, die unsere Kultur prägten und bereicherten, wurden ursprünglich anonym oder unter einem Pseudonym veröffentlicht.

Einige Beispiele:
-Die anonym verfasste Flugschrift „Common Sense“ von Thomas Paine gab einen wichtigen Anstoß zur amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.
-Die „Fama Fraternitatis“ (1614) und die „Confessio Fraternitatis“ (1615) sind wichtige Grundlagen der Rosenkreuzer-Bewegungen und haben die europäische Geistesgeschichte nachhaltig geprägt.
-Der deutsche Philosoph Johann Gottlieb Fichte veröffentlichte seinen „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“ zunächst anonym.
-Die Sage von „Johann Faust“ erschien im Jahr 1587 als anonymes Werk unter dem Titel „Historia von D. Johann Fausten“. Diese Geschichte lieferte später die Grundmotive für Goethes „Faust“.
-Auch Goethe veröffentliche einige seiner Werke anonym, z.B. die „Römischen Elegien“, die für die damalige Zeit etwas zu freizügig waren.
-Die Romane von Jane Austen und der Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ von Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos wurden ebenfalls anonym veröffentlicht.

Wir können froh sein, dass all diese Autoren die Möglichkeit hatten, ihre Werke anonym zu veröffentlichen, denn ohne diese Werke wäre unsere Kultur um sehr vieles ärmer. Politischen Machtstrukturen, gesellschaftliche Konventionen und religiöse Intoleranz waren vermutlich die Hauptgründe, weshalb sich die Autoren nicht offen zu ihren Werken bekennen konnten. Die Anonymität des Autors war manchmal ratsam, um die soziale Stellung nicht zu gefährden – und manchmal war sie sogar notwendig zum Schutz des eigenen Lebens.

Die Zeiten mögen sich geändert haben, aber das Grundproblem ist geblieben. Es liegt in der Natur der Sache, dass neue Ideen immer wieder mit den bestehenden Gesellschaftsstrukturen und Gepflogenheiten kollidieren, dass sie traditionelle Tabu-Grenzen überschreiten und bestehende Weltbilder in Frage stellen.

Die Möglichkeit, neue Ideen anonym veröffentlichen zu können, ist deshalb auch heute im Internet-Zeitalter noch immer eine der wichtigsten Grundvoraussetzung für den gesellschaftlichen Wandel in einer Demokratie. Die Identifizierungspflicht für Meinungen ist hingegen ein typisches Merkmal von totalitären Systemen.

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sir_humphrey 07.08.2011, 08:30
9. Was will der?

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Ahnungslosigkeit hier Menschen zu Werke gehen, die sich Minister schimpfen und ein Heidengehalt aus der Steurkasse kassieren. Kann man da nicht wenigstens ein Mindestmaß an Kompetenz erwarten?

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