Forum: Politik
Nach Terrorattacken in Frankreich: Historisches Umfrageplus für Hollande
AFP

Frankreichs Präsident Hollande kann nach den Terrorattacken seine Beliebtheit enorm steigern - laut einer Umfrage um sagenhafte 21 Prozentpunkte. Sein Krisenmanagement kommt offenbar gut an.

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morax 19.01.2015, 11:33
1. Ironie des Schicksals

Es ist doch schon sehr fragwürdig, wenn der Häuptling plötzlich an Popularität gewinnt weils gerade mal raucht im Dach. Ansonsten muss er in der Bedeutungslosigkeit dümpeln?

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Steffen Bast 19.01.2015, 11:33
2. ***

Es gab Zeiten da wurden Politiker an wirtschaftlichen oder politischen Erfolgen gemessen und nicht an der Zahl der Trauermärsche.

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auweia 19.01.2015, 11:36
3. na klar!

Wer als offizieller Anführer in der Krise eine gute Figur macht (man denke an Bush Jr. mit Feuerwehrmann auf den WTC-Ruinen oder - Achtung, anderer Maßstab - Schröder in Gummistiefeln auf dem Deich - im Hintergrund die Sandsäcke stapelnden Soldaten - oder Merkel & Steinbrück bei der Verkündung, dass die Sparguthaben sicher sind) der wird durch gute Umfragewerte belohnt - was immer das auch wert ist.

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kael 19.01.2015, 11:46
4. Schein ist wertvoller als Sein

Schein ist wertvoller als Sein. Das ist aus dem repräsenatativen Spitzen-Votum für Hollande abzulesen. Aber das gilt nicht nur für Frankreich. Auch unsere Spitzenpolitiker profitieren eher vom Schein als vom Sein.

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Manollo 19.01.2015, 11:47
5. Nicht ganz richtig

Zitat von Steffen Bast
Es gab Zeiten da wurden Politiker an wirtschaftlichen oder politischen Erfolgen gemessen und nicht an der Zahl der Trauermärsche.
der Hamburger Innensenator Helmut Schmidt begründete sein lebenslanges 'Macher'-Image erst durch sein beherztes Krisenmanagement während der Sturmflut 1962 in Hamburg, das ihn bundesweit bekannt machte.

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mr.brand 19.01.2015, 11:48
6. tja so läuft das halt....

Kann mich noch dunkel an einen Kanzler in Gummistiefeln an den Oderdeichen erinnern...

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honey_d 19.01.2015, 11:48
7. Der Charlie-Hype wird sicher nicht lang anhalten,

aber es bleibt festzuhalten, dass Hollande wirklich angemessen und wünschenswert reagiert hat, und das spiegelt sich natürlich in den Umfragen wieder. Die Schlüsselfrage "Qu'est-ce qu'on fait maintenant?" treibt allerdings die Gesellschaft weiterhin um und bezieht sich nicht unbedingt auf die Politik, sondern fragt eher, worauf man sich angesichts eines ins Wanken geratenen Wertesystems stützen kann. Was gibt einen wirklichen Halt. Und das muss jede(r) für sich suchen.

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joG 19.01.2015, 11:51
8. Das ist normales Gruppenverhalten....

....wenn auch etwas merkwürdig in diesem Fall. Wir wissen seit mindestens 2001 aber eigentlich seit den 1980er , daß wir zunehmend und zZ massiv bedroht sind. Nicht nur die Amis haben Einem das immer wieder gesagt. Statt jedoch effektiv zu handeln oder auch nur den Völkern zu erklären, daß die Reaktion auf Snowden falsch war und man in der Welt Sicherheit herstellen muss, daß sie nicht einfach und ohne Kosten geschieht, hat man die Kitaplatze aufgestockt und gibt weiterhin eine lächerliche Summe für internationale Einsätze zur globalen Sicherheit aus.

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Bolligru 19.01.2015, 11:58
9. Man muss einfach

mal feststellen, dass die Verwirrten mit ihrem Anschlag genau des Gegenteil dessen erreicht haben, was sie wollten. Der verhasste Satiremagazin hat seine Auflage unfassbar gesteigert..was vorher ein Blatt mit 60.000 Auflage war, nur in Frankreich weitgehend bekannt, ist nun weltberühmt und verbreitet die Karikaturen zu Millionen...Staatsoberhäupter steigern ihre Beliebtheit und die Sympathisanten geraten überall mächtig unter Druck... usw... im Endeffekt selbst in´s Knie geschossen...

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