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Nach Trumps Ausstieg: Wie die EU den Iran-Deal retten könnte
REUTERS

Der Ausstieg der USA aus dem Iran-Abkommen wird von Europa als Frontalangriff verstanden. Wie geht es nun weiter? Drei Szenarien.

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ulijoergens 15.05.2018, 18:20
1. Einknicken wird noch teurer...

denn dann weiss Trump, dass mit dem EU alles geht. Die nächste Schikane käme sicher und würde noch teurer.
Ich bin auch nicht mit der Sicht des Autors einverstanden, dass man vorsichtig sein muss um Trump nicht zu provozieren.
Ich denke, eine klare Antwort die vor allem klare negative Konsequenzen für die amerikanische Wirtschaft haben dürfte ihn schon zum Einlenken bewegen. Das hat ja schon mehrfach funktioniert. Am Ende rudert er ja schnell zurück wenn das gewünschte Ergebnis ausbleibt.

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SPONU 15.05.2018, 18:22
2. Das kommt davon wenn man....

...einen Germanistikabsolventen einen Artikel über Aussenhandel und Sanktionen schreiben lässt. Blocking Statute aktivieren und Schadenersatz zahlen? Schadenersatz für akut ausgefallenes US Geschäft plus zukünftiges Geschäft (ggf. für acht Jahre im schlimmsten Fall bei second term Trump, der das sicherlich durcheskaliert). In Brüssel kann man scheinbar nicht rechnen was da an Schadenersatz zusammenkommen kann.
Und sanfter Widerstand in dem EIB Kredite gewährt? An iranische Firmen? Ja und dann? Keine Bank mit US Geschäft wird sich hier die Finger verbrennen und als Mittelsmann dienen. Es ist jetzt schon nahezu unmöglich Zahlungen von iranischen Kunden zu erhalten, und das war schon vor dem Platzen des Irandeals so.
Und selbst wenn man es schaffte, Kredite rauszulegen....und dann? Wo sollen die Iraner kaufen? Wohl dann in China und Russland denn aus der EU und den USA bekommen sie ja nichts.

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stadtmusikant123 15.05.2018, 18:34
3. alternativlos

Auch Szenario 2 scheidet auch aus. Das wird den Banken zu riskant sein.

Ob es uns gefällt oder nicht . Die EU hat aktuell gar keine softige Alternative.
Nach dem gerade veröffentlichten Airbus-WTO-Urteil wird alles was mit dem Komplex EU- "Handel" zu tun hat, ein schlechtes bis desaströses Urteil über die EU-Gebaren zur Folge haben. Und dazu noch unabhängig vom Fernsehsender der das ausstrahlt. Unlauterer Wettbewerb gegen das US-Luftfahrt-Flaggschiff " Boeing" kommt auf allen Kanälen und bei allen Parteien definitiv nicht gut an. Von und mit Boeing sind nicht nur republikanische US-Staaten betroffen.

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chrismuc2011 15.05.2018, 18:42
4. #2

Das Geld aus dem Iran bekommt man über einen letter of credit. Zur Not bei einer Schweizer Bank. Das gilt wahrscheinlich nicht für Baumaßnahmen im Iran. Aber im B2B Geschäft schon.

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Heinrich52 15.05.2018, 18:56
5.

Zitat von ulijoergens
denn dann weiss Trump, dass mit dem EU alles geht. Die nächste Schikane käme sicher und würde noch teurer. Ich bin auch nicht mit der Sicht des Autors einverstanden, dass man vorsichtig sein muss um Trump nicht zu provozieren. Ich denke, eine klare Antwort die vor allem klare negative Konsequenzen für die amerikanische Wirtschaft haben dürfte ihn schon zum Einlenken bewegen. Das hat ja schon mehrfach funktioniert. Am Ende rudert er ja schnell zurück wenn das gewünschte Ergebnis ausbleibt.
Der Schreiber hat recht. Die EU hauptsächlich Deutschland ist sehr abhängig von den USA. Die USA hat die Weltwirtschaft in der Hand. Sie ist so stark dass sie Regierungen stürzen kann. Denkt an Chile Aliente. Die USA kontroliert den ganzen süd und mittelamerikanischen Handel durch die United Fruit Companie. Trump versteht sein Geschäft, er weiß was er tut. Er hat mitall seinen Wirtschaftsfachleuten unter Kontrolle. Man muss vorsichtig sein. Aber das scheint der EU nicht bewusst sein. Sie wollen schlauer sein. Vorsicht dass sie sich nicht die finger verbrennen.

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Darwins Affe 15.05.2018, 18:57
6. Die Friedensengel in Teheran

1) Das Iran-Abkommen läuft sowieso im Jahr 2030 aus. Dann können die Ajatollahs ohne Kontrollen wieder atomar aufrüsten. Die entsprechenden Trägerraketen haben sie schon entwickelt.
2) Iran zeigt keinerlei Kompromissbereitschaft hinsichtlich seiner Politik in Nahost: Intervention im Irak, Syrien und Libanon mit ihrem Militär bzw. Hilfstruppen; Drohung der Vernichtung Israels; Destabilisierung des Jemen etc.
3) Es bleibt letztlich die Frage, ob das Säbelrasseln von Trump oder die Vogel-Strauss-Politik der Europäer Aussicht auf Erfolg haben könnten. In Nordkorea scheint sich ein Erfolg Trumps abzuzeichnen.
4) Allerdings hat sich Deutschland de-militarisiert (nicht-einsatzfähige Bundeswehr!) und muss jetzt sogar vor Drohungen aus Teheran kuschen.

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Rohmilch 15.05.2018, 18:59
7. Nichts mehr übrig

Der Iran-Deal soll gerettet werden und damit der jetzige Iran dieses menschrechtsfeindliche, mittelalterliche Regime, das der Blutsäufer Khomeini vor Jahr und Tag aufgezogen hat ? Schon interessant, wie hier inzwischen zu Gunsten von Regimen fabuliert wird, die mehr als in die in die Pfui-Bah-Kiste gehören. Und das alles nur, damit es gegen Trump geht und EU-Wirtschaftsinteressen und zu allererste deutsche Wirtschaftsinteressen gefördert bleiben. Vom alten SPIEGEL ist wirklich nichts mehr übrig.

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zeitgeist☆ 15.05.2018, 19:16
8. Gehts noch?

Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Iran ist ein Unrechtsregime welches seine Ziele (Zerstörung Israels) offen ausplaudert. Es ist offensichtlich dass Iran v.a. In Syrien dazu hilft den Schlächter Assad im Amt zu halten. Iran entwickelt Raketen die auch Europa erreichen können....und für dieses Land bzw. dessen Regierung erwägt man eine Konfrontation mit den USA??? Ernsthaft?

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kleinstaatengegner 15.05.2018, 19:16
9. Wenn sich eine so große Gemeinschaft

wie die EU nicht traut gegen die USA vorzugehen, dann braucht man sie nicht mehr. Weltweite Verträge kann die USA abschließen und Deutschland und die EU halten sich daran. So etwas nennt man Imperialismus.

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