Forum: Politik
Nach schlechten Wahlergebnissen: SPD-Linke stellt Bedingungen für Fortsetzung der Gro
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Die Wahlen endeten für die SPD im Desaster. Nach SPIEGEL-Informationen fordern die Parteilinken Stegner, Kühnert und Miersch nun eine neue Kapitalismusdebatte. Noch mehr Stress für die GroKo?

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tuedelich 27.05.2019, 09:49
110.

Zitat von victor_lazlo
Die SPD rückt immer weiter nach Links, verliert immer mehr Stimmen dabei und als Konsequenz daraus möchte Sie immer weiter nach Links rücken. So kann man sich auch zerlegen. Offensichtlich möchte das Bürgertum, das vor allem in den Städten Grün wählt, aber etwas anderes.
Widerspruch!
Nicht vergessen, woher die SPD kommt? Von Links! Irgendwann wurde den "Verantwortlichen" der Partei eingeredet, Mehrheiten würden angeblich in der Mitte erreicht. Was dann kam, ist bekannt, immenser Abbau von Rechten der Arbeitnehmer und der ärmeren Teil der Bevölkerung unter Schröder, Müntefering, Clement und Konsorten (übrigens seinerzeit auch durch Nahles "unwidersprochen"!). Was ich nun nicht begreife, ist, dass - wie Sie sagen - das Bürgertum vor allem in den Städten Grün wählt sich eben mit grüner Beliebigkeit zufrieden gibt. Oder gleich strrrrammm rechte Thesen auch zumindest unterstützt.
Fazit (für mich): die SPD ist noch viel zu weit von wirklichen sozialdemokratischen linken Themen entfernt. Sie hat sich durch von Herrn Steinmeier "steinmeiersche" angebliche Verantwortung für "das Land" leider in diese doch eigentlich mitte-rechte GroKo reinquatschen lassen ohne wirklich eigenes Profil zeigen und fordern zu können ..... Irgendwie Verantwortung für Garnichts statt für die Wähler übernommen.

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herwescher 27.05.2019, 09:53
111. Auf eines kann man sich bei der SPD immer verlassen:

Nach der Wahl läuft sie Amok!

In den letzten Jahren hat man sie immer als Wahlverlierer gesehen und begründet das damit ...

Nach Wahlgewinnen (ja, ich weiß, ist schon verdammt lang her ...) ist es jedoch nicht anders ...

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mr.room 27.05.2019, 09:53
112. Mal zum Mitschreiben:

Solange ich im Verhältnis ein vielfaches an Steuern zahle wie Millardenschwere Konzerne (Apple, Amazon und eigentlich ja so ziemlich jeder usw.) und als dank dann auch noch alles Risiko trage (Banken, Euro) bzw über Subventionen noch Dinge mit meinem Steuergeld finanziere die es nicht verdient haben oder einfach nur Kohle abschöpfen (RWE/Braunkohle, Autos/ Abwrackprämien, Banken/ CumCum und CumEx). Solange ich ein teures Gesundheitssystem mit Beiträgen finanziere, was mich in den allerwertesten Tritt wenn ich es als Kassenpatient mal brauche, weil ich entweder keinen Termin bekomme oder im Krankenhaus ein schmutziges Zimmer als ein Privatpatient. Während über Medikamentenkosten und co die Kohle an Konzerne geleitet wird. Solange ich mich kaputtackere um für all das kohle und Steuern zu verdienen, ich aber sofort in meiner Existenz bedroht bin wenn ich mal nicht funktioniere (Arbeitslosigkeit/Krankheit). Solange ich die höchsten Beiträge zur Rentenversicherung zahle, im Alter aber eventuell ein Sozialfall bin und mir über Steuern von der privaten Vorsorge genommen wird die ja so wichtig ist. Solange die Leute die von dieser Politik profitieren den Menschen ihren Wohnraum unter dem Hintern wegkaufen um ihn Gewinnmaximierend neu zu vermieten. Solange die erwähnten Dinge hier und noch man andere, die ich jetzt keine Lust habe zu schreiben, so sind wie sie sind. Solange gibt es für mich nicht den geringsten Grund diese Pseudo Sozialpartei zu wählen. Die hat den Kuchen doch überhaupt erst gebacken. Und wenn dann jetzt überlegt wird was man machen könnte, es gibt so viele Interessen, Ausgleich, Politik ist nicht so einfach und Mimimi. Dann sage ich, tut uns einfach den gefallen und lässt es. Mottet eure Bronzestatuen von Brand usw ein und geht.

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n.wemhoener 27.05.2019, 09:55
113.

Zitat von Kurt2.1
Das ist nun schon witzig. Da bezeichnet ein Betonkopf andere als Betonkopf. Glauben Sie tatsächlich, die SPD könne sich ihre Wähler aussuchen? Sie muss Politik für eine Mehrheit machen. Die ist sicher nicht am linken Rand zu finden. Es ist wohl empfehlenswerter, diese Hardcorelinken in der SPD verschwänden in der Versenkung. Sie haben genug Schaden angereichtet.
Schaden angerichtet in der SPD haben andere, nämlich die Seeheimer, die verhinderten, dass nach der Wahl 2013 eine Mitte/Links-Regierung mit der Mehrheit aus rot/rot/grün gebildet werden konnte. Sie sind verantwortlich dafür, dass diese Chance für Veränderung im Lande nicht genutzt wurde.

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haarer.15 27.05.2019, 09:56
114. Klare Ansage

Ja - das müsste aber umgehendst angegangen werden. Kann aber nur funktionieren, wenn die SPD die Groko sofort verlässt. Denn mit der Union gibt es nur ewige Blockade und Stillstand. Wir sehen das ja andauernd. Für Stillstand steht de facto vorallem Frau Merkel. Keine Chance, mit ihr was voranzutreiben. Bitte Schlussstrich ziehen und Abgang !

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der_anonyme_schreiber 27.05.2019, 09:59
115. Dramatisierung...

Die Dramatisierung der Probleme und der großen sozialen Ungerechtigkeiten scheint mir eines
der großen Probleme der SPD zu sein.
Wahr ist: Es gibt die Abgehängten. Aber die werden besser durch die Linke vertreten.
Aber die meisten Menschen in Deutschland spielen mittlerweile in der Klasse derer, die durch die Kühnert-Politik gerupft würden. In der Breite geht es den Deutschen so gut wie nie zu vor.
Die klassische Arbeiterklientel der SPD gibt es in der Form nicht mehr.
Die "gehobene soziale und ökologische Politik" wird durch die Grünen vertreten.
Sehr schön sieht man diesen Wandel in München, früher klassisch rot, jetzt stockgrün.
Die SPD hat den Wandel der Themen einer Volkspartei von klassischer Umverteilung, vom Klassenkampf zu einer sozial-ökologisch Orientierten Partei, die den Mittelstand links von der Mitte vertritt, verpasst.
Das sind jetzt die Grünen.
Ein Linksruck würde hier nichts verbessern, sondern verschlimmern.

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ignazpietsch 27.05.2019, 10:05
116. Einverstanden, aber...

Zitat von konservativer1987
Der SPD bzw. deren linkem Flügel sollte man mal sagen, wer denn so alles von ihrer Grundrente ohne Bedürfnisprüfung profitieren würde. Da sind nämlich allem Voran die ganzen Selbstständigen (inklusive Bauern), die absichtlich nur das Minimum in die gesetzliche Rente einzahlen. Menschen mit genug Geld auf dem Konto bzw. Immobilen- oder Landbeseitz. Und das sagt selbst mein Onkel, der seinerseits selbstständig ist.
Dann bitte auch Bedürfnisprüfung bei zB Mütterrente und Kindergeld. Fast nirgends verplempert der Staat so viel Geld für Kindergeld. Warum braucht jemand, der, sagen wir, 10000 netto im Monat hat (und aufwärts) Kindergeld? Das sollten nur Bedüprftige bekommen, wie in Italien zB. Da pochen die Reichen dann aber auf "sozialistischer" Gleichheit. Bei Zweiklassen-Medizin oder Rentenversicherung eigentümlicherweise nicht! Komisch diese Reichen...

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quidquidagis1 27.05.2019, 10:11
117. Ach richtig....

Zitat von Kurt2.1
Das ist nun schon witzig. Da bezeichnet ein Betonkopf andere als Betonkopf. Glauben Sie tatsächlich, die SPD könne sich ihre Wähler aussuchen? Sie muss Politik für eine Mehrheit machen. Die ist sicher nicht am linken Rand zu finden. Es ist wohl empfehlenswerter, diese Hardcorelinken in der SPD verschwänden in der Versenkung. Sie haben genug Schaden angereichtet.
..ich vergaß:SPDCDUCSUFDP stehen ja für die Mitte.Da versuchten sie Wähler zu finden.Nur:die Mitte bröckelt doch seit Jahren;in 20 Jahren wird es sie sowieso nicht mehr geben.Da stehe ich doch lieber links als rechts

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Kampfgeist 27.05.2019, 10:17
118. Links, zwo drei vier?

"Schröder hat's mit H4 versaut", so lautet der Slogan seit 2004.
Dabei ist das gar nicht war. Ja. es hat die Linke geformt. Aber der Untergang ist einem sukzessiven Linksruck zu verdanken. Man dachte es wäre cool nach links zu hüpfen und dass die deutsche Arbeiterfamilie mithüpft.
Maurer, Maler, Werftarbeiter, Gerüstbauer, Kfz-Mechaniker würden es für modern, für progressiv halten, wenn es nur noch um Diversity, Gender, Inklusion und Ehe für alle dreht. Und für die Akademiker gab's hier und da ein paar grüne Themen. Mit den Grünen war man sowieso "Ziemlich beste Freunde". Ohne zu merken, dass die einen ausgesaugt haben. In Koalitionen haben die Grünen den Fokus der SPD verschoben, sodaß das eigentliche Klientel, die deutsche Arbeiterfamilie, da nicht mehr vorkam, sondern nur noch das Grünen-Klientel. Und das wählt NATÜRLICH das Original.
Gabriel war links, aber Arbeiterlinks, Schulz war linkser, Nahles schon linksextrem. Und es ging sukzessive immer weiter bergab.
Und jetzt kommt Kühnert und sagt man müsse NOCH WEITER Links gehen???
Der Wahnsinn hat Einzug gehalten in der SPD. Eine groteske Femininisierung und eine unrettbare Entrückung vom Klientel lassen keinerlei Erneuerungsgedanken zu. Ein "lass uns schneller in die falsche Richtung laufen" macht alles unmöglich.
Traurig.
Die SPD ist so verdammt wichtig.
War...

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IngoLars 27.05.2019, 10:17
119. Scherbenhaufen SPD

Die SPD, der Dauerpatient auf der Intensivstation. Fragt sich nur ob schon die Bestatter ran müssen oder ob es noch für die Paletivmediziner reicht.
Nein, Linke Ideen wie Kevin Kühnert Sie postuliert sind ganz sicher nicht das was die SPD wieder nach vorne bringen wird. Wenn man nur die Links-Partei oder auch die Grünen ersetzen will, kann man einer dieser Parteien ja gleich geschlossen beitreten. Das wäre dann doch die einfachste Lösung und würde die politischen Verhältnisse in unserem Land konsolidieren.
Die SPD macht ja grundsätzlich keine schlechte Arbeit in der Groko. Sie ist nämlich nach meiner Wahrnehmung die einzige Partei die überhaupt etwas macht außer „nein will ich nicht, oder warten wir mal ab“ so wie es die CDU praktiziert, allen voran unsere tatkräftige Kanzlerin.
Was die SPD braucht, ist eine pragmatische Politik der linken Mitte, so wie es einst ein Helmut Schmitt oder ein Gerhard Schröder praktiziert haben. Das bedingt einen personellen Neuanfang. Und der kann kaum in einem Martin Schulz und schon überhaupt nicht in Personen wie Kevin Kühnert bestehen. Es müssen neue, unverbrauchte Köpfe her, gerne Personen außerhalb der Partei, denn die SPD hat ja genau wie die CDU nur noch Mittelmaß zu bieten. Dieses Land braucht aber charismatische und durchsetzungsfähige Köpfe, Personen, die mit klaren Zielen zu den Themen unserer Zeit etwas bewegen können ohne dogmatisch und ideologisch zu werden.
Wenn die SPD mutig ist, wird Sie auf die Karte Rot-Rot-Grün setzen. Vielleicht wäre das auch eine Chance den politischen Diskurs in diesem Land, jenseits der AFD und Linkspartei, also in der Mitte, neu zu eröffnen. Grüne und SPD wären dann gefordert einmal mehr für das zu stehen, was man da öffentlich so fordert. Von der Verstaatlichung von BMW bis zum Verbot von diesem und jenem was die Grünen ja so gerne machen würden. Und ich wäre sehr gespannt darauf, wenn unsere Wirtschaft den Bach runter geht, wie das Linke Lager mit den Themen um geht die dann auf der Agenda stehen werden. Mit weniger Geld und mehr Sozialleistungen wird der Unmut im Wahlvolk wachsen und gerade die Grünen werden merken, das regieren doch etwas anderes ist wie die grüne Wohlfühloase der Opposition.

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