Forum: Politik
Nachlass des Altkanzlers: Regierung erteilt Plänen für Kohl-Stiftung vorerst Absage
DPA

Die Veröffentlichung von geheimen Gesprächsauszügen von Helmut Kohl erzürnt alte Weggefährten. Doch wie soll mit dem Nachlass des Altkanzlers umgegangen werden? Eine Helmut-Kohl-Stiftung wird es zunächst nicht geben.

Seite 3 von 4
kimmberlie67 07.10.2014, 08:49
20. Kohl Stiftung ?

was soll der denn Stiften?Oder hat er so viel zusammen
gerafft das es sich lohnt eine Stiftung zu Installieren.
Oder sollen seine Erinnerungen gestiftet werden?
Die sind völlig Geschichts-Verzerrend.
Von wegen Vater der Einheit,blühende Landschaften,
Soli für zehn Jahre.
Alles gelogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mina2010 07.10.2014, 21:37
21. Wozu brauchen wir ...

ein Kohl Stiftung? Sind noch ein paar Parteigenossen unterzubringen? Haben wir noch nicht genug Stiftungen, die Steuerzahler einen Haufen Kohle kosten, von denen aber bestenfalls die Mitarbeiter fleissig Dienstreisen haben? Während wir brav mit unseren Steuern Stiftungen finanzieren .. können wir uns kaum noch einen Zoobesuch leisten .. verkehrte Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mina2010 07.10.2014, 21:38
22. Wozu brauchen wir ...

ein Kohl Stiftung? Sind noch ein paar Parteigenossen unterzubringen? Haben wir noch nicht genug Stiftungen, die Steuerzahler einen Haufen Kohle kosten, von denen aber bestenfalls die Mitarbeiter fleissig Dienstreisen haben? Während wir brav mit unseren Steuern Stiftungen finanzieren .. können wir uns kaum noch einen Zoobesuch leisten .. verkehrte Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Eliza 08.10.2014, 03:37
23.

Zitat von wilee19
Was hat er denn so anders gemacht, dass wir und das ständig erinnern sollen? (1) Die Deutsche Einheit hat er weder geplant (2)noch nicht herbeigefüht, was man an den bescheuerten Fehlen im Vetragswerk leicht erkennen kann. Das ist Ihm eher auf's so auf Dach gefallen wie es kam.
(1) Dass man die Wiedervereinigung mit Leichtigkeit auch hätte vergeigen können, sieht man doch an dem Gewese, das 1989/90 von Seiten Lafontaines veranstaltet wurde.

(2) Das 10-Punkte-Programm vom November 1989 schon vergessen, das Kohl singlehanded und unter strengster Geheimhaltung damals ausgearbeitet und zur Verblüffung aller sofort im Bundestag vorgetragen hat? Ohne das allein wäre nichts auf die richtigen Schienen gekommen, und allein eine verfrühte Veröffentlichung dieses Programms hätte garantiert dazu geführt, dass es von den einschlägigen politischen Könnern zerredet worden und wirkungslos geblieben wäre.

Denn viele Deutsche, voran Leute wie Lafontaine WOLLTEN die Vereinigung gar nicht und hätten sie auch verhindert, wenn sie gekonnt hätte. Lafontaine schob sogar die massenhaften Ankömmlinge aus der DDR, deren Ausreise-Protest aus der DDR viel zum Notwendig-Werden der Wiedervereinigung beitrug, über die Grenze nach Lothringen rüber, weil er sie angeblich im Saarland (das durch seine Schuld tief in den roten Zahlen steckte) nicht unterbringen konnte, und weil er sie unbedenklich als ausländische Asylsuchende einstufte, mit denen ihn nichts zu verbinden hatte.

Bei den von Kohl gemeisterten Herausforderungen sollte man auch nicht den empörten Widerstand unserer damaligen lieben Nachbarn im United Kingdom und in der douce France vergessen. (Mitterrands Erpressung ist es ja dann auch zuzuschreiben, dass uns das ganze Euro-Chaos eingebrockt worden ist. Ein Preis für die Wiedervereinigung, dem sich Kohl damals wohl kaum hat entziehen können.)

Man musste als führender deutscher Politiker um 1989 schon sehr gut sein, um in dem knappen Zeitfenster die Entwicklung dennoch einigermaßen positiv zu steuern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uvg 08.10.2014, 09:25
24. Solange eine Frau Richter-Kohl ...

ihre Hände auf dem Kohl-Nachlass hält, um ihn selbst zu vermarkten, sollte sich die Regierung nicht darum nicht kümmern. Erst 50 Jahre nach dem Ableben von Herrn Kohl werden Historiker beurteilen können, was von seinem Nachlass überhaupt erhaltenswert ist. Wir haben also noch viel Zeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Eliza 08.10.2014, 16:05
25.

Zitat von karrli
Kohls [einziges] "Verdienst" war die Erfindung der Treuhand (1)... Eine "Wiedervereinigung" hat es bis heute nicht gegeben. (2)
(1) Die "Treuhand" war eine Erfindung der im Abwind befindlichen DDR; und zwar beschloss am 1. März 1990 der Ministerrat der DDR (dh noch die Modrow-Regierung), VOR den ersten freien Wahlen in der DDR) die Gründung der „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“. Was dann dort geschah, war eine unglaubliche Schieberei zur Aufrechterhaltung der angestammten DDR-Privilegien für die besten DDR-Schieber. Einzelheiten auf Wunsch. Nach Übernahme des Instituts durch die Bundesrepublik bestand die Hauptarbeit der neuen Dienstherren, zwischen diese Schiebereien noch einen Fuß zu bekommen und etwas halbwegs Rechtsstaatliches dabei herauszubekommen..

(2a) Was die von Ihnen bestrittenen Leistungen Kohls bei der Wiedervereinigung betrifft, so darf ich Ihrem Gedächtnis auch hier auf die Beine helfen.

Haben Sie das 10-Punkte-Programm vom November 1989 schon vergessen, das Kohl singlehanded und unter strengster Geheimhaltung damals ausgearbeitet und zur Verblüffung aller sofort im Bundestag vorgetragen hat? Ohne das allein wäre nichts auf die richtigen Schienen gekommen, und allein eine verfrühte Veröffentlichung dieses Programms hätte garantiert dazu geführt, dass es von den einschlägigen politischen "Könnern" zerredet worden und wirkungslos geblieben wäre.

(2b) Dass man die Wiedervereinigung mit Leichtigkeit auch hätte vergeigen können, sieht man doch an dem Gewese, das 1989/90 von Seiten Lafontaines veranstaltet wurde.

Denn viele Deutsche, voran Leute wie Lafontaine, WOLLTEN die Vereinigung gar nicht und hätten sie auch verhindert, wenn sie gekonnt hätten. Lafontaine schob sogar die massenhaften Ankömmlinge aus der DDR, deren Protest und Ausreise aus der DDR viel zum Notwendig-Werden der Wiedervereinigung beitrug, über die Grenze nach Lothringen rüber, weil er sie angeblich im Saarland (das durch seine Schuld tief in den roten Zahlen steckte) nicht unterbringen konnte, und weil er sie unbedenklich als ausländische Asylsuchende einstufte, mit denen ihn nichts zu verbinden hatte.

(2c) Bei den von Kohl gemeisterten Herausforderungen sollte man auch nicht den empörten Widerstand unserer damaligen lieben Nachbarn im United Kingdom und in der douce France vergessen. (Mitterrands Erpressung ist es ja dann auch zuzuschreiben, dass uns das ganze Euro-Chaos eingebrockt worden ist. Ein Preis für die Wiedervereinigung, dem sich Kohl damals wohl kaum hat entziehen können.)

Man musste als führender deutscher Politiker um 1989 schon sehr gut sein, um in dem knappen Zeitfenster die Entwicklung dennoch einigermaßen positiv zu steuern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Eliza 08.10.2014, 16:31
26. Wozu wir...

Zitat von mina2010
...eine Kohl Stiftung...
... benötigen?

Um der auch hier im Forum virulenten Geschichtsverfälschung um die Wiedervereinigung zu steuern, möglicherweise?

Die ganze Frage dürfte allerdings erst relevant werden, wenn Herr Dr. Helmut Kohl verstorben ist.

Andere Stiftungen der politischen Parteien, die wir heute haben sind wesentlich entbehrlicher, bzw sie sind überhaupt nur Institute zur Abfederung für die schlimmsten, aus der politischen Vita activa aussortierten Versager aus der uns beherrschenden politischen Klasse.

Man sollte zum Unterschied dazu jedoch die allgemeine Gehässigkeit gegen Dr. Kohl schon jetzt etwas eindämmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
speckyhorn 08.10.2014, 20:55
27. Es ist schon merkwürdig...

um nicht zu sagen auffällig, daß es Menschen gibt, deren
Meinungsäußerungen sogar mehrfach Zugang zu den Kommentaren eines Themas finden. Während andere mit 80-90% iger Wahrscheinlichkeit aussortiert werden.
Na ja , wenn wir ehrlich sind, liest diese Kommentare ja sowieso kaum jemand... so wie das Medium Spiegel auch nicht mehr gebraucht wird. Good bye!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
abeier6099 09.10.2014, 07:35
28. MfS - Offiziere schwiegen

Die Offiziere der MfS schwiegen, als es um die Unterlagen von Kohl ging, im Zusammenhang mit der vorsätzlichen Missachtung der Gesetz, bei Parteispenden - Affäre. Diese gingen nicht mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit. Wahrscheinlich wäre damals bereits bekannt geworden, wie er seine Mitmenschen einschätzt.
Arthur Beier

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bewersdorff 10.10.2014, 15:22
29. Die Äußerungen eines verbitterten alten Mannes-

Die Tragödie der diesjährigen Buchmesse ist für mich unumstritten der Auftritt Helmut Kohls – sozusagen wider des Vergessens. Wie heißt es so schön? Wenn die Musik spielt, wollen die alten Gäule auch noch mal in die Manege.

Was darf man von seinem neuen Werk erwarten? Doch endlich die einzig wahre Wahrheit um die Ereignisse 1989/90? Vielleicht doch endlich ein Wort zu den umstrittenen Stasiunterlagen über seine Amtszeit, deren Inhalte er so vehement zu verschleiern wusste? Ein Schelm, wer etwas Böses dahinter vermuten mag! Oder erwartet den Leser doch nur eine weitere Episode aus den Leben eines Greises? Was Heribert Schwan dem mit seinem Pendant „Das Vermächtnis“ wohl entgegensetzt? Man darf gespannt sein.
Man liest, Kohls Auftritt hat bei vielen tiefes Mitgefühl verursacht. Es tut mir leid, aber Mitgefühl kann ich mit diesem Mann, den die Geschichte lediglich durch glückliche Fügung zum Vater der Einheit stilisierte, beim besten Willen nicht aufbringen.



Zu toppen wäre dies nur noch durch die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises an ihn. Seit 1990 war er schließlich – sage und schreibe – 22 Mal nominiert. Und als ewiger Zweiter will man ja doch nicht enden. Aber eine Kopie der Verleihungsurkunde des Preises, der 2012 an die Europäische Union ging, wurde ihm ja schon durch den EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy überreicht. Ich denke, das ist dann doch genug der Ehre.

Darüber hinaus ziert sein Konterfei ja bereits eine Briefmarke – eine Einmaligkeit in Deutschland, dass ein noch lebender, ehemaliger Regierungschef als Briefmarke erscheint.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4