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Nach Türkei-Streit: CDU will Wahlkampf gegen Doppelpass machen
DPA

Schluss mit der "Politik der Ausnahmeregeln": Die CDU will nach SPIEGEL-Informationen im Wahlkampf Einschränkungen der doppelten Staatsbürgerschaft fordern. Auch Angela Merkel lehnt eine Verschärfung nicht mehr ab.

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neu_im_forum 24.03.2017, 12:42
1. Das kann ja...

...lustig werden. Man muss über die Frage nachdenken und sie diskutieren. Aber damit "Wahlkampf" zu machen finde ich unverantwortlich. Nicht viel besser als Erdogan.

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nose 24.03.2017, 12:49
2. Aha

Als ich hörte, daß es keine Wahlkampfauftritte mehr von türkischen Politikern in Deutschland geben soll, habe ich sofort an das Druckmittel "Dopplelte Staatsbürgerschaft" gedacht. Alle anderen von türkischen Repräsentanten vorgebrachten Begründungen passten irgendwie nicht zu dem sonstigen Macho-Gehabe.

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zeichenkette 24.03.2017, 12:49
3. Das macht natürlich eine neue Dose Würmer auf...

All das wäre überhaupt kein Problem, hätten die CDU und CSU nicht die Türkei bei den Vorbereitungen zum EU-Beitritt so lange hingehalten, bis allen klar war, dass die Türkei niemals in die EU aufgenommen würde. Allen schönen Worten und Bedingungen zum Trotz hätten die Parteien mit dem "C" im Namen das niemals akzeptiert. Jetzt bekommt man das Problem, dass man ohne die doppelte Staatsbürgerschaft Leute mit nur der türkischer Staatsbürgerschaft in Deutschland leben haben wird, ohne dass sie jemals auch nur halb Bürger dieses Landes sein werden. Und bei dem durch Erdogan angefeuerten Patriotismus wäre die dann erzwungene Aufgabe der türkischen Staatsbürgerschaft für viele wahrscheinlich undenkbar. Kurz: Hier wird Wahlkampf auf dem Rücken unserer türkischen Mitbürger gemacht. Man kann das sehr wohl als unverantwortlich bezeichnen. Mir hängt dieses ganze Aufhetzen von Gruppen gegeneinander nur noch zum Hals raus, und dadurch dass Erdogan das auch so macht, wird aus falsch nicht richtig. Und mal ganz ehrlich: von hier aus gesehen ist mir ein Deutschtürke nicht fremder als ein Bayer und ich esse auch lieber Döner als Weißwurst.

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oskarspapa 24.03.2017, 12:49
4. Mit gutem Beispiel voran

Gibt Frau Giousouf dann auch ihren griechischen Pass ab?
Ich erwarte dann gleiches auch von allen CDU Politikern mit amerikanischen oder anderen Pässen.

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rocky_heike 24.03.2017, 12:51
5.

Muss man das wirklich ernst nehmen ? Seit 40 Jahren gibt es kein Konzept, wie Menschen, die hier leben wollen - egal, ob sie hier geboren sind oder nicht - willkommen geheißen werden und was von ihnen zu verlangen ist. Liebe CDU, Ihr könnt damit gerne in den Wahlkampf ziehen. Das wird niemand ernst nehmen.

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mps58 24.03.2017, 12:54
6. Es wird auch Zeit

Es wird auch endlich Zeit die Schwierigkeiten mit der Integration von Mitbürgern bestimmter Herkunftsländer offen anzusprechen. Die stetige Bewahrung der political correctness und das wohlwollende Wegschauen der Politik im Austausch für gruppenspezifische Wählerstimmen hat uns und den Menschen die hier Staatsbürger werden wollen massiv geschadet.

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Ulle 24.03.2017, 12:54
7. Toller Plan

Demnach will die CDU Kindern von Deutschen (wenn auch Doppelstaatsbürgerschaft) die deutsche Staatsbürgerschaft aberkennen? Was, wenn die Enkelkinder ihre Staatsbürgerschaft gar nicht ablegen können, weil der Zweitstaat dies nicht vorsieht? Klingt nach einem großartigen Plan...
Solange eine Person die mit einer Staatsangehörigkeit verbundenen Pflichten vollumfänglich erfüllt, darf man andere Staatsangehörigkeiten in meinen Augen einfach ignorieren, solange sich daraus nicht ein direkter Interessenskonflikt ableitet.

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LapOfGods 24.03.2017, 12:54
8. Erfolgsrezept

Man kann allen Parteien wirklich nur empfehlen: "Lass und mal wieder was mit Ausländern machen, das geht in Deutschland immer." Man hat's ja bei der tollen Ausländermaut gesehen, bei "Kinder statt Inder" und auch der große Roland Koch feierte mit ein bisschen fremdenfeindlicher Stimmungsmache bei genau diesem Thema legendäre Erfolge. Und man könnte der AfD vielleicht ein paar Stimmen abnehmen, wenn man das Siganal aussendet: "Seht her, wir machen auch was gegen Ausländer"

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olli118 24.03.2017, 12:54
9. Warum erst die Enkel?

Wer hier geboren ist, sollte sich mit Erreichen des 21. Lebensjahrs entscheiden. Es spricht ja nichts dagegen, dass das Recht bleibt, einen Wechsel der Staatsbürgerschaft zu beantragen, wenn sich die Lebensumstände ändern. Aber ständig auf zwei Hochzeiten tanzen geht nicht. Wenn sich Menschen nicht primär als Bürger unseres Landes fühlen, warum soll man ihnen dann alle Rechte einräumen, die mit unserer Staatsbürgerschaft einhergehen?

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