Forum: Politik
Nach Ukraine-Wahl: Klitschko fordert Ende der Maidan-Proteste
AFP

Vitali Klitschko ist neuer Bürgermeister von Kiew. Die Demonstranten, die noch immer auf dem Maidan ausharren, forderte er nun auf, die Barrikaden abzubauen.

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MatthiasSchweiz 26.05.2014, 23:45
1. Tolle Leistung, Herr Klitschko

Vor einer Diktatur bewahrt? Dafür jetzt die Rechtsradikalen am Hals, das Land ins Chaos gestürzt, viele Tote auf dem Gewissen, die soziale Lage der Bevölkerung noch mehr verschärft, die Oligarchen noch mehr gestärkt - tolle Leistung, wirklich! Janukowitsch oder die Opposition - Pest oder Cholera - aber die Pest Janukowitsch wäre trotz allem momentan noch die bessere Wahl gewesen als die Cholera Opposition.

Und es wurde nicht nur in Donetsk gekämpft, auch in anderen Städten, wieder mal mit recht vielen zivilen Opfern durch Beschuss der regierungstreuen Truppen. Geht ja gut weiter am Tag nach der Wahl des neuen Präsidenten...

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irrenderstreiter 27.05.2014, 00:41
2.

"Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden mehr als Hundert Menschen getötet. Der Politiker wurde schließlich gestürzt." - auf diese kurze und prägnante Formel läßt sich das Geschehen nicht bringen, da nach wie vor ungeklärt ist, wer die Menschen auf dem Gewissen hat.

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thinking_about 27.05.2014, 01:37
3. Klitschko

hat endlich im 3. Wahlgang sein Ziel erreicht, obwohl sein eigentliches einige Hausnummern größer war. Sei's drum...

"Es habe freie und faire Wahlen gegeben. "Wir wurden vor einer Diktator bewahrt." Damit sind nach Klitschkos Worten die Hauptziele der Demonstranten auf dem Maidan erreicht.
Bis heute harren Hunderte Demonstranten in Zelten auf dem Platz aus."
Genau sagte er:
„Der Maidan hat seine Hauptaufgaben erfüllt: Die Macht wurde lustriert (was auch immer das heißt), die Menschen wählten diejenigen, denen sie die Umsetzung der weiteren Veränderungen anvertrauen“, sagte Klitschko am Montag in Kiew. „Die Barrikaden haben ihre Funktion erfüllt und müssen abgebaut werden.“
Gestern wurde erstmals nach sehr lange Zeit in den Spätnachrichten ARD der Maidan gezeigt. Dort haben sich die Protestierer häuslich eingerichtet, viele Zelte und die Barrikaden sind noch dort, ein Gemüsegarten wurde angelegt zur Selbstversorgung usw. Sie wollen die Revolution bewachen, sagte man dort. Man könne auch schnell wieder die Barrikaden errichten, wenn es nötig sei, darin habe man ja jetzt Übung.

Ob diese Erstprotestierer, die so unermüdlich ausharrten, auch ihr eigentliches Ziel erreicht haben, wie Klitschko meint?
Man müßte diese Leute doch mal befragen....

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thinking_about 27.05.2014, 01:57
4. Flughafenbesetzung

Zitat von sysop
Vitali Klitschko ist neuer Bürgermeister von Kiew. Die Demonstranten, die noch immer auf dem Maidan ausharren, forderte er nun auf, die Barrikaden abzubauen.
"Am Montag lieferten sich die Regierungsgegner in Donezk Kämpfe mit regierungstreuen Sicherheitskräften. Prorussische Separatisten hatten in der Millionenstadt den Flughafen unter ihre Kontrolle gebracht. Die ukrainischen Streitkräfte griffen die Rebellen daraufhin aus der Luft an und setzten auch Fallschirmjäger ein."
Poroschenko hatte wohl seinen Besuch angekündigt nach seiner Präsidentenwahl. Man wartete darauf. Statt dessen kamen die militärischen Angriffe. Wann die Besetzung des Flughafens vorgenommen wurde, vor oder nach Poroschenkos Rede, ist noch unklar.
Bei dem Einsatz der Armee wurden zum zweiten mal Hubschrauber mit UN Kennzeichen verwendet, zuvor am 15.5., worauf man sagte, man habe noch keine Zeit gehabt, die umzuspritzen.
Die ukrainische Armee hatte bereits Anfang Mai in der Protesthochburg Slawjansk UN-Hubschrauber gegen die Regimegegner eingesetzt.
Die Führung in Kiew gestand damals ein, dass die Maschinen aus den Friedenseinsätzen in Libyen und Mali stammten.

Die Vereinten Nationen äußerten ihre Besorgnis. UN-Sprecher Stephane Dujarric rief die ukrainischen Behörden zur Einhaltung der UN-Regeln auf.
Der Einsatz von Luftfahrzeugen mit UN-Symbolen ohne Zustimmung des (UN-)Sicherheitsrates ist unzulässig.
Es scheint ja ein reger Handel mit illegalem Militärarsenal stattzufinden, aber Fakt ist, daß die Ukrain. Armee sehr dürftig ausgestattet zu sein scheint. Man hatte immer um Unterstützung aus USA gehofft, die lieferten aber nicht, wie gewünscht.

Hoffen wir, daß doch alles noch in friedliche Bahnen gelenkt werden kann, so der Wille dazu vorhanden ist auf allen Seiten.
Die Separatisten aus Lugansk haben schon verlauten lassen, mit Kiew sprechen zu wollen, wenn man ihnen denn Gehör schenkt..

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oleg.94 27.05.2014, 03:40
5. eigenartig

war das Hauptziel bzw. eines davon , nicht die Befreiung von der Herrschaft der Oligarchen? Wenn ja, dann dumm gelaufen, der neue Präsident ist ein Oligarch, viele Gouverneure sind Oligarchen XD, glauben die Leute wirklich, dass diese auf einmal sich um ihr Land kümmern werden? Alte Oligarchen wurden von neuen ersetzt und dem Land geht es schlechter als zuvor, und das ist erst der Anfang von der sozialen Katastrophe :((

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fuenfringe 27.05.2014, 07:39
6. Ja genau,

Zitat von sysop
"Die Barrikaden haben ihren Zweck erfüllt und müssen jetzt weggeräumt werden", sagte Klitschko am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neugewählten Präsidenten Petro Poroschenko.
Korruption und Herrschaft der Oligarchen sind, wie man an Klitschko und Poroschenko sieht, ja jetzt einwandfrei beseitigt. Wofür also lohnt es sich noch zu kämpfen?

Geht nach Haus, Majdandemonstranten: die Faschisten unter euch sind an der Regierung, und die anderen haben keine Chancen mehr, ihre Ziele umzusetzen. Es ist ja jetzt alles "legitimiert".

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hansgustor 27.05.2014, 07:41
7. Ziel erreicht

"Ich habe den Job. Ihr dürft aufhören zu demonstrieren. "

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rwinter77 27.05.2014, 07:52
8. Mal sehen

Mal sehen, ob sich Klitschko und Poroschenko gegen den "Maidan" durchsetzen können. Die Räumung aller besetzen Plätze und Gebäude war ja schon in Genf vereinbart worden, wurde aber in Kiew nie ernsthaft betrieben. Bleibt abzuwarten, ob die Kämpfer des Maidan darauf einlassen!

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elbfischer72 27.05.2014, 08:08
9. haha,das ist..

...ja wirklich peinlich! Nun haben einige ihre gewünschten Posten - und man will zum Alltag übergehen, der wohl ruhig und unauffällig sein soll. Dass die Ukraine,deren Politik, überhaupt noch nichts erreicht hat, ein Volk gespalten ist und ein Krieg tobt, das ist scheinbar jetzt egal. Wenn Klitschko sagt,dass man erreicht habe was man wolle,dann spricht er die Wahrheit - seine Wahrheit!

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