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"Nachtwölfe"-Motorradkorso: Bundesregierung droht Putins Rockerbande
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Im Streit um den geplanten Motorradkorso der "Nachtwölfe" geht die Bundesregierung in die Konfrontation: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE droht die Regierung den Putin-treuen Rockern mit Einreisesperren.

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NauMax 25.04.2015, 16:27
10.

Würden die Russen es umgekehrt gestatten, wenn ein paar hundert Mitglieder eines deutschnationalen Bikerclubs von Berlin nach Moskau fahren wollen, um der Deutschen Gefallenen in diesem Krieg zu gedenken? Ich bin der Meinung, man sollte diese Tour zulassen, aber die Leute daran erinnern, dass sie Gäste in diesem Land sind und keine Besatzer

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teacher20 25.04.2015, 16:29
11. Zweifelhaftes Gedenken

Zitat von anonym187
ich sehe hier keine Verbindung zu Ukraine Konflikt... hier geht es alleine um den zweiten Weltkrieg und diese Rocker (auch zweifelhaft wie ihr Ruf ist) den opfern Gedenken möchten, dann sehe ich kein wirklichen Grund diese Reise zu verbieten.... denn nach unseren Maßstäben also die Freiheit sich so ausdrücken wie man möchte, sollte noch bewahrt bleiben
Wer sich Bilder der martialischen Stalingrad-Gedenk-Show dieser ultranationalistischen Rockerbande im Dienste Putins ansieht und ihr Erscheinen in Berlin zu den Gedenkfeierlichkeiten zum Endfe des 2. Weltkrieges dennoch für wünschenswert erachtet, hat schon eine sehr merkwürdige Vorstellung von Versöhnung und Völkerverständigung.

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n.nixdorff 25.04.2015, 16:30
12. Es

handelt sich, wie auch Polen und andere Länder erkannt haben, um eine klare Provokation, die mit Gedenken nichts, aber auch gar nichts, zu tun hat. Mit Freiheit, die Andersdenkenden zu gewähren wäre, hat das auch nicht die Bohne zu tun. Nachdem Polen Putins Machos die Durchreise verweigern wird und ein Trip durch die Ukraine wegen unkalkulierbarer Risiken sicher nicht auf dem Programm steht, gibt es nicht mehr viele Optionen. Dass Putin seine Bande samt Maschinen per Flugzeug in freundlich gesinntes europäisches Ausland wie z.B. Ungarn, Griechenland oder Serbien schickt, ist unwahrscheinlich. Ich denke, die europäischen Behörden sind klug genug, keinen einzigen Motorradfahrer mit russischem Pass einreisen zu lassen. Und so wird sich hoffentlich die gesamte Veranstaltung in Wohlgefallen auflösen. Alternativ kann die Bande ja bei Putins Militärparade mitmachen und seine Gäste aus Nordkorea, Syrien und anderen lupenrein demokratischen Ländern beeindrucken.

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Widerstandsgewächs 25.04.2015, 16:30
13. ja und nun?

"Bei einem Abgleich von Daten hatte sich herausgestellt, dass diese Visa auf Basis falscher Angaben erteilt und als Touristenvisa ausgestellt worden waren."

Ja als was reisen Motorradclubs denn sonst ein? Gibt es neuerdings für Bergsportgruppen, Bikergruppen usw. gesonderte Visa? Bei allem Russbashing würde ich nicht vergessen, wer den 2.Weltkrieg angezettelt und verloren hat!

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jayhx 25.04.2015, 16:32
14. Was ist los mit euch

Es wird doch niemandem die Einreise verboten.
Es wird nur klar gemacht dass dieses Anliegen kein Spaß ist. Und wer das denkt wird eben verknackt
Wenn man ferner falsche Daten für ein Visum angibt
Selbst schuld ^^

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abc-xyz 25.04.2015, 16:33
15. Verbrecherbande

Diese Verbrecherbande hat in Deutschland nichts zu suchen. Im Allgemeinen muss man bei der Visa Vergabe an Bürger Russlands viel strenger agieren.

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Americanet 25.04.2015, 16:34
16.

Zitat von redracer2014
Warum droht man denn diesen Leuten? Nur weil ein paar davon Putin kennen? Echt engstirnig und kindisch
Es istschon immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen hier zu Dingen kommentieren, von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben. Googlen Sie doch mal den Chirurg und die Nachtwölfe, geht ganz leicht. Sie werden eine faschistisch angehauchte Gruppierung finden, die Putins Drecksarbeit erledigen und z.B. auch immer mal wieder in Verbindung mit politischen Morden stehen, die in Russland natürlich nie aufgeklärt werden. Zudem treiben sie aktiv die Invasion Russlands in die Ukraine voran, streuen Hass und Kreml-Grössenwahn. Nicht umsonst twitterte Sergei Shoigu gestern, dass man die Parade durch Polen dann halt mit Panzern machen könne, wenn Warschau die Visa entzieht.

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espet3 25.04.2015, 16:34
17. Als Motorradfahrer

schäme ich mich für Deutschland. Man lese nur von vielen Fahrten deutscher Biker durch Russland in Fachzeitschriften und die Freundlichkeit der dortigen Bevölkerung. Die Russen werden hier als Bauernopfer behandelt.

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w1w2w3 25.04.2015, 16:41
18. laut wiki

Der Club

Ansichten

Die Mitglieder des Clubs gelten als nationalistisch, konservativ und homophob.[1] Der Gründer und aktuelle Präsident des Clubs ist Alexander Saldostanow, ein gelernter Arzt, der aufgrund seiner Tätigkeit als Chirurg den gleichnamigen Beinamen trägt. Laut Saldostanow ist der Auftrag des Clubs die Bruderschaft, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste, wie einem Ritterorden oder Mönchtum.[2] Im Gegensatz zu ihren westlichen Vorbildern wie den Hells Angels fallen die Nachtwölfe weniger durch Kriminalität als durch ihr kirchliches und gesellschaftliches Engagement auf.[1] Der Club lehnt jegliche satanistische Symbole und Provokationen gegen das orthodoxe Christentum ab und will, dass sich diese Bewegung gemäß den Traditionen weiterentwickelt und als etwas Russisches wahrgenommen wird.[2] Am 21. April 2012 veranstalteten die Nachtwölfe einen Motorradkorso in Moskau zur „Unterstützung von Patriarch Kyrill von der russisch-orthodoxen Kirche und den traditionellen Werten der russischen Zivilisation“.[5]

Der Club bevorzugt keine bestimme Motorradmarke, tendiert jedoch zu BMW und betrachtet sich in diesem Sinne mit den Deutschen als solidarisch und befreundet.[2]





Putin und Saldostanow bei einem Treffen im Jahr 2012
Die Nachtwölfe sind misstrauisch gegenüber dem Staat und lehnen in ihrem Vereinsstatut gesetzliche Vorschriften ab,[1] sind jedoch Putin-nah. Saldostanow sieht in Putin eine Person, die dieselben Lebensansichten hat wie er. Seiner Meinung nach hatten die Präsidenten und die Generalsekretäre des ZK der KPdSU im Gegensatz zu Putin Russland aufgegeben, was zum Zerfall des Landes geführt hat.[2] Seit 2009 pflegen Saldostanow und Putin ein gutes Verhältnis. Im Juli 2012 ließ Putin den damaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch vier Stunden warten um mit den Nachtwölfen über die Straßen der Krim zu fahren. Für seine „patriotischen Verdienste” um Russland hat Putin Saldostanow im Februar 2013 eine Ehrenmedaille verliehen. Im Gegenzug lobte er Putin öffentlich für dessen Bemühungen, Russlands alte Größe wiederherzustellen.[1]

Im Zuge der Unterstützung des Clubs für die russischen Streitkräfte während der Krimkrise sagte Saldostanow bei einem Interview mit der Time: „Wo immer wir sind, wo immer die Nachtwölfe sind, das sollte als Russland betrachtet werden.”[6]

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AllesnureinWitz 25.04.2015, 16:41
19.

Zitat von quark@mailinator.com
Bekanntlich ist Freiheit immer die Freiheit der Andersdenkenden. Solange diese Leute sich also an Recht und Gesetz halten, sollten sie doch wohl auch einreisen und hier rumfahren dürfen, oder ? Es gibt auch genug Deutsche, welche in Putin nicht den Scheitan sehen, als welcher er hier gern dargestellt wird. Dürfen die dann auch nicht gemeinsam Motorad fahren ?
Vielleicht sollte SPON etwas mehr über die "Rocker" aufklären. Hier gibt es ein aufschlußreiches Interview über die angeblich unpolitische Vereinigung: http://www.srf.ch/news/international/putins-umstrittene-biker-wer-sind-die-nachtwoelfe
"Ulrich Schmid: Ich denke nicht, dass dieser Bike-Club eine reale Gefahr darstellt für den Westen. Aber es ist natürlich eine Symbolwirkung, die von diesen Bikern ausgeht. Man kann diese «Nachtwölfe» als eine Art post-moderne Kavallerie des neuen Imperiums des russischen Geistes bezeichnen. Sie nennen sich ja auch selber «allrussischer Bikeclub» und wollen damit deutlich machen, dass ihr Einfluss nicht einfach auf das Territorium der russischen Föderation beschränkt ist, sondern dass sie eigentlich auf das ganze Gebiet der ehemaligen Sowjetunion auswirken wollen. (...) Man ist davon überzeugt, dass es der Westen auf Russland abgesehen hat. Dass es eine geheime Weltregierung von jüdischen Freimaurern gibt, die versuchen, über den Dollar das heilige Russland zu attackieren. (...) Das ist schon glaubwürdig. Es gibt auch Filialen dieses Clubs in Luhansk und Donezk. Hier geht es aber wahrscheinlich mehr um die ideologische Unterstützung der pro-russischen Separatisten in der Ukraine."

Diese "Rocker" sind also revisionistische Antisemiten, die offen die Separatisten in der Ukraine unterstützen. Die sollten lieber einmal eine Gedenkreise zu den Standorten der Gulags unternehmen.

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