Forum: Politik
Nach Ströbele-Besuch: Jetzt wollen alle zu Snowden
REUTERS/ Rossiya 24

Nach dem Besuch des Grünen-Politikers Ströbele bei Edward Snowden wächst das Interesse an Gesprächen mit dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter. Die Union kann sich vorstellen, ihn in Moskau zu vernehmen, sogar Schweizer Politiker wollen ihn befragen. Die US-Regierung ist verärgert.

Seite 1 von 12
linkslibero 02.11.2013, 13:44
1. infantil

Snowden ist mit vier Laptops im Gepäck, allesamt voll mit Staatsgeheimnissen nach China gereist und danach nach Russland. Bürgerrechtler, die sich um die Demokratie sorgen, würden für ihre Überzeugungen ins Gefängnis gehen oder sich gar ermorden lassen. So hat das Martin Luther King gemacht, so hat das Gandhi gemacht.
Snowden hätte die Staatsgeheimnisse in den USA öffentlich machen müssen. Wenn er mit vier Laptops nach China und Russland reist, ist er nichts weiter als ein Überläufer und Verräter, der vor Gericht gestellt werden sollte, und zwar in den USA. Und das Kasperletheater von Ströbele in Moskau und die Begeisterung darüber in Deutschland zeugt nur von der fortschreitenden Infantilisierung der deutschen Politik und Öffentlichkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berlinnews 02.11.2013, 13:54
2. Weltbeste Geheimdienst Mio geheime und mündige Bürger

Wir brauchen keinen Selbtzweck Geheim "Dienst"!
Wir brauchen die Ratifizierung des Antikorruptionsgesetzes.
Wir brauchen Schutz für politische Informanten!
Wir brauchen mehr Verständnis zur Vermeidung von Mißverständnissen!
Wir brauchen die sofortige Rehabilitierung und Ehrung von Assange, Manning, Snowden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mehr Vielfalt statt Einfalt
GG. Kriminelle gibt es Kripo und V Leute.
Krieg haben wir nicht.
Die Geheimen sollen froh sein wenn wir ihr lausiges Tun ad acta legen und sie nicht weiter behelligen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pr8kerl 02.11.2013, 13:58
3. Die USA müssen sich jetzt vorführen lassen

Putin ist zum mächtigsten Mann der Welt aufgestiegen und reibt sich die Hände. Er hat in der Hand wer wann zu Snowden kommt und was Snowden sagt und was nicht. Und alle werden sie kommen, sogar die Schweizer, die das gnadenlose Vorgehen der USA bei UBS & Co. nicht vergessen haben. Da werden jetzt viele offene Rechnungen beglichen. Und die USA stehen in der Ecke wie der beim Abschreiben erwischte Schüler, der auch noch empört ist, dass man ihn erwischt hat. Unterm Strich wird es den USA nichts ausmachen, denn niemand kann sie daran hindern, weiter die ganze Welt auszuhorchen. Und das werden sie trotz aller Lippenbekenntnisse tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
h0wkeye 02.11.2013, 14:02
4. Das verstehe ich nicht

Hat nicht Obama unserer Bundeskanzlerin und haben nicht Vertreter des weißen Hauses deutschen Vertretern bereits umfassend und ehrlich Auskunft gegeben über die Aktivitäten der NSA in Europa?
Wie kann da Snowen noch Schaden anrichten. Im Gegenteil müssten die USA eine Vernehmung Snowdens begrüßen, würden seine Aussagen doch belegen, wie offen US-Amerikanische Regierungsvertreter mit den Deutschen zusammenarbeiten und wie solide nun die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist. - Oder nicht????

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 02.11.2013, 14:07
5. Erfuellungsgehilfen gesucht

Das Weisse Haus ist also veraergert darueber, dass weiterhin krumme Touren der NSA publik gemacht werden.

Natuerlich interpretiert man Putins Aeusserung, dass den amerikanischen Partnern keine weiterer Schaden zugefuegt werden duerfe so, dass Moskau nicht nur Snowden mundtot machen muesse, sondern moeglichst auch weitere Veroeffentlichungen verhindern solle (durch Noetigung?).

Wie auch immer, Washington ist nicht erbaut darueber, dass die Affaere noch immer am Leben erhalten wird, dass nun auch Regierungsstellen Interesse an Snowden zeigen.

Das aber hat man sich selbst zuzuschreiben. Die arrogante Art, mit der die ausspionierten Regierungen mit Ausreden abgespeist werden, ist der Hauptgrund dafuer, warum eine Befragung Snowdens ueberhaupt in Betracht gezogen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wurzelbär 02.11.2013, 14:11
6. Haben wir wirklich Politiker

oder wichtigtuerische "Wunschwichtelzwerge" die nur in Erfahrung bringen wollen, wie sehr Sie selbst als Staat, - als Staatsregierung betroffen sind ?
Es geht nur um den Staat, also um sie selbst und nicht um das Volk ! !
Das hätte man ja per Gesetz unter Kontrolle! Das das "Akzeptieren" und nicht "Ächten" die US-Regierung verärgert, schon allein den Informationen wegen, ist verständlich !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Emil Peisker 02.11.2013, 14:18
7. Grundsätzlich herrschaftskonform

Zitat von linkslibero
Snowden ist mit vier Laptops im Gepäck, allesamt voll mit Staatsgeheimnissen nach China gereist und danach nach Russland. Bürgerrechtler, die sich um die Demokratie sorgen, würden für ihre Überzeugungen ins Gefängnis gehen oder sich gar ermorden lassen. So hat das Martin Luther King gemacht, so hat das Gandhi gemacht. Snowden hätte die Staatsgeheimnisse in den USA öffentlich machen müssen. Wenn er mit vier Laptops nach China und Russland reist, ist er nichts weiter als ein Überläufer und Verräter, der vor Gericht gestellt werden sollte, und zwar in den USA. Und das Kasperletheater von Ströbele in Moskau und die Begeisterung darüber in Deutschland zeugt nur von der fortschreitenden Infantilisierung der deutschen Politik und Öffentlichkeit.
Infantil sind Ihre Forderungen. Snowden hat die entsprechenden Blätter in den USA, die sich den Druck zutrauten, mit den Informationen versorgt. Diese haben dann den Job der Veröffentlichung so weit erledigt, wie sie das ohne straffällig zu werden tun konnten.

Ihre Thesen habe ich mir schon eine Weile angehört, was dabei allerdings in keinem Fall herauskam, dass Sie linksliberal sind.

Ihre Ansichten sind herrschaftskonform. Grundsätzlich herrschaftskonform, auch wenn die Herrschaften massiv die eigenen Gesetze verletzen.

Snowden hat die Cojones, die solche Mitläufer wie Sie nie besitzen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Septic 02.11.2013, 14:19
8. Eine Regierung die nichts zu verbergen hat

Eine Regierung die nichts zu verbergen hat
braucht keinen Whistleblower fürchten.

Wieso also ist USA denn nun so verärgert? Sie haben doch sicher keine schmutzigen Geheimnisse wie sie Kriminelle haben. Wir werden doch auch mit der Begründung überwacht "Wer nichts zu verbergen hat braucht sich nicht fürchten". Na USA? Angst?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
linkslibero 02.11.2013, 14:23
9. bin dafür

Zitat von pr8kerl
Unterm Strich wird es den USA nichts ausmachen, denn niemand kann sie daran hindern, weiter die ganze Welt auszuhorchen. Und das werden sie trotz aller Lippenbekenntnisse tun.
Und das ist gut so. Diese Welt ist voller Schurken, und da ist es gut, wenn die mächtigste Demokratie der Welt ein Auge drauf hat. Ich finde es ausgesprochen beruhigend, daß die NSA die technischen Möglichkeiten hat, die sie hat und von ihnen Gebrauch macht. Und Angela Merkel hat das bekommen, was sie verdient hat. In der Lybienfrage: Deutschland stimmt mit China und Russland, nicht mit USA, England, Frankreich. In der Syrienfrage: Deutschland steht abseits, nicht an der Seite der USA, England, Frankreich. Mit dem Putin-Schurken- und Mafiastaat: "strategische Partnerschaft". Iran und Syrien: Lieferungen von Know-how, nach Syrien Lieferungen von Chemie zur Waffenherstellung sogar noch nach Beginn des Bürgerkriegs. Wer solche Außenpolitik betreibt, der verdient das Mißtrauen der Amerikaner zurecht. Ich bin sehr dafür, daß die deutsche Politik auch weiterhin von der NSA genaustens ausspioniert wird. Deutschland sollte sich endlich entscheiden, ob es enger Partner der demokratischen USA sein will oder "strategischer Partner" des mafiösen Putin-Staats. Vertrauen muß man sich verdienen, auch bei den USA. Der Ball liegt im Feld Deutschlands.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12