Forum: Politik
Nach Peitschenhieb-Urteil: Saudische Frauen rebellieren gegen Fahrverbot

Dieses Urteil empört die Welt: Ein saudi-arabisches Gericht*hat eine Frau zu*Peitschenhieben verurteilt, weil sie Auto gefahren ist. Im ganzen Land protestieren nun Aktivistinnen - und setzen*sich erst recht ans Steuer.

Seite 6 von 8
saarländerin1 28.09.2011, 19:25
50. hmm nicht informiert ?

Zitat von hazadeur
Wenn es in Saudi Arabien ein Frauenfahrverbot gibt, dann können saudische Frauen sicher auch keinen Führerschein machen. D.h. dass die saudischen Frauen, die Autofahren, das eigentlich gar nicht können, da nicht gelernt. Damit gefährden sie die Allgemeinheit. Sie fahren also ohne Fühererschein. Das Fahren ohne Führerschein ist in Deutaschland ein Straftatbestand und kann mit bis zu 1 Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden. In Saudi Arabien gibt's halt keinen Knast sonder Prügel - andere Länder, andere Sitten. (obwohl man vielleicht mit 10 Schlägen besser wegkommt als mit einer Freiheitsstrafe) Ob Frauen nun unbedingt Autofahren dürden sollen oder besser nicht, ist ja Ansichtssache. An manchen Tagen würde ich mir jedenfalls auch ein Frauenautofahrverbot in Deutschland wünschen. Wenn es denn Saudische Tradition, ist das halt so. Da das Fahrverbot wohl nicht existenziell in das Leben saudischer Frauen eingreift (anders als z.B. ein Schul-, Studiums- oder Arbeitsverbot), ist die Aufregung doch übertrieben. Ich würde mir ja eher Gedanken über Themen wie z.B. der Zwangsheirat machen. Aber o.k. - zum Heiraten gezwungen passt schon, wenn sie denn mal den Porsche vom Scheich fahren darf.
Frauen dürfen in Saudiarabien weder arbeiten, reisen, einen Arzt besuchen oder heiraten wenn es nicht von einem männlichen Verwandten genehmigt wird.
Jetzt dürfen sie sich Gedanken machen.
Traditionen die das Recht der Frauen dermassen beschneiden,
haben in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen.

Was das Fahrvermögen der Frauen betrifft..ich finde das Machogehabe mancher männlichen Verkehrsteilnehmer weitaus gefährlicher.

Für die saudiarabischen Frauen viel Glück, sie werden es brauchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stinksocken 28.09.2011, 19:37
51. Sand oder Hitze

Wie man feststellen muß, zeigen sich überall, von der Türkei bis Nordafrika, die gleichen Strukturen. In dem einen Land müssen sich die Frauen verschleiern, dürfen das Haus ohne Männer nicht verlassen, dürfen keine Schule besuchen, woanders ist der Mann nach dreimaliger Willensbekundung geschieden.Andere dürfen keine Autos fahren. Kopftuch muß getragen werden, damit das keusche Haar verdeckt ist. Auch der Beginn des Koftuches, wo ehrbare Frauen, wenn sie für ihre Notdurft das Zelt verliessen, ein Kopftuch auflegen mußten, um nicht mit Sklavinnen, die jederzeit wehrlos gegen männliche Hormonelle Überanspruchung waren,verwechselt zu werden,zeigt, daß hinter all diesen Traditionen nur eine primitive männliche Sexualität steckt.Je niedriger der Bildungsstand, je extremer muß Frau sich verstecken. Irgendwo muß im Sand Testosteron versteckt sein, den diese Männer ständig einatmen. Alle sogenannten Traditionen dort dienen nämlich nur diesem einen Grund. Ali wäre ganz bestimmt sehr aufgebracht bis zum Ehrenmord, wenn er feststellt, daß die ihm von seinem Vater und Schwiegervater ausgehandelte und Zugeteilte Gattin plötzlich feststellt, es gibt ja noch andere und bessere Männer, die vielleicht lesen und schreiben oder mehr Geld verdienen können. Dieses Gefühl dürfen diese Frauen nicht bekommen, weil sie wahrscheinlich in ihrer Gesamtheit feststellen werden, wie sehr sie von zumeist primitiven Dreibeinern umgeben sind. Das wäre ja so Ehrverletzend, wenn eine Frau sich einem intelligenten Manne zuwenden würde.Daher kriegt sie einen Käfig umgehängt, so daß kein anderer Mann sie mal sich angucken könnte. Irgendwie erinnert mich das die letzten Jahre auch an Deutschland, wo man stetig wachsend, die gleichen Tradition verstärkt feststellt.Dem muß massiv gegengesteuert werden hier in Deutschland, bevor diese Dinge hier auch sich etablieren. Testorsteron darf gegen Intelligenz nicht gewinnen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herrschende_meinung 28.09.2011, 19:52
52. ²

Zitat von
DAS ist der eigentliche Skandal. Verurteilung ohne gesetliche Grundlage.
Ich sehe Ihnen mal Ihre Lücken im saudischen Rechtssystem nach. Was ich Ihnen aber nicht nachsehe, ist dass Sie nicht Google/Wikipedia bedienen können. Dann wüssten Sie z.B. über die Verfassung von Saudi-Arabien Bescheid. Und da gibts kein nulla poena sine lege, sondern eine islamische Generalklausel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schweigbrecher 28.09.2011, 19:57
53. Es ist so bescheuert

Man kann nur hoffen, dass sich auch noch in den letzten Hochburgen anachronistischster Rückständigkeit Freiheitsbewegungen durchsetzen und die jahrzehnte- oder jahrhundertelang herrschenden Tyrannendynastien endlich zum Teufel jagen.

Leider sind überall dort, wo dies dringend geschehen muss ähnliche Zustände und Opferzahlen wie in Syrien oder Lybien zu erwarten. Regime, die ihrer Ausprägung nach nichts anderes als faschistisch agieren, geben ihre Macht leider niemals freiwillig auf, denn sie sind ja so erhaben, wenn nicht sogar gleich von Gott berufen ...

Was für ein Schwachsinn...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m a x l i 28.09.2011, 20:22
54. Diagnose

Zitat von hazadeur
Ob Frauen nun unbedingt Autofahren dürden sollen oder besser nicht, ist ja Ansichtssache. An manchen Tagen würde ich mir jedenfalls auch ein Frauenautofahrverbot in Deutschland wünschen. Wenn es denn Saudische Tradition, ist das halt so. Da das Fahrverbot wohl nicht existenziell in das Leben saudischer Frauen eingreift [...] ist die Aufregung doch übertrieben.
Zitat von spon-1300107429234
Was sind das eigentlich für Menschen, die sich aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlechts Sonderrechte anmaßen bzw. anderen ihre Rechte wegnehmen wollen? Wie schön, dass derartige Meinungen keinerlei Einfluss haben.
Ich versuche mal eine Diagnose. Aus dem Text laesst sich einiges ablesen.

Was ist das also fuer ein Mensch? Sehr wahrscheinlich ein schlechter Autofahrer.

Begruendung:

1. Der Mensch interessiert sich fuer teure Automarken. ->Imponiergehabe ->Mangel an Aufmerksamkeit und gegenseitiger Ruecksichtnahme im Strassenverkehr

2. Der Mensch sieht die Haelfte der Menschheit auf Grund des Geschlechts als minderwertig gegenueber sich selbst an ->Mangel an Aufmerksamkeit und gegenseitiger Ruecksichtnahme im Strassenverkehr

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hfftl 29.09.2011, 05:49
55. .

Zitat von saarländerin1
Frauen dürfen in Saudiarabien weder arbeiten, reisen, einen Arzt besuchen oder heiraten wenn es nicht von einem männlichen Verwandten genehmigt wird. Jetzt dürfen sie sich Gedanken machen. Traditionen die das Recht der Frauen dermassen beschneiden, haben in der heutigen Zeit nichts mehr zu suchen.
Was gerne übersehen wird: Solche Maßnahmen dienen vor allem dem Schutz der Frauen. Ein Frauenleben ist ein kostbares Gut, das nach besten Kräften zu behüten ist. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, ganz im Gegenteil. Das ist Ritterlichkeit, wie sie unserer "Kultur" längst abhanden gekommen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sumerer 29.09.2011, 07:54
56. Diskriminierung mal anders - was für ein Drama

Zitat von Django_DUS
Wie bitte? Das Kopftuch und die Burka sind Ausdruck einer Diskreminierung der Frauen und nicht das Verbot derselben. Oder wollten Sie das vielleicht sagen?
Nein, eben nicht. Beides, Verbot und Gebot, ist diskriminierend. Man übersieht das geflissentlich gerne.

Ich könnte mir Kopftuchträgerinnen auch kombiniert mit Pumps und Hot Pants vorstellen. Mal ein anderes Erscheinungsbild der möglicherweise islamischen Lehrerin für kleine Schuljungen. Was wäre das für ein Vorbild, in der Phantasie der Jungs. Oh, oh, oh.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sabine_franz 29.09.2011, 08:46
57. ja sicher doch

Zitat von Sumerer
Nein, eben nicht. Beides, Verbot und Gebot, ist diskriminierend. Man übersieht das geflissentlich gerne. Ich könnte mir Kopftuchträgerinnen auch kombiniert mit Pumps und Hot Pants vorstellen. Mal ein anderes Erscheinungsbild der möglicherweise islamischen Lehrerin für kleine Schuljungen. Was wäre das für ein Vorbild, in der Phantasie der Jungs. Oh, oh, oh.
Kopftuchträgerinnen kombiniert mit Pumps und Hot Pants ???
Würde mich interessieren ob die Islamische Männerwelt sich das auch vorstellen kann.

Machen sie sich bitte nicht lächerlich.
Kopftuch sowie Burka sind diskriminierend. Die überwiegende Mehrheit der Frauen würde sich lieber heute als morgen von diesem zwang befreien. Verwechseln sie bitte nicht ihre "westliche Freiheit", welche ihnen von Geburt an gegeben wurde mit dem zwang innerhalb der islamischen Gesellschaft, in die diese Frauen hineingeboren wurden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shopgirl1 29.09.2011, 09:17
58. .

Zitat von SkwMueller
Um gleich das Gegenargument zu bringen - nebenan im Oman, auch islamisch, dürfen Frauen alleine Autofahren, sie dürfen arbeiten, auch leitende Positionen einnehmen, studieren ... Die Saudis sind halt in ihrer patriarchalischen Kameltreibergesellschaft stehen geblieben.
Es gibt zwei grosse Barrieren fuer die Frauen: das Gesetz/Tradition/Kultur und der eigene Ehemann/Vater/Bruder. Hindernisse, die hintereinander aufgebaut sind. Wenn eins faellt, ist das andere immer noch da.

Im Oman ist vielleicht die erste Schranke teilweise gefallen. Aber auch da faehrt keine Frau alleine Auto, arbeitet, studiert oder nimmt irgeneine Position ein, wenn ihr Ehemann oder Vater das nicht gestattet.
Das macht den grossen Unterschied zu hier aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sheherazade 29.09.2011, 09:29
59. ...

Zitat von sabine_franz
Kopftuchträgerinnen kombiniert mit Pumps und Hot Pants ??? Würde mich interessieren ob die Islamische Männerwelt sich das auch vorstellen kann. Machen sie sich bitte nicht lächerlich. Kopftuch sowie Burka sind .....
Als ich noch in Frankreich gelebt habe, habe ich teilweise Kombinationen gesehen, bei denen ich mich schon gefragt habe, welchen Sinn das Kopftuch dann eigentlich noch hat.

Andererseits, diese wirklich extremen Leute mit Bärten bis zum Bauchnabel und langen, wallenden Gewändern bzw bis auf die Augen zugezogenen Umhängen habe ich auch nur in Frankreich gesehen, die gibt es noch nicht mal hier im Iran (ausser vielleicht in Belutschistan).

Meiner Meinung nach ist aber Diskriminierung und Unterdrückung nicht an Kleidungsstücken festzumachen, sondern hat eher etwas mit gedanklichen Freiräumen zu tun, die den Menschen durch ein System genommen werden, dass durchaus viele Gesichter haben kann, aber im Endeffekt auf das selbe hinausläuft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 8