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Nach Unfällen: Justizminsterium schlägt Strafen für Gaffer vor
Annegret Hilse/ REUTERS

Bisher schützt das Strafrecht nur lebende Menschen vor entwürdigenden Bildern - nun soll laut einem Vorschlag des Justizministeriums auch das Fotografieren von toten Opfern als Straftat gewertet werden.

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plaudertasche123 10.09.2019, 16:24
1. Ja!

Das ist eine sinnvolle und bitter nötige Initiative. Und jedem, der dieses widerliche Geknipse und Gegaffe relativieren möchte, lege ich dieses (harte) Video ans Her https://www.youtube.com/watch?v=nRmuaVPiodI

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territrades 10.09.2019, 16:25
2. Der Tod gehört zum Leben...

Der Tod gehört zum Leben dazu und sollte damit wie alle wichtigen Lebensmomente für die Nachwelt photographisch festgehalten werden. Der Artikel liest sich als seien alle Fotos eines Toten "grob anstößig" und "entwürdigend". Sicher, ein Selfie neben der Leiche wäre ohne Zweifel grob anstößig. Aber ist es entwürdigend, eine tödliche Verletzung zu erleiden? Vielleicht würde es auch mehr Rücksicht im Straßenverkehr geben, wenn die Presse nicht in ihrer Gesamtheit Bilder von Unfallopfern zurückhalten würde.

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WernerWeidemann 10.09.2019, 16:28
3. Richtig

Das ist leider notwendig. "Leider", weil anscheinend die Menschen mehr und mehr einen guten Charakter verlieren (wenn sie je einen hatten), über Leichen gehen und das nur wegen Sensationsgeilheit. Das ist widerwärtig, ekelhaft und niveaulos.
Aber bitte keine Geldstrafen, lasst sie dafür 100.000 Bäume pflanzen, dann tun die wenigstens mal etwas sinnvolles.

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mcbarby 10.09.2019, 16:31
4. Bitte wirkliche Strafen!

Als Minimum sollte hier eine Geldstrafe von etwa 2000 EUR im Raum stehen. Es muss wehtun, sonst verstehen diese hirnlosen Gestalten das niemals.
Und für Behinderung von Rettungskräften sollte ein SOFORTARREST von 14 Tagen fällig werden.

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irobot 10.09.2019, 16:33
5.

Wenn es denn der Datenschutz zuließe, könnte die Polizei ja mal die Gaffer filmen und die Videos dann auch bei Youtube hochladen.

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loesje 10.09.2019, 16:33
6. Wenn der Anstand auf der Strecke bleibt

braucht es wahrscheinlich auch solche Regelungen. Aber wer soll das Filmen/Fotografieren ahnden? Stellt man einen Polizisten mitbringen Kamera ab, der alles festhält, was vorbeifährt? Dann höre ich aber schon wieder die Datenschützer ?? Vom Handyverbot im Auto lässt sich ja noch nicht mal die Polizei abhalten!

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shardan 10.09.2019, 16:34
7. Notwendig....

Notwendig, aber funktioniert das? Wie erwischt man die Täter ggf und beweist ihr Vorgehen rechtskräftig? Polizei und Sanitäter haben an einer Unfallstelle anderes zu tun. Daneben halte ich die Strafmaße für zu wenig anschreckend. Das Fotografeiren soll als Straftat gewertet werden - und? Wie fällt die Strafe dann aus? Dinge wie Gaffen, Behinderung von Polizei / Feuerwehr müssten deutlich empfindlicher bestraft werden. Insbesondere bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen stellen Gaffer auf der Gegenfahrbahn ein erhebliches Risiko dar. Strafmaße ab 50 Tagessätze plus Führerscheinentzug von mindestens einem Jahr wäre meiner Meinung nach angemessen. Diese Figuren geilen sich an den Verletzten und Toten eines Unfalls auf und provozieren dabei möglicherweise den nächsten schweren Unfall durch Bremsung auf der linken Spur.

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r.mehring 10.09.2019, 16:43
8. Wieder so ein Gesetz

das nicht durchgehen wird. Da vor dem Gesetz alle gleich sein sollten gilt das Gesetz dann auch für die Presse. Wer soll anklagen? Besteht dann eine Verfolgungspflicht von Seiten der Polizei und der Staatsanwaltschaft? Ich denke mal hier wird wieder "Wahlkampf" gemacht. Mal hören was der Herr Fischer dazu zu sagen hat.

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suelo68 10.09.2019, 16:47
9. Warum nicht noch härter

Man muss den Gaffern eine noch härtere Strafe geben. Was heißt denn bis zu zwei Jahren. Wenn durch das gaffen dieser Affen das Leben dieser Personen in Gefahr ist (durch Verzögerung bei der ersten Hilfe), dann müssten diese Affen mit versuchtem Totschlag bestraft werden.

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