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Nach Rückkehr von Bannon: Breitbart bläst zur Attacke gegen Trump
DPA

Stephen Bannon ist zurück bei Breitbart: Nachdem Trumps Chefstratege das Weiße Haus verlassen musste, schloss er sich erneut dem ultrarechten Portal an. Plötzlich hagelt es dort Kritik an Trump. Zufall?

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jo.meier 22.08.2017, 20:08
1. Konstruierter Konflikt?

Es könnte doch die Möglichkeit bestehen, dass Bannon und Trump sich deshalb ab jetzt gegenseitig beharken, damit nach aussen der Anschein geweckt wird, Trump hätte sich vom Rechten Bannon losgesagt. Das würde seine Kritiker teilweise beruhigen. Und abends schreiben die beiden dann gemeinsam Breitbart-Artikel und rauchen eine zusammen.

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hup 22.08.2017, 20:14
2. Good cop, bad cop

Das ist alles nur ein Show, Bannon und Trump arbeiten immer noch eng zusammen, nur können sie sich nun die Bälle besser zuspielen.
Angebliche Kritik von Rechtsaussen lässt Trump vor den gemäßigten Republikanern und den Medien besser dastehen, die Politik bleibt weiterhin reaktionär und von Bannons Agenda bestimmt.
Das ist nichts als Show in einem bereits gekaperten Amerika. Checks und balances haben versagt, das System ist anfällig für einen Coup von innen. Von aussen sah das lange gut aus, aber die Termiten haben Intern schon längst alles sturmreif gefressen.
Der "Aufstand der Anständigen" ist größtenteils ausgefallen, die Republikaner stehen zu mehr als zwei Dritteln selbst hinter Trumps ausdrücklicher Nazi-Verteidigung. Das ist nicht nur ein Problem der einmaligen "falschen" Wahl des Präsidenten, das ist latenter reaktionärer Faschismus in der amerikanischen Gesellschaft der hier einfach offensichtlich wird. Er war immer da, aber bisher gut unter dem Teppich versteckt. Das geht auch nicht weg, selbst wenn Trump impeacht wird.
Schuld ist das immer weiter auseinanderdriften der Einkommen, jahrzentelanger Abbau der Sozialsysteme und vor allem ein ständiges Absinken des Bildungsniveau weiter Teile der Bevölkerung. Will man das ändern braucht man massive Investitionen in Bildung, das zurückdrängen von Religiösem Einfluss und zwei Generationen Zeit.
Die USA werden nicht durch den Willen der Wähler regiert, sondern durch den Willen einer Handvoll Multi-Milliardäre. Nicht anders oder besser als das korrupte Oligarchiesystemn in Russland - nur weniger startk kritisiert von den Medien.

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TOKH1 22.08.2017, 21:01
3. Schwerst-

gestörte Persönlichkeiten, die nur die Einordnung "für mich oder gegen mich" kennen wie Borderlineerkankte leben genau in dieser ständigen Wechselbeziehung zu ihrem kollektiven Umfeld und natürlich auch zu ihrem direkten Gegenüber. Sie erleben Entscheidungen immer nur für oder gegen sie gerichtet. Eine alternative Abwägung, die eine Person vornimmt und die sich nur an einen Sachverhalt orientiert ist nicht möglich. Dies führt dazu, dass, und das erleben wir bei Trump ja fast täglich, alles nur in einem schwarz-weiß- denken abläuft. Und wir schauen dabei zu, wie sich diese gefährlichen Undemokraten und an den Grundwerten des Humanismus vergehen.

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glaskugelleser 22.08.2017, 21:43
4. Ist doch logisch...

...dass Bannon die Aussage trifft für Trump und gegen seine Widersacher in den Kampf zu ziehen.
Trump spürt immer mehr das Korsett seines Jobs. Er hat Bannon garnicht gefeuert. Das waren die mächtigeren als der Präsident es ist. Er wird immer weniger das sagen dürfen was er meint. (Vielleicht aber auch ganz gut so?)
Wie Horst Seehofers einziger glaubwürdiger Satz, den er je aussprach besagt: "Diejenigen die was zu sagen haben werden nicht gewählt, und diejenigen die gewählt werden haben nichts zu sagen."

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die-metapha 22.08.2017, 21:52
5.

Zitat von jo.meier
Es könnte doch die Möglichkeit bestehen, dass Bannon und Trump sich deshalb ab jetzt gegenseitig beharken, damit nach aussen der Anschein geweckt wird, Trump hätte sich vom Rechten Bannon losgesagt. Das würde seine Kritiker teilweise beruhigen. Und abends schreiben die beiden dann gemeinsam Breitbart-Artikel und rauchen eine zusammen.
Da ist nichts "konstruiert" - Bannons Ziel ist und war, die Verfassung der USA zu unterwandern und rechtsradikales Gedankengut zu verbreiten. Bannon und Trump sind eine Symbiose eingegangen,um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Allerdings wirkt Trump zwischenzeitlich enorm gezeichnet von all dem, was ihn da in der Realität zwischenzeitlich eingeholt hat.
Bannon wird weiterhin Druck auf Trump ausüben - immerhin lieferte Bannon mit Breitbart rund 40% der Wählerstimmen und sorgte für die Stimmung, welche für Trumps Wahl ausschlaggebend waren - und dessen ist sich Trump auch bewusst.
Trump ist mit Abstand der gesichtsloseste und schwächste Präsident, welchen die USA bisher jemals hatten - auch wenn er mit seinen martialischen Auftritten das Gegenteil zu vermitteln versucht.
Ich vermute, Trump wird noch innerhalb diesen Jahres zu Fall kommen oder aber unter dem auf ihn herrschenden Druck selbst das Handtuch werfen.

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rubberducki 22.08.2017, 22:10
6. Ja denn ...

die Ratten verlassen also nicht nur das sinkende Schiff ... jetzt beißen die dabei den Käpt'n auch noch in's Gemächt. Was für eine belustigende Metapher für eine mediengemachte Seifenblase. Jeder spricht und hat eine vorgeprägte Abneigung gegen ALLE BETEILIGTEN. Meiner Einschätzung nach ist der Abschied von Oberpfosten Bannon ausnahmsweise sogar ein verdammt schlauer Schachzug von Mr. Trump. Beispiel ... erst das Bauernopfer Bannon ermöglicht Mr. Trump einen glaubwürdigen und weitestgehend kritikfreien Strategiewechsel in der Afghanistan-Frage. Und das ist nur ein einziger Vorteil von VIELEN, die sich schon aus logischer Konsequenz ableiten lassen ... man muss einfach nur abwarten, bis Mr. Trump anfängt, mit seiner üblichen Prahlerei zu diesem Coup seinen Narzissmus auszuleben. Dann wird es wohl offensichtlich ... und ich bin auf die entsprechenden Mediemeldungen schon richtig gespannt.

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alfredjosef 22.08.2017, 22:13
7. Nichts Neues

Nein, das ist keine Änderung der Haltung von Breitbart. Es war schon immer deren Linie (und auch die von Bannon), das amerikanische Imperium zu beenden, die Kriege in weit entfernten Drittweltstaaten einzustellen und die Jungs heimzuholen. Nur - bis vor ein paar Wochen war das doch auch die Idee Trumps. aj

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alfredjosef 22.08.2017, 22:26
8. Nichts Neues

Nein, das ist keine Änderung der Haltung von Breitbart. Es war schon immer deren Linie (und auch die von Bannon), das amerikanische Imperium zu beenden, die Kriege in weit entfernten Drittweltstaaten einzustellen und die Jungs heimzuholen. Nur - bis vor ein paar Wochen war das doch auch die Idee Trumps. aj

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spontanistin 22.08.2017, 22:30
9. Parallele Türkei

Da waren ja Gülem und Erdogan ausdauernder und erfolgreicher mit der Unterwanderung. Läßt hoffen, dass die Verfassung der USA Despoten und Hasspredigern erfolgreicher Widerstand entgegen zu setzen vermag.

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